Mal wieder ums Melibokusmassiv (16,3 km)

4. September 2010

Samstagnachmittag, und es herrscht perfektes Laufwetter: Frühherbststimmung, kühl aber sonnig, mit frischem Wind und einem schon ein ganz klein wenig diffuseren Licht als noch vor ein paar Wochen im Hochsommer – offenbar bricht gerade die beste Jahreszeit zum Laufen an, nämlich die milden, abgeklärten Tage zwischen brütender Sommerhitze (die dieses Jahr ja nicht soo prächtig ausgefallen ist) und den grauen Spätherbstnerbstnebeln (die zweifellos noch ordentlich auf uns zukommen, wenn das bisherige Jahr ein Indikator ist).
Mich treibt´s da ja immer raus, das ist heute auch nicht anders.

Zwar fehlt mir für was richtig Großes wieder mal so ein bisschen die Muße, aber eine etwas längere Tour darf´s unter solchen Bedingungen schon sein, deshalb entschließe ich mich am Ende, wieder mal das Melibokusmassiv zu umrunden.
Das ist immer nett, und so anderthalb bis zwei Stündchen kann man dabei locker runterlaufen – genau das Richtige, um den fließenden Übergang von Spätsommer zu Frühherbst gebührend zu würdigen.


Lässt sich gut an. Schön entspannt, in den sonnig/schattigen Wäldern an den Westhängen der Bergstrasse, bewältige ich problemlos den vier Kilometer langen Aufstieg über den Pürschweg bis zur alten Melibokusstrasse, deren schmalen Windungen ich dann abwärts bis zum Not-Gottes-Parkplatz folge (hey, fast sechseinhalb Kilometer in einem einzigen kurzen Sätzchen, heute bin ich ja wirklich ökonomisch drauf beim Schreiben… :D).

Von dort aus geht´s dann weiter bergab, in die Hänge über dem Mühltal, erst auf die Fahrstrasse vom Auerbacher Schloss runter nach Auerbach, dann halbrechts auf den Mühltal-Weg (gelbe 3), einen schmalen Waldpfad, der an der Südkante des Bergmassivs westwärts und aufwärts führt. Zwar nicht steil, aber doch irgendwie ein bisschen unangehm, vor allem deshalb, weil ich trotz der eigentlich recht angenehmen 18 Grad auf den letzten Kilometern furchtbar ausgekühlt bin: Mein Ohren, mein Gesicht und vor allem mein Nacken (der ist in der Beziehung ja immer sehr anfällig) fühlen sich an wie vereist, dazu fühle ich mich irgendwie leicht benommen. Nicht ganz so nett, auch wenn die Tatsache, dass das hier ein bisher unerlaufener Waldweg ist, an dem auch noch wohlduftender wilder Thymian wächst, es zumindest wieder ein bisschen rausreißt.

Nach einem knappen Kilometer stoße ich wieder auf vertrautes Gelände, in diesem Fall den Burgenweg, der mich in einem weiten Bogen durch Wald und Hohlwege runter nach Auerbach am Fuß der Berge bringt, wo ich mich auf den Weg nach Norden mache, zurück gen Zuhause.
Dieser zweite Teil der Tour ist nicht mehr ganz so angenehm – vor allem Flachland auf hartem Asphalt, und so ganz fit fühle ich mich ja eh nicht mehr, vor allem dank einem scheinbar steifgefrorenen Genick, das irgendwie nicht mehr so richtig beim lockeren Laufen mitmachen will. Rg.

Hilft alles nix, ich muss ja heim, und das sind eben noch ein paar Kilometer: Ich durchquere Auerbach in nördlicher Richtung, erst auf der Mierendorffstr., dann auf der Ernst-Ludwig-Promenade (an der einige der hübschesten Villen der ganzen Bergstrasse stehen) runter an die B3, der ich nun weiter nach Norden folge.
Zieht sich inzwischen merklich, eigentlich hab´ ich keine Lust mehr…

Durch Zwingenberg durch, am Rand der wunderbaren Altstadt vorbei, aus der der köstliche Duft von Abendessen herüberweht (verdammte Altstadtkneipen, jetzt hab´ ich Hunger!).

Durch Alsbach, wo´s wieder ein bisschen bergauf geht, die Hauptstr. hoch, in der heute Kerb ist, weshalb ich mich zwischen ein paar Büdchen und viel Dorfjugend hindurchschlängeln muss.

Und schließlich rüber, durchs offene Feld, das gerade in den letzten roten Strahlen der untergehenden Sonne badet, zurück nach Jugenheim und nach Hause, wo ich – mit steifem Nacken, grummelnden Magen, zwickender Hüfte und trotzdem irgendwie guter Laune – passend zum Sonnenuntergang eintrudele.

Rein von der Physis her war´s keine wirklich angenehme Tour, aber trotzdem irgendwie nett.
Und endlich mal wieder über 15 km und dazu noch ein bisschen neue Strecke – ei jo, das reicht für heute…

Strecke: 16,3 km
Zeit: Geruhsam
Anteil der noch nie gelaufenen/gebloggten Passagen an der Gesamtstrecke: 11,84% ( 1,93 km von 16,3 km)
Karte:

M.

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2 Antworten to “Mal wieder ums Melibokusmassiv (16,3 km)”

  1. dauerlaufen Says:

    freut mich, dass hier alle noch beim Alten ist. Hallo. geht gut, ja?

    • matbs Says:

      Hey, gibt´s dich auch noch? 😀

      Joa, ist schon irgendwie alles gerade noch ein bisschen beim Alten, fast ein wenig mehr, als mir lieb ist..

      Und das mit dem Gut Gehen – so lala, das Übliche halt… 😉


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