Bensheim mit Barolo (und ein paar Bildern) (10,2 km)

17. April 2010

Die fabelhaften Laufblog-Schaufenster in der Bensheimer Innenstadt ziehen ihre Kreise.

Zum Beispiel den, dass der Harry vom schaufensterausstellenden Kaufhaus Ganz den Dirk (seines Zeichens Laufblogschaufensterdesigner extraordinaire) und mich (meines Zeichens ich) eingeladen hat, doch einfach mal eine kleine Tour mit ihm und seinem Laufclub, dem SC Barolo Bensheim, zu drehen.
Schön entspannt frühlingssamstagmorgens in netter Gesellschaft durchs herrliche Bensheimer Hinterland, danach dann vielleicht noch einen Kaffee – da sagt man natürlich nicht nein.

Heute ist es dann so weit.
Die Vorbedingungen sind ehrlich gesagt nicht so ganz perfekt:
Zum einen tun meine flachlandlaufgeschädigten Waden immer noch ziemlich weh und fühlen sich ein bisschen steif und holzig an.
Zum anderen läuft der SC Barolo so früh morgens, dass es quasi noch mitten in der Nacht, besonders natürlich am Wochenende:
Start ist nämlich so gegen 7:30 Uhr, also zu einer Zeit, die Menschen mit normalem Wach-Schlaf-Rhythmus (= ich) normalerweise nur vom Hörensagen oder in anderem Zusammenhang kennen („Halb Acht? Ja, das kenn´ ich. Das ist ´ne halbe Stunde vor der Tagesschau.“ :D).
Heute ist das übrigens besonders pikant, denn es bedeutet, dass meine gestrige Melibokusumrundung – die gegen Ende doch schon so ein bisschen Anstrengend war, wegen den Beinen und so – zum Startzeitpunkt nicht mal zwölf Stunden her sein wird. Nicht unbedingt die perfekte Zeitspanne für ein bisschen gepflegte Regeneration…

Aber: Eingeladen und verabredet ist eingeladen und verabredet, da hilft alles nix.

Folgerichtig krieche ich irgendwann im vor Sonnenaufgang aus den Federn, fummle mich schlaftrunken in die Laufkluft, vertilge irgendwas möglicherweise Frühstücksartiges und wanke schließlich zombieartig („Urrrr. Kaaaaf-feee“) und mit steifen Beinen hinaus, im kalten Morgengrauen zum Auto, um dann nach Süden zu fahren.

In Alsbach sammle ich noch schnell den Dirk auf, der einen beängstigend frischen und wachen Eindruck macht, dann geht´s auf der praktisch leeren B3 durch die schlummernden Bergstrassenorte am Fuß des Melibokus runter nach Bensheim.
So langsam regen sich auch die ersten Lebensgeister in meinem schlafmangeligen Hinterkopf, kein Wunder angesichts des herrlichen Wetters, das sich draußen vor den Autoscheiben anschickt, den Tag zu übernehmen: Zwar ist es noch saukalt, aber am hellblauen Himmel zeigt sich nicht die Spur einer Wolke…

Bild #1: Blauer Himmel über der Bergstrasse.
Jungfräulich, ohne einen einzigen Kondenzstreifen oder leise dröhnenden Touristenbomber auf dem Weg nach Malle – ich kann mich nicht erinnern, wann ich sowas das letzte Mal gesehen habe.
Das vulkanausbruchbedingte Flugverbot über Mitteleuropa mag für viele Betroffene ein echtes Ärgernis sein, aber mir gefällt´s irgendwie, dass die Welt zumindest für ein paar Stunden wieder ein klein wenig langsamer und größer geworden ist… 😉

…und von Osten kriechen bereits die ersten hellen Sonnenstrahlen über die grünen Bergkämme.
Das wird ein richtig schöner Tag heute.

In Bensheim lassen wir das Auto irgendwo am Strassenrand hinter der Fußgängerzone zurück und machen uns zu Fuß auf den Weg, erst zum Kaufhaus Ganz, wo wir bereits von Harry erwartet werden (schick in Rot und bestens aufgelegt – scheint eine Epidemie zu sein, diese vormorgendlich gute Laune… :D), dann durch die östliche Bensheimer Innenstadt hinauf in Richtung Lautertal zum Startpunkt.
Unterwegs sammeln wir übrigens immer mehr Barolo-Läufer ein, die ebenfalls in dieselbe Richtung streben.
Alles richtig nette Leute, auch wenn es irgendwie ein bisschen gespenstisch ist, durch die weitgehend frühmorgendlich verwaisten Wohngebiete zu marschieren und dabei ausschließlich Menschen in Laufleggins und Sportlaibchen zu treffen.
Hat fast ein bisschen was von West Side Story, nur dass statt Haartollen blaugraue Barolo-Laufjacken dominieren und niemand tanzt oder mit den Fingern schnippt (zum Glück).

Der Startpunkt der traditionellen Barolo-Samstagmorgenrunde ist das Domizil von Clubpräsident Klaus, das in hoch über dem Wohngebiet im steilen Hang des unteren Hohbergs sitzt:

Bild #2: Aufstieg zur Präsidentenvilla

Heidenei, das ist schon mal ein arg beeindruckendes Anwesen, da fällt selbst der fehlende und eigentlich versprochene rote Teppich nicht weiter ins Gewicht… 😉

Im Atrium hat sich bereits ein knappes Dutzend plaudernder Laufclubberer versammelt. Einmal reihum Hände schütteln und vorstellig werden, dann plaudert man noch ein wenig, lässt sich vom überaus freundlichen Hausherrn mit einem Gläschen Wasser bewirten (das offenbar traditionelle Verlesen der Morgenzeitung fällt hingegen aus weil – da ist die Runde sich einig – „grad niemand gestorben ist, der interessant genug wäre, um in der Zeitung zu stehen“) und bricht dann schließlich kollektiv zum Lauf in den Samstagmorgen auf.

Und zwar erstmal aufwärts, auf einem schmalen Weg zwischen den Grundstücken weiter den Hang hoch, der frisch aufgegangenen Morgensonne entgegen…

Bild #3: Start

…ein kurzes Stück durchs Neubaugebiet am Leimenberg (glaube ich zumindest – zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich mir beim Verlauf der ersten Streckenmeter nicht ganz sicher bin, weil mein immer noch etwas schlaftrunkenes Gehirn die Strecke nicht ganz so sauber aufzeichnet wie üblich), dann rechts hoch in den Wald an den Hohberghängen…

Bild #4: Aufwärts am Hohberg. Etwas verwackelt, aber das wird uns heute noch öfter passieren – wenn man in der Gruppe läuft ist einfach weniger Zeit zum Stehenbleiben und Fotos machen, folgerichtig gibt´s mehr qualitativ etwas weniger hochwertige Schnellschüsse aus der Hüfte. Ihr seid gewarnt… 🙂

…und schließlich auf der große Wiese über dem Friedhof an der Hohbergflanke…

Bild #5: …von der aus man einen grandiosen Blick übers Lautertal hinweg nach Norden hat, auf die im morgenlicht erstrahlende Bergstrasse und den vorderen Odenwald. Links im Hintergrund der Melibokus, links davor der Auerberg samt Auerbacher Schloss, rechts der langgestreckre Rücken des Felsbergs. Davor die niedrigeren Höhenzüge über dem Lautertal, links der Eichelberg, rechts die Ludwigshöhe hinter dem Fürstenlager, unter der man bei genauem Hinschauen sogar die weißen Mauern des Schönberger Schlosses erkennen kann

…und vorbei an der versteckten Bankgruppe und dem alten Steinhäuschen am Waldrand unterhalb des Höhensattels bis hinauf zum Blauen Türmchen:

Bild #6: Immer wieder hübsch: Das Blaue Türmchen, aka „Luginsland“ auf dem Höhenrücken zwischen Lauter- und Meerbachtal

Erster knapper Kilometer geschafft, kurze Pause.
Der SC Barolo dehnt:

Bild #7: Besonders gut gefällt mir die Übung von Klaus, die ein bisschen wie eine Mischung aus klassischer Kranichpose und Superman kurz vor dem Losfliegen ausschaut

Dann geht´s weiter, über die Wiese vor dem Türmchen, von der aus es einen schönen Batzen Aussicht nach Süden gibt,…

Bild #8: Im Vordergrund der Hemsberg (der es irgendwie schafft, aus dieser Position viel weniger steil und hinterfotzig auszusehen, als er wirklich ist), links dahinter in der relativen Ferne die Starkenburg über Heppenheim

…auf den Knodener Höhenweg (Marker: Gelbes Dreieck), dem wir nun einfach immer weiter ostwärts über den Höhenrücken folgen.

Richtig, richtig hübsch, besonders an einem frischen, freundlichen Frühlingstag im hellen Licht der schrägen Morgensonne.
Der Knodener Höhenweg – das schreibe ich an dieser Stelle glaube ich immer, aber bei so eminent wichtigen Wahrheiten sind Wiederholungen durchaus mal erlaubt – ist vielleicht der schönste Weg von der Bergstrasse in den Odenwald rein, den ich kenne (und ich kenn´ inzwischen so einige…): Bequem und mit moderater Steigung über einen breiten, offenen Höhenrücken mit Wäldchen, Feldern, Wiesen, Weinbergen und Hohlwegen, von denen aus sich immer wieder atemberaubende Panoramablicke auf die grünen Hänge des vorderen Odenwalds ergeben. Links unten liegt meist unsichtbar das steile, schmale Lautertal hinter dem sich die Höhenzüge von Melibokus und Felsberg erheben, rechts öffnet sich das etwas breitere Meerbachtal mit seinen smaragdgrünen Hangweiden und endlosen Weinlagen, über dem sich das mächtige Bergmassiv der Knodener Höhe erhebt, das nach Westen hin immer flacher Wird und schließlich in die langgezogene Gipfelreihe der mittleren Bergstrasse übergeht, an der man bis zum fernen Ölberg bei Schriesheim hinabschauen kann.
Herrlich.

Zeit zum Genießen bleibt allerdings nicht, denn hier oben dreht der SC Barolo erstmal gut auf, die Geschwindigkeit nimmt langsam aber stetig zu.
„Normalerweise laufen wir gemächlicher“, vetraut mir der Klaus an, „aber heute sind drei Neue dabei, da will die Stammbelegschaft wohl mal zeigen, was sie so drauf hat“.

Und das gerade heute, nicht mal einen halben Tag nach meiner letzten Tour, mit steifen wehen Waden und zeitraubender Kamera, und dann auch noch zu einer Uhrzeit, zu der mein Metabolismus standardmäßig ohnehin quasikomatös ist.
Argl.
Geht zwar noch, aber ein bisschen mehr Anstrengung, als ich mir für entspannten Samstagmorgen eerwartet hätte, ist es schon.
Das putzt durch. 😉

Wir folgen dem Knodener Höhenweg, schnellen Schrittes, leicht bergauf, immer ostwärts:

Bild #9: Hohlweg oberhalb von Zell.


Bild #10: Kurz hinter der Abzweigung vom Baßmannweg


Bild #11: Am Rand des Schönberger Walds auf dem Striet.
Dieses Bild hat übrigens der Dirk geschossen, deshalb bin ich auch drauf – der schlaftrunkene fußlahme Typ in Blau ganz hinten, c’est moi

Insgesamt ca. 2,3 km in der wunderbaren Morgensonne auf dem wunderbaren Knodener Höhenweg, bis wir das Schönberger Kreuz erreichen, das auf der Anhöhe zwischen Wilmshausen und Gronau am Waldrand steht:

Bild #12: Schönberger Kreuz.
Inschrift: „Oh Land, Land Land, höre des Herrn Wort“

Schluss mit Höhenweg, es geht links ab, durch den grünen und blühenden schönberger Wald abwärts ins fast 80 m. tiefer gelegene Lautertal (Schönberger-Wald-Weg, gelbe 6), dort dann noch am Stück am frühlingshaften Lauterufer entlang…

Bild #13: Schönberger-Wald-Weg am Lauterufer bei Schönberg.
Dirk erzählt mir hier gerade die Anekdote, wie er beim Armdrücken gegen inzestiöse Asturische Bergbauern verloren hat, das ist sehr interessant

…und schließlich sowohl über den Fluß als auch über die Nibelungenstr/B47 im Talgrund.

Direkt danach geht´s – natürlich – wieder bergauf, durch die Bensendell die andere Talseite hoch, erst durch ein kleines Neubaugebiet am Rand Schönbergs…

Bild #14: Bensendell in Schönberg

…dann auf einem kleinen unmarkierten Pfädchen durch die Wiesen uüber dem Dorf…

Bild #15: Bensendell weiter oben, grausam unschaf

…und schließlich den schmalen Schlossweg (gelbe 7) hoch, der durch den Wald oberhalb der schönberger Kirche bis hinauf zum Höhenweg hinter dem Fürstenlager führt.

Ist bei Weitem nicht der schlimmste Aufstieg aus dem Lautertal raus, aber in sich hat er´s natürlich trotzdem, vor allem angesichts des weiterhin strammen Tempos, dass der SC Barolo geht.
Aber meine suboptimale Tagesform ist ja eine perfekte Ausrede dafür, nicht vorne mitlaufen zu müssen (Yaayy!: Ein Hoch auf die wehen Waden! :D), also halte ich mich ein bisschen zurück, zusammen mit dem Henning, der, wie sich herausstellt, mal in Jugenheim gewohnt hat (das gibt Bonuspunkte!) und außerdem Kardiologe ist, was das hier hinten zur zweifellos besten Stelle im Feld macht, um einen Herzinfakt zu bekommen (nicht dass ich das vorhabe, aber hey, sicher ist sicher…).

1,5 km bergauf, bis zum Waldrand erreichen, von dem aus sich Wiesen und Pferdekoppeln hinunter ins Lautertal ziehen:

Bild #16: Oben!

Schnell ein Wir-haben´s-geschafft-Porträt von Henning…

Bild #17: Zugegeben, der Vordergrund ist nicht ganz so glücklich belichtet. Aber dafür hat wenigstens der Hintergrund Einiges zu bieten, nämlich u.a. das Schönberger Schloss (ganz in Weiß, rechts von Henning), die Schönberger Kirche (links unterhalb von Hennings Ellbogen) und die Starkenburg (links auf Höhe von Hennings Handgelenk)

…dann folgen wir dem atemberaubend schönen Höhenweg über dem Fürstenlager unter blühenden Bäumen zurück in Richtung Bergstrasse:

Bild #18: Nibelungenweg (gelbes Quadrat) über dem Roßbachtal (wieder unscharf, grad wo´s so hübsch ist. Merda!)

Ein knapper Kilometer Nibelungenweg in der Morgensonne, rechts unten das kleine Roßbachtal mit der Apfelalle und der Eremitage hinter dem Fürstenlager, links die grünen Wiesenhänge über dem Lautertal und irgendwann das einzeln stehende Waldhaus am Höhenweg…

Bild #19: Am Waldhaus

…hinter dem wir schließlich links auf den Burgenweg (blaues B) einbiegen und am Rand der Weinlage Fürstenlager abwärts zum Naturparkplatz Herrenwingert am Schönberger Sportplatz laufen:

Bild #20: Parkplatz Herrenwingert

Inzwischen bin ich übrigens zu mindestens 3/4 wach, das ist gut.
Meine ohnehin ausgenudelten Waden hingegen sind zu mindestens 3/4 unwillig. Das ist nicht so gut.
Aber es ist ja nicht mehr so weit, und hier hinten am Ende des Feldes lässt sich´s ja auch prima laufen.
Und zwar den Burgenweg entlang, durch den lichten, sonnigen Frühlingswald am Eichbelberg…

Bild #21: Burgenweg kurz nach dem Schönberger Sportplatz. Inzwischen hat sich Harry zu Henning und mir gesellt, der seinen Ehrgeiz in der Bensendell befriedigt hat und es nun ein klein wenig ruhiger angehen lassen kann (auch weil´s sein erster Lauf nach einem Jahr Zwangspause samt Knie-OP ist)

…über die schöne Kreuzung am oberen Ende des Brunnenwegs…

Bild #22: Kreuzung über dem Brunnenweg

…noch ein paar hundert Meter durch den freundlichen Hangwald zwischen Kirch- und Eichelberg, dann am Rand der Weinberge halbrechts, die kurze aber noch mal ein bisschen nicklige Steigung vor dem Kirchberghäuschen hinauf…

Bild #23: Kurz vor dem Kirchberghäuschen

…und schließlich rechts auf einen kleinen Waldpfad, der vorbei an einem Steintischchen mit Blick auf den Melibokus…

Bild #24: Nochmal der Melibokus, leicht ausgebleicht von Dunst und Morgensonne

…am Nordhang des Kirchbergs in mehreren Serpentinen abwärts führt und schließlich in den Asphaltweg übergeht, der unterhalb des Kirchberghäuschens durch die Weinhänge direkt über Bensheim führt:

Bild #25: Im Anflung auf Bensheim, direkt vorraus die Georgskirche am Rand der Altstadt über dem Marktplatz. Links davon kann man die Bergstrasse entlangschauen, zur Starkenburg und – schemenhaft im Dunst erkennbar – weiter nach Süden bis zum Ölberg

Am Ende des Wegs scharf rechts, ein paar Meter die Kalkgasse zwischen den Rebenreihen und den ersten Häusern der Stadt entlang, und dann in den Stadtpark rein, der in wunderbarer Lage direkt unterhalb der Weinberge situiert ist,…

Bild #26: Eingang zum Bensheimer Stadtpark aus Richtung Kirchberg

…dort dann am wunderschönen Rodensteiner Hof mit seinem Terrassencafé vorbei…
Rodensteiner Hof
Bild #27: Rodensteiner Hof

…in den südlichen Parkteil zum Ausgang an der Nibelungenstr., und damit auch dem Ausgang der offiziellen Barolo-Samstagstour, die mit einer kurzen Abschlussbesprechungsrunde in der Morgensonne zu Ende geht:

Bild #28: Barolo-Runde nach dem Lauf

Danach laufen wir mit dem größten Teil der Gruppe in die Bensheimer Altstadt weiter, die inzwischen – kurz vor Ladenöffnung – schon wesentlich wacher und lebendiger wirkt als noch vor einer guten Stunde:

Bild #29: Am Bensheimer Marktplatz

Nun ist auch das Tempo noch mal schön ruhig und entspannt, da ist auch nochmal die Zeit, dass ich mir von Barolo-Mitglied Thomas die Sache mit dem Laufclub-Weinberg erklären lassen kann (Kurzversion: Neben der Laufabteilung gibt´s auch eine Weinabteilung, die einen Wingert über dem Meerbachtal gepachtet hat und dort Laufclub-Rotwein produziert, wenn auch „mit bisher eher mäßigem Erfolg“, wie Thomas etwas selbstkritisch anmerkt. Trotzdem eine prima Idee, finde ich, denn gerade in einer Weinregion wie unserer bietet´s sich ja irgendwie an, zwei Arten lokalen Genusses miteinander zu verbinden).

Auf diesen letzten Metern werden wir übrigens weiterhin weniger – so wie die Barolo-Mitglieder sich vor dem Lauf langsam zusammengefunden haben, verabschieden sie sich nun auch wieder und zerstreuen sich in die engen, schattig/sonnigen Bensheimer Altstadtgassen.


Bild #30: Kurz vor der Mittelbrücke über die Lauter

Als wir schließlich das Kaufhaus Ganz erreichen, sind wir nur noch zu fünft.
Zum Abschluss vom Abschluss lädt uns Harry auf einen kleinen Umtrunk im schönen, luftigen Kaufhauscafé ein, das so früh am Morgen noch in friedlichem Dornröschenschlaf auf die ersten Kunden wartet:

Bild #31: Café im Kaufhaus Ganz

Noch ein bisschen plaudern und Koffeein tanken (dankeschön, Harry! 🙂 ), und dann ist die Tour mit dem Laufclub Barolo endgültig vorbei.

War richtig nett.
Vielleicht ein bisschen früh und vielleicht ein bisschen schnell für meine ausgenudelten Waden, aber nett.
Von daher: Nochmal vielen Dank für die Einladung und den Lauf, die Baroloer, das hat ganz viel Spaß gemacht.
Vielleicht kann man daran ja mal anknüpfen… 🙂

Strecke: 10,2 km
Zeit: Stramm. Sehr stramm… 😉
Anteil der noch nie gelaufenen/gebloggten Passagen an der Gesamtstrecke 20,88% (2,13 km von 10,2 km)
Karte:

M.

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16 Antworten to “Bensheim mit Barolo (und ein paar Bildern) (10,2 km)”

  1. Bernd Says:

    Ja 31 Bilder sind wirklich nur „ein paar Bilder“. Ich finde die vielen Bilder die es hier zu den Laufberichten zu sehen gibt immer wieder schön, nur komme ich dann beim Bilder gucken kaum dazu auch die Berichte zu lesen. 🙂

    • matbs Says:

      Hallo Bernd!

      Keine Angst, am Tag danach (also gestern) war ich gleich noch mal im Odenwald unterwegs, bei herrlichem Wetter und auch mit dem Foto – da sind dann wieder ein paar mehr Bilder bei rausgekommen, die ich hoffentlich morgen oder übermorgen online kriege… 😉

  2. Hannes Says:

    Du musst aber weit im Westen wohnen, wenn bei dir um 7 Uhr die Sonne noch nicht am Horizont steht – oder brauchst du zwei Stunden, um in die Laufsachen zu schlüpfen? 😉

    • matbs Says:

      Aah, da entlarvt sich mal wieder die Flachlandfraktion! 😀

      Weil, ich wohn´ nämlich direkt am westlichen Rand eines nhmhaften deutschen Mittelgebirges, das sich einige hundert Höhenmeter über die Ebene reckt – und diese hundert Höhenmeter muss die Sonne nach ihrem „offiziellen“ Aufgang erst mal überwinden, bevor sie in die Rheinebene scheinen darf, und das braucht eben immer noch ein kleines bisschen länger.
      Ist übrigens sehr hübsch, denn an schönen Tagen kann man morgens regelrecht beobachten, wie das direkte Sonnenlicht langsam von Westen über die Ebene in Richtung Berge kriecht, bis die Sonne schließlich so hoch steht, dass sie bis an den Fuß der Bergstrasse scheint.

  3. Evchen Says:

    Oha, siiiieben Uhr dreißig? Entschuldigung, ich muß erstmal in Ruhe gackern….

    • matbs Says:

      Wohlgemerkt: Start um siiiieben Uhr dreißig.
      Also Aufstehen um seeeechs Uhr dreißig!
      Da sind Tränensäcke und Schlafstörungen quasi vorprogrammiert…

  4. Evchen Says:

    Ich gacker immer noch, aber mittlerweile so ruhig, daß die Finger mir wieder ihren Dienst tun, auch wenn der Rumpf sich noch schüttelt.
    Und? Tut doch gar nicht weh, isn`t it? 😉

    Dann kannst Du im Sommer auch mal mit dem Meuerkind, dem Indy und mir frühmorgens ein Stückchen Rheinsteig nachen oder? 😀

    Ich hab im Urlaub doch zu viel verpaßt. Auszüge aus Deinen Berichten liegen im Schaufenster aus??? Boah, wie geil ist das denn? Glückwunsch! Ich finde, das ist angebracht.

  5. matbs Says:

    Did it hurt?
    Well, not as much as some people´s questionable English grammar, but it certainly wasn´t pleasant either… 😉 😀

    Wobei das natürlich Gewohnheit ist – mein Tag spielt sich nun mal normalerweise zwischen 8:30 Uhr morgens und 2:00 nachts ab, da fehlen die zwei Stunden Schlaf doch schon ein bisschen, wenn der Plan ausnahmsweise mal ein bissken nach vorne rutscht.
    Außerdem: Die Tour war so nett, abgesehen von der Uhrzeit hat´s da einfach nicht viel zu beschweren gegeben, aber ohne ein bisschen gepflegtes Gemoser taugt so ein Blogeintrag ja nix… 😀

    Den Rheinsteig morgens zu machen, das geht allerdings gar nicht: Schließlich ist der rechtsrheinisch, wenn man da irgendwann im morgengrauen startet, rennt man ja die ganze Zeit im Schatten der Berge.
    Nee, dann lieber am späten Nachmittag, wenn die schöne Abendsonne aus Richtung Westen direkt in die steilen Hänge reinscheint… 😉

    Und das Schaufenster ist ziemlich geil, das kannst du mir glauben… 😀

    Dankeschön!

  6. Daniel Kopp Says:

    Bäähhh, die verschwitzten Saubären im Cafe 😉

    Laufgruppen mag ich zwar nicht, genauso wenig wie Gruppen des Alpenvereins in den Bergen (hach, bin ich eine Zicke…), aber ich richte meinen Blick mal auf eure schöne Landschaft. Die mir mal wieder vor Augen führt das eure Flora scon wieder weiter ist als die unsere. Grrrhhhh

    ps.: Rheinsteig bitte nur mit Foto, der zu schön um ihn undokumentiert zu lassen 🙂
    Liebe Grüße
    Daniel

  7. matbs Says:

    Ach komm, also ob du immer frisch wie ein Veilchen wärst, wenn du aus den Alpen absteigst… 😀

    Manchmal ist es auch ganz nett, mal mit anderen Läufern unterwegs zu sein: Anderer Rhythmus, andere Lauferleben, ein bisschen Unterhaltung – das ist schon immer mal wieder einen Versuch wert.

    Und den Rheinsteig mach´ ich natürlich mit Foto (falls ich ihn denn mal mache)!

    Oh, und das mit der Flora wird schon noch, auch im kalten, winterlichen Hochland irgendwo am Hochgebirge… 😉

    • Daniel Kopp Says:

      Frisch wie ein Veilchen und nach Rosenwasser duftend. Zumindest für Kühe, die sind immer ganz heiß auf mich 🙂

      Und ja, mit ein paar anderen laufen ist schon ok, da geb‘ ich dir recht. Aber nicht größer als ne Dreiergruppe. Das kommt sonst so VHS-Kurs-mäsig rüber 😛

      Außerdem wird ja alles so schrecklich unflexibel und laut, und auf verbiegen hab ich keinen Bock. Mag sein das das ein guter Trupp ist bei dir, aber generell steigt in Gruppen die Gefahr von Schlaumeiern umgeben zu sein, sowas zieh ich mir nicht rein in meiner Freizeit, daß reicht schon im Job 😛

      Verzeih‘ mit meine Direktheit, is ja nur meine pers. Einstellung. Bin halt doch ein Eremit 😦

  8. matbs Says:

    Soso, die Kühe sind heiß auf dich.
    Da frag´ ich lieber nicht weiter nach… 😀

  9. Klaus Says:

    Moin Matthias,

    eine absolut hammermäßige Dokumentation unserer Samstags-Runde. Besser geht’s nicht !!
    In unregelmäßigen Abständen läuten wir auch Klugscheißerrunden während des Laufes ein. Hierzu noch einmal die persönliche Einladung an Daniel.

    Gruss Klaus

  10. matbs Says:

    Hi Klaus!

    Dankeschön, das hört doch gerne!
    War aber auch sehr nett mit euch.

    Mein Angebot für einen Gegenbesuchslauf in den Berge hinter Jugenheim steht natürlich – ich hätte sogar schon eine wunderbare Strecke in Petto, ca. 16 Bergkilometer mit Schlössern und Burgen, toller Landschaft und ganz viel Aussicht in alle Richtungen.
    Müsste dann allerdings etwas gemächlicher sein, schließlich bin ich der einzige, der den Weg kennt… 😉

    Wenn da Interesse ist, können wir das ja ggf. nochmal abklären.


  11. Lieber Matthias,
    habe gerade Deinen phantastischen Bericht verschlungen und erinnere mich gerne an den tollen Lauf mit Dir zurück – kann natürlich nur getoppt werden wenn Du nun die Gegeneinladung nach Jugenheim für die 16 km aussprichst – da bin ich doch gerne dabei – vorzugsweise gerne um 08:30 damit Deine Bilder nicht so unscharf und verwackelt sind – Liebe Grüße von Deinem Begleitlaufkardiologen Henning mit dem Versprechen eines gemäßigten Tempos

  12. matbs Says:

    Hallo Henning,

    schön von dir zu hören, noch schöner, wenn mein Bericht deine Zustimmung findet. War wirklich sehr nett mit euch, und hat richtig Spaß gemacht, also noch mal vielen Dank!

    Was die Gegeneinladung angeht, da hakt´s momentan ein bisschen bei mir, aus Zeitgründen und weil ich sehr viel um die Ohren habe. Aber sie ist auf jeden Fall im Hinterkopf gespeichert, vielleicht wird´s ja noch was, wenn ich wieder ein bisschen mehr Muße habe.

    Bis dahin: Gute Beine und Grüße aus dem novemberlich feuchtkaltgrauen Jugenheim!

    Matthias


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