Archive for August, 2010

Autohlenlaufen die Xte (12,2 km)

31. August 2010

Ah, endlich mal wieder eine Aufgabe fürs Joggen:
Das Auto von meinen Eltern steht in Pfungstadt in der Werkstatt, und jetzt muss es jemand holen.
Und weil schönes Wetter ist, mach ich das.
Natürlich zu Fuß.
Weil, es ist ja schönes Wetter. 😉

Die kürzeste Strecke zum Autohaus bin ich inzwischen ja schon öfter gelaufen: Einmal durch den Seeheimer Wald, über die A5 und die ICE-Trasse, dann am Rand von Pfungstadt entlang und über die Modau bis ins Gewerbegebiet, wo die Werkstatt liegt.
Nette, unkomplizierte Strecke knapp unter 10 Kilometer, aber eben nix auch nix Neues mehr – mag ich heute nicht, stattdessen will ich´s mal mit einem größeren Bogen durchs Ried versuchen, durch Bickenbach, an Erlensee und Pfungstädter Moor vorbei und durch die endlosen Felder nach Pfungstadt rein.
Viel offenes Flachland, da kann man die freundliche Sonne, den schäfchenwolkigblauen Himmel und den frischen Wind mit seiner exquisiten Frühherbstnote richtig schön genießen.

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Wochenübersicht: 2010 KW 34 (23.08. – 29.08.)

29. August 2010

Hrm.
Mit Ach und Krach 40 größtenteils nicht so richtig prickelnde Kilometer, bei denen ich kein einziges Mal weiter als 3,5 km Luftlinie von Zuhause entfernt war.

Wie gesagt: Zum Abgewöhnen…

Tag Strecke Zeit Entfernung
Mo.
Di.
Mi.
Do. Feldrunde ??? 11 km
Fr. Bergiges Waldläufchen hinter Seeheim ??? 8,3 km
Sa. Melibokusumrundung ??? 11,7 km
So. Ersoffen im Novemberwetter ??? 9,1 km
Wochenlaufleistung 40,1 km

M.

Sehr mäßige Laufwoche KW33 (11 km/8,3 km/11,7 km/9,1 km)

29. August 2010

Okay, so langsam muss ich´s mir wohl eingestehen, obwohl ich es eigentlich nicht möchte:

Ich bin im Winterlaufmodus.

Bedeutet: Ich drücke mich üblicherweise so lange vor dem Loslaufen bis es nicht mehr geht (sowohl bei der Tageszeit als auch dem Wochenpensum), wenn ich starte reicht´s nur für dröge, vollkommen uninspirierte Standardtouren, die wenig bis gar keinen Spaß machen, und am Ende komm´ ich dann mit Ach und Krach auf das absolute Minimalziel von 40 popligen Wochenkilometern.
Und das Blödeste dabei: Es ist alles Kopfsache.

Rein körperlich fällt mir das Laufen extrem leicht, ich bin fit und hab´ neue Schuhe, da bereitet es wirklich überhaupt keine Probleme, die Lullerründchen, die momentan mein täglich Brot sind, auf einer Backe abzureißen und sich hinterher nicht mal angestrengt zu fühlen.
Aber was den Spaß und das Lauferleben angeht, da geht grad wenig.
Die großen Pläne scheinen irgendwie unerreichbar weit weg („Pfft, die Pfalz, das krieg ich dieses Jahr ja eh nicht mehr hin“, „Ach ich weiß nicht, bis Frankreich durchlaufen, das ist doch soooviel Aufwand“, „Was soll ich den im Taunus, das ist doch viel zu weit“ usw usw usw), das Wetter ist novembrig mies, die Motivation grenzwertig gering.

Kurzum: Ich brauch mal wieder eine echte Premiumtour, irgendwas was richtig Großes, Schönes, Neues, weit weg, mit freiem Kopf, tollem Wetter und Laufgenuß pur, um mich endlich wieder mal freizuschwimmen.
Bisher ist die allerdings noch nicht in Sicht…

So, aber genug gequengelt, zur mäßig dollen Laufwoche:

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Erweiterte Wochenübersicht: 2010 KW 32 (16.08. – 22.08.)

22. August 2010

Nachdem die Woche eigentlich ganz ordentlich angefangen hat, hat sie zum Wochenende hin doch ziemlich nachgelassen – nur zwei wirklich kurze und ziemlich lust- und reizlose Standardrunden hab´ ich noch hingekriegt, so dass es am Ende gerade mal für eine knappe Vier vor dem Komma (und der zweiten Stelle vor dem Komma) gereicht hat – eigentlich zu wenig für den Sommer.

Aber irgendwie krieg ich die zumindest etwas weiteren Strecken zur Zeit einfach nicht gebacken. Kein Problem der Physis, eher eins des Kopfes: Für die interessanten Touren in neuer Umgebung, die mir eigentlich am meisten Spaß machen und bei denen mir auch 20 oder mehr Kilometer leicht fallen, kann ich mich im Moment nicht so recht aufraffen (weil: Während dem Praktikum ein Stück weit abgewöhnt und außerdem immer noch andere Dinge im Kopf und das Wetter ist auch nicht so prima, da fällt das alles irgendwie unendlich schwer) und laufe einfach nur faul die langweiligen Standardstrecken, die mir meist nicht so richtig Spaß machen. Entsprechend hab´ ich da einfach keine Lust auf was Längeres, warum auch, ist ja nur dröge Routen, die will man dann so schnell wie möglich hinter sich bringen.

Und ob das demnächst wieder besser wird?
Ich weiß es nicht.
Am Horizont nähern sich bereits die nächsten großen, unglaublich wichtigen Termine, die intensive Vorbereitung erfordern und mir die Muße abknapsen, und dazu gibt´s einen Riesenhaufen Kleinkleinalltagsscheiß zu erledigen, der irgendwie auch nicht weniger werden will…

Wie gesagt: Im Moment ist das alles irgendwie nicht so rund, wie ich´s gerne hätte.
Mistig… 😦

Samstag 21.08: Zwergründchen über den Darsberg (6,3 km)
Sollte eigentlich eine Tour um den Melibokus werden.
Aber ich war so müde und abgespannt, dass ich an der Darsberghütte umgekehrt und heimgelaufen bin.
Muss mich ja nicht quälen, wenn´s weitgehend spaßfrei ist…

Strecke: 6,3 km (lächerlich, ich weiß…)
Zeit: Zu viel
Neue Strecke: Nö
Karte:

(allerdings in der anderen Richtung als auf der Karte vermerkt)

—-

Sonntag 22.08.: Standardzehner durch Felder und Nachbarorte (10,1 km)
Nix Besonderes, aber immerhin besser als gestern.
Eine halbe Stunde vor Sonnenuntergang starte ich zu meiner absoluten Flachland-Standardrunde, die ich immer dann drehe, wenn mir partout nix Anderes einfallen will. Einmal Alsbach – Bickenbach – Schuldorf – Seeheim (ganz recht, auch das ist wieder in der anderen Richtung als auf der unten eingefügten Karte), 10 Kilometer, die ich ganz ruhig und weitgehend ohne Tempo, Anstrengung oder Ambition runtertrabe.
Fällt leicht, in den neuen Schuhen, und im Feld zwischen Bickenbach und der Sandwiese wird´s sogar ein paar Minuten richtig hübsch, als die untergehende Sonne unter die massive Wolkendecke taucht und das ried in rostbraunes Abendlicht hüllt, ansonsten gibt´s nix Besenderes zu berichten.
Ho-hum.

Strecke: 10,1 km
Zeit: Vielleicht ´ne Stunde?
Neue Strecke: Schon seit Jahren nicht mehr
Karte:

—-

Tag Strecke Zeit Entfernung
Mo.
Di.
Mi. Zurück im Odenwald: Ein bisschen Sonne und ein bisschen viel Regen im nördlichen Modautal 1:12 h 11,8 km
Do.
Fr. Sommerabendlauf im Heppenheimer Hinterland: Heppenheim – Erbach – Kirschhausen – Wald-Erlenbach – Steigkopf mit Foto und neuen Schuhen ??? 13,1 km
Sa. Zwergründchen über den Darsberg ??? 6,3 km
So. Standardzehner durch Felder und Nachbarorte ??? 10,1 km
Wochenlaufleistung 41,3 km

M.

Sommerabendlauf im Heppenheimer Hinterland: Heppenheim – Erbach – Kirschhausen – Wald-Erlenbach – Steigkopf mit Foto und neuen Schuhen (13,1 km)

20. August 2010

So ganz verstehen tu´ ich´s ja nicht: Irgendwie hab´ ich gerade festgestellt, dass meine Laufschuhe total alt und rissig und kaputt und ausgenudelt sind.
Was überhaupt gar keinen Sinn macht, denn eigentlich sind die doch noch nigelnagelneu!
Schließlich hab´ ich sie gerade erst diesen Januar gekauft Januar gekauft, die können doch nicht schon wieder durch sein!

Leider reichen beträchtlichen Fähigkeiten auf dem Gebiet der kreativen Realitätsverneinung angesichts von auseinanderfallendem Schuhwerk letztlich nicht aus – schweren Herzens muss ich mir eingestehen: Schon wieder ein Paar Schuhe verschlissen. Beinahe schon in Rekordzeit, wirklich bedenklich, wie wenig so ein moderner Laufschuh aushält (ich kann mich noch erinnern, damals in den Nullerjahren, da hatten wir noch Laufschuhe, die haben 2000 Kilometer gehalten. Aber sowas wird heute ja nicht mehr gebaut…).

Also müssen Neue her, am besten bevor´s anfängt weh zu tun oder mir die Dinger irgendwo in der Pampa an den Quanten desintegrieren.

Zum Glück gibt´s ja das Schuhhaus meines Vertrauens, da geh´ ich vorbei und bestell einfach fix ein neues Paar.
Natürlich wieder genau dieselben wie die letzten beiden Male (Brooks Testosteron oder so ähnlich, in Extrabreit, weil, ich hab´ ja das Gegenteil von ´nem schlanken Fuß…).
„Keine Experimente“ hat schon der faltige Altkanzler vom Rhein gesagt, damals als die Welt noch jung und die Vorhänge noch aus Eisen waren, und da hat er gar nicht so unrecht gehabt, finde ich…

Einen Tag später sindse dann da, die Neuen.
Dieses Mal wieder in Weiß, einfach so, weil mir die Farbe von den Dingern sowas von am Allerwertesten vorbei geht, dass ich bei der Bestellung keine Wünsche geäußert hab´.
Immerhin, kammer se wenigstens auch aufm Familienfoto auseinanderhalten ;):

Bild #1: Zwei Generationen Brooks Dopamine (oder so ähnlich) – links alt und grau und fertig, rechts jung und strahlend weiß und jungfräulich unverbraucht

So.
Und was macht man mit neuen Schuhen?
Richtig! Einlaufen.
Und zwar nicht auf irgendeiner ollen dooflangweiligen Standardrunde, nee nee nee, für den ersten Lauf mit dem frischen Schuhwerk muss schon was Netter her!
Mal Überlegen: Was könnte man denn da mal machen…?

Hm.
Hmmm…
*denkdenkdenkBIIING*

Ja, genau, das isses doch: Einmal schön von Heppenheim durch die Täler hinter der Stadt in den Odenwald (das ist erfahrungsgemäß herrlich an schönen, lauen Sommerabenden, und genau so einer ist heute), und sich dann zur Feier des Tages oben noch von seinen Eltern, die Freitagabends eh nix Besseres zu tun haben, zum Essen einladen lassen.

Klingt spontan prima, deshalb wird das auch so gemacht.
So einfach ist das nämlich, wenn man neue Schuhe hat! 🙂

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Zurück im Odenwald: Ein bisschen Sonne und ein bisschen viel Regen im nördlichen Modautal (11,8 km)

18. August 2010

Es gibt Dinge, bei denen merkt man erst so richtig, wie sehr man sie vermisst hat, wenn man sie nach langer Pause zum ersten Mal wieder genießen kann.
So geht´s mir heute mit dem Odenwald: Nachdem ich im letzten Vierteljahr eigentlich kaum dorthin gekommen bin (und wenn dann meistens nur an die Ränder), gönne ich mir heute Abend zum ersten Mal seit Langem wieder eine richtig schöne Runde durch die Berge und Täler „meines“ Mittelgebirges.
Nichts Weltbewegendes, nur ein knapper Zwölfer auf einer Strecke, die ich schonmal genauso gelaufen bin – aber irgendwie isses trotzdem (oder vielleicht gerade deshalb) total schön, und fühlt sich so ein bisschen an, als würde man nach langer Abwesenheit wieder nach Hause kommen.

Ich starte oben.
Parkplatz Hutzelstrasse am Steigerts, am kleinen Pass zwischen den Kuppen, der das obere Beerbachtal vom Tal des Wurzelbachs trennt.
Die Sonne scheint aus einem halbbewölkten Himmel, es ist nicht kalt, auch wenn ein scharfer, feuchter Wind aus Südwesten bläst, in dem bereits eine Ahnung von Regen mitschwingt – keine schlechten Laufbedingungen, zumal ich mich riesig darauf freue, endlich mal wieder hier oben laufen zu können; lässt sich gut an, die Tour.

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Erweiterte Wochenübersicht: 2010 KW 31 (09.08. – 15.08.)

15. August 2010

Und noch eine ganz schwache Woche.

Erst die letzten Arbeitstage in der ersten Wochenhälfte, nochmal viel zu tun nach dem anstrengenden Festspielwochenende.

Und in der zweiten Wochenhälfte dann: Schluss mit Arbeiten, weil Ende des Praktikums.
Das gibt dann so ein bisschen gepflegt melancholischen Nachpraktikumsblues, wenn´s nach einem Vierteljahr intensiver Arbeit auf einmal wieder zurück in den alten Alltag geht, man sich von den Kollegen verabschieden muss, und dann erstmal nichts „Offizielles“ mehr zu tun hat.
Da ist die Lauflaune erst mal nicht ganz so riesig, besonders wenn draußen auch noch total beschissenes Novemberwetter herrscht und man auf einmal feststellt, dass man sich die großen, abenteuerlichen Touren fast so ein bisschen abgewöhnt hat, während man mit anderem Kram beschäftigt war.

Entsprechend bin ich diese Woche nur zweimal gestartet, und das waren jeweils nur ganz bescheidene kleine Runde:

Freitag 13.08.: Melibokus, Balkhausen und Heiligenberg (12 km)
Kühl und feucht und trüb, nicht gerade Bedingungen, die mich unbedingt raustreiben.
Aber andererseits hab´ ich diese Woche noch nicht einmal die Laufschuhe geschnürt, also mach´ ich mich schließlich doch noch auf den Weg, ein bisschen unlustig und quasi auf den letzten Drücker um kurz nach Acht.

Einen Plan hab´ ich noch keinen, stattdessen lauf´ ich einfach mal los, in den Abend hinein, der mit seinen tief hängenden Wolken und der grauen Wetterlage ganz gut zum bereits erwähnten Nachpraktikumsblues passt, der heute hinter meiner Stirn spielt.

Erstmal hoch in den Wald, Burgenweg, merck´scher Wasserturm, Pürschweg in Richtung Melibokus.
Standardstrecke eben.
Wohin genau?
Keine Ahnung, erstmal einfach bergauf.
Übrigens mit strammem Schritt, ich merke schon so ein bisschen, dass ich in der letzten Zeit eher ruhig gemacht habe – Kraft ist heute ordentlich da, der kilometerlange Anstieg am Bergkamm fällt überraschend leicht, und das, obwohl ich beständig einen halben Schritt schneller laufe, als ich auf der Strecke normalerweise bin.
Auf halber Höhe, kurz vor der Darsberghütte reift angesichts der offensichtlich recht guten Tagesform der Plan in mir, über den Nibelungenweg zum Felsberg weiterzulaufen und von dort über die Kuralpe und den Vogelherd abzusteigen.
Vermutlich etwas über 15 Kilometer, keine schlechte Distanz für „einfach mal so losgelaufen“.
Bleibt nur die Frage, ob das Tageslicht dafür noch ausreichen wird.
Mein Kopf meint: Nein.
Mein Gefühl meint: Ach komm, wir gucken einfach mal…

An der alten Melibokusstrasse wechsle ich dann auf den Nibelungensteing/Alemannenweg, der an der Rückseite des Melibokus steil abwärts ins Balkhäuser Tal führt.
Eine meiner Lieblingsecken , weil man von hier aus ein paar richtig schöne Blicke über den vorderen Odenwald hat, auch heute, obwohl´s eher trüb ist und viele der nahen Mittelgebirgsgipfel halb von Dunst und Wolken verdeckt sind.

Unten am Waldrand weiter auf dem Höhenweg durch die Wiesen über dem Balkhäuser Tal und dem Mühltal, bis zum Wanderparkplatz Schollrain an der Passhöhe, hinter dem der steile Anstieg zum Felsberg beginnt.
Zeit für einen Realitätscheck.
Der Blick auf die Uhr verrät: In fünf Minuten ist Sonnenuntergang.
Der Blick in die Erfahrung verrät: Wenn ich mich richtig beeile, bin ich in 20 Minuten auf dem Felsberg (und das wären ziemlich brutale 20 Minuten, denn es geht drei Kilometer lang praktisch nur bergauf).
Und von da oben sind es mindestens nochmal 40 Minuten bis zurück nach Hause, selbst wenn ich den kürzesten Weg nehme.
Hmm…
So gern´ ich würde: Das passt nicht mehr. Es wird einfach zu früh dunkel.

Na gut, muss der Felsberg eben noch ein bisschen warten.

Statt mich auf den zweiten Aufstieg zu machen folge ich der alten Hochtstädter Str. runter ins Tal, nach Balkhausen rein.
Dort dann links und immer schön die Felsbergstr. entlang, bis das Dorf zu Ende ist und ich am Rand der Landstr. weiter in Richtung Jugenheim absteige.
Am Talhof beschließe dann doch noch mal spontan, wenigstens noch einen kleinen Extraschlenker ranzuhängen, und biege rechts auf den Asphaltweg ab, der an den paar Häusern im Hechlersgrund vorbei hinauf zum Waldrand an der Kaiserbuche führt (Hechlersgrund-Weg, gelbe 5). Immer noch ziemlich zügig, selbst das sehr steile letzte Stück bewältige ich im halben Eilschritt, auch wenn´s mich meine letzte Puste kostet.
Aber das macht ja nichts, direkt danach geht´s nämlich wieder bergab, auf dem sanft absteigenden und schon ziemlich dämmrigen Hofgrund-Weg (gelbe 2) durch den Dichten Wald an der Nordflanke des Marienbergs über dem Stettbacher Tal bis zum Schloss Heiligenberg.
Von da aus ist es dann auch nicht mehr weit, einfach auf dem schmalen Fahrweg mit seinen engen Serpentinen durch das alte Parkgelände runter nach Jugenheim und weiter nach Hause, wo ich im letzten grauen Schimmern des Tages ankomme.

Nix Besonderes, aber stramm und zügig, eigentlich ganz okay.

Strecke: 12 km
Zeit: 1:13 h (= 9,96 km/h bzw. 6:05 min/km – sehr ordentliche Zeit für einen Berglauf)
Neue Strecke: Nope
Karte:

– – –

Sonntag 15.8.: Gassiläufchen durch den Wald
Pföh, was für ein Mistwetter: Grau, nieselig und kalt, passt irgendwie bestens zu meiner Laufunlust.
Aber zumindest ein zweites Mal will ich diese Woche dann doch noch gelaufen sein, und wenn´s nur pro Forma ist.
Also schnapp´ ich mir am Sonntagmittag den Hund (für den ist das feuchtkalte Wette gut, da kann er ruhig mal ein bisschen mitrennen) und absolviere mit ihm ein winzig-lustloses Alibiründchen im Wald.
Spaß macht´s nicht, dank perpetualem Nieselregen, grauer Unlust und einer großzügigen Portion Müdigkeit.
Aber es sind ja auch nur lächerliche fünfeinhalb Kilometer, die sind wenigstens schnell vorbei, und damit auch die Laufwoche.

Strecke: 5,5 km
Zeit: Keine Ahnung
Neue Strecke: I wo
Karte:

Am Ende dann nicht mal 20 Kilometerchen.
Pfah!

Muss unbedingt schauen, dass ich in den nächsten Wochen die Kurve kriege und die nun wieder freier verfügbare Zeit in zum Durchstarten nutze.
Was ehrlich gesagt gar nicht so leicht ist, denn ich merke schon wieder, dass ich mir die ganz großen, spannenden, anspruchsvollen Touren in den letzten drei Monaten ihren überwiegend bescheidenen und unambitionierten Läufen ein Stück weit abgewöhnt habe. Da scheinen die richtig tollen Runden rein gefühlsmäßig auf einmal furchtbar weit, furchtbar kompliziert, furchtbar unbequem, so dass es erstmal wieder eine Kante Überwindung und vielleicht sogar ein bisschen Mut kosten wird, sich darauf einzulassen.
Hoffentlich klappt´s…

Tag Strecke Zeit Entfernung
Mo.
Di.
Mi.
Do.
Fr. Melibokus, Balkhausen und Heiligenberg 1:13 h 12 km
Sa.
So. Gassiläufchen durch den Wald ??? 5,5 km
Wochenlaufleistung 17,5 km

M.

Wochenübersicht: 2010 KW 30 (02.08. – 08.08.)

8. August 2010

Nicht wirklich grandios, aber den Umständen entsprechend eigentlich gar nicht so übel.
Zumal´s alles schöne Touren waren, die richtig gut getan haben, und das ist irgendwie ja auch wichtiger als die nackten Kilometer…

Tag Strecke Zeit Entfernung
Mo.
Di.
Mi. Schöne Rheinhessenrunde zwischen Fluss und Hügeln: Gimbsheim – Ludwigshöhe – Guntersblum ??? 17,6 km
Do. Entspannte Abendrunde durchs Oberfeld und den Wald hinter Darmstadt ??? 9,8 km
Fr.
Sa.
So. Sonnige Sonntagmorgenrunde am Steinbrücker Teich und in den Kranichsteiner Wäldern ??? 12 km
Wochenlaufleistung 39,4 km

M.

Laufwoche KW30 mit Läufen in Rheinhessen und in den Darmstädter Wäldern (17,6 km / 9,8 km / 12 km)

8. August 2010

Heidenei, war die letzte Woche hart!

Besonders das Wochenende hat brutal viel Kraft gekostet, dank vier Konzerttagen mit jeweils 14 bis 17 harten Arbeitsstunden pro Tag und einer so gewaltigen Portion Stress, wie ich sie seit den letzten Tagen meiner Magisterarbeit nicht mehr erlebt habe (besonders der Samstag war mörderisch – einen erheblichen Teil der Verantwortung für den reibungslosen Ablauf einer Open-Air-Opernveranstaltung mit mehr als fast 1200 Besuchern zu tragen kann einen schon ganz schön fertig machen [spätestens wenn eine halbe Stunde vor Einlass die Parkplätze ausgehen und dann auch noch die Hälfte der gemieteten Toiletten defekt ist], das könnt ihr mir glauben).
Und dann auch noch in der Vorwoche kein einziges Mal richtig Laufen gewesen, wo das doch mein Hauptmittel ist, um mit Stress uns Anspannung fertig zu werden.
Entsprechend dreckig ging´s mir dann auch am Montag: Erschöpft, vollkommen ausgelaugt, furchtbar angespannt und extrem dünnhäutig -am liebsten hätte ich den ganzen Bettel hingeworfen und mich einfach nur noch in irgendeine eine dunkle Ecke verkrochen, um (vor allem mental) wieder zu Kräften zu kommen.
Aber sowas geht natürlich nicht, besonders wenn noch ein zweites Festspielwochenende vorzubereiten ist und man die Kollegen nicht im Stich lassen will.

Deshalb: Weiter.
Aber mit einer entscheidenden Maßgabe:
„Diese Woche gehste laufen“, hab´ ich mir gleich am Montag vorgenommen.
„Egal wie, die Zeit musst du dir nehmen, zum Rauskommen, Dampf Ablassen, Kraft Tanken. Sonst rauchste nächstes Wochenende total ab, und das geht gar nicht!“

Und so hab´ ich es dann auch gemacht.
Gottseidank! 😉

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Wochenübersicht: 2010 KW 29 (26.07. – 01.08.)

1. August 2010

Uijuijui, schon wieder grässlich verspätet. Na denn mal ran…

Dass man als Praktikant in einem kleinen Kulturbetrieb mit viel Arbeit nicht so richtig viel Zeit für Laufen und Bloggen, das hab´ ich in den letzten Wochen schon rausgefunden.
Aber diese Woche ist dann alles noch mal viel extremer – Die lange vorbereiteten Festspiele finden statt, und das bedeutet: Die nächsten knapp zwei Wochen gibt´s Knochenarbeit, ohne Pause unter der Woche und an den Wochenenden, mit teilweise über 16 Arbeitsstunden pro Tag.
Da wird´s dann mit dem Laufbloggen auf einmal noch viel, viel enger, besonders wenn man eh schon ordentlich viel harte körperliche Arbeit verrichtet (Bühnen Aufbauen, Stühle Stellen, Unmengen von Zeugs von Spielstätte zu Spielstätte transportieren und und und). Entsprechend fällt dann auch das Laufpensum für diese Woche aus: Supermau!

Tatsächlich hat´s am Ende sogar nur zu einer einzigen Runde gereicht. Und die war dann auch noch komplett verunglückt:

Donnerstag 05.08.: Kläglich unterbrochenes Krüppelründchen hinter dem Darmstädter Oberfeld (4,5 km) Ookay. Wie üblich hab´ ich´s zum Wochenanfang nicht geschafft, Laufen zu gehen.
Ist ja meistens so.
Dummerweise wird´s diese Woche vermutlich auch nichts ums Wochenende rum, denn da muss ich ja arbeiten.
Bleibt also nur noch die Wochenmitte, um überhaupt noch ein bisschen die Laufschhuhe zu bewegen.
Deswegen hab´ ich mir das für heute auch schon mal ein bisschen zurechtgeplant: Heute Abend findet nämlich auf dem Hofgut Oberfeld am Rand von Darmstadt das erste Konzert der Festspiele statt, für die ich gerade tätig bin. Vorher gibt´s den lieben langen Tag bannig Arbeit, da is nix mit laufen. Und hinterher auch (denn da muss abgebaut werden). Aber während dem Konzert, da hat´s mal ein, zwei Stunden Leerlauf mit nicht viel zu tun, entsprechend will ich da einfach mal losstarten, eine schöne Runde im hübschen Wald östlich von Darmstadt rennen, um endlich mal wieder ein bisschen rauszukommen und Dampf abzulassen, und passend zum Konzertende wieder auf dem Hofgut sein.

Geplant getan.

Gegen 20:00 Uhr sage ich den Kollegen bescheid, drücke mich an den langsam eintrudelnden Konzertbesuchern vorbei aus dem Hofguttor raus, schlüpfe im in der Nähe abgestellten Auto in die Laufklamotten und renne los.

Und zwar erstmal kurz Westwärts, an der alten, baumbestandenen Erbacher Str. in Richtung Darmstadt, dann nach ein paar hundert Metern rechts auf den Scheftheimer Weg, der geradewegs mitten ins Oberfeld hinein führt. Wie eigentlich immer, wenn ich hier vorbeikomme: Richtig schön! Das Oberfeld ist ja eine Art große hügelige Hochebene, eingerahmt von dichtem Wald und voller Felder, Weiden und kleiner Gärten. Obwohl es direkt am Rand der Großstadt liegt, sieht man eigentlich fast gar nichts von ihr, dank dem wunderschönen Landschaftspark auf dem leicht erhöhten Buckel der Rosenhöhe , der den Blick auf die nahe Stadt fast völlig versperrt, so dass nur ein paar Turmspitzen über die Hügelkuppe herüberragen.
Entsprechend fühlt sich das hier oben immer so ein bisschen an, als wäre man ganz weit draußen auf dem Platten Land, und nicht in gerade mal 2,5 km von der Innenstadt entfernt. Wunderbar, vor allem jetzt im Sommer, wenn die Getreidefelder auf den sanften Hügeln im Abendwind schaukeln und gerade das schräge Licht der sinkenden Sonne von Westen über die Rosenhöhe herüberscheint.

Ich mache heute mal so richtig Tempo. Fühlt sich einfach richtig an, als wollte ich den ganzen Stress und die Anstrengungen der letzten Tage schnellstmöglich rauspowern. Tut gut und klappt bestens, mit langen Schritten fliegen ich quasi durch die idyllische Feldlandschaft in Richtung der riesigen Waldgebiete östlich der Stadt, die wie eine dunkle, grüne Mauer jenseits des Obefelds aufragen.

Dauert nur ein paar Minuten, dann bin ich – schon etwas schnaufend und schwitzend aber guter Dinge – am Waldrand und biege rechts auf den europäischen Fernwanderweg 1 ein. Bekanntes Stück, hier bin ich gerade erst vor ein paar Wochen beim Feierabendkollegenlauf mit Julia vorbeigekommen. Dieses Mal folge ich ich allerdings nicht zurück in Richtung Stadt, sondern biege an der nächsten Waldrandkante links ab, vorbei am kleinen Aussichtstürmchen zwischen den Bäumen (das keine besonders gute Aussicht bietet, wie Julia und ich neulich rausgefunden haben) tiefer in den Wald rein, bis auf die schnurgerade Katzenschneise, der ich eigentlich einfach nur folgen will, bis ich die großen Waldwiesen ein oder zwei Kilometer westlich des Waldrandes erreiche.

Hier fangen dann die Probleme an.

Ich habe in den letzten Tagen nur sehr unregelmäßig gegessen, dazu oft fett und hastig (so auch heute Mittag).
Dazu ordentlich Stress und Anstrengung.
Außerdem hab´ ich kurz vor dem Start noch einen Liter Apfelschorle auf Ex gesoffen.
Und dann auch noch das hohe Tempo, dass die Eingeweide so richtig schön durchrüttelt.
Zusammengenommen ist das dann alles ein bisschen viel für meine arme Verdauung…

Plötzlich grimmt und grummelt und drückt´s in meinem Bauch, so heftig und drängend, dass ich kaum noch vorwärts komme.
Läuferdü*****iss par excellence, so fies und drängend, dass vollkommen klar ist: Ich brauche schnellstmöglich eine Toilette!
Dummerweise gibt´s hier draußen keine (und einfach den Wald benutzen ist keine Option, sowas hab´ ich einmal in meinem Leben gemacht, es gibt Dinge, für die ist man einfach nicht geschaffen).

Die nächste, die ich kenne, ist auf dem Hofgut Oberfeld, dort wo ich gestartet bin.
Tjoaaa…

Weiter geht einfach nicht mehr, also kehre ich um, verkniffen und frustriert vorwärtsholpernd, zurück in Richtung Stadt, viel früher, als ich es eigentlich vorgehabt hätte: Links die etwas verwilderte Kellerwiesenschneise hoch bis zur (mutmaßlich, so genau schaue ich nicht hin, weil: Andere Probleme) hübschen Oppermannswiese, dann auf dem schmalen und leicht gewundenen Oberwald-Grenzweg zurück zum Waldrand und schließlich auf dem Katharinenfalltorweg zurück zum Hofgut mit seinen rettenden Sanitäranlagen.

Das Konzert hat gerade erst angefangen. Ich war allerhöchstens eine knappe halbe Stunde unterwegs, nicht mal fünf Kilometer.
Viel hat das nicht gebracht, und was noch schlimmer ist: Es wird der einzige Lauf bleiben, den ich diese Woche hinkriege – kein weiteres Durchatmen mehr, kein Rauskommen, kein Austoben, kein Stressabbauen.
Das wird sich bitter rächen, an den monströs stressigen Festspielwochenendtagen, die noch vor mir liegen…

Strecke: 4,5 km Zeit: Bffjööa, also jetz net so rischdisch viel Anteil der noch nie gelaufenen/gebloggten Passagen an der Gesamtstrecke: 77,78% (3,5 km von 4,5 km) Karte: – – –

Tag Strecke Zeit Entfernung
Mo.
Di.
Mi.
Do. Kläglich unterbrochenes Krüppelründchen hinter dem Darmstädter Oberfeld ??? 4,5 km
Fr.
Sa.
So.
Wochenlaufleistung 4,5 km

M.