Sonniger Sonntagslauf im Taunus: Eppstein und Umgebung mit Boris und Kamera (25,1 km)

18. Juli 2010

Das ist der Boris:

Bild #1: Der Boris

Der Boris und ich, wir haben zusammen studiert.
Aber seitdem das vorbei ist, sehen wir uns irgendwie nicht mehr so oft.
Lass´ uns mal wieder was machen„, heißt das umgangsprachlich ausgedrückt, aber dann dauert´s irgendwie doch immer wieder Monate, bevor man das auch wirklich hinkriegt.
Wie das so ist.

Aber heute hat´s mal wieder geklappt – Boris hat vor Kurzem ernsthaft mit Laufen angefangen, ich wollte eh mal wieder eine Runde oben im Taunus drehen, seitdem mir im März bei meiner Expedition von Diedenbergen nach Bremthal der über 500 m. hohe Atzelberg ins Auge gefallen ist und ich beschlossen habe, dass ich da mal hoch will.

Also machen wir das heute. Von Eppstein aus über Elhalten und Eppenhain auf den Atzelberg, wie´s dann weitergeht schauen wir dann, abhängig davon, wie fit wir (und vor allem der Boris, der noch nie so richtig Berge und noch nie über 15 km gelaufen ist) uns fühlen.

Wetter passt schon mal: Herrlicher Sommertag, nicht ganz so drückend heiß wie die letzten Tage, aber mit 26° bis 28° immer noch schön warm, dazu Sonne und stahlblauer Schäfchenwolkenhimmel satt, ergänzt durch eine sporadische frische Brise.
Ideale Laufbedingungen.
Das wird total gut!


Um kurz vor halb Vier bin ich am Eppsteiner Bahnhof und sammle Boris auf, der gerade eben aus seiner Bahn gestiegen ist, wir plauschen kurz über die gute alte Zeit und so (das darf man in unserem Alter :D), dann geht´s auch schon gleich los.
Und zwar erstmal ostwärts, vom Parkplatz an der Hauptstr./B455 gegenüber vom Bahnhof in Richtung Altstadt.
Eigentlich genau die verkehrte Richtung, aber wo wir schon mal hier sind, wollen wir uns natürlich auch gleich den Ort und vor allem die tolle alte Burgruine anschauen – und die hat nur bis 17:00 Uhr auf – zu kurz, um sie für nach dem Lauf einzuplanen.

Eppstein ist verflixt nett – ein kleines Städtchen mit historischem Stadtkern samt pittoresker Burg, der in den Grund eines engen, winkeligen Tals geschmiegt ist und von hohen, teils extrem steilen Waldhängen eingerahmt ist, die wie grüne Wände über dem Ort aufragen. Sehr ansenlich!

Zuerst mal traben wir die Burgstr. runter, die vom Bahnhof direkt zum Wernerplatz im Herzen der Stadt unterhalb des Burgfelsens führt. Sehr gemächlich, schließlich muss ich alle paar Meter Fotos machen, weil doch alles so hübsch ist:

Bild #2: Burgstr. in Eppstein, überragt von der Burg


Bild #3: Burgstr., schon etwas weiter vorne


Bild #4: Am Wernerplatz

Kurze Orientierung auf dem Fachwerkhausbestandenen Wernerplatz direkt unterm Burgfelsen, dann wenden wir uns nach rechts (weiterhin die Burgstr.), in der Hoffnung, dort den Aufgang zum mittelalterlichen Gemäuer zu finden:

#5: Talkirche und noch mehr alte Häuser am östlichen Ende des Wernerplatzes


Bild #6: Uuund weiter…

Sieht eigentlich auch ganz gut aus: Noch knapp 250 m. unter den schroffen, alten Mauern der Burg auf der Burgstr. entlang, dann erreichen wir einen Rampe, die mit knackiger Steigung zur Burg hinaufführt:

Bild #7: Aufgang zur Burg Eppstein

Einziges Problem: Oben in der Burgmauer ist ein fein verschnörkeltes Metalltor – und das ist zu:

Bild #8: „Alta, du kumms hier net rrein“

Hm, da braucht´s wohl einen anderen Eingang…

Um den zu finden wechseln wir über eine Treppe in den Burggraben und laufen am Fuß des Burgfelsens im Schatten der hoch aufragenden Mauern…

Bild #9: Nordseite der Burg Eppstein, aus dem Burggraben aufgenommen

…praktisch einmal um die ganze Anlage rum, bevor wir auf einen schmalen Pflasterweg stoßen, der hoch auf den Burgberg führt, vorbei an einer Terrasse unterhalb der Burg, von der man bereits eine tolle Aussicht über Eppstein hat,…

Bild #10: Blick vom Sockel der Burg Eppstein nach Westen, über den Wernerplatz und die Burgstr. in Richtung Bahnhof

…bis zu einer kleinen, alten Holzpforte, durch die man in die enge Vorburg der Burg Eppstein gelangt:

Bild #11: Vorburg

Ein Euro Eintritt pro Person (Boris lädt mich ein, weil er stinkreich ist und ein fettes festes Einkommen hat und so… ;)), dann können wir uns die Schmucke Festung mit ihren verwinkelten alten Mauern und blühenden Gartenparzellen nach Herzenslust anschauen.
Lohnt sich!


Bild #12: Bergfried von der Vorburg aus gesehen


Bild #13: Aufgang zur Kernburg


Bild #14: Burghof links, mit Bergfried, Pallas und Bühne


Bild #15: Burghof rechts, mit dem einzigen ganz erhaltenen Gebäude der Kernburg (beherbergt das Burgmuseum) und der Publikumsbereich der Burgfestspiele


Bild #16: Derangierter Halbitaliener nach ein bisschen Bergauflaufen.
Na ob das noch was wird…? 😀


Bild #17: Hübscher Burggarten im Westteil der Burg unterhalb des Pallas. Darunter wieder das Eppsteiner Zentrum mit der bahnhofwärts verlaufenden Burgstr.


Bild #18: Pallas und Bergfried vom Burggarten aus gesehen


Bild #19: Bunte Burggartengewächse


Bild #20: Auf einem Seitenerker an der Nordseite des Gemäuers (dass der Boris auf allen Fotos orangene Isoplörreflaschen mit sich rumschleppt liegt übrigens daran, dass mein uralt-Trinkflaschengürtel inzwischen so ausgenudelt ist, dass zwei der Schlaufen einfach keine vollen Flaschen mehr halten wollen. Und weil´s irgendwie doof ist, bei jedem dritten Schritt stehenzubleiben, umzudrehen und die just runtergefallene Isoplörrebuddel vom – oft nicht wirklich sauberen – Boden zu klauben, hat er sich erbarmt trägt sie jetzt)


Bild #21: Aufstieg zum Bergfried. Von der neuen Treppe im Inneren des alten Turms bieten sich immer wieder kleine Blicke durch die Fenster runter auf die Stadt


Bild #22: Eppsteinpanorama vom Bergfried. Rechts der Staufen, an dessen Flanke man den Kaisertempel samt Ausflugslokal erkennt (dazu später noch mehr), links davon der Fischbacher Kopf, unter dem sich die nördlichen Wohngebiete Eppsteins den Hang hinauf ziehen


Bild #23: Nochmal der Kaisertempel in zoomiger – wirklich in beeindruckender Lage, so mitten am Steilhang hoch über der Stadt

Wie gesagt: Lohnt sich, die Burg.
Nachdem wir uns ordentlich umgeschaut haben, machen wir uns wieder an den Abstieg:

Bild #24: Zurück zur Pforte

Wieder runter nach Eppstein, auf der Rossertstr. zum Wernerplatz dann durch die Burgstr. zurück zum Parkplatz gegenüber vom Bahnhof.
Wieder am Ausgangspunkt. Aber irgendwie will der Boris mir nicht glauben, als ich meine, das wär´s jetzt gewesen.
Na gut, dann laufen wir eben noch ein Stückerl weiter… 😉

Und zwar: Neben neben der Hauptstr./B455 nach Norden durch das enge Eppsteiner Tal. Nach ein paar hundert Metern gabeln sich Strasse und Talgrund, wir folgen der B455 nach links (nicht sofort, erst verirrern wir uns noch ein paar Meter nach rechts in den Eppenhainer Weg, aber das ist schnell korrigiert) und biegen dann kurz nach dem Ortsende halbrechts
auf einen schmalen Fußweg (Markierung: Roter Balken) ein…,

Bild #25: Der Weg ist mit Flatterband abgesperrt, einen ersichtlichen Grund gibt´s aber nicht. Und wir müssen ja dort hoch, also laufen wir einfach mal durch. Ist kein Problem.

…der ein paar hundert Meter mit moderater Steigung durch den schattigen Wald an der Talflanke aufwärts führt…

Bild #26

…und schließlich am Gestüt Hof Häusel auf das offene Hochplateau am Heiligenwald hinaufführt, das sich zwischen den Tälern von Daisbach und Dattenbach nach Nordosten zieht.
Auch hier folgen wir erstmal weiter dem roten Balken, geradewegs über den breiten, sonnigen Plateaurücken.

Herrlich!

Am Hof Häusel geht es erst mal durch leicht gehügelte Pferdeweiden unter strahlendblauem Himmel…

Bild #27: Pferdeweide am Hof Häusel


Bild #28: Und weil´s so hübsch ist, nochmal in Extrabreit

…von denen aus man schöne Ausblicke in und über die Täler um Eppstein hat, sowohl westwärts rüber nach Bremthal…

Bild #29: Bremthal, leicht gegenlichtig, bekannt und beliebt von der Taunus-Tour am 19.03. ’10

…als auch in Richtung Nordosten, wo bereits unser nächstes Etappenziel, der Atzelberg, jenseits des tief eingeschnittenen (und deshalb für uns unsichtbaren) Dattenbachtals aufragt:

Bild #30: Erster Blick auf den Atzelberg, darunter das Höhendörfchen Eppenhain. Sieht jetzt eigentlich gar nicht so hoch oder steil aus

Macht Laune.

Bild #31

Nach ca. einem halben Kilometer enden die Weiden am Rand einese weiteren Waldstücks (laut Wanderkarte „Das Gebrannte“)…,

Bild #32: Wegkreuz am Waldrand über Vockenhausen

…in dem wir weiter dem roten Balken hinterherlaufen, halbrechts aufwärts, mit ein paar Abstechern in die Wegperipherie um einigen noch nicht beseitigten Überbleibseln der letzten Gewitterstürme vor ein paar Tagen auszuweichen:

Bild #33: Umgestürzte Konifere im Weg!

Danach noch so ein leicht hügeliges offenes Plateaustück, das Schönste bisher: Ein bequemer, minimal ansteigender Asphaltweg, der mitten durch weitläufige Streuobstwiesen, sattgrüne Weiden und goldschimmernde Getreidefelder führt, die sich links und rechts die sanften Hügelhänge hinunterziehen, eingerahmt von den dunkelgrünen Taunushöhen im Hintergrund, abgeschmeckt durch einen technicolorblauen Himmel, wohligen Sonnenschein und eine frische Sommerbrise.
Panoramafoto-Szenerie pur!


Bild #34: Anhöhe über Niederjosbach, erstes Panoramafoto


Bild #35: Zweites Panoramafoto, dieses Mal rechts rüber, wo man wieder den Atzelberg und Eppenhain erkennen kann


Bild #36: Apropos Atzelberg und Eppenhain, hier haben wir beides nochmal mit etwas mehr Zoom. Über die Wiese unterhalb des Dorfes wollen wir nachher zum aufsteigen, sieht immer noch recht manierlich aus…


Bild #37: Und noch ein Pano, weil´s so hübsch ist, dieses Mal schon ein Stückchen weiter oben

Zwischenzeitlich verpassen wir die richtige Abzweigung (auf sowas bin ich diese Woche offenbar abonniert) und müssen am nächsten Waldrand ein paar hundert Meter umkehren, dann geht´s (nunmehr wieder richtig) auf einem etwas holprigen Feldweg durchs wogende Ährenmeer…

Bild #38

…in den schattig-kühlen Wald am Hammersberg, an dessen Nordseite wir langsam aber stetig ins Dattenbachtal absteigen (Markierung inzwischen ein schwarzer Punkt):

Bild #39: Im Wald am Hammersberg


Bild #40: Abwärts.
Heidenei, der Boris geht ein ordentliches Tempo da vorne, mal sehen, wie lange wir das durchhalten…

Etwas über einen Kilometer bergab durch den Wald, dann lichten sich die Bäume langsam und geben wieder mal den Blick auf den nun schon merklich näheren Atzelberg frei…

Bild #41: Wieder mal der Atzelberg. Jetzt sieht er allerdings schon merklich höher aus.

…und kurz darauf laufen wir im kleinen Taunusdörfchen Ehlhalten im Grund des Dattelbachtals ein, das verschlafen in der warmen Nachmittagsonne vor sich hindämmert:

Bild #42: Erster Blick auf Elhalten

Hier geht´s mittendurch, erst auf der Strasse „Vor dem Thor“ runter in den Ort, dann auf der schmalen, sonnigen Kirchstr. ostwärts…

Bild #43: Kirchstr. in Ehlhalten

…über den Dattenbach…

Bild #44: Dattenbach

…an der weiß schimmernden Dorfkirche vorbei…

Bild #45: Die die vorherrschende Farbmelange aus Weiß und Blau hat irgendwie was von einem griechischen Inseldorf, finde ich

…und schließlich auf der Silberbachstr. aus dem Ort hinaus und zwischen den hoch aufragenden Waldhängen von Spitzeberg und Atzelberg das schmale Wiesentälchen des Silberbachs hoch:

Bild #46: Die Markierung der Stunde ist ab hier übrigens die blaue Forelle

Noch ein paar hundert Meter zum Entspannen, dann ist Schluss mit lustig: An einem Blumengeschmückten Marienbild…

Bild #47: Ja sind wir hier in Bayern, oder was?

…geht´s rechts in den Wald rein und auf einem schmalen Ziegenpfädchen, das mit dem Tempelsymbol des Wanderwegs „Rund um Eppstein“ markiert ist, geradewegs den Waldhang über dem Silberbachtal hinauf:

Bild #48: Über dem Silberbachtal

Sacksteil, gerade auf dem ersten fiesen Stück fressen wir die Höhenmeter wie ein adipöser Kunde Chicken McNuggets bei McDonald’s (will heißen: Schwitzend, schnaufend und in großen Mengen :D):

Bild #49: Puuuuuh…

Immerhin, hier zeigt sich mal wieder, dass der Boris zuweilen ein richtig harter Hund ist – obwohl das sein erster richtiger Lauf mit richtig Höhenmetern ist, trotz Hitze und den einigen bereits zurückgelegten Kilometern, kommt er gut mit dem Aufstieg klar. Nicht übel, das kriegt er auf jeden Fall besser hin als Fahrradfahren in der masurischen Seenplatte (sorry, Boris, den konnte ich mir gerade nicht verkneifen… :D)

Anstrengend ist das Stück aber allemal, selbst als er nach der ersten harten Passage ein bisschen verflacht ist, kann der Anstieg noch mit klar zweistelligen Steigungsprozenten aufwarten, die erst mal gelaufen sein wollen.
Nach ziemlich genau einem ist der Wald erstmal wieder zu Ende, und der Wanderweg spuckt uns am Rand der großen Hochwiese unter Eppenhain aus, die wir von den Aussichtspunkten auf der anderen Talseite ja schon mehrfach zu Gesicht bekommen haben:

Bild #50: Am unteren Rand der großen Hainbergswiese (falls die so heißt, genau weiß ich das nicht)

Wieder so ein wunderschönes offenes Stück, durch die herrlichen Streuobstwiesen am hochgelegenen Hang:
Volle Sonne und blauer Himmel mit weißen Wolken…

Bild #51

…links oben jenseits der sommerlichen Grasflächen erhebt sich der nun schon ganz nahe Funkturm auf dem Gipfel des Atzelbergs…

Bild #52

…rechts unten öffnet sich die schöne, bergig-hügelige Taunuslandschaft bis zum Horizont, an dem man schemenhaft sogar den 70 Kilometer entfernten Donnersberg am Rand des fernen Nordpfälzer Berglandes erkennen kann:

Bild #53: Blick vom Hainberg unterhalb von Eppenhaim nach Südwesten, über den Plateausattel, den wir vorhin gelaufen sind und das dahinterliegende Bremthal in Richtung Rheinland-Pfalz

Ansonsten läuft´s weiterhin ganz gut…

Bild #54: …zumindest wenn ich Boris in die Kamera geclowntes Victory-Zeichen richtig deute… 😉

…die Steigung ist erträglich, der inzwischen wieder asphaltierte Weg bequem, die Markierungen eindeutig und zahlreich:

Bild #55: Übrigens immer noch/wieder die blaue Forelle

Lediglich der Durst macht uns so langsam etwas zu schaffen, denn nach den schweißtreibenden Aufstiegen und langen Passagen in der prallen, dörrenden Sommersonne, sind vier der fünf mitgebrachten Isoplörre-Flaschen inzwischen schon leer. Und der Weg ist noch weit.
Zum Glück sind wir ja gleich in Eppenhain, da wird´s schon irgendwo eine Möglichkeit zum Nachtanken geben…

Bild #56: Kurz vor Eppenhain

Eppenhain ist nett. Ein kleines Höhendorf (das höchstgelegenste im Main-Taunus-Kreis), das sich zwischen Wald und Wiesen an die Südflanke des Atzelbergs schmiegt und – zumindest in dem Teil, in den wir nun einlaufen – mit schmalen, steilen Strässchen und hübschen alten Häusern aufwarten kann:

Bild #57: Untere Ehlhaltener Str. in Eppenhain

Nicht zu sehen ist hingegen eine Einkehrmöglichkeit, wo man seinen Durst stillen und/oder die Trinkflaschen auffüllen könnte (so verzweifelt, dass wir auf den Dorfbrunnen mit dem „Kein Trinkwasser“-Schild zurückgreifen, sind wir noch nicht. Ist ja noch eine flasche Isoplörre da…).
Naja, vielleicht ja weiter oben…

Immer schön weiter bergauf, durch den wie ausgestorben daliegenden alten Ortskern…

Bild #58: Eppenhainer Dorfkirche

…bis zum oberen Ende des Dörfchens, wo wir scharf links in den Atzelbergweg einbiegen und uns an einem vollkommenden unpassenden Wohnblock vorbei…

Bild #59: Atzelbergweg

…in den Wald direkt unterhalb des Gipfels schlagen (Markierung: Grüner Punkt).
Hier geht´s dann noch ein kurzes Stück praktisch ebenerdig am Hang über dem Ort entlang, bevor uns der Marker noch einmal für die letzten 30 Höhenmeter geradewegs den Waldhang hinaufjagt (argl) und schließlich am Rand des eingezäunten Funkturm-Geländes auf dem Gipfel des Atzelbergs deponiert:

Bild #60: Geschaft: Der Funkturm auf dem Atzelberg

Ein bisschen antiklimaktisch isses nach der ganzen Anstrengung allerdings schon.
Viel Wald, dazu der einsame Funkturm hinter hohem Zaun, mehr gibt´s nicht – zwar verspricht die Wanderkarte auch noch einen Aussichtsturm, aber der ist vor zwei Jahren abgebrannt (vermutlich aufgrund von Brandstifutung – was für ein Riesenarschloch zündet denn bitte einen Aussichtsturm an?), entsprechend gibt´s heute nur noch einen dreieckigen Betonsockel ohne irgendwas drauf, der etwas verlassen auf dem Gipfel darauf harrt, dass hier irgendwann ein neuer Turm errichtet wird:

Bild #61: Was vom Turme übrig blieb

Und natürlich gibt´s auch nichts zu trinken, entsprechend machen wir uns zügig wieder auf den Weg zurück runter nach Eppenhain, in der Hoffnung, dort doch noch irgendwo ein bisschen Flüssigkeit für unsere ausgedörrten Kehlen aufzutreiben.

Alter Asphaltweg auf einer schmalen Sattelböschung durch den Wald…

Bild #62: Abwärts

…vorbei am womöglich höchstgelegenen Bolzplatz im Taunus, dann am unteren Waldrand rechts die Schulstr. hinunter, auf der wir in den jüngeren Teil von Eppenhain gelangen, ein ausgedehntes Wohngebiet mit Einfamilienhäusern im grünen Hang, das im Gegensatz zum alten Ortskern, durch den wir vorhin aufgestiegen sind, erst in den letzten 50 oder 60 Jahren entstanden ist.

Am Ende der Schulstr. wechseln wir geradeaus auf die Rossertstr., die uns gleich mal mit dem verheißungsvollen Anblick eines Restaurants/Cafés begrüßt:

Bild #63: JaaaAAAA!!! TRINKEN!!!!

Dummerweise ist die Welt ein grausames Miststück, und deshalb hat die Kneipen-/Café-/Hotelkombo geschlossen.
Mitten in der Sommerhochsaison.
An einem wunderschönen Sonntagnachmittag.
Ja nee, is´ klar.

Frustriert teilen wir uns brüderlich die abgestandenen Reste aus der letzten, streng rationierten Isoplörreflasche und dürsten laufen weiter.
Irgendwo muss es hier oben doch was zu trinken geben (*krächz*)…

Auf der laaange Rossertstr. …

Bild #64: Rosssertstr. in Eppenhain, dank meiner geriatrischen Kamera irgendwie seltsam belichtet.
Anzahl der weiteren Einkehr-/Getränkenachkaufsmöglichkeiten: Zéro.
Duuaaaaaast!!!

…bis zum unteren Ende von Eppenhaim, wo das Wohngebiet unvermittelt wieder in den Taununsbergwald übergeht.

Hier ist die Zeit für schwere Entscheidungen gekommen.
„Boris“, sag´ ich, „Boris, hier können wir jetzt entweder rechts den Hang runter, dann sind wir in zwei Kilometern wieder unten in Eppstein. Da gibt´s dann was zu trinken aber die Tour ist vorbei. Was keine Schande wär´, da hätten wir dann auch schon unsere 15 bis 17 Kilometer zusammen.
Oooder wir laufen rechts.
Da geht´s runter ins nächste Tal nach Fischbach. Ob´s da was zu trinken gibt weiß ich auch nicht. Aber vielleicht.
Und danach müssen wir dann noch über ´nen steilen Berg zurück nach Eppstein. Und ordentlich viel weiter
Was machen wir?“

Fischbach, sagt der Boris.
Und dabei muss er nicht mal lange nachdenken.
Entweder leidet er bereits unter durst-induzierter terminaler Selbstüberschätzung, oder er ist fit wie´n Turnschuh.
Sieht aber eher nach Letzterem aus. Ein bisschen beunruhigend bei jemandem, der noch nie so eine lange Tour gelaufen ist, aber mir soll´s recht sein… 😉

Wir laufen also links. Schmaler Waldweg um die Gipfelkuppe des Rossert, markiert mit dem grünen Punkt.

Wird ein langer Abstieg. Nach ein paar hundert Metern wechseln wir rechts aufs blauen Andreaskreuz (erst Ziegenpfad den Hang runter, dann eine breite, schnurgerade Schneise über einen vorgelagerten kleinen Sattel), dem wir dann über eine große Sternkreuzung und vorbei an einem Steinbruch mitten im Wald weiter ostwärts und abwärts in Richtung Fischbach folgen. Viele Fotos mach´ ich dabei nicht mehr, ist zwar hübscher Wald, aber erfahrungsgemäß sehen viele, viele Bäume auf Bildern irgendwann alle gleich aus, das lohnt sich nicht zu sehr.
Außerdem hab´ ich viel zuviel Durst, um zu viele Gedanken an die trockene und überhaupt nicht erfrischende Kamera zu verschwenden, das reicht im Endeffekt für gerade mal ein oder zwei Abstiegsbilder (nämlich die hier):

Bild #65: Experimentelle Installation No. 53. Titel: „Wenn Im Eigentlich Gar Nicht So Dunklen Wald Der Blitz Angeht Und Das Auch Noch Im Laufen Dann Sieht Das Irgendwie Schräg Aus“


Bild #66: Clownt nur rum, der Mann, sobald eine Kamera auf ihn gerichter ist… 😀

Kurz hinter dem Steinbruch verpassen wir auch noch eine Abzweigung und laufen einfach mal einen Kilometer in die falsche Richtung (wie gesagt, auf falsche Abzweigungen bin ich diese Woche offenbar abonniert), danach dann naturgemäß noch einen Extrakilometer zurück (immerhin auf einem parallelweg etwas unterhalb), bis wir dann (durst) endlich den unteren Wald(Duuurst)rand erreichen und (DURST) über einen Trampelpfad durch die Wiesen (DUUUHUUUUURST!!!) hinter den ersten Häusern…

Bild #67: Kurz vor Fischbach

…den nordwestlichen Ortsrand von Fischbach erreichen und durch das Neubaugebiet an der Behringstr…

Bild #68: Behringstr. dorfeinwärts

…runter in Richtung Ortskern laufen, wo es hoffentlich, endlich eine Einkehrmöglichkeit geben wird.


Bild #69: Weil: DURST! (um das nochmal eindringlichst zu wiederholen!)

An der Eppsteiner Str. gibt´s schon mal einen Rewe. Aber der hat natürlich zu. Weil Sonntag ist.
Doofer, dörriger Sonntag!

Dahinter sieht´s aber ein bisschen ortskernig vielversprechend aus, also probieren wir´s einfach mal: Ein paar Meter auf der Strasse „Im Unterdorf“ weiter nach Fischbach rein…

…uuuuuund…

JAAAAAA, BIERGARTEN!!!

Bild #70: Wie der Biergarten heißt? Keine Ahnung, aber er ist offen. Das ist alles, was zählt

Pause.
Einkehr.
Kaltgetränke im schattigen Innenhof!
Yaaay!!

Bild #71: Aaaaah, guuuuut.

Knapp 15 Euro in Cola, Schorle und stillem Wasser (für die leeren Plörreflaschen) später sind wir wieder halbwegs hydriert und können uns – etwas steifbeinig von der Sitzerei – wieder erfrischt auf den Weg machen.


Bild #72: Wieder fit

Südwärts, mit den Markern Blaues Andreaskreuz und Schwarzes T durch Fischbach, erst auf einem kleinen Fußweg zwischen heimeligen Kleingärten und Grundstücksrückseiten…

Bild #73: Fischbacher Eingeborene, sicher hinter einem Gartentor verstaut

…bis zur Dreifaltigkeitskirche am Rand des alten Unterdorfs…

Bild #74: Fischbacher Kirche

…dann in einer Unterführung unter der B455 durch, die den Ort quasi in zwei Hälften unterteilt, und schließlich auf der anderen Seite der Schnellstrasse stetig und gut steil bergauf, auf Paradiesweg…,
Bild #75: Gar nicht soo paradiesisch, wenn man hochrennt…

..Bergstr. und Egerländer Str. durch ein weiteres großes Neubaugebiet bis in den Wald an der Hangflanke über dem Dorf:

Bild #76: Von hier oben kann man übrigens nett nach Osten gucken, über Fischbach hinweg in Richtung Hochtaunus, wo die Burg Königstein unter der mächtigen Wölbung des Altkönig herübergrüßt

Weit ist es jetzt nicht mehr – zwischen uns und Eppstein liegt eigentlich nur noch ein Bergrücken, der relativ schmale aber dafür auch noch mal ordentlich steile Staufen, der wie ein hoher Keil das hügelige Taunusvorland bei Kelkheim vom schmalen, tiefen Eppsteiner Tal abtrennt.
Das will erstmal erklommen sein.

Aufwärts, mit dem schwarzen T und dem blauen Andreaskreuz die schattigen Waldhänge hoch…

Bild #77: Wie üblich: In echt steiler als es auf dem Foto ausssieht…

…bis auf den breiteren und deutlich bequemeren Chaisenweg, der schließlich in eine breite, gerade Schneise auf dem weiterhin ansteigenden Bergsattel übergeht…

Bild #78: Am Staufen

…und kurz danach am Großen Mannstein vorbeiführt, einer Felsformation über dem Steilhang, von der die Wanderkarte behauptet, dass man von ihr einen grandiosen Ausblick ins Taunusvorland hat.

Das gehört natürlich überprüft:

Bild #79: Pfad zum Mannstein

Joa.
Doch.
Da hat die Wanderkarte nicht Unrecht.

Oder auch: BOOOAAH!!!

Bild #80: Aussichtspunkt am Mannstein

Wirklich grandios – der Staufen ist ja Teil des vorgelagerten Taunisriegels, der vom Hauptkamm des Mittelgebirges weit nach Süden in die Mainebene zwischen Frankfurt und Wiesbaden hinausragt. Entsprechend gibt es hier vorne keine anderen, höheren Bergrücken mehr, die den Blick stören könnten, stattdessen bietet sich eine in der Tat atemberaubende Aussicht hinab ins Tiefland an beiden Seiten des Mains, und weit darüber hinaus bis zu den diesigen Silhouetten von Spessart und Odenwald.
Großartig!


Bild #81: Das sieht der Boris übrigens auch so

Hier nochmal alles in Ganz:

Bild #82: Großer Panoramablick vom Mannstein aus nach Südosten.
Links am Horizont der Hochtaunus mit Großem Feldberg (der mit den zwei Türmen) und – rechts davor – Altkönig, unter dem man Stadt und Burg Königstein erkennen kann.
Darunter im Vordergrund Fischbach, rechts davon Hornau und Kelkheim, hinter denen sich dann das Hügelland zum Main hin öffnet und den Blick auf die Frankfurter Skyline und das obere Ende des Mittelrheintals freigibt

Und noch ein paar der besonders ansehnlichen Details:

Bild #83: Königstein und der Altkönig, seit letztem September erlaufen


Bild #84: Der Große Feldberg, mit 880 m.ü.NN der höchste Berg Hessens außerhalb der Rhön. Ebenfalls letzten September erlaufen


Bild #85: Und natürlich die Hochhaustürme von Mainhattan, hinter denen sich der ferne Spessart am Horizont abzeichnet.

Als kleine Bonussehenswürdigkeit gibt´s hier oben am Felsen außerdem noch eine Gedenkplakette an den hier erfolgten Staufenschwur der Brüder Heinrich, Friedrich und Maximilian von Gagern, die später wichtige Rollen im Deutschen Vormärz spielen sollten:

Bild #86: Staufenschwur-Plakette

Richtig nett hier oben, da hat die Wanderkarte nicht zu viel versprochen:

Bild #87: Aufstieg hat sich gelohnt

Nachdem wir ausgiebig den Blick in die Weite genossen haben, geht´s weiter, mit dem blauen Andreaskreuz und dem schwarzen T in einem Bogen um die Kuppe des Staufen herum, wobei wir uns noch einen kurzen Abstecher auf den Gipfel genehmigen, auch wenn´s dort außer einem kunstvoll aufgeschichteten Steinhaufen im tiefgrünen Waldschatten nicht viel zu sehen gibt…

Bild #88: Haufen auf dem Staufen

…dann wieder bergab, auf gewundenen Wegen an der Westflanke des Berges hoch über dem Eppsteiner Tal auf schmalen Pfaden…

Bild #89: Oh Gott, der is´ ja immer noch nicht müde. Was muss ich den noch machen, um den klein zu kriegen?? 😀

…und durch ein paar hübsche Waldwiesen, die von der inzwischen schon etwas schräg stehenen Sonne in helles Licht getaucht werden…

Bild #90: Waldwiese am Staufen

…bis runter zur Kante des vergleichsweise flachen Gipfelbereichs, hinter der der Staufen in der sogenannten Martinswand über diversen schroffen Felsformationen steil talwärts abfällt und dabei – schon wieder – mit einer grandiosen Aussicht aufwarten kann, dieses Mal allerdings nach Westen übers Eppsteiner Tal:

Bild #91: An der Kante der Martinswand über Eppstein


Bild #92: Eppstein von oben


Bild #93: Das Geländer über dem Abgrund lädt offensichtlich zu Kate-Winslet-Impressionen an, auch wenn diese hier durch die beiden orangenen Isoplörre-Flaschen etwas kompromittiert wird…


Bild #94: Und schon wieder eine Gedenktafel, dieses Mal für Felix Mendelsson-Bartholdy, der hier oben offenbar gerne komponiert hat

Von hier aus sind´s dann auch nur noch ein paar Meter bis zum gut besuchten Ausflugsrestaurant hoch über der Stadt…

Bild #95: Hrm. Das hätten wir vor ´ner Stunde gebrauchen können

…und dem neoklassizistischen Kaisertempel, der Ende des 19. Jahrhunderts als Aussichtspunkt in die Steilwand von Eppsteiner Bürgern in den Hang gebaut wurde, um an die Einigung des Kaiserreichs zu erinnern (entsprechend gibt´s hier die obligatorischen Büsten und Plaketten mit diversen Bismarcks, Moltkes und Wilhelms):

Bild #96: Eingang zum Kaisertempel

Auch den schauen wir uns natürlich noch an:

Bild #97: Dreißig Pfennig haben wir irgendwie nicht mehr anzubieten, aber vielleicht tut´s auch ein Euro…

Kein großes Bauwerk, aber ein sehr szenisches – oben das Tempelchen mit schlichter dorischer Säulenreihe, zwischen der eine Treppe…

Bild #98: Im Kaisertempel

…ein paar Meter abwärts zu einer kleinen Aussichtsterrasse führt…

Bild #99: Kaisertempelterrasse

…von deren Plattform sich – wie sich das für eine Aussichtsterrasse gehört – ein wunderbarer Panoramablick auf das tief unten am Fuß des Staufen liegende Eppsteiner Tal eröffnet:

Bild #100: Kaisertempelpanorama im Gegenlicht, dank der schon recht schrägen Abendsonne direkt von vorne


Bild #101: Eppsteiner Altstadt mit Burg und Kirchen, pittoreskt ins schmale, tiefe Tal zwischen die Berge genestelt


Bild #102: Kaisertempel von vorne


Bild #103:
Joaaa.
Doch, ja.
Also doch.
Die lohnt sich schon, die Aussicht. 🙂

Allzuviel Zeit verbringen wir allerdings nicht mehr hier oben. Inzwischen sind wir schon ein paar Stunden unterwegs und der Vorabend geht so mehr und mehr in den Abend über, da macht sich langsam der Hunger in der Magengrube breit
(immerhin: Kein Durst mehr, das ist schon was wert).
Deshalb: Abstieg (der letzte für heute) runter nach Eppstein.

Erst ein Stück auf der schmalen Asphaltstrasse, die an den steilen Waldhängen runter in die Stadt führt…

Bild #104

…dann mit den altvertrauten Markern „Schwarzes T“ bzw. „Blaues Andreaskreuz“ scharf links und auf kleinen, holprigen Hangpfädchen in der Martinswand süd- und abwärts…

Bild #105: Einziges besonderes Ereignis auf dieser Passage: Boris versucht mir im Lauf eine leere Isoplörreflasche zuzuwerfen, die dank einer beeindruckenden Combo aus schlechtem Zielen und schlechten Fangen allerdings weit an meiner Hand vorbeifliegt und den Steilhang runterkullert.
Da muss dann wohl irgendwer hinterherklettern und sie wiederholen… 😀

…bis wir schließlich irgendwo am Fuß des Berges aus dem Wald raus- und nach Eppstein reinlaufen:

Bild #106: Nämlich genau hier, am oberen Ende der Strasse „Ober dem Staufenweg“ (und nein, das ist kein Schreibfehler, es heißt tatsächlich „ober“ und nicht „über“)

Der letzte gute Kilometer, westwärts durch die abendliche Stadt in gen Ziel und Abendessen:
Staufenstr., …

Bild #107: Staufenstr.

…Blick zurück die Martinswand hinauf zum Kaisertempel, der nach dem eigentlich kurzen Abstieg surreal hoch und steil im wandartigen Hang weit über uns sitzt…

Bild #108: Immer dran denken: Höhenmeter sind relativ

…über die B455 und auf der inzwischen schon in die ersten Abendschatten gehüllten Burgstr….

Bild #109: Burgstr. an der Rampe zur Burg

…noch einmal unter der stolz in der Abendsonne leuchtende Burg entlang…

Bild #110: Abendliche Burg Eppstein

…und schließlich mit einem kleinen schlenker über die schmale historische Untergasse auf den Westteil der Burgstr….

Bild #111: Alter Friedhof und Kriegsgräbergedenkstätte am Anfang der Burgstr.
Für den Blick von dieser Stelle stadteinwärts siehe Bilder #2-4

…und schließlich zurück auf den Parkplatz gegenüber vom Bahnhof und damit ins Tagesziel:

Bild #112: Kleines grünes Auto bedeutet: Geeeschafft!!!

Kurz frischmachen, ein bisschen brühwarmes Mineralwasser aus dem Kofferraum trinken, dann wanken wir nochmal zurück zum Wernerplatz in der Altstadt (nun doch schon etwas steifbeinig) und gönnen uns noch ein gutes, großes, deftiges Abendessen im gemütlichen Außenbereich vom Restaurant Pflasterschisser, während Eppstein langsam aber stetig in der Sommerabenddämmerung versinkt:


Bild #113: Vielleicht nicht der allerappetitlichste Name für eine Speisegaststätte, aber das Essen ist trotzdem richtig lecker
Nämlich:

Bild #114: Vorspeise…


Bild #115: …und Hauptgang.
Ein Nachtisch passt dann allerdings nicht mehr rein… 😉

Heidenei.
Richtig schöne Tour, trotz zwischenzeitlichen Durstqualen, mangelnder Einkehrmöglichkeiten unterwegs und ein paar kleineren Irrungen und Wirrungen.
Die Ecke um Eppstein ist aber auch wirklich ein wunderschönes Fleckchen Taunus – hier gibt´s so viel zu sehen und zu entdecken, da lohnt es sich wirklich zu laufen, besonders natürlich wenn das Wetter so gut mitspielt wie heute.
Bloß eins macht mir ein bisschen Sorgen, nämlich wie gut der Boris mitgehalten hat. Am Ende waren´s 25 Kilometer Strecke mit einigen hundert Höhenmetern, bei mir hat´s Jahre gedauert, bis ich mich an sowas rangetraut habe.
Und der läuft das einfach mal locker mit, in alten ausgenudelten Schuhen und nachdem er ein paar Wochen lang ein paar Flachlandzehner in und um Wiesbaden gedreht hat.
Da muss ich echt aufpassen, dass der nicht besser wird als ich… 😉

Tolle Tour, hat einen Riesenspaß gemacht – machen wir mal wieder, oder Boris?

Strecke: 25,1 km
Zeit: Ein paar Stündchen
Anteil der noch nie gelaufenen/gebloggten Passagen an der Gesamtstrecke: 100%
Karte:

M.

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6 Antworten to “Sonniger Sonntagslauf im Taunus: Eppstein und Umgebung mit Boris und Kamera (25,1 km)”

  1. Boris Says:

    LOL… Fahrradtour in den Masuren!?? ABER ich war doch noch nie in Finnland 😛

    An die Tour hab ich echt nicht mehr gedacht.. erfolgreiches VErdrängungs-Management sozusagen, danke für die Erinnerung Matthias! 🙂

    Schöner Bericht, hat wirklich sehr viel Spaß gemacht… und die Bilder hast Du gut hinbekommen – aber lass Dir gesaggt sein, dass die Funktionen „Farbsättigung“ und „Tonwerte“ STUFEN-weise regelbar sind… 😉

    Meine ausgetretenen Latschen und Deine ausge-was-auch-immer Digitalkamera haben es ja echt noch drauf.

    Für einen zweiten Teil bin ich natürlich gerne zu haben – einfach Bescheid geben und dann können wir „ja mal wieder was machen“ 😉
    Spaß beiseite… an welche Strecke hast Du denn gedacht? 🙂

    • matbs Says:

      Ach komm, gib´s doch zu, mit der Erinnerung an Święta Lipka weinst du dich doch jeden Abend in den Schlaf, da brauch´ ich doch gar nix zu erinnern.:D

      Ich lass mir das mit der Sättigung und den Tonwerten ja gerne gesagt sein, aber solange meine Kamera alt und klapprig ist, bin ich froh, wenn ich da überhaupt noch sowas wie ein halbwegs nicht-surreales Farbschema hinkriege… 😉

      Aber recht haste schon, für unsere zusammen 65 Lebensjährchen sind wir noch ganz gut beieinander!

      Was Konkretes für ´ne Fortsetzung schwebt mir gerade nicht vor, zumal ich ja in den nächsten Wochen kaum Zeit haben werde. Aber wir könnten ja mal so ganz grob den Rheingau andenken, da wollte ich mich eh noch ein bisschen mehr umschauen.

  2. XYZ Says:

    Das klingt ja nach einem totalen Premiumslauf, (fast) alles (bis auf Duaaast!!!) stimmte. Super Landschaft, tolles Wetter, beste Laune u. Kondition uuuund natürlich die Gesellschaft von Boris. Deine Präsentatation in Wort und Bild (trotz mickriger Kamera sehr schöne Fotos) lässt den geneigten Leser an allem, wie selbst mitgelaufen, aufs schönste teilhaben. In diesem Sinn noch viele ähnliche Erlebnisse und immer auch die Zeit um sie zu publizieren.

  3. matbs Says:

    Jepp, Taunus ist nett, sollte man öfter hin.
    Aber gerne auch mit was zu Trinken… 😉


  4. […] und Reisebegleiter Boris angehauen (der treuen Laufblogleserschaft bekannt und beliebt vom spätsommerlichen Lauf auf den Atzelsberg) und nachgefragt, ob er nicht Zeit und Lust hätte, mal wieder irgendwo […]


  5. […] der mittelbaren Umgebung, entweder in Gesellschaft, wie mit Gerd auf dem Nibelungensteig oder mit Boris im Taunus, oder alleine, in der Pfalz, in Rheinhessen, im Odenwald oder der Rheinebene, ganz zu schweigen von […]


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