Zweimal Abenteuer im Seeheim-Jugenheimer Hinterland (16,2 km und 14,6 km)

22. April 2010

Die Touren während der Woche:

Mittwoch 21.04: Ums Stettbacher Tal und den Steigerts (16,2 km)
Trüber, überraschend kalter Tag, erzeugt spontan jetzt nicht unbedingt so richtig große Lust aufs Losrennen.
Starten tu´ ich natürlich trotzdem, ohne Plan oder Vorgaben, einfach irgendwann zwischen spätem Nachmittag und frühem Abend los und schauen, wo mich die Beine hinbringen.

Überraschenderweise entwickelt sich eine richtig gute Tour: Über den Heiligenberg und die Flanke des Marienbergs drifte ich ostwärts in den Odenwald rein, überquere die Anhöhe über Hainzenklingen, von wo aus man einen herrlichen Ausblick in die Rheinebene hat, arbeite mich auf vollkommen verratzen Wildnispfaden durch den Bergwald über Stettbach zur Kuralpe hoch, folge der Hutzelstrasse um den Steigerts herum, laufe dann von Steigerts abwärts bis zum Rand des Ober-Beerbacher Talkessels, und folge dort dann schließlich dem Höhensattel von Kniebrecht und Tannenberg via Burg Tannenberg und Alexanderhöhe nach Hause.
Keine wirklich ngenehme Runde, denn heute zwicken meine Beine mal wieder ganz gewaltig (immerhin verteilt sich der Schmerz paritätisch: Am Anfang sind´s die Waden, später wandert das Ziehen und Zwicken dann in die Knie hoch, macht noch einen Zwischenstopp in den Oberschenkeln und landet am Ende der Tour im Hüftbereich), aber eine schöne.


Höhepunkte:
– Die Aussicht von der Anhöhe über Hainzenklingen in die Rheineben – immer wieder herrlich

– Über Stettbach erlebe ich einen „Wo zur Hölle bin ich hier?“-Moment, als ich einem kaum sichtbaren unbekannten Bergpfad in die Waldhänge folge und mich an einer Stelle wiederfinde, an der ich noch nie zuvor gewesen bin. Ist zwar nur ein kurzes Stück (dann komme ich an der Hütte der Waldjugend auf dem Vogelherd raus), aber die Tatsache, dass ich immer noch gerade mal 3 km Luftlinie von daheim entfernt kurz die Orientierung verlieren und dabei einen versteckten neuen Winkel im Wald entdecken kann, macht mich spontan total happy.
Schließlich sind solche Momente in der mittelbaren Umgebung von zuhause inzwischen extrem selten und dementsprechend wertvoll.

– Die Aussichten von der Hutzelstrasse und dem Steigerts – ständig kann man vom Höhenweg anderswohin schauen – nach Süden zum Melibokus, in den Odenwald rein zu Krehberg und Neunkircher Höhe, nordostwärts zum Otzberg und den schemenhaft erkennbaren Spessarthöhen, nordwärts nach Frankfurt und zum Taunus, nordwestwärts und westwärts zum Rheingau und in die Rheinebene. Schön, mal wieder dran erinnert zu werden, wie unglaublich schön der eigene „Vorgarten“ sein kann

– Über Ober-Beerbach und auf dem Kniebrecht versuche ich mich spontan an ein paar bisher unerlaufenen Wegen.
Das Stück bei Ober-Beerbach ist nur ganz kurz, 200 oder 300 m. durch die Obstwiesen über dem Dorf, dann stoße ich wieder auf den Saar-Rhein-Main-Weg, der durch eine Rinne mit hohen Böschungen zurück auf den bekannten Höhenweg auf dem Talrand führt.
Der Weg am Kniebrecht hingegen führt direkt über den dicht bewaldeten Bergsattel und stellt sich als vollkommen unlaufbar heraus – früher mag das mal ein ordentlicher Waldweg gewesen sein, aber er wird offensichtlich seit Jahren nicht mehr gepflegt, entsprechend ist er zugewuchert und mit knöcheltiefem Altlaub bedeckt, unter dem sich Äste, große Steine und wildschweinumgepflügte Löcher verstecken. Abenteuerlich, aber nur wenn man geht (auf das Abenteuer Knöchelbruch hab´ ich dann doch keine Lust…).

– Kurz vor Sonnenuntergang erreiche ich die Rasthütte hinter dem Tannenberg.
Um diese Zeit ist hier oben niemand mehr außer mir, der Wald ist ganz ruhig und riecht frisch und erdig, bis auf die Abendgesänge der Vögel herrscht Stille. Das ist so schön, dass ich mich spontan auf eine der Rastbänke setze, die Beine hochlege und ein paar Minuten vollkommen ruhig in die Stille und den Abend hinein meditiere.
Ist wunderschön und tut unheimlich gut, einfach nur zu atmen und das Selbst in der Waldeinsamkeit aufgehen zu lassen, während die Amseln zwitschern und über einem weiße Wolkenschleier über den purpurnen Abendhimmel treiben, angeleuchtet von einer hellen, fast schon vollen Mondscheibe.
Aaah…
(Das ganze hat aber auch seinen Preis, denn als ich wieder loslaufe, bin ich steif und durchgefroren, so dass die letzten Kilometer extraschwer sind. Aber das war´s wert!).

Als ich schließlich wieder zuhause ankomme dämmert es bereits und die Strassenlaternen gehen an.
Alles tut mir ein bisschen weh und ich fühle mich schwer und müde – aber auf eine gute Art.

Strecke: 16,2 km
Zeit: Nicht genommen
Anteil der noch nie gelaufenen/gebloggten Passagen an der Gesamtstrecke: 11,91% (1,93 km von 16,2 km)
Karte:

Donnerstag 22.04.: Balkhäuser Tal, Vogelherd und Stettbacher Tal (14,6 km)
Als ich mich gestern unvermittelt in einem unbekannten Waldstück über Stettbach wiedergefunden habe, hab´ ich Blut geleckt – da ist nämlich noch ein Weg abgegangen, den ich überhaupt nicht kannte.
Keine Ahnung, wo der hinführt, obwohl ich vermutet habe, dass es ein vergessener Pfad vom Vogelherd runter ins Stettbacher Tal sein könnte.
Und weil ich das total spannend finde, hab´ ich mir für heute vorgenommen, diesen Pfad gleich mal auszuprobieren.

Also wieder hoch in die Berge, natürlich auf einer vollkommen anderen Route als gestern (repetitio non placet und so… 😉 ).

Die gute Nachricht des Tages: Das Wetter ist viel besser als gestern, mit angenehm frühlingshaften 17° und herrlichem Sonnenschhein.

Die schlechte Nachricht des Tages: I feel like shit.
Schwere Beine, zwickerige Muskeln und Gliedmaßen, verspannter Rücken, dazu ein bisschen gute alte allgemeine Müdigkeit.
Offenbar waren die 16 anspruchsvollen Bergkilometer gestern doch gar nicht so verträglich wie ursprünglich gedacht.
Autschie, da muss ich jetzt wohl durch.

Erst mal den untersten Waldpfad über dem Balkhäuser Tal hoch.
Nur dass das kein Waldpfad mehr ist.
Auf der Strasse unten im schmalen Talgrund wird ja momentan rege an einem neuen Steinschlagsicherungskonzept gebaut, und weil man dabei vor allem den steilen Hang obendrüber sichern muss, und der einzige Zugang zu diesem Hang das besagt Pfädchen ist, hat man´s so platt- und glattgewalzt, dass dort nun Kleinbagger durch den Steilhangwald fahren können.
Das ist nicht hübsch und ehrlich gesagt nicht mal bequemer als vorher (denn was für eine Kettenraupe recht ist, muss noch lange nicht für schwere, krampfige Läuferbeine billig sein), aber auf jeden Fall unerwartet.

Am Kisselsgrund geht´s zurück ins Balkhäuser Tal und nach Balkhausen rein, das bereits in den tiefen Nachmittagsschatten ruht, die entstehen, wenn die Sonne vom hoch über dem Dorf aufragenden Melibokus weggeblockt wird.

Von hier aus versuche ich´s mal mit einem neuen, bisher noch nie genommenen Aufstieg durch den steilen Bergwiesen am Nordhang des Tals hinauf in den Wald am Vogelherd.
Die Wanderkarte behauptet, da gäbe es einen Weg…

Am Anfang stimmt das auch noch irgendwie, zwischen den alten Höfen geht´s links aus dem Ort hinaus und über ein schlammiges, von Trekkerreifen vernarbtes Feldwegsimile die Hangwiese hinauf, die – weil höher und an der Nordseite des Tals (und damit der Südseite des korrespondierenden Berges) voll in herrlich warmem und wunderschön hellem Sonnenlicht liegt.
Phänomenal schön, vor allem wenn man zurück hinab auf Balkhausen schaut, das in den tiefen, kühlen Schatten liegt.

Nicht so phänomenal schön ist allerdings der Anstieg.
Zuerst geht´s noch halbwegs, aber je weiter ich die Weiden hinauflaufel, um so steiler wird´s.

15% Steigung.
Och jooa, geht.

20% Steigung.
Pfuuuh, das zieht rein.

30% Steigung.
AaaaarglaaauaaaaAAAAA!!! (außerdem ist das hier eingezäunte Weide und damit wahrscheinlich Privatbesitz, davon hat die Wanderkarte nichts gesagt. Aber da kein erboster Bauer mit Schrotflinte auftaucht und ich die soeben hart erkauften Höhenmeter nicht wieder abgeben will, mach ich halt mal weiter).

Dann ist die Wiese zu Ende, über ihr beginnt der Bergwald am Vogelherd.
Der von der Wanderkarte versprochene Weg? Nicht in Sicht.
Nur bewaldeter Steilhang.

Umkehren will ich nicht, also krieche ich irgendwie unter dem Stacheldrahtzaun am Waldrand durch (AUA, gar nicht angenehm, wenn man eh schon steif und abgespannt ist) und nehme den Waldhang in Angriff.
Natürlich nicht laufend, denn hier hat´s dreistellige Steigungsprozente (ja, genau, dreistellig bedeutet über 100% Steigung, also eine Neigung von mehr als 45°) und außerdem ist das hier die reine Wildnis, ohne Weg und Steg.
Da ist im günstigsten Fall schnaufend Stapfen angesagt, im ungünstigsten klettern.

Sind nicht mal 200 m. Strecke bis zum ersten Querweg oben im Wald, aber als ich dort ankomme bin ich fix und fertig.
Superanstrengend diese Kletterpartie, das wird mir für den Rest der Tour zu schaffen machen…

Und weiter geht´s, über serpentinige, unmarkierte Pfade und Wege durch den sonnigen Wald an der Bergflanke hoch über dem Balkhäuser Tal. Ständiges Auf und Ab, Hin und Her, Hoch und Runter, auch das braucht ordentlich Kraft.

Schließlich lande ich auf einem Weg, der um die Bergflanke herum und über dem oberen Balkhäuser Tal in Richtung des Weilers „Im Winter“ unterhalb der Kuralpe führt.

Gut, denn da will ich hin.

Schlecht, denn das hier ist die Südostseite des Berges, an die kein abendlicher Sonnenstrahl mehr dringt, da wird´s schlagartig unangehm kalt und klamm, besonders wenn man mit kurzen Hosen und kurzem Shirt unterwegs und eigentlich schon ziemlich ausgepowert ist.
Brrr…

Als ich „Im Winter“ ankomme gibt´s die nächste eher nicht so nette Überraschung: Laut Wanderkarte soll hier ein Weg geradeaus zwischen den Häusern in Richtung Kuralpe durchgehen.
Vor Ort jedoch gibt´s diesen Weg nicht, da sind nur Privatgrundstücke durch/über die ich nicht kann oder will.
Also muss ich einen Umweg in Kauf nehmen: Runter an die Landstrasse und auf der engen Fahrbahn die schmalen Serpentinen am Hof Quattelbach hinauf.
Nicht besonders angenehm, besonders als ich in der oberen Serpentine nur knapp von einem motorradfahrenden Arschloch verfehlt werde, das unbedingt bergauf in der uneinsichtigen Haarnadelkurve einen PKW überholen muss und dabei soweit auf die Gegenfahrbahn driftet, dass es mit heulendem Motot nur ein paar Zentimeter an mir vorbeiwischt.
Das hebt meine Laune nicht gerade…

Kurz vor der Kuralpe links, ein paar Meter den Fahrweg zum „Winter“ runter, dann scharf rechts und zwischen Obstwiesen und friedlich weidenden Schafen zur Kuralpe hoch, wo ich auf den Weg SJ1 wechsle, der zurück in den Bergwald am Vogelherd führt (schönster Anblick der Tour: Der riesige rote Glutball der sinkenden Sonne, der durch die noch kahlen Stämme des Bergwaldes über die Anhöhe herüberschimmert).

Dort dann ein Stück bergab bis zur nächsten Kreuzung, wo der unbekannte Weg abgeht, der mir gestern aufgefallen ist.
Den nehm´ ich dann.

Miesester Untergrand, steil abwärts durch den weitgehend unberührten Wald.
Das hier ist der Arsch der Wald, diese winzigen Täler hinter Stettbach sind quasi vergessen, hier kommt nie jemand her, keine Wanderer, keine Spaziergänger – gut möglich, dass ich der erste Jogger bin, der jemals den kleinen, steilen, verwatzten Wildpfad ausprobiert.

Immer weiter abwärts, an einer kleinen sumpfigen Lichtung im Nirgendwo vorbei, dann steile Hohlwege hinunter, bis ich schließlich am Waldrand ankomme – und zwar tatsächlich in den schattigen Bergwiesen hinter Stettbach!
Hat zwar weh getan, hier runterzuholpern, aber nach dieser Entdeckung fühle ich mich trotzdem ein bisschen wie Magellan oder Kolumbus… 🙂

Abwärts ins Dorf, dass ich nach ein paar hundert kaum weniger holprigen Metern am Grund des steilen Seitentälchens erreiche.
Als ich einlaufe begegne ich einem Stettbacher Ureinwohner, der gerade irgendwas vor seinem Haus werkelt und mich mit so ungläubigem Blick anguckt, als wäre ich ein Außerirdischer.
Offenbar kommen aus diesem Sackgassental hinter dem Ort nicht oft Jogger raus… 😀

Eigentlich wollte ich von Stettbach aus noch mal nach Hainzenklingen hoch, aber inzwischen bin ich wirklich ziemlich fertig und außerdem wird´s langsam aber sicher dunkel, also mach´ ich mich lieber auf den direkten Heimweg und folge der schmalen Kreisstrasse durchs Stettbacher Tal nach Jugenheim runter.
Zäh, bergab auf Asphalt mit schweren Beinen, das tut weh und kostet noch mehr von meinen ohnehin schon fast erschöpften Kraftreserven.
Am liebsten würd´ ich mich jetzt schon in mein warmes Bett fallen lassen und zwölf Stunden schlafen…

Von Stettbach bis Jugenheim sind´s nochmal fast drei Kilometer, die sich in der einsetzenden Dämmerung wie Kaugummi ziehen. Am Ende kürze ich sogar noch ein bisschen über die Bergkirche am Heiligenberg ab (dafür muss man aber auch noch mal bergauf, geht gar nicht mehr, muss ich gehen, fix und alle) und finde mich endlich in Jugenheim wieder.
Anstatt hier direkt heimzulaufen mache ich noch einen kleinen Schlenker zum Supermarkt in der Dorfmitte, um mir mit dem Notfallgeld eine Cola zu gönnen. Eigentlich eine gute Idee, uneigentlich ist aber nur eine Kasse besetzt, und die Kassierin ist zwar ausgesprochen hübsch, aber auch ausgesprochen unbedarft und langsam, so dass es nochmal geschlagene zehn Minuten dauert, bis ich endlich m0eine hochverdiente Cola kippen und auf steifen, bleischweren Beinen die letzten paar Meter durch die beginnende Nacht nach hause wanken kann.

Puuuh, der war anstrengend.
Aber da ich auch die lange vergessene geheime Passage von der Kuralpe nach Stettbach entdeckt habe, würd´ ich mal sagen, das war´s wert… 😉

Strecke: 14,6 km
Zeit: Nicht genommen
Anteil der noch nie gelaufenen/gebloggten Passagen an der Gesamtstrecke: 24,86% (3,63 km von 14,6 km)
Karte:

M.

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12 Antworten to “Zweimal Abenteuer im Seeheim-Jugenheimer Hinterland (16,2 km und 14,6 km)”

  1. Gerd Says:

    So weit liegen unsere Laufberichte im Augenblick gar nicht auseinander. 😉
    Vogelherd kenne ich ja nun mal überhaupt nicht. Da muss ich mir wohl nochmal deine Karten anschauen.
    Wie sieht es aus mit unserem 3. Abschnitt? Schon was ins Auge gefasst? Im Mai ist zwar viel familientechnisch los, aber vielleicht kriegen wir ja einen gemeinsamen Termin hin!

    • matbs Says:

      Mit dem Unterschied, dass ich nicht erst eeeewig fahren musste, um meine Dosis Hardcore-Hindernislauf zu kriegen… 😀

      Der Vogelherd ist der Berg zwischen dem Stettbacher Tal, dem Balkhäuser Tal und der Kuralpe. Vielleicht erinnerst du dich an das Stück über den offenen Bergsattel über Balkhausen direkt hinter dem Melibokus bei der ersten Nibelungensteigetappe – da hat man den Vogelherd links auf der anderen Talseite gesehen.

      Und apropos Nibelungensteig: Stimmt, wird Zeit, oder?
      Mir würde tendenziell Sonntags besser als Samstags passen, und mittags besser als morgens, aber im Prinzip bin ich da flexibel – also mach´ doch einfach mal einen Vorschlag! 🙂

  2. Daniel Kopp Says:

    wie so oft bestätigt sich die regel: was anfangs mies scheint entwickelt sich zu einer super nummer. liest sich gut weg. ich male mir alles im kopf aus. gefällt mir.

    naja, und umkehren will man ja nie, daß liegt nicht in der logik der sache. so resümierend muss ich allerdings zugeben, dass es bei vielen meiner touren besser gewesen wäre. und wer bei 100% fällt, fällt länger 🙂

  3. matbs Says:

    Naja, vielleicht keine Supernummer, aber auf jeden Fall sehr nett. Das ist auch schon mal was… 😉

    Umkehren ist schön und gut, aber nur wenn´s nicht anders geht und nach Möglichkeit nicht in unmittelbarer Nähe von zuhause, das wär´ ja dann doch zu weicheierig. 😀
    Die 100% Steigung sind ja zum Glück kein vertikaler Anstieg, sondern bedeuten nur, dass es auf einen Meter vorwärts auch einen Meter bergauf geht.
    Schlimm genug, aber da fällt man ja nicht, sonder rutscht bestenfalls als blutige Lawine den Hang runter, bis man von einer Buche oder dem Stacheldraht unten am Waldrand aufgehalten wird… 😉

    • Daniel Kopp Says:

      Schon klar, daß 100% nur 45° sind.
      Aufm Gsicht möchte ich da trotzdem nicht runterrustchen 😛

      Das gabs hier mal an einem Rodelberg, da hat ein Junge mit dem Gesicht, genaugenommen Mund, im Stacheldrahtzaun gebremst. Ich glaub das ist gar nicht mal so witzig

  4. matbs Says:

    Wobei das mit den Steigungsprozenten schon irgendwie krass ist, vor allem wenn man bedenkt, dass sowas wie 25% Steigung, bei denen es schon arg anstrengend ist, eigentlich gerade mal einem absoluten Neigungswinkel von etwas über 11° entsprechen.

    Mit dem Mund hätt´ ich in diesem Fall wahrscheinlich nicht gebremst, eher mit dem Hintern, der hat mehr talwärts gezeigt (und ist außerdem exzellent gepolstert…) 😀

    • Daniel Kopp Says:

      schon, vor allem sind 11° irgendwie überhaupt nicht steil, zumindest optisch nicht, würde man die setigung von der seite betrachten. aber dafür spürt man’s ja umso mehr 🙂

      • matbs Says:

        Am besten nicht zu viel drüber nachdenken, das deprimiert nur… 😀

        • S.B. Says:

          Hallo Mathias,
          Es macht mir viel Spaß deinen Blog zu lesen.Ich jogge nicht(habe Angst um meine Knochen,immerhin bin ich schon 56 Jahre)aber ich mache gerne lange Spaziergänge,so zwischen 5 und 10 km.,mit dem Fahrrad bis 20,30km.Kenne dadurch fast alle Wege um Mühltal herum,wo ich wohne.
          Eine meiner lieblings Ecken ist auch die Hutzelstrasse,nicht zuletzt wegen der Aussicht.
          Heute morgen war ich auf dem Heiligen Berg.
          Iegendwann möchte ich den Burgenweg „machen“,natürlich in mehreren Etapen.
          Viel Spaß weiterhin und viele Grüße
          S.B.

        • matbs Says:

          Hallo S.B.,

          vielen Dank für den Kommentar, über den ich mich riesig gefreut habe – ich find´s ja immer besonders schön, wenn auch mal ein paar Nicht-Jogger vorbeischauen. Wenn´s ihnen dann auch noch gefällt, ist das natürlich noch viel besser.

          Deine Vorliebe für die Hutzelstrasse kann ich gut nachvollziehen, da oben ist es einfach herrlich (obwohl´s bei euch in Richtung Mühltal natürlich auch ein paar richtig schöne Ecken gibt).
          Vielleicht sieht man sich ja mal da oben, ich bin der dicke, schlecht rasierte Mann mit der blauen Quelle-Mütze, der schwitzt und schnauft wie eine Dampflok… 😀

          Den Burgenweg kann ich nur empfehlen, das ist eine herrliche Strecke, die wirklich ganz, ganz viel zu bieten hat.
          Und in Etappen ist eer auch bestens machbar, vorausgesetzt man ist ein bisschen bergfest (aber wer´s von Mühltal auf die Neutscher Höhe schafft, der braucht sich da wohl kaum Gedanken zu machen).

          Noch mal vielen Dank, und weiterhin ganz viel Spaß beim spazieren und radeln im und am Odenwald!

          Matthias

  5. Sofia Blanco Says:

    Lustig,aber mein Sohn,dem ich von deinem blog erzählt habe,kam letztes Jahr im September nach Hause und sagte mir,ihm wäre ein Jogger entgegen gelaufen auf der Biegung in Richtung Waldhof (Ober-Ramstadt)der,der blogger sein könnte.Und tatsächlich fand ich dein Bericht unter:
    Grauer Lauf auf Hutzelstrasse und Hoher Strasse nach Ober-Ramstadt (17,7 km)
    17. September 2009

    und die Stelle:

    „Fast geschafft, ich lief noch 200 m. über die Freifläche und bog dann kurz vor dem nächsten Waldrand rechts ab. Asphaltweg, abwärts durch die Wiesen in Richtung Tal.
    War ich noch nie vorher gelaufen, glaubte mich aber von einer früheren Streckenplanung zu erinnern, dass der mich ans Ziel führen würde (Hoffentlich!).

    Nochmal ein ordentliches Stück, Felder, Wiesen, irgendwann ein Reiterhof (der Waldhof)“
    …und die Uhrzeit hat auch gestimmt.
    Wir haben viel gelacht beim lesen,von wegen,„Pff, och jooa, wennde schonmal hier bist“…

    Viele Grüße,
    Sofia B.

    • matbs Says:

      Hallo Sofia,

      hehe, ich glaube, unterwegs erkannt worden bin ich bisher noch nicht. 🙂

      Ich glaube, ich kann mich sogar dunkel an den jungen Mann erinnern, der mir da auf dem Weg runter ins Tal entgegengekommen ist – keine Details, aber dass mir sowas wie „Wer ist denn an so einem traurigen Tag wie heute außer mir noch hier unterwegs?“ durch den Kopf gegangen ist.

      Schon lustig, wie klein die Welt manchmal ist, oder?

      Grüße zurück, und vielleicht ja mal bis zufällig irgendwann

      Matthias


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