Frühling am Neckarufer: Von Schriesheim durch die Ebene zum Heidelberger Zoo – mit Fotos (14,1 km)

6. April 2010

Heute hat mein Vater Geburtstag, und weil´s Tradition ist und draußen außerdem der wahrscheinlich schönste Frühlingstag des bisherigen Jahres herrscht, machen meine Eltern aus diesem Anlass einen Ausflug.
Ziel: Heidelberger Zoo.

Und weil ich Zeit hab´ und schon mindestens 15 oder 20 Jahre nicht mehr zusammen mit meinem Eltern im Zoo war, bin ich mit von der Partie. Natürlich mit vorherigem Lauf, schließlich komm´ ich nicht so oft runter nach Baden, und das Wetter ist wie gesagt einfach traumhaft – das muss ausgenutzt werden.
Deshalb der Plan für heute: Ich laufe am späten Vormittag von Schriesheim am Fuß der Bergstrasse runter in die Ebene bis zum Neckar bei Ladenburg und folge dann dem Flussufer südwärts bis nach Heidelberg.
Dort treffen wir uns dann alle und gehen in den Zoo und was Essen.
Klingt prima. 😀

In der Praxis beginnt das Ausflug allerdings mit einigen Problemen, dank dämlichst gesperrter Autobahnauffahrt bei Zwingenberg und einem Stau auf der A5, die mich ordentlich Zeit kosten, so dass ich erst mit einer halben Stunde Verspätung in Schriesheim eintreffe und das Auto an der Zentgrafenstr. im ruhigen Wohngebiet nördlich des alten Stadtkerns abstelle.

Hrm.
Da muss ich mich schon ein bisschen beeilen, um nicht mit zu viel Verspätung beim Treffpunkt am Heidelber Zoo ankomme, also mach ich mich gleich mal mit zügigem Schritt auf den Weg.

Fängt gut an.

Mittenrein in den unsagbar herrlichen Frühlingsmittag: Prallste Sonne, kein Wölkchen am stahlblauen Himmel, wunderbar angenehme 16 Grad mit leichter Brise, die Luft schmeckt frisch und lebendig, die Bergstrasse erstrahlt in den Farben der Baumblüte, mit dem schimmernden Weiß der Kirsch- und Mandelbäume, dem rosigen Pink der Magnolien, dem leuchtenden Gelb der Forsythien, alles eingerahmt von sattem, frischen Grün.
Wenn das kein perfekter Lauftag ist, weiß ich auch nicht…


Kurz nach Süden, auf der ruhigen Weinheimer Str. (auf der Ingo, David und ich vor mehr als zweieinhalb Jahren schonmal durchgelaufen sind) bis an die Talstr. im engen, alten Stadtkern, über dem sich die majestätische Ruine der Strahlenburg in den weißblauen Himmel reckt:

Bild #1: Talstr. in Schriesheim, darüber die Strahlenburg

Eigentlich will ich hier die Talstr. runter, doch kurz vorher entdecke ich rechts tollen Fußweg, der am Ufer des offen durch den Ort fließenden Kandelbachs erst ein Stück an den Rückfronten der historischen Häuser und Mühlen im Herzen Schriesheims entlangführt…

Bild #2: Fußweg am Kandelbach

…und dann direkt über dem Wasser weitergeht, auf einem neuen, schön gewundenen Metallsteg, der so stabil ist, dass er beim drüberlaufen nicht mal vibriert:

Bild #3: Fußweg auf dem Kandelbach

Wirklich großartig, wie man hier den wenigen freien Platz in der hübschen aber engen Altstadt formschön und unkonventionell ausgenutzt hat, das gefällt mir richtig gut.

Am Ende des Fußwegs wechsle ich dann doch auf die Talstr., laufe über einen größeren Platz bis runter zur quer verlaufenden Landstrasse (das ist der Name der Strasse, nicht ihre Bezeichnung)/B3…

Bild #4: Talstr. kurz vor der Landstr., rechts der breite blühende Grünstreifen am Kandelbach

…die ich ohne viel Aufhebens überquere und weiter westwärts laufe, durch das freundlich-blütenreiche Wohngebiet am Wiesenweg…

Bild #5: Wiesenweg

…und vorbei Kleingärten, Sportanlagen und Vereinsanlagen im Schriesheimer Westen bis zum Ende der Stadt.
Um die Navigation muss ich mir heute übrigens keine Sorgen machen: Einfach immer weiter dem Kandelbach hinterher..

Bild #6: Kandelbach am Wiesenweg

…und wenn er dann irgendwann in den Neckar mündet, geht´s einfach am Ufer des Flusses weiter.
Easy as Pie. 😉

Am Ende von Schriesheim geht´s auf dem Ladenburger Fußweg (markiert mit dem gelben Andreaskreuz des HW34) weiter…

Bild #7: Anfang vom Ladenburger Fußweg

…der weg von den Bergen hinaus ins Flachland führt.
Hier gibt´s dann auch zum ersten Mal einen schönen Blick zurück auf die Bergstrasse:

Bild #8: Der Ölberg hinter Schriesheim ist einer der markantesten Höhenzüge der Bergstrasse

Immer geradeaus, zügig aber nicht gehetzt durch die liebliche Frühlingslandschaft, die hier von (noch etwas kahlen) Obstplantagen dominiert wird:

Bild #9: Ladenburger Fußweg. Rechts erkennt man die Kuppeln der Schriesheimer Sternwarte.

Nach ein paar hundert Metern geht´s mit einer schattigen Unterführung unter der A5 durch…

Bild #10: Unterführung an der Schriesheimer Sternwarte

…und danach – natürlich – weiter den wunderschönen Weg am Kandelbach entlang, der nun allerdings nicht mehr der Ladenburger sondern der Schriesheimer Fußweg ist (aber immer noch mit dem gelben Andreaskreuz des OWK-Wanderwegs HW34 markiert ist).

Durch eine kleine Siedlung mit hübschen alten Gebäuden…

Bild #11: Am Schriesheimer Fußweg

…einer großen Baumschule samt Gewächshäusern und einer alten Fabrik…

Bild #12: Alte Fabrik am Schriesheimer Fußweg

…dann weiter den Fußweg runter, weiterhin direkt am Ufer des fröhlich in seinem naturbelassenen Bett westwärts plätschernden Kandelbachs, durch ein wahres Meer von wohlriechenden, unsagbar schönen Blüten:

Bild #13: Magnolien (noch in der kleinen Ansiedlung, irgendwo bei der Fabrik aus Bild #12)


Bild #14: Rechts der Kandelbach, links der Fußweg


Bild #15: Badischer Frühling mit bajuwarischen Farben (Blau und Weiß ;))


Bild #16: Leuchtendes Gelb, tiefes Blau, strahlendes Weiß – perfekte Laufwetterfarben!

Ein knapper Kilometer am Bachufer, dann erreicht der Weg Ladenburg, eine freundliche Kleinstadt am Neckarufer, die für ihren historischen Stadtkern bekannt ist (der heute allerdings nicht auf dem Programm steht. Ein andermal vielleicht).
Am blockig-verglasten Neubau einer Schule vorbei…

Bild #17: Etwas verzerrtes Selbstportrait in der Glasfront der Ladenburger Martinsschule

…dann die letzten paar Meter auf dem Schriesheimer Fußweg durchs Wohngebiet…

Bild #18: Das Ende (oder der Anfang, wie man´s nimmt) vom Schriesheimer Fußweg in Ladenburg. Rechts des Weges fliesst natürlich weiterhin der Kandelbach

…über eine kleine Brücke und auf der anderen Kandelbachseite durch den östlichen Zipfel des Ladenburger Waldparks…

Bild #19: Waldpark in Ladenburg

…und schließlich auf dem schmalen Bollweg zwischen den letzten Häusern des Ortes und dem immer noch richtig hübschen Kandelbach, hinter dem sich weite, sonnige Felder bis zu den Bergen erstrecken, am Südostrand von Ladenburg entlang.

An der Heidelberger Str….

Bild #20: Hübsche kleine Kapelle zwischen Mehrparteienhäusern an der Heidelberger Str.

…links aus dem Ort raus und ein Stück durch offene Wiesen neben dem augenscheinlich relativ frisch naturierten Kandelabach, von denen man einen schönen Blick nach Osten zur Bergstrasse hat:

Bild #21: Die badische Bergstrasse vom Südrand Ladenburgs aus gesehen:
Ganz links erkennt man die höher liegenden Wohngebiete von Schriesheim, rechts davon sitzt die Strahlenburg auf ihrem Felsvorspung über den Weinbergen und der Stadt. Es folgen der Ölberg (erkennbar am großen Steinbruch unterhalb des Kamms) und rechts davon der Sendeturm am Weißen Stein, den ich letzten August besucht habe.
Schräg rechts davor kann man undeutlich die Schauenburg auf ihrer schroffen Felsnase erkennen (links vom Bäumchen in der Bildmitte), rechts darunter liegt dann Dossenheim.
Ganz rechts sieht man dann etwas im Vordergrund den Heiligenberg hinter Handschuhsheim und schließlich – links vom Bäumchen am rechten Bildrand – die Türme auf dem Königstuhl hoch über Heidelberg und dem Neckartal (auch den hab´ ich schon erlaufen)

Hier erkläre ich erstmal kurz einem verirrten Radfahrer, wie er nach Mannheim kommt („Runter zum Neckar und dann immer am Ufer lang“, sag´ ich, das ist das Beste, was meine begrenzte Ortskenntnis hergibt), dann geht´s weiters westwärts, an diversen Sportanlagen vorbei und dann durch eine parkartige, leicht gehügelte Wiesenfläche (offensichtlich ebenfalls erst vor kurzem angelegt)…

Bild #22: Kurz vor dem Römerstadium südlich von Ladenburg

… ein letztes Mal über den inzwischen schon ziemlich breiten (und kurz darauf zu einem kleinen See aufgestauten) renaturierten Kandelbach…

Bild #23: …und zwar auf einer künstlichen Furt, das gefällt mir ausgesprochen gut

…und noch ein paar Meter am Rand der grünen, freundlichen Neckarwiese entlang…

Bild #24: Neckarstr.

…und dann hab´ ich den ersten Teilabschnitt der heutigen Tour bewältigt: Vor zieht das ein breites Band aus Wasser durch die liebliche Landschaft, das wunderbar in der Sonne funkelt.
Adieu Kandelbach, Hallo Neckar:

Bild #25: Der Neckar am Südrand von Ladenburg.
Am gegenüberliegenden Ufer sieht man die kleine Fähre, die hier verkehrt, dahinter liegt das Örtchen Neckarhausen, von dem ich absolut gar nichts weiß (hmm, das müsste man irgendwann vielleicht nochmal ändern… ;))

Natürlich sag´ ich dem Fluss standesgemäß Hallo,…

Bild #26: „Guten Tag, Herr Neckar, schön Sie zu sehen“

…dann mach´ ich kurz Pause, um per Handy abzuklären, wie weit meine Eltern inzwischen gekommen sind.
Schlechte Nachricht: Sie sind unterwegs.
Gute Nachricht: Sie brauchen noch ein Weilchen.

Ist also noch etwas Zeit.
Gut so, denn ich hab´ auch noch geschätzte sechs bis neun Kilometer zu absolvieren; die genaue Strecke weiß ich gar nicht, und ein Plänchen zum Nachschauen hab´ ich nicht dabei – schließlich liegt der Zoo direkt am Neckarufer, solange ich dem Fluss folge, brauch´ ich heute mal keine Karte (zur Sicherheit gibt´s allerdings auch noch das altbekannte rote R des Rhein-Neckarwegs, das mich treu bis Heidelberg begleiten wird).

Na dann: Südwärts, neckaraufwärts, gen Heidelberg, rechts der Fluss, links die weiten Felder und die Bergstrasse, direkt vor/über mir der wohlig-warme Mittagssonne.
Übrigens mit sehr zügigem Schritt, aber angesichts der perfekten Außenbedingungen muckt und spannt gar nichts, ich fliege so leicht und mühelos über den bequemen Asphaltweg, als wäre ich gerade erst gestartet.
Alles herrlich, so viel Spaß hat´s schon lange nicht mehr gemacht, fast schon ein bisschen beängstigend, wie sehr so ein bisschen Kaiserwetter mein Lauferleben verbessert…

Rechterhand zieht Neckarhausen am anderen Ufer vorbei…

Bild #27: Neckarhausen

…während sich links sonnengeflutete Felder und Wiesen bis zum Fuß der Bergstrasse erstrecken, immer mal wieder aufgelockert durch Heckenreihen, Bäume, ein paar Gebäude, oder auch ein paar Reihen gleißend heller Planengewächshäuser:

Bild #28: Kann man sowas „Planengewächshaus“ nennen oder gibt´s da irgendeinen Fachbegriff für?
Wenn ja, wie lauter der?

Nach vielleicht 1,5 km kommt direkt voraus langsam Edingen in Sicht, der nächste Ort auf der anderen Flussseite, erst mit einigen Hausdächern und einem markanten Wasserturm…

Bild #29: Edingen von Weitem

…als ich näherkomme dann auch mit einer schönen klassizistischen Kirche und einem beeindruckenden Gebäude, das irgendwie nach Brauerei aussieht:

Bild #30: Brauerei und Kirche in Edingen

Wenig später kann auch meine Neckarseite wieder mit einer Siedlung aufweisen, einem freundlichen kleinen Dörfchen (oder großen Weiler) namens Schwabenheim (oder Schwabenheimer Hof. Oder Schwabenheimerhof. Das ist sich das Internet nicht so ganz einig)…

Bild #31: Kurz vor Schwabenheim/Schwabenheimer Hof/Schwabenheimerhof

…das zwischen dem Fluss und sattgrünen Pferdeweiden…

Bild #32: Pferdeweiden bei Schwabenheim. Im Hintergrund die Bergstrasse zwischen Schriesheim und Dossenheim

…in der grandiosen Mittagsonne erstrahlt:
7
Bild #33: Neckarstr. in Schwabenheim

Besonders gut gefällt mir das Ausflugslokal Zum Anker, das mit einem wunderbaren Biergarten direkt an der Uferpromenade sitzt:

Bild #34: Gasthaus zum Anker

Sieht total einladend aus, deshalb speichere ich´s im Hinterkopf, vielleicht kann man hier irgendwann mal was essen gehen…

Direkt danach ist Schwabenheim auch schon wieder vorbei…

Bild #35: Schwabenheims Ende

…und der Rhein-Neckar-Weg führt mich neben dem Neckar wieder hinaus in die offene Ebene, nun allerdings mal ostwärts, einer Neckarschleife folgend:

Bild #36: Rhein-Neckar-Weg kurz hinter Schwabenheim

Rechts unter mir glitzert der Neckar wunderschön im steil aus dem blauen Himmel fallenden Sonnenlicht…

Bild #37: Neckarglitzern

…schräg vorne kommt die Schwabenheimer Schleuse in Sicht, an der der schiffbare Neckarkanal und der mehrere Meter niedriger liegende Hauptarm des Neckar wieder ineinander übergehen:

Bild #38: Kurz vor der Schwabenheimer Schleuse.
Neckar und Neckarkanal trennen sich übrigens bei Heidelberg, wo der Neckar an einem Stauwehr ein paar Meter hinabfällt, während der Kanal parall und nur durch eine Insel getrennt bei gleichbleibender Höhe weiterläuft


Bild #39: Und nochmal ein – zugegeben mittig durch den Perspektivwechsel etwas geknicktes – Panoramabild des Neckar an der Schwabenheimer Schleuse

Der Uferweg führt an der Schleuse vorbei, noch ein Stück ostwärts, und bietet dabei einmal mehr einen tollen Blick auf die badische Bergstrasse in ihrer gesamten Ausdehnung:

Bild #40: Bergstrassenpanorama.
Im Norden am ganz linken Bildrand der 30 Kilometer entfernte Melibokus, rechts davon dann die etwas niedrigeren Höhenzüge zwischen Heppenheim und Hirschberg.
Über dem linken Ende der mit der schwarzen Plane abgedeckten Strohballen erkennt man (glaube ich) die moderne Kirche katholische Kirche von Großsachsen (glaube ich), direkt darüber ist eine Kerbe in den Bergen, durch die man ins Innere des Odenwalds auf einen weiter hinten liegenden Höhenzug schauen kann, der möglicherweise die Knodener Höhe ist (ohne Gewähr).
Weiter rechts über den Anhängern haben wir dann Schriesheim mit dem hochliegenden Wohngebiet am Hang und der Strahlenburg, rechts davon wieder den langen Ölberg mit seinem Steinbruch.
Noch weiter rechts liegt Dossenheim am Fuß der Berge, schräg links darüber auf der etwas kleineren Felsklippe erkennt man die Schauenburg.
Und schließlich am rechten Bildrand, direkt neben dem Strommast, wieder der Sendeturm am Weißen Stein

Kurz danach geht´s runter vom breiten Asphaltweg, rechts eine kleine Böschung hoch und von nun an weiter auf dem schmalen, mit sprießendem Grün bewachsenen Uferdamm…

Bild #41: Mag zwar eine künstliche Wasserstrasse sein, ist aber trotzdem hübsch

…direkt neben dem Neckarkanal:

Bild #42: Neckarkanal

Sind immer noch ein paar Kilometerchen, aber hier ist es so schön und es klappt gerade alles so gut, das läuft sich quasi von selbst: Einfach immer nur in der wunderbaren Mittagsonne Neckar(kanal)aufwärts durch den Frühling, entspannt und mit allen Sinnen genießend (und da bin ich nicht der einzige, denn hier sind nicht nur einige andere Jogger unterwegs, sondern auch viele Spaziergänger, von denen viele auf Bänken, Ufertreppchen und der Böschung in der Sonne sitze und mit glücklich-verträumten Gesichtsausdruck auf das bläulich schimmernde Wasser schauen.
Das ist einfach nur schön hier.

Irgendwann geht´s ein zweites Mal unter der A5 durch,…

Bild #43: Unter der Autobahnbrücke über den Neckar

…außerdem immer mal wieder an ein paar Häusern und Höfen vorbei,…

Bild #44: Pferde hinterm Neckardeich

…und zwischendurch liefere ich mir sogar ein kleines Wettrennen mit einem langen Lastkahn namens „Kantara“, der gemächlich gegen die Strömung den Kanal hinaufschnaubt – erst bin ich hinter ihr…

Bild #45: Matthias vs. Kantara, die Erste

…schiebe mich dann langsam vorwärts..

Bild #46: Matthias vs. Kantara, die Zweite

…bis auf Höhe des Bugs, an dem eine bayerische Flagge munter im frischen Wind tanzt…

Bild #47: Matthias vs. Kantara, die Dritte

…und lasse das Schiff schließlich hinter mir.
Ha!
Zugegeben: Kein Sieg für die Ewigkeit, angesichts der Tatsache, dass meine Gegnerin einige Tausend Tonnen mehr zu schleppen hat, aber ein bisschen gut fühlt sich´s dann doch an, so oft überholt man als Läufer ja keine motorisierten Vehikel… 😀

Insgesamt sind´s nach der Autobahnbrücke vielleicht nochmal knapp zwei Kilometer auf dem schönen Uferweg…

Bild #48: Weiterhin der Rhein-Neckarweg, weiterhin wunderbar in jeder Hinsicht

…dann tauchen links die ersten Hochhäuser des Neuenheimer Felds auf,…

Bild #49: Am Anfang des Neuenheimer Felds

…an dessen südlichem Rand der Zoo liegt. Eigentlich kann´s also nicht mehr allzuweit sein.

Das ist auch ganz gut so, denn gerade als ich hier vorbeilaufe klingelt das Handy – meine Eltern sind inzwischen am Zoo angekommen, allerdings ist es da offenbar so unglaublich proppenvoll (eigentlich logisch: Wunderschöner Frühlingstag mitten in den Osterferien, da passiert sowas), dass sie nicht mal einen Parkplatz kriegen.
Zu voll für einen Zoobesuch, meinen sie, das wird heute nix.
Aber stattdessen könne man ja wenigstens noch gut essen gehen.

Schon ein bisschen schade, aber was soll´s, der Zoo läuft schließlich nicht weg. Dann eben ein andermal…
Der Treffpunkt am Zoo bleibt allerdings, entsprechend schalte ich jetzt nochmal einen Gang hoch, um die letzten ein oder zwei Kilometer möglichst zügig zu bewältigen.

Noch ein paar hundert Meter an den Sportanlagen und dem Schwimmbad im Neuenheimer Feld vorbei…

Bild #50: Neuenheimer Feld

…hinter denen sich der bereits relativ nahe Königstuhl über der Heidelberger Altstadt erhebt…

Bild #51: Königstuhl über Heidelberg

…dann erreiche ich die Rückseite des Heidelberger Zoos, an der ich nun entlang laufe, auf dem leicht erhöhten Neckardeich, von dem aus man immer mal wieder einen schönen Blick ins Zoo-Innere erhaschen kann:

Bild #52: Flamingoteich


Bild #53: Sumatra-Tiger in der Raubtieranlage.
Das ist übrigens das zweite Mal seit Blogbeginn, dass mir beim Laufen Tiger begegnen (erstes Mal hier).
Rein statistisch gesehen treffe ich damit doppelt so oft auf Tiger wie auf Dachse.
Das beunruhigt mich spontan ein bisschen… 😀

Da kein direkter Weg von der Rückseite des Zoos zum Treffpunkt an der Vorderseite führt, muss ich allerdings noch ein bisschen weiter den Uferweg hochlaufen, bis der Tiergarten wieder hinter mir zurückbleibt und vor mir auf der anderen Neckarseite bereits die ersten Ausläufer der Heidelberger Innenstadt auftauchen:

Bild #54: Neckar am Rand der Heidelberger Innenstadt.
Das ist übrigens das Stauwehr, wo sich Neckarkanal und Hauptfluß voneinander trennen

Dort biege ich dann irgendwo links ab, auf einen Fußweg ins Neuenheimer Feld rein.
Unigelände, gepflegter Rasen und freundliche Studentwohnheime…

Bild #55: Campusgelände

…dann noch ein paar hundert Meter auf der Hofmeisterstr. über den Campus, vorbei am botanischen Garten…

Bild #56: Hofmeisterstr. am botanischen Garten der Uni Heidelberg

…und diversen Instituten der Unikliniken bis zum Treffpunkt an der Tiergartenstr. beim Zoo (hier staut sich der Verkehr in der Tat ungemein, rien ne va plus, zumindest für Autos) und damit auch zum Ziel:

Bild #57: ZIEL

Dann fahren wir was essen.
Wo?
Natürlich im Gasthaus Zum Anker in Schwabenheim/Schwabenheimer Hof/Schwabenheimerhof.
Schließlich hab´ ich mir ja vorhin nicht umsonst gemerkt, dass es da nett aussieht.
Exzellentes Mittagessen im herrlich sonnigen Biergarten, mit kalter Cola und dem standesgemäßen Kochkässchnitzel…

Bild #58: Das standesgemäße Kochkässchnitzel

…besser kann ein guter Lauftag eigentlich kaum enden (außer vielleicht mit einem nicht überfüllten Zoo… ;)).

Perfekte Tour durch die blühende Frühlingslandschaft, entspannt und trotzdem fix, vollkommen Problemfrei, in jeder Hinsicht großartig.
Hat Riesenspaß gemacht und unheimlich gut getan.
So muss das sein!

Strecke: 14,1 km
Zeit: Zügig trotz Fotopausen
Anteil der noch nie gelaufenen/gebloggten Passagen an der Gesamtstrecke: 99,43% (14,02 km von 14,1 km)
Karte:

M.

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20 Antworten to “Frühling am Neckarufer: Von Schriesheim durch die Ebene zum Heidelberger Zoo – mit Fotos (14,1 km)”

  1. Matthias Says:

    Hallo,

    bin durch Zufall auf Deine Seite gestoßen. Hast ne nette Schreibe und eine beneidenswerte Laufstrecke gehabt.

    Grüße aus dem Norden der Republik

    Matthias

  2. matbs Says:

    Hi Matthias,

    vielen Dank. Ich hoffe nur, dass ich die Schreibe immer noch hab´… 😉

    Beste Grüße zurück aus dem Norden vom Süden der Republik

    Auch Matthias 😀

  3. Benni Says:

    Hey, bin durch zufall auf deinen Blog gestoßen, schöne Runde! Bild #27 habe ich mal 4 jahre gewohnt (direkt neben der Kirche) 🙂

    Viele Grüße aus Berlin

  4. matbs Says:

    Hi Benni!

    Jepp, das war wirklich ´ne schöne Runde.
    Die Ecke da unten zwischen Heidelberg und Mannheim ist aber auch verflixt hübsch im Frühling (aber das weisst du ja sicher besser als ich, wenn du mal vier Jahre dort gewohnt hast 😉 ).

    Grüße zurück von der Bergstrasse!

    • Thomas the Tiger Says:

      Hallo matbs, ich habe von Harry gehört, dass Du morgen mit uns läufst beim SC Barolo Bensheim. Bring die Kamera mit, die Möglichkeiten sind sicher ähnlich gut. Das Team ist supergut drauf und hat noch eine Rotwein Abteilung. (Nicht trinken, sondern anbauen…). Dazu dann morgen mehr. Herzlich willkommen vorab und Grüße Thomas

      • matbs Says:

        Hi Thomas,

        ach du je, auch noch den Foto.
        Damit bin ich aber extralangsam, weil ich alle naslang stehenbleiben und knipsen muss, besonders im Bensheimer Hinterland wo´s hinter jeder Ecke irgendwas Fotografierenswertes gibt… 😀

        Aber gut, ich schau´ mal, ob ich dran denke, wenn ich morgen mitten in der Nacht aus dem Bett wanke und mich schlaftrunken auf den Weg nach Süden mache.

        Freu´ mich auf jeden Fall schon, und bin sehr gespannt auf die Rotwein-Geschichte (obwohl ich ja eher für Weißen bin, der passt ja auch besser zur Bergstraße, oder? 😉 ).

        Schon mal vielen Dank und bis morgen

        Matthias

  5. Flo Says:

    Wow, ein Läufer der gleich alles mit Fotos dokumentiert. Schicke Laufstrecke, muss mal sehen ob ich da in München mithalten kann. Isar statt Neckar oder so 🙂

    • matbs Says:

      Hi Flo, schön dass du hergefunden hast! 🙂

      Alles dokumentiere ich zwar nicht mit dem Foto, aber so hin und wieder mal ist das doch schon ganz nett, vor allem wenn das Wetter und die Strecke stimmen (so wie hier).

      Mit der Isar sollte das übrigens auch gut klappen, denke ich mal…

  6. MischoK Says:

    Du hast wohl immer deine Kamera dabei? Und so überlege ich auch schon, ob ich meine kleine Kompakte mitnehmen und mal ein paar Fotos vom Rad aus schieße. Die war ja nun lange nicht mehr in Gebrauch. 🙂

  7. matbs Says:

    Nein, immer hab´ ich sie nicht dabei – das wäre einfach zu viel Aufwand, denn so ein Laufbericht mit Bildern macht doch schon wesentlich mehr Arbeit als einer ohne (Bildauswahl, leichte Nachbearbeitung, Hochladen und Einpflegen, den Text auf die Fotos abstimmen). Außerdem gibt´s ja auch ganz viele Touren, wo es sich einfach nicht lohnen würde, sei es, weil das Wetter nicht mitspielt oder weil es wenig Fotografierenswertes unterwegs gibt (immer nur Baumstämme und Waldwege ist auf Dauer etwas eintönig… ;)).

    Aber dann und wann und unter den richtigen Bedingungen ist Laufen mit dem Foto eine ganz feine Sache, nicht nur, weil man das Laufen und seine Umgebung anders wahrnmimmt, sondern auch, weil es die Lauferei etwas entspannter macht (mit der Kamera lohnt sich´s nicht, zu hetzen).
    Und wenn´s erst mal wieder Winter ist und man überhaupt keinen Bock auf Sport im graukalten Mistwetter hat, gibt´s keinen besseren Motiviationsschub, als sich von den hellen, strahlenden, schönen Bilder aus der warmen Jahreszeit daran erinnern zu lassen, warum man sich das antut… 😉

  8. Hannes Says:

    Sonnäääääääääääääh. So wirken die Strecken einfach wunderschön. Dazu das Grün, die Farben, es blüht – bah! Da bin ich schon ein wenig neidisch, aber kein Wunder bei der Hitze. 16 Grad, jaja, schnack du nur …

    Exzellent hübsche Tour!

    • matbs Says:

      Stimmt, so muss das sein.
      Leider war zwei Tage später schon wieder Schluss damit, und nach einem kurzen Zwischenhoch am Wochenende herrscht seitdem graudrögelaunischkühles Übergangswetter.
      Hrm.

      Aber immerhin, ein bisschen Frühlingskaiserwetter hatten wir dieses Jahr immerhin schon… 😉

  9. Daniel Kopp Says:

    Ich hoffe bald vollends blühende Magnolien bei dir zu sehen. Das sind vielleicht üppig schöne Blütenbäume…

    In den Münchner oder Augbsurger Zoo kann man von außen nicht so gut einsehen, da blickt man eher gegen Holzzäune und Mauern. Schade eigentlich.

    Schon ne schicke Ecke an der Bergstraße!

  10. matbs Says:

    Ich fürchte, ich muss dich enttäuschen, denn das enge Zeitfenster der Magnolienblüte schließt sich schon wieder – inzwischen liegen die meisten Blütenblätter bereits auf dem Boden, das wird also wohl nichts mehr…

    Dass man bei den meisten zoologischen Gärten von außen nicht zu viel sehen kann, macht ja irgendwie Sinn, schließlich finanzieren die sich (zumindest teilweise) durch zahlende Besucher und nicht durch dran vorbeilaufende Gaffer… 😉

    Und schick sind wir hier auf jeden Fall! 🙂


  11. […] noch mal schön ruhig und entspannt, da ist auch nochmal die Zeit, dass ich mir von Barolo-Mitglied Thomas die Sache mit dem Laufclub-Weinberg erklären lassen kann (Kurzversion: Neben der Laufabteilung […]


  12. […] #23: Bei einem der Bilder von der Tour am Neckarufer vor zwei Wochen ist mir aufgefallen, dass es irgendwie hübnsch aussieht, wenn man im Vordergrund […]

  13. Rolf Bachmann Says:

    Können Sie mir vielleicht erklären wie Schwabenheim zu seinem Namen gekommen ist?
    Für eine kurze Nachricht wäre ich dankbar

    Mit freundliche Grüßen

    Rolf Bachmann

    • matbs Says:

      Hallo Herr Bachmann,

      ich fürchte, da kann ich Ihnen nicht weiterhelfen, in der Gegend da unten kenne ich mich leider nicht so gut aus.

      Beste Grüße zurück!


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