Schlierbachtal und Schenkenberg: Eulsbach – Ellenbach – Lindenfels- Schlierbach mit Fotos (10,6 km)

18. April 2010

Heute ist alles ganz einfach:

Freundlicher Frühling
+
Superb schöner Sonntag
+
Wunderbar warmes Wetter
+
Weitaus weniger wehe Waden.
______________________
= Löblich leidenschaftliche Lauflaune.

Eine große, ambitionierte Tour in vollkommen unbekannter Umgebung brauch´ ich heute allerdings nicht, stattdessen steht mir der Sinn eher nach paar entspannten Kilometerchen in angenehmem Sonnenschein, auflebender Natur und toller Landschaft – einfach noch mal so eine richtig schöne, unkomplizierte Genussrunde zum Wochenabschluss.

Das klappt.

Und wie! 😀

Am späten Vormittag geht´s mit der Familie in den Odenwald rein – meine Eltern möchten ein bisschen im wunderschönen Schlierbachtal unterhalb von Lindenfels spazieren gehen, ich dreh´ derweil ein kleines Bergründchen, und hinterher treffen wir uns dann beim Landgasthaus „Am Speierling“ im kleinen Dörfchen Eulsbach und Essen zu mittag.
So sehen gute Pläne aus!

Bereits die Anfahrt durchs Lautertal hinauf in den vorderen Odenwald ist herrlich: Es herrschen strahlender Sonnenschein und wolkenlos blauer Himmel, am Strassenrand blühen die Bäume, an den steilen Waldhänge über den Tälern sprießt bereits das Laub und die lieblichen, saftigen Hangwiesen zwischen den kleinen Orten erstrahlen mit einem satten technikcolor-Grün, das unendlich viel intensiver ist als der anemisch-blässliche Grünschimmer, an den das Auge sich in den trüben Wintermonaten gewöhnt hat.
Schön, einfach nur schön.

Start und Ziel sind heute mal wieder identisch: Das Gasthaus Am Speierling, idyllisch gelegen am Rand des Dörfchens Eulsbach, inmitten der sonnigen und bedrückend schönen Frühlingsweiden des unteren Schlierbachtals.

Von hier aus starte ich erstmal westwärts, auf dem asphaltierten Erlenbacher Weg, der mit angenehmer Steigung am Fuß des bewaldeten Knodener-Höhen-Massivs aus Eulsbach hinaus in Richtung Erlenbach führt:

Bild #1: Erlenbacher Weg am Westrand von Eulsbach

Das letzte Mal bin ich hier vor einem halben Jahr vorbeigekommen an einem trüben, kühlen Oktobertag, an dem alles ein bisschen grau und gedämpft war.
Heute hingegen erstrahlt der Odenwald in intensiven, herrlichen Farben – ein Unterschied wie Tag und Nacht!

Entspannt trabe ich den Erlenbacher Weg hinauf, der erst ein kurzes Stück durch die saftigen Weiden des breiten Talgrunds verläuft…

Bild #2: Erlenbacher Weg-Panorama. Links die täuschend flach aussehende Hänge des Krehbergs, in der Mitte das Gasthaus Am Speierling mit seiner gemütlichen Außenterasse, rechts davon dann die Ausläufer von Eulsbach

… dann durch einen lichten Hohlweg die erste kleine Erhebung am Talrand erklimmt…

Bild #3: Hohlweg kurz hinter Eulsbach

… und dabei nochmal einen tollen Blick zurück bietet, über Eulsbach hinweg nach Lindenfels, das an den Hängen über dem Schlierbachtal in der Mittagssonne leuchtet:

Bild #4: Im Vordergrund Eulsbach (links wieder das Gasthaus am Speierling), rechts dahinter der Lindenfelser Burgberg, an dessen seitlichen Flanken die ersten Häuser der „Perle des Odenwalds“ erkennbar sind

Läuft übrigens alles perfekt.
Zwar muckern meine Waden immer noch ein bisschen, aber bei 17 Grad und strahlender Frühlingssonne, mit dem Gesang der Vögel im Ohr, dem Geschmack des Frühlings in der Nase, und einer der schönsten Ecken des Odenwalds vor Augen ist das einfach nur vollkommen unerheblich – hier kann man sich einfach nur wohl fühlen.

Und weiter geht´s, noch ein paar Meter unter dem sonnigschattigen zartsprießenden Blätterdach der Bäume am Hohlweg…

Bild #5

…den Erlenbacher Weg entlang…

Bild #6: Einziger kleiner Störfaktor ist übrigens der recht rege Autoverkehr – der Erlenbacher Weg ist offensichtlich einer von diesen asphaltierten Odenwaldschleichwegen zwischen den kleineren Dörfern, die zwar keine richtigen Straße aber nichts destotrotz für motorisierten Verkehr zugelassen sind.
Aber wie gesagt: Das ist alles so grandios hier draußen, da stören auch ein paar Autos auf dem Erlenbacher Weg nicht weiter…

…dann durch eine wiesig-helle Hügeldelle über Ellenbach…

Bild #7

…und schließlich noch einen weiteren kleinen Hohlweg hinauf…

Bild #8

…an dessen oberen Ende ich scharf links abbiege und dem von blühenden Bäumen flankierten Erlenbach-Weg (Markierung F10) hinunter in Richtung Ellenbach folge:

Bild #9: Erlenbach-Weg (F10) nach Ellenbach

Auch hier gibt´s wieder wunderbare Aussichten über die Talwiesen hinauf nach Lindenfels:

Bild #10: Schlierbachtal und Lindenfels


Bild #11: Und gleich nochmal im Breitwandformat: Mittig links die Delle samt Erlenbacher Weg, durch die ich gerade gekommen bin, rechts und weiter hinten dann die bewaldeten Höhenzüge bei Lindenfels – ganz links das Buch (so heißt der Berg, warum weiß ich auch nicht), in der Mitter der Burgberg und dahinter der Schenkenberg (auf den geht´s nachher noch) und rechts schließlich die etwas weiter vorne liegende Kapp, die ich gleich umrunden werde

Insgesamt ein halber Kilometer sanft bergab, durch sonnige Hügelwiesen und mehr freundlichen Frühlingswald…

Bild #12: Dieses Spiel von Licht und Schatten auf dem noch relativ kahlen Waldboden ist einfach wunderschön

…bis nach Ellenbach hinunter…

Bild #13: Kurz vor Ellenbach

…wo ich auf dem langen Erlenbacher Weg zwischen pittoresken alten Fachwerkhäusern und Höfen in den Talgrund zurück in den Talgrund drifte…

Bild #14: Erlenbacher Weg in Ellenbach

…auf einer kleinen Strassenbrücke den idyllisch dahinplätschernden Schlierbach überquere…

Bild #15: Der Schlierbach in Elllenbach

…und schließlich hinter der langgezogenen Front des alten Gasthauses Zum Odenwald hinauf an die Schlierbacher Str./L3099 laufe, der ich ein paar hundert Meter nordwärts durchs Dorf folge…

Bild #16: Schlierbacher Str. in Ellenbach

…bevor ich kurz vor dem Ortsende rechts in den Lindenfelser Weg einbiege und auf dem Galgenberg-Weg (Li4) den Weiler Faustenbach erreiche, der aufgrund einer etwas seltsamen Gemarkungsteilung zum Teil zu Lindenfels, zum anderen Teil zu Fürth gehört:

Bild #17: Faustenbach, dahinter mal wieder die Häuser von Lindenfels an der Südflanke des Burgbergs

Hier wird´s so langsam Zeit, das Schlierbachtal zu verlassen und mit dem Aufstieg nach Lindenfels zu beginnen, deswegen halte ich mich an der nächsten Abzweigung rechts…

Bild #18: Abzweigung bei Faustenbach

…wo der Faustenbach-Weg (Markierung Eu1) die noch relativ sanften Hänge am Talrand hinauf…

Bild #19: Leicht gegenlichtiger Faustenbach-Weg bergauf

…bis an den Rand der Kapp, der langgestreckten bewaldeten Kuppe vor Lindenfels, führt…

Bild #20: Die Kapp kommt in Sicht

und dabei wieder mal wunderbar blumige Frühlingswiesen traversiert…

Bild #21

…hinter denen das nunmehr schon deutlich näher gekommene Lindenfels in seiner großartigen Hanglage aufragt:

Bild #22: Lindenfels vom Faustenbach-Weg kurz vor der Kapp gesehen.
Aus dieser Position erkennt man nun schon sehr schön die mächtige Burgruine, die auf der Kuppe des kleinen Burgbergs über der engen, schrägen Altstadt sitzt


Bild #23: Bei einem der Bilder von der Tour am Neckarufer vor zwei Wochen ist mir aufgefallen, dass es irgendwie hübnsch aussieht, wenn man im Vordergrund ein bisschen scharfe Flora hat und der Hintergrund dafür ein bisschen verschwommen ist.
Also probier ich´s heute auch noch mal aus.
Mir gefällt´s! 😉

An der Spitze der Kapp überquere ich die Kreuzung mit dem Main-Stromberg-Weg (der hier als traumhafter Panorama-Kunstwanderweg mit vielen ganz Skulpturen durch die Hügellandschaft runter nach Fürth führt [heh. „Nach Fürth führt, das sieht lustig aus… :D]) und folge dem Galgenberg-Weg (F1) an der Kapp entlang nach Osten.

Der Weg verläuft direkt am Waldrand, hinter der letzten Baumreihe leuchtet das weite, smaragdgrüne Hügelland des Weschnitztals in der Mittagssonne.
Das ist so ein unsagbar schön, wer da nicht ein, zwei Minuten verweilt, den Blick schweifen lässt und glücklich vor sich hinseufzt muss innerlich tot sein.
Ich bin´s nicht.
*seeeufz*:

Bild #24: Blick nach Krumbach im Weschnitztal


Bild #25: Großes Weschnitztal-Panorama vom Waldrand an der Kapp: Im Vordergrund die sanfte Hügellandschaft des Talinneren, links Krumbach, mittig Fürth, dahinter der mächtige Bergriegel mit Erzberg und Tromm, rechts davon dann der Blick das Tal hinunter bis zum 15 km entfernten Wachenberg an der Bergstrasse, der über dem Talausgang bei Weinheim sitzt.
Einfach nur atemberaubend schön!

250 m. Galgenbergweg durch den sonnendurchfluteten Wald am Südhang…

Bild #26: Galgenbergweg (F1) am Waldrand

…bis zur nächsten Kreuzung:

Bild #27: Kreuzung unter der Kapp

Links geht´s hier mit ordentlich Steigung hinauf nach Lindenfels, rechts führt der Galgenbergweg aus dem Wald hinaus in die Wiesen beim Seehof – will ich aber beides nicht, ich lauf´ einfach weiter geradeaus, immer schön dem nunmehr unmarkierten Weg am Fuß der steilen Kapp-Hänge hinterher, nordwärts durch den herrlich sonnigen Frühlingswald:

Bild #28: Sonnige Waldhänge an der Kapp


Bild #29: Am Wegrand grünt und blüht es allenthalben

Nach ein paar hundert Metern macht der Weg einen scharfen Knick durch eine kleine Scharte in der steilen Bergflanke, durch die der Saubach talwärts fliesst…

Bild #30: Das Tälchen des Saubachs. Am oberen Ende des Abhangs schimmern bereits die ersten Häuser von Lindenfels zwischen den Bäumen hindurch

…und führt dann noch ein Stück am Waldrand entlang…

Bild #31: Auch hier wieder: Grandiose Ausblicke zwischen den Stämmen hindurch ins sonnig-helle Weschnitztal


Bild #32: Einsamer verlorener Handschuh im Wald

..bevor es schließlich im Scheitel einer Haarnadelkurve geradeaus auf einen Verbindungsweg (weißes V) geht…

Bild #33: Verbindungsweg am Hang zwischen Seehof und Lindenfels

…der mich mit kurzem aber schweisstreibend steilem Anstieg…

Bild #34: 150 m. mit vielleicht 20% Steigung, da kann man sich richtig schön reinhängen

…auf den Heimatweg bringt…

Bild #35

…der praktisch eben auf halber Höhe durch die bewaldeten Hänge unterhalb von Lindenfels verläuft…

Bild #36: Heimatweg unter Lindenfels


Bild #37: Kleiner Bachlauf direkt am Wegesrand, gesäumt von gelben Blümchen


Bild #38: Kreuzung unter dem Steckwaldweg

…und mich schließlich am nicht ganz so wildromantischen Gelände des örtlichen Bauhofs vorbei…

Bild #39: Am Lindenfelser Bauhof

…auf dem Nibelungensteig am Kamsbachweg im östlichsten Zipfel von Lindenfels zu deponieren:

Bild #40: Nibelungensteig am Rand von Lindenfels

Etwas ungewohnt hier alleine durchzulaufen, traditionell komm´ ich hier nämlich immer nur mit dem Gerd durch (aber der Arme muss dieses Wochenende ja eingepfercht zwischen Hunderten schwitzender, stinkender Möchtegernhartermänner durch irgendwelche künstlichen Schlammpfuhle in der tristen Norddeutschen Wallachei waten und kann deshalb nicht den wunderschönen Odenwald genießen :D).

Natürlich geht´s auch hier weiter Aufwärts, schließlich will ich noch auf den Schenkenberg, und der erhebt sich nun mal noch ein ganzes Stückchen über die Stadt, die an einer Art Geländestufe über dem Schlierbachtal in den Hängen des Bergmassivs sitzte.
Also aufwärts, auf dem Kamsbachweg…

Bild #41: Kamsbachweg in Lindenfels

…bis hinauf an die Nibelungenstr./B47…

Bild #42: Die Nibelungenstr. am Ostende von Lindenfels, darüber erheben sich bereits die steilen Hänge des Schenkenbergs. Sieht eigentlich gar nicht soo furchtbar hoch aus, dabei sind´s nochmal stramme 120 Höhenmeter bis zum Gipfel

…die ich überquere und auf dem Wannweg vorbei an der hübsch bepflanzten Brunnenanlage im Kühlen Grund…

Bild #43: Brunnen im Kühlen Grund

…hinauf in den Bergwald am Schenkenbergs:
Bild #44: Waldweg auf den Schenkenberg

Herrlich hier oben – Südlage, das Blätterdach der Bäume fängt gerade erst zu sprießen an, da können die Strahlen der wunderbar warmen Mittagssonne noch vollkommen ungehindert bis zu mir auf den Schenkenberg-Weg (Li2) durdchringen.
Links des Weges ragt der helle, mit imposanten Findlingen und Felsformationen gespickte Steilhang empor…

Bild #45: Felsiger Waldhang am Schenkenberg

…rechts unten in der Tiefe kann man die B47 und die letzten Ausläufer von Lindenfels erkennen:

Bild #46: Über Lindenfels

Immer schön weiter bergauf, den Kurven und Windungen des Schenkenbergs folgend langsam um die felsige Bergflanke herum…

Bild #47


Bild #48: Der Weißmann-Felsen direkt am Wegrand

…bis an die Nordflanke des Berges, von wo aus der Blick zwischen den Bäumen hindurch bis hinüber ins sonnenbeschienene Gersprenztal im nördlichen Teil des vorderen Odenwalds reicht.

Nach ca. einem Kilometer Aufstieg vollführt der Weg unterhalb der Litzelröder Höhe eine Haarnadelkurve und wendet sich dann wieder nach Süden…

Bild #49: Fast oben. Die kräftige Mittagssonne scheint hier so stark durch die Wipfel, dass der ganze Bergwald silbrig schimmert

…wo er nach wenigen Meter an der hübschen Schutzhütte an der Drei-Heiner-Rast ankommt:

Bild #50: Schutzhütte an der Drei-Heiner-Rast auf dem Schenkenberg

Damit ist der Aufstieg auch fast beendet – nur noch ein paar Höhenmeterchen auf dem bequemen Weg an des Südflanke des Gipfels (ganz hoch lauf´ ich heute nicht, bin nach ganz viel Schauen und Fotoschießen nämlich zeitlich schon wieder ein bisschen im Verzug, da ist dann bei allem Spaß und Genuss doch so langsam ein wenig Disziplin und Eile angebracht)…

Bild #51: Felsformation am Südhang des Schenkenbergs

…dann passiere ich die große, schöne Kriegstotengedenkstätte der Stadt Lindenfels, die einsam und würdevoll im Bergwald hoch über der Stadt ruht…

Bild #52: Kriegstotengedänkstatte am Schenkenberg


Bild #53: Inschrift an der Gedenkstätte

…und mache mich direkt darauf an den langen, schönen Abstieg, auf gewundenen Pfaden und sonnigen Waldwegen am Südhang des Berges zurück runter in Richtung Lindenfels.

Unterwegs stoße ich auf eine weitere Schutzhütte, die auf einem kleinen Vorsprung am Steilhang steht…

Bild #54: Das ist glaub´ ich die dritte oder vierte Schutzhütte, die mir am Schenkenberg begegnet – entweder ist das Wetter hier oben normalerweise unglaublich launisch und unberechenbar, oder die Lindenfelser bauen einfach gerne Hütten in den Wald. 😀

…direkt über einer Schneise, durch die man atemberaubend grandiosen Ausblick hinunter auf die Lindenfelser Altstadt und den Burgberg hat:

Bild #55: Burg Lindenfels und die darunterliegende alte Ortskern, dahinter öffnet sich das noch einmal deutlich weiter unten liegende Hügelland am Rand von Schlierbach- und Weschnitztal


Bild #56: Und weil´s so schön ist, hier nochmal ein extragroßes Bild in höherer Auflösung:
Mittig über dem Stadtkern erhebt sich Burg Lindenfels auf dem grünen Burgberg, an dessen linker Vorderflanke man deutlich die Stelle erkennen kann, wo sich letzten Winter ein tonnenschwerer Felsbrocken gelöst und runter in den Kurgarten gerollt ist (Verletzt wurde zum Glück niemand)
Direkt unter der Burg steht die katholische Pfarrkirche, darunter am oberen Ende der Burgstrasse das schöne spätbarocke Gebäudeensemble, von dem aus im 18. Jahrhundert das kurpfälzische Amt Lindenfels verwaltet wurde.
Links davon direkt unter dem Weg zur Burg hinauf liegt der kleine Kurgarten, links davor stehen die evangelische Kirche und der spätmittelalterliche Bürgertum, der zum Deutschen Drachenmuseum gehört.

Nachdem ich mich ausgiebig sattgesehen habe (Verspätung hin oder her, diese herrliche Aussicht auf die Perle des Odenwalds darf man nicht hetzen) verlasse ich hier den Schenkenbergweg und folge stattdessen dem roten Quadrat des Main-Stromberg-Wegs auf einem schmalen Waldpfad am Steilhang abwärts…

Bild #57: Das geht ordentlich runter, hier

…bis ich schließlich auf der hübschen Schenkenberg-Str. wieder in Lindenfels ankomme…

Bild #58: Am oberen Ende der Schenkenberg-Str.

…und über den Dächern der Stadt…

Bild #59: Nochmal Burgberg und altes Lindenfelser Zentrum, nunmehr schon deutlich näher und niedriger als vor ein paar Minuten

…zwischen kleinen, hübschen Häuschen mit blühenden Gärten…

Bild #60


Bild #61: Blühende Magnolie, extra für den Herrn Kopp, der sich sowas gewünscht hat… 😉

…runter in die Stadtmitte,…

Bild #62: Am unteren Ende der Schenkenbergstr.

…wo ich zweiten mal die Nibelungenstr. überquere…

Bild #63: Nibelungenstr. am Lindenplatz

…und durch die kleine Fußgängerzone zwischen hübschen Altstadthäusern auf der Burgstr. ein Stück in Richtung Burg laufe…

Bild #64: Burgstr.

…bevor ich durch die quer verlaufende Gasse „Am Salem“ rechts auf den Schloßwald am Rand des kleinen Höhensattels wechsle…

Bild #65: Hier hat man einen netten Blick rüber nach Glattbach am oberen Ende des Schlierbachtal

…und unterhalb der Burg…

Bild #66: Gegenlichtige Burg Lindenfels von unten

…in den Schlosswald westlich unterhalb der Stadt laufe und auf unmarkierten Waldpfädchen am Burgberg den letzten Abstieg runter ins Schlierbachtal beginne:

Bild #67: Zwischen den Bäumen kann man bereits Schlierbach unten im Talgrund erkennen, überragt vom mächtigen Krehbergmassiv auf der anderen Talseite

Weit ist es nicht mehr, aber ein bisschen verwirrend, angesichts der verschiedenen Pfade, die im an der Bergflanke hoch und runter laufen und sich dabei immer mal wieder kreuzen – aber solange man einfach immer weiter abwärts läuft, kann man eigentlich nicht so viel falsch machen, und so erreiche ich nach ein paar hundert Metern…

Bild #68: „Immer nur schon weiter talwärts, dann wird das schon…“

…schließlich auch wohlbehalten den OWK-Wanderweg HW22 (weiße Raute) am Rand des Schlosswalds, der auf sonnigen Hangwiesen…

Bild #69: Wiesenlandschaft am Rand des Schlierbachtals, mittig erkennt man den Campingplatz bei Schlierbach, rechts darüber den bewaldeten Gipfel des Buchs über Lindenfels

…und unter blühenden Bäumen…

Bild #70

…geradewegs runter ins Tal in den beschaulichen Lindenfelser Ortsteil Schlierbach führt:

Bild #71: „Jägersgarten“ am Anfang von Schlierbach, die pittoreske Dorfmitte erkennt man im Hintergrund

Hier bleibe ich allerdings nicht lange, gerade mal 150 m. geht es auf der Strasse „Jägersgarten“ durchs Dorf, dann biege ich scharf rechts auf den Schlierbach-Weg (Li5) ab, der durchs sattgrüne Weideland am Rand des Talgrunds südwärts in Richtung Eulsbach führt und dabei noch einmal herrliche Panoramaaussichten durch das breite, wunderschöne Tal eröffnet:

Bild #72: Das Schlierbachtal vom Schlierbach-Weg aus, rechts das Dorf, dahinter steigen die blühenden Obstwiesen und steilen Waldhänge zum Krehberg hinauf an, dessen Gipfel man am hoch in den blauen Himmel ragenden Sendeturm erkennt

Jetzt ist es auch nicht mehr weit, nur noch ein paar hundert Meter der Mittagssonne entgegen durch die Wiesen…

Bild #73: Schlierbach-Weg zwischen Schlierbach und Eulsbach

…und Weiden…

Bild #74: Ich fürchte, auf das eigentlich obligatorische Odenwaldfotolaufberichtskuhfoto müsst ihr ausnahmsweise mal verzichten, denn heute ist mir keine einzige Kuh vor die Linse gekommen.
Aber zumindest ein paar schlierbachtaler Ziegen und Hühner kann ich euch noch anbieten…

…dann kommt rechts vorne jenseits des Bachs und der Landstrasse bereits wieder Eulsbach in Sicht…

Bild #75: Eulsbach (im Hintergrund der Erlenbacher Weg am Hang, auf dem ich vorhin gestartet bin)

…wo ich dann auch kurz darauf ankomme..

Bild #76: Am Mühlberg in Eulsbach

…und nach einem letzten kleinen Schlussprint auf Erlenbacher Weg und Brunnenweg schließlich das Ziel beim Gasthaus Am Speierling erreiche…

Bild #77: Gasthaus Am Speierling in Eulsbach samt Ponies und idyllisch-gemütlicher Außenterasse

…wo bereits die versammelte Familie sowie eine kalte Cola und ein riesiges, leckeres Kochkässchnitzel auf mich warten:

Bild #78: Der Mühen Lohn, heute mal mit exzellenten Blähkartoffeln

Großartige Tour, an einem perfekten Tag mit bester Lauflaune durch eine der schönsten Ecken des Odenwalds.
Waren am Ende zwar nur zehneinhalb Kilometer, aber von der Erlebnisdichte und -qualität hat sich´s mindestens doppelt so weit angefühlt.
Einfach nur herrlich!!!

Strecke: 10,6 km
Zeit: Genau richtig zum Schnitzel
Anteil der noch nie gelaufenen/gebloggten Passagen an der Gesamtstrecke: 80,94% (8,58 km von 10,6 km)
Karte:

M.

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13 Antworten to “Schlierbachtal und Schenkenberg: Eulsbach – Ellenbach – Lindenfels- Schlierbach mit Fotos (10,6 km)”

  1. Daniel Kopp Says:

    Abgerundete Sache, da war alles mit bei oder? Bisschen Dorf, Wiese, Wald und Berg. Sieht teilweise aus wie bei uns in den Westwoods, nur noch hügeliger.

    Ich mag die Zeit des frischen hellgrünes auf den Baumkronen und der satten Wiesen. Im Sommer wird irgendwann alles nur noch unigrün sein, aber jetzt und im Herbst, daß ist für mich die schönste Zeit des Jahres.

    Meine Vorlieben für Hohlwege befriedigst Du auch noch. Find ich gut, gefällt mir. Kannst öfter so bringen!

    Bin auch ein bisschen neidig auf die vielen Felsbrocken die so bei dir rumliegen 🙂
    Da hab ich nur nur den Nagelfluh-Pseudofels, davor aber einige Tonnen etwa 80km vor der Haustüre 😉

    LG
    Daniel

  2. matbs Says:

    Nicht „hügeliger“, das muss „bergiger“ heißen!
    Wir sind hier ein ordentliches Mittelgebirge, also sind das auch ordentliche Berge, du elender Alpenelitist!!! 😀 😉

    Das Frühlingsgrün ist auf jeden Fall toll, genauso wie Herbstfarben. Aber den Sommer mag ich inzwischen auch ganz gerne (zumindest als Konzept, wenn´s erst mal wieder soweit ist, werd´ ich mich ohne Ende über die Hitze und den Dunst beschweren… :)).

    Für Hohlwege und Felsen sind wir hier oben auf jeden Fall die richtige Gegend, denn der Odenwald ist geologisch gesehen alt und verwittert und liegt deshalb voll mit grandiosesten Granitbrocken, und die weichen Wein- und Lößhänge der Bergstrasse sind perfektes Hohlwegterrain (in Zell bei Bensheim und drüben in Alsheim in Rheinhessen gibt´s sogar extra Wanderwege zu diesem Thema .

    Dafür haben wir aber keinen Nagelfluh…

    • Daniel Kopp Says:

      Welch Fauxpas eure Berge auf Hügeln zu degradieren 🙂

      Dabei bin ich nicht mal ein echter Felsalpinist. Grasgelände mag ich am liebsten. Deswegen werde ich mich dieses Jahr auch vermehrt im Allgäu aufhalten. Dort gehen die Almen bis auf die Gipfel über 2000m.

      Der Link ist nicht schlecht. Daß sind mal richtige Hohlwege, die sind ja zum ja Teil metertief! Gigantisch!

      • matbs Says:

        Stimmt, ein arger Fauxpas.
        Aber ich will mal nicht so sein, ausnahmsweise… 😀

        Die Alsheimer Hohlwege kenne ich selbst noch nicht, aber vielleicht komme ich ja irgendwann demnächst mal da vorbei.

  3. Evchen Says:

    Waha! Ich kann das grad nicht zu Ende lesen/gucken. Da sind Bratkartoffeln auf`m Teller und ich sitze hier uff Schaffe (Ja, wir dürfen hochofiziell im INternet surfen. ;-))und hab Kohldampf. Wenn Du jetzt sowas schreibst wie: primaoberleckerschlotziges Essen, laufe ich als Spucke auseinander. *sabber*

    • matbs Says:

      Aber nein, sowas würd´ ich doch niiiemals nie nicht schreiben, das hier ist schließlich ein Laufblog und kein Essenblog… 😀

  4. Evchen Says:

    Argh! Zweiter Absatz und schon geht`s um`s Essen! Doofe Ballonkartoffeln eben. *schluck*

    • matbs Says:

      Mmmmh, die waren ja sooo gut, diese Kartoffeln, besonders mit dem zartschmelzenden, cremig-milden Kochkäse auf der goldbraunen, leicht knusprigen Panade des butterweichen aber trotzdem mageren Schnitzels…

  5. Ruben Says:

    Wow… schade, dass du nicht mehr auf die Burg hochbist, sieht aber schon aus der Ferne richtig fein aus. Und deine neue Fotografie-Technik (Bild 23) ist schon ganz nett anzuschauen. Darfst du öfter machen 😉 …

    Sitzt du dann eigentlich an nem extra Tisch oder akzeptiert dich die versammelte Familie auch wenn du schön durchgeschwitzt bist (ok, nach 10 Kilometern natürlich nicht, aber wenn du mal ne längere Tour machst kann das ja schon mal passieren)

    • matbs Says:

      Kein Problem, Ruben, Burg Lindenfels hab´ ich zufällig schon mal mit dem Foto erlaufen, und zwar hier. 😉

      An der Fotografie-Technik feile ich noch weiter, als beratungsresitenter Autodidakt vom Dienst muss ich das ja alles alleine rausfinden. 😀

      Und wenn ich nach dem Laufen mit Freunden oder Familie verabredet bin, hab´ ich ja normalerweise immer den Frischmachrucksack dabei, mit Wechselklamotten, supersaugfähigem Handtuch, diversen Körperpflege- und Reinigungsprodukten und extrastarkem Sport-Deo.
      Damit kann man sich auf einer handelsüblichen Restauranttoilette mit fließend Wasser gut generalüberholen.

  6. Kümmel Says:

    Hach ja, das war mal wieder ein schöner Lauf durchs Weschnitztal 😉

    • matbs Says:

      Ja, auch die paar Meter durch Ellenbach und Faustenbach und am Rand der Kapp waren schön.
      Wobei der Rest oben im und über Schlierbachtal auch nicht zu verachten war… 😀


  7. […] und die – verdammt steile – Schenkenbergstr. hoch. Uffa: Bild #4: Schenkenbergstr. Vorletzten April bin ich hier schon mal vorbeigekommen. Aber bergab. Das war irgendwie […]


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