Durchs Wilde Kiezistan – Kleine Runde in Berlin: Kreuzberg, Treptow und Neukölln (10,6 km)

30. Mai 2010

Und denn steegste ausm Zuch und bist oof eenmal in Bahlin!
(Oder so ähnlich. An meiner Berliner Mundart muss ich wohl noch ein bisschen arbeiten)

Schaffst deinen Bettel rüber nach Kreuzberg, in die schöne, große Altbauwohnung im dritten Stock, die für die nächsten paar Tage dein provisorisches Zuhause sein wird, dank der Großzügigkeit und Gastfreundlichkeit der zwei nettesten Menschen in Berlin:

Bild #0: Die zwei nettesten Menschen in Berlin

Und da stehst du dann erstmal und guckst aus dem Fenster, raus in die größte Stadt Mitteleuropas, runter in die gar nicht mal so ungrüne Graefestr., die sich zwischen hohen alten Wohnhäusern durch den Graefe-Kiez zieht.

Alles ein bisschen fremd da draußen. Und sonnig.
Der Vorabend ist noch jung, aus der großen Reisetasche wispern die mitgebrachten Laufsachen herüber, dass sie sich jetzt gerne mal Berlin anschauen möchten.

„Okay“, denk´ ich mir, „warum eigentlich nicht? Wer weiß, ob ich in den nächsten Tagen dazu komme?“

Also mache ich mir schnell einen kleinen Plan, werfe mich ins Laufornat, schnapp mir die Kamera (warum auch nicht?) und mache mich auf, zu meinem allerersten Lauf in der großen, großen, großen, großen Stadt:

Bild #1: Ausgang in die Stadt

Ich starte erstmal etwas vorsichtig – dass ich mich in Wald, Bergen, Feldern und kleineren Orten als Berlin orientieren kann, das weiß ich. Aber hier war ich noch nie unterwegs, die Stadt ist gigantisch und mir weitgehend unbekannt, Orientierungspunkte gibt es kaum (nur der Fernsehturm auf dem Alexanderplatz lugt regelmäßig durch die Strassenschluchten) und alles, was zwischen mir und dem Verlorengehen steht, ist das kleine Plänchen, dass ich mir vor dem Aufbruch noch schnell ausgedruckt habe.
Entsprechend mache ich langsam, achte peinlich genau darauf, dass ich immer weiß, wo ich gerade bin und wie´s weitergeht.
Aber schnell kann man hier ja auch eh nicht laufen, vor lauter Menschen, Verkehr, Strassencafé-Tischen und whatnot… :9

Erstmal nordwärts, an der Graefestr….

Bild #2: Graefestr. in Berlin-Kreuzberg

…zum Kotbusser Damm…

Bild #3: Nordende des Kotbusser Damms

…auf der Kotbusser Brücke über den Landwehrkanal, der als kilometerlange Wasserader südlich der Spree durchs Herz der Hauptstadt fließt:

Bild #4: Landwehrkanal an der Kotbusser Brücke

Direkt dahinter drehe ich dann ab, denn zum Kottbusser Tor, dessen Plattenbauten sich wie eine graue Wand vor den fernen Gefilden des Stadtzentrums erheben, will ich heute nicht:

Bild #5: Kotbusser Tor, dahinter der Fernsehturm

Rechts, auf dem begrünten Fußweg am Nordufer des Landwehrkanals („Paul-Lincke-Ufer“) ostwärts:

Bild #6: Blick vom Paul-Lincke-Ufer ans Maybachufer, irgendwo an der Grenze von Kreuzberg und Neukölln

Viel los hier, Spaziergänger (oftmals großstädtisch schräg, zumindest für meine provinzielle Wahrnehmung), Radfahrer, Hundegassigeher (Interessante Erkenntnis: Berliner Hunde gehen praktisch nie an der Leine. Trotzdem – oder gerade deshalb – sind sie superdiszipliniert und zurückhaltend), Großstadtjogger.
Bei Letzteren lote ich ein paarmal aus, ob und wie das hier mit dem Grüßen funktioniert, die erwartungsgemäße Antwort lautet „garnicht“ – hier läuft offenbar jeder für sich selbst, eingeigelt in seinen kleinen, undurchdringlichen Kokon, aus dem nichts hinaus- oder hineingelassen wird.
Wie gesagt: Erwartungsgemäß, aber ein bisschen traurig finde ich es dennoch.

Ich folge dem Ufer für etwas mehr als einen halben Kilometer…

Bild #7: Am Paul-Lincke-Ufer

…dann biege ich links in die Ohlauer Str. ab, der ich nordwärts folge…

Bild #8: Matthias läuft durch Kreuzberg

…bis ich das blaugekachelte und – zumindest von außen – etwas derangiert wirkende Bad am Spreewaldplatz erreiche:

Bild #9: Bad am Spreewaldplatz

Hier ist erstmal Schluss mit Wohnhauszeilen, ich wechsle über ein kleines Hügelchen…

Bild #10: Berglaufen auf berlinerisch. Nicht gerade der Melibokus, aber besser als gar keine Steigung…

…rüber in die weiten Rasenflächen des Görlitzer Parks:

Bild #11: Görlitzer Park

Auch hier ist Einiges los, auf und zwischen den Grünflächen tummelt sich scheinbar halb Kreuzberg, flaniert, spaziert oder liegt auf auf dem Rasen.
Ich halte mich rechts, laufe auf dem zentralen Weg in der Parkmitte geradewegs weiter nach Osten:

Bild #12: Laut Stadtplan ist das der Görlitzer-Bahn-Weg

Ich muss gestehen, so ganz wohl fühle ich mich hier nicht – ich habe kein Problem damit, in dunkelster Dämmerung durch einsame Bergwälder zu laufen, aber die vielen etwas halbseiden wirkenden jungen Leute, die im Görlitzer Park auf den Bänken am Wegrand herumlungern, bescheren mir ein leicht mulmiges Gefühl, obwohl sie eigentlich mit sich selbst beschäftigt zu sein scheinen. Man ist ja in der Großstadt hier, wer kann schon einschätzen, wie das hier so läuft… 😉

Entsprechend ziehe ich das Tempo lieber mal ein bisschen an, allerdings auch deshalb, weil sich im Südwesten bedrohliche dunkle Wolken am Berliner Horizont zusammenziehen. Die Sonne von vorhin ist schon lange weg, stattdessen riecht´s nach Regen. Da beeile ich mich lieber.

Der Weg durch den Görlitzer Park führt mitten durch eine große Mulde im Boden…

Bild #13: Am Rand der Mulde im Görlitzer Park, die vielleicht 150 m. durchmesser hat

…und erreicht nach ein paar hundert weiteren Metern schließlich die kleine Wiener Brücke…

Bild #14: Wiener Brücke

…die südlich der Lohmühleninsel über den Landwehrkanal führt:

Bild #15: Landwehrkanal, dieses Mal kurz vor der Spree

Vor etwas über zwei Jahrzehnten hat an dieser Stelle ein Deutschland aufgehört und ein anderes angefangen, dazwischen lag die berüchtigste Mauer der Nachkriegsgeschichte – ein unüberwindliches Hindernis für Millionen von Menschen.
Heute hingegen ist nichts mehr davon übrig – für mich sind es nur ein paar kuze, mühelose Schritte, dann bin ich drüben in Alt-Treptow im ehemaligen Ostteil Berlins.

Mein erster Eindruck: Grüner, weiter, nicht ganz so eng und klaustrophobisch wie Kreuzberg auf der anderen Seite des Landwehrkanals. Gefällt mir ganz gut.

Ich halte links, laufe vorbei an einem prächtigen Gebäudekomplex aus altem Klinker….

Bild #16: Klinkerbau am Schlesischen Busch

…durch die freundliche Parkanlage am Schlesischen Busch…

Bild #17: Schlesischer Park

…bis hinauf zur Puschkinallee, der ich weiter nach Osten folge:

Bild #18: Immer dem Original Berliner Bauarbeiter-Dekolleté hinterher…

Sehr schönes Stück – in der Mitte die breite aber wenig befahrene Allee unter einem geschlossenen Spalier prächtiger alter Bäume…

Bild #19: Puschkinallee

…links und rechts gesäumt von wunderbaren alten Gründerzeitvillen, die hinter gußeisernen Zäunen im Grünen liegen:

Bild #20: Villa an der Puschkinallee

Nach ziemlich genau einem halben Kilometer Puschkinalle überquere ich die große Kreuzung an der Elsenstr. und unterquere direkt danach eine breite Gleistrasse, bevor es rechts in den großen, grünen Treptower Park abgeht:

Bild #21: Treptower Park (´n bissken unscharf, das liegt an den immer schlechter werdenden Lichtverhältnissen)

Hier ist es viel ruhiger als im Görlitzer Park, außer mir ist praktisch niemand unterwegs. Ob´s daran liegt, dass man hier etwas weiter vom vollgepackten Kreuzberg entfernt ist, oder vielleicht an den unheilvoll dräuenden Regenwolken, die inzwischen schon fast über Berlin angekommen sind – keine Ahnung.
Aber es ist auf jeden Fall sehr angenehm, auch mal wieder ein bisschen für sich selbst sein zu können, und sich nicht durch die großstädtischen Menschenmengen wühlen zu müssen…

Der Weg beschreibt einen großen, sanften Bogen am Parkrand unter alten Bäumen hindurch und trifft schließlich auf einen asphaltierten Querweg, der vom Rand der Grünanlagen (mit Triumphbogen! Nicht übel, auch wenn das Foto so mies ist, dass ich´s leider nicht posten kann…) direkt in den Park hineinführt, zum Anfang des riesigen sowjetischen Ehrenmals, dass an die Zehntausenden gefallenen Rotarmisten erinnert, die bei der Erstürmung Berlins im Jahr 1945 gefallen sind.
Das kann und will und darf ich mir natürlich nicht entgehen lassen, also folge ich dem Querweg nach links in Richtung Ehrennmal.

Gerade als ich den Anfang der Anlage erreiche, da wo das Standbild einer trauernden Mutter auf dem mit großem Platten gepflasterten Vorplatz steht…

Bild #22: „Mutter Heimat“ am Anfang des sowjetischen Ehrenmals

…fallen die ersten dicken, schweren Regentropfen aus dem dunkel schiefergrauen Unwetterhimmel.
Das schmeckt mir nicht so sehr…

Bild #23: Pöööh, Regen. Mag isch net…

…zumal das dräuende Unwetter quasi im Zeitraffer an Kraft gewinnt. Nur wenige Sekunden nach dem quengeligen Selbstportrait verfinstert sich der Himmel noch mehr, ein eisiger, nasser Wind peitscht durch die Ehrenmalsbirken…

Bild #24: Unwetter im Eilmarsch-Anmarsch

…und dann wird die Welt auf einmal zu Wasser.
Aus allen Rohren feuern die blauschwarzen Turmwolken sintflutartigen Platzregen auf die schutzlose Stadt herab, mit einer Intensität, die fast schon beängstigend ist:

Bild #25: Vor mir die Sintflut

Unlaufbar, vor allem mit den dünnen Nicht-Funktionsklamotten, mit denen ich heute aufgebrochen bin.
Verzweifelt suche ich unter dem Blätterdach eines nahen Ahorns Schutz, das zumindest die gröbsten Fluten von mir fernhält, und warte bibbernd und frierend darauf, dass das Unwetter nachlässt (immer mit der bangen Frage im Hinterkopf: „Was, wenn´s nicht aufhört?“ Darauf, bei monströs strömendem Regen kilometerweit durch die fremde Stadt zurückzulaufen, hab´ ich irgendwie überhaupt keine Lust).

Das dauert.

Fast zehn Minuten stehe ich im nieselig-unvollständigen Schutz des Ahorns, bevor der Regen langsam wieder nachlässt, erst zu einem kräftigen Landregen wird und dann kurz darauf schließlich vollends abzieht.
Brr, das war ungemütlich, und ordentlich ausgekühlt bin ich bei der Warterei auch.
Nix wie weiter, wieder etwas auf Touren kommen.

Geradewegs rein in das riesige symmetrische Ehrenmal, das sich über mehr als einen halben Kilometer im Treptower Park erstreckt, die breite Hauptachse entlang…

Bild #26: Hauptachse des Sowjetischen Ehrenmals


Bild #27: Nochmal ich, dieses Mal in nass und am Ehrenmal

…zwischen den beiden riesigen segelartigen Bogenkonstruktionen hindurch, zu deren Füßen jeweils eine Soldatenstatue kniet…

Bild #28: Soldatenstatue

…dann die Freitreppe hinunter zum Hauptteil der Anlage, einem großen Platz mit geometrischen Grünflächen, der an beiden Seiten von 16 Motiv-Sarkophagen aus weißem Marmor gesäumt ist und geradewegs zum Grabhügel am Ende des Ehrenmals zuläuft, auf dem die riesige Statue des „Befreiers“ auf einem meterhohen Sockel steht, mit gezogenem Schwert und Kind auf dem Arm, während unter seinen Stiefeln gerade ein Hakenkreuz zerbirst.
Beeindruckend!

Bild #29: Hauptteil des Ehrenmals

Ich laufe an der Nordseite des Platzes weiter, natürlich mit der Mütze in der Hand und langsam (das hier ist nicht nur ein Ehrenmal, es ist auch ein Soldatenfriedhof, da gehört Respekt dazu), vorbei an den bildgeschmückten Sarkophagen…

Bild #30: Sarkophag am Ehrenmal

…bis zum Fuß des grünen Hügels, auf dem sich der turmhohe Befreier in den schiefergrauen Himmel reckt und mit entschlossener Miene gen Westen blickt:

Bild #31: Der Befreier

Ein kleiner Bogen um den Hügel, vorbei an einem nassen Grüppchen russischer Touristen, die in der riesigen Anlage etwas verloren wirken, zum rückwärtigen Ausgang des Ehrenmals, wo ich laut Plan durch ein Tor im mächtigenn Metallzaun zurück in den Treptower Park laufen sollte.

Dit jeht aba nüsch.
Tor zur, kein Durchkommen:

Bild #32: Tor zu!

Ich muss also wohl oder übel umdrehen, fast die ganze Länge am Rand des Ehrenmals zurücklaufen…

Bild #33: Nochmal Hügel und Befreierstatue

…und schließlich am vorderen Ausgang in den Treptower Park wechseln, wo ich auf einem kleinen Pfädchen durch die Wiesen…

Bild #34: Im Treptower Park

…durch Schlamm und Pfützen…

Bild #35: Der Himmel über Berlin, gespiegelt in einer Pfütze.

…bis zum Südwestufer des sogenannten Karpfenteichs weiterlaufe, der eigentlich eher ein ausgewachsener Karpfensee ist:

Bild #36: Karpfenteich im Treptower Park

Dort verlasse ich dann wieder den Park und stürze mich wieder mittenrein in die Berliner Häuserschluchten, indem ich die Strasse „Am Treptower Park“ überquere und die im Halblicht der schweren Wolkendecke etwas grau wirkende
Karpfenteichstr. hinunter nach Süden laufe:

Bild #37: Karpfenteichstr. in Alt-Treptow

Sind vielleicht 400 m., von denen die zweite Hälfte durch schier endlose grüne, bescheidene Kleingartenkolonien führt…

Bild #38: Laubenpieperville, Berlin

…dann erreiche ich die breite, schwach befahrene Kiefholzstr. (die sich irgendwie so ein bisschen nach stadtrandig anfühlt, obwohl sie´s eigentlich gar nicht ist), an der ich zurück in Richtung Stadtmitte laufe:

Bild #39: Kieholzstr. und Fernsehturm

Breiter Bürgersteig, wenig los, da bleibt ein bisschen Zeit, um die verzweifelt-grenzdebilen Werbeplakate am Strassenrand zu goutieren:

Bild #40: Das ist mal ein Mann mit einem wirklich bescheidenen Lebenstraum.
Und der hat sich nun offenbar erfüllt.
Arme Sau!

Langes Stück, fast 600 m., bevor´s wieder unter der Bahntrasse durchgeht, hinter der ich direkt links in die Treptower Str. einbiege und durch ein tristes Wohn- und Gewerbegebiet…

Bild #41: Alles so ein bisschen grau hier, heute abend

…nach Süden laufe, bis ich wieder am Landwehrkanal ankomme, den ich auf der Treptower Brücke überquere…

Bild #42: Landwehrkanal an der Treptower Brücke

…und mich dann am Weigandufer und später dem Maybachufer auf den Rückweg zum Kotbusser Damm mache.
Nochmal ein langes Stück, links die mehrstöckigen alten Wohnhäuser von Neukölln, rechts der schmale Grünstreifen am Kanal, der zuweilen richtig hübsch ist:

Bild #43: Weigandufer


Bild #44: Elsensteg


Bild #45: Am Lohmühlenplatz


Bild #46: Zusammenfluss der Landwehrkanal-Arme an der Lohmühlenbrücke


Bild #47: Hauswandkunst am Maybachufer

Am Ende sind´s fast nochmal drei Kilometer, bevor ich wieder den Kottbusser Damm erreiche…

Bild #48: Kottbusser Damm von Osten

…die Strasse überquere…

Bild #49: Hier hät´s übrigens allenthalben die Ostdeutschen Ampelmännchen

…und wieder wohlbehalten (wenn auch etwas durchnässt und leicht angefroren) beim Ausgangspunkt in der Graefestr einlaufe:

Bild #50: Schnellimbiß-Pizzeria in der Graefestr.
1,95 € für eine große Pizza, das ist unglaublich, oder?
Und die Pizza ist gar nicht mal übel, wie ich ein paar Tage später im Selbstversuch feststellen werde!

Und das war mein allererster Lauf ever in Berlin.
Kein perfektes Wetter und nicht so wirklich meine persönliche Comfort-Zone, aber auf jeden sehr interessant und spannend, auch wenn mein Kopf ehrlich gesagt ein bisschen Probleme damit hat, meinen Beinen zu glauben, dass es wirklich über 10 km waren („Das kann doch nicht sein, wir sind doch nur im Ort gelaufen“, sagt er. Berliner Dimensionen sind uns offenbar noch ein wenig fremd… :D).

Strecke: 10,6 km
Zeit: Nicht genommen
Anteil der noch nie gelaufenen/gebloggten Passagen an der Gesamtstrecke: 100%
Karte:

Zu mehr hat´s dann allerdings in den nächsten Tagen nicht mehr gereicht – das Wetter war weitgehend unter aller Sau, das Tagwerk unglaublich spannend, intensiv und auch ein bisschen anstrengend, und die Feierabende mit ein bisschen Sightseeing und viel Freunde Treffen verplant, da hat das mit dem Laufschuhe Schnüren einfach nicht mehr hingehauen.
Aber wer weiß, vielleicht war´s ja nicht das letzte Mal, dass ich auf Berliner Boden unterwegs war…


Und zum Abschluss gibt´s noch ein paar Bonus-Bilder von meinem letzten Tag in Berlin, den ich bei herrlichem Wetter für einen Besuch im wunderschönen Tierpark Friedrichsfelde genutzt habe (den Zoo kannte ich nämlich schon) – zwar nicht joggend, aber trotzdem mit ordentlich Fußarbeit, denn das Teil ist riesig und herrlich grün und naturnah (wenn auch mit ein paar unschönen tiergärtnerischen Hypotheken aus einer Zeit, als artgerechte Tierhaltung nicht so wichtig war wie die möglichst allumfassende Zurschaustellung des Tierbestands):


Bild B1: Schwarzbär im Bärenschaufenster vor dem Haupteingang


Bild B2: Wisente


Bild B3: Eisbär auf der Suche nach Kühlung


Bild B4: Mangalitzaschweine


Bild B5: Das obligatorische Odenwaldfotolaufberichtskuhfo Eine der exotischsten Tierarten im Großstadtdschungel: Die Kuh!


Bild B6: Mangustenwrestling


Bild B7: Sumatra-Tiger im Brehm-Haus (das eine der eingangs erwähnten schweren tiergärtnerischen Hypotheken ist)


Bild B8: Roadrunner *Meep Meep* 😀


Bild B9: Indischer Elefant


Bild B10: Seekühe


Bild B11: Und nochmal (weil sie so würdevoll und faszinierend sind): Seekuh ganz nah


Bild B12: Indische Panzernashörner


Bild B13: Afrikanische Elefanten


Bild B14: Asiatischer Rothund, viel freundlicher und netter als bei Kipling


Bild B14: (Riesen)große Freianlage mit Kamelen


Bild B15: Sekretär


Bild B16: Stachelschweine beim Sonnen


Bild B17: Die langen Alleewege unter uralten Bäumen im westlicchen Parkteil sind unglaublich schön!


Bild B18: Kanal im Westteil des Parks


Bild B19: Lama-Freianlage vor der Tierpark-Cafeteria


Bild B20: Gibboninsel


Bild B21: Überall im Tierpark finden sich künstlerische Tierskulpturen. Hier: Moschusochsen


Bild B22: Tierpark-Cafeteria-Mittagessen: Hackbraten mit Soße, Fritten und Gemüse. Nicht ganz Michelinsternverdächtig, aber deftig und sättigend.


Bild B23: Helmkasuar


Bild B24: Rothschildgiraffen


Bild B25: Selbstreinigende Stachelmaus


Bild B26: Weiße Oryx-Antilopen – ganz was Erlesenes!


Bild B27: Kaffernbüffel bei der Siesta


Bild B28: „Achtung bergiges Gelände“ – das klingt doch vielversprechend! 🙂


Bild B29: Tierparknordzipfelpanorama


Bild B30: Bezoarziege – Nice Rack, Baby! 😀


Bild B31: Sichuan-Takin


Bild B32: Rotscheitelmangaben beim Rotscheitelmangabieren


Bild B33: Solche Wiesen sollte es öfter geben, mitten in Berlin… 😉


Bild B34: Das frühklassizistische Schloss Friedrichsfelde mitten im Tierpark…


Bild B35: …kommt komplett mit französischem Garten samt pummeligen Puttenstatuen


Bild B36: Panorama von der Nordwestkante des Schlossgartens


Bild B37: Entspannter Alligator


Bild B38:
„BUD“
„WEIS“
„SEEER“


Bild B40: Gavial bei der Arbeit


Bild B41: Auf´ in Aug´ mit Axolotl


Bild B42: Klapperschlange im Profil


Bild B43: Maaahlzeit


Bild B44: So langsam ist der Frühling wohl doch angekommen…


Bild B45: …überall rammeln die Schildkröten (diese hier machen übrigens ein drolliges und sehr angestrengt klingendes „Eh. Eh. Eh.“-Geräusch dabei)


Bild B46: Schloss Friedrichsfelde mit Pelikanen


Bild B47: Hauptallee vom Schloss zum Haupteingang


Bild B48: Zwergwapitis


Bild B49: Normales Wapiti

Fazit: Landschaftlich ist der Tierpark schöner als der Zoo in der Innenstadt, allerdings sollte man gut zu Fuß sein.
Lohnt sich!

M.

Advertisements

12 Antworten to “Durchs Wilde Kiezistan – Kleine Runde in Berlin: Kreuzberg, Treptow und Neukölln (10,6 km)”

  1. XYZ Says:

    Hallo Matthias, hast du ein Riesenglück so liebe nette Menschen zu kennen!!! Und das in der großen, großen Stadt!! Auch schön, mal wieder einen Laufbildbericht und dann noch aus der Hauptstadt der Republik mitzuerleben. Dass dir zur Premiere noch die Regentaufe zuteil wurde ist doch eigentlich ganz vielversprechend, oder? Auf jeden Fall, ganz viel Daumendrück!!!!!!!

    • matbs Says:

      Jepp, das ist schon eine feine Sache, wenn man einfach und unkompliziert ein paar Tage in Berlin unterkommen kann.

      Ob das alles vielversprechend oder nicht war, das klärt sich dann ja demnächst. Bis dahin kann ich das Daumendrücken allemal gut gebrauchen, also vielen Dank!

  2. Evchen Says:

    Ach wie schön!! *strahl*

    Wir waren ja Montag-Dienstag in Potsdam und wollten Mittwoch eigentlich noch eine hübsche Lauf-Foto-Tour machen. Da es aber fast ununterbrochen am regnen und zuhause schon wieder sonnig war, sind wir dafür lieber heim, nachdem wir uns für`s Sightseeing die Beine dennoch platt gelatscht hatten.

  3. matbs Says:

    Ja, nee du, also in der ersten Wochenhälfte war das Wetter in Berlin-Brandenburg ja echt unter aller Sau, da hab´ ich dann ja auch auf´s laufen verzichtet.

    Und Zuhause isses ja eh am schönsten, hab´ ich mir sagen lassen… 😉

  4. Laufhannes Says:

    „Bild #18: Immer dem Original Berliner Bauarbeiter-Dekolleté hinterher…“ *gröhl*

    Wie schön, in Berlin gibt es also auch genügend grüne Ecken. Das sieht richtig nett aus.

    Und was gehört zu einem netten Lauf? Richtig, der tolle Regen. Passt doch! 😉

  5. matbs Says:

    Nuja, die grünen Ecken hab´ ich mir natürlich auch extra vorgenommen, um mir die Stadt schmackhaft zu machen, nachdem es letzte Woche noch so ausgesehen hat, als ob ich demnächst womöglich dauerhaft nach Berlin gehen könnte.

    Inzwischen hat sich diese Möglichkeit allerdings erst mal erledigt (*Seufz*), entsprechend passt der kalte Regenguß ein bisschen mehr zu meiner momentanen Gemütslage bezüglich der Hauptstadt (*Doppelseufz*)…

  6. Daniel Kopp Says:

    Jepp, deine Freunde sehen symathisch aus. Is jetzt zwar nicht so mein Lauftraum, aber daß hat schon mal was, den Regierungsboden unter die Füße zu nehmen.

    War der Job an Berlin gekoppelt oder wie?

  7. matbs Says:

    Der Job war saugeil, an Berlin gekoppelt, und ist (zumindest wenn man dem Wortlaut der Absage glauben darf) um eine winzige Haaresbreite an mir vorbeigeschrammt…
    C’est la vie… 😦

  8. Daniel Kopp Says:

    Ja, mist. Kommt aber bestimmt was adäquates nach. Berlin ist sicherlich ne coole Stadt. Ich denk da an riesige stylische Altbauwohnungen zu erschwinglichen Mieten.

  9. matbs Says:

    Nee du, wenn dann hätt´ ich mir irgendwas draußen am Stadtrand gesucht – im Kiez ist es mir zum Wohnen auf Dauer arg eng und voll… 😉

    Aber na ja, erstmal eh nicht mehr relevant.
    *sigh*


  10. […] die meisten schon viele Monate zurücklegen: Die Wurmbergbesteigung im Harz zum Beispiel, oder die Expedition in die fremdartigen Untiefen der großen, großen, großen Hauptstadt. Dazu einige wunderschöne Touren in der mittelbaren Umgebung, entweder in Gesellschaft, wie mit […]


  11. […] zeigen, aber da das zufällig das einzige Stück Berlin ist, dass ich schon erlaufen habe (vor mehr als anderthalb Jahren, als es so ausgesehen hat, als könnte ich hier ´nen coolen Job kriegen. Jetzt hab´ ich ´nen besseren… ), entscheiden wir uns spontan um. Neues Laufgebiet: Der […]


Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: