Wo das Flachland Berge hat: Fischbeker Heide und Schwarze Berge (18,6 km)

26. März 2011

Und schon geht er wieder zu Ende, der eine Monat in Deutschlands größter Hansestadt.
Viel laufen war ich nicht in dieser Zeit.
Schon wieder.
Natürlich – weiterhin viel zu tun, viel Neues mit- und aufzunehmen, wenig Muße für die Laufschuhe. Das war das Eine.
Aber eben nicht alles.

Um ganz ehrlich zu sein: So richtig wohl gefühlt hab´ ich mich nicht während diesem einen Monat.
Das war nicht wirklich Hamburgs Schuld, im Gegenteil – eigentlich hat sich die Stadt sogar richtig Mühe gegeben, ganz viel gutes Wetter aufgefahren, sich wenn nicht von ihrer besten dann doch von einer sehr guten Seite gezeigt.

Blöd nur, dass ich noch eine Hypothek im Schlepptau hatte, eine Sache, die mich seit Monaten sehr bewegt hat (und die auch einer der Gründe war, warum ich seit letztem Spätherbst wenig Kopf fürs Laufen und Bloggen hatte), und die ich eigentlich gerne geklärt gehabt hätte, bevor ich hier hoch in den Norden gefahren bin.
Das hat leider nicht geklappt, und irgendwie ist diese Sache dann nochmal hochgekocht, mit ganz viel Frust, Unsicherheit Traurigkeit und vielleicht auch ein bisschen Ärger.
Tja.
Und dann sitzt du auf einmal da, in der großen, fremden Stadt, weit, weit weg von zuhause, in einem Zimmer, das nicht das eigene ist, fühlst dich irgendwie allein und verloren, fühlst dich mies, schläfst schlecht, hast Heimweh nach den Bergen und dem Wald und dem Ort, wo du dich auch mal vor der Welt verkriechen kannst, und selbst der spannende Wunschjob mag dir nicht so schmecken wie er eigentlich sollte.
Da fehlt´s dann irgendwie auch an der Energie und dem Mut, die Laufschuhe zu schüren und einfach mal draufloszuerkunden, was es denn in den Häuserschluchten zwischen Alster und Elbe so alles zu entdecken gibt…

Naja.

Vorletztes Wochenede hab´ ich diese „Hypothek“ dann abbezahlt und mit der „Sache“ erstmal abgeschlossen. War unendlich schwer und absolut nicht so, wie ich mir das gewünscht hätte, aber alle Versuche, anders damit umzugehen, haben einfach nicht geklappt.
Also musste es wohl sein.
Hoffe ich… 😦

Anyhow, seitdem geht´s so langsam wieder aufwärts.
Kopf wieder freier, Job wieder genießbarer, Hamburg wieder netter.
Und ein bisschen ist du Lust aufs Laufen und erkunden auch wieder da.
Schade nur, dass meine Zeit in der Hansestadt inzwischen erstmal schon wieder fast vorbei ist.

Aber zumindest eine Runde in Hamburg wollte ich mir dann doch noch gönnen, zumal für dieses Wochenende Traumwetter angesagt war, und man sowas (gerade im Norden) ja nicht einfach so verschwenden darf.
Innenstadt wollte ich allerdings nicht wieder, das war mir beim letzten Läufchen um die Alster doch alles ein wenig arg voll und überlaufen. Lieber was Längeres, mit ein bisschen mehr Natur, vielleicht irgendwo draußen in der Peripherie.

Zum Glück gibt´s ordentliche Wanderkarten für Hamburg, das vereinfacht die Planung ungemein.
Etwas geschaut, recherchiert, nachgedacht – uuund fündig geworden:
Harburger Berge/Schwarze Berge am südlichen Stadtrand. Viel Wald, viel Natur und sogar ein bisschen Mittelgebirgsfeeling, genau das Richtige für ´nen schönen langen (naja, den Umständen entsprechend lang) Samstagslauf.

Horrido! 😀

Wenn an aus der relativen Stadtmitte von Hamburg zum Südrand will, bedeutet das erstmal ordentlich Anreise.
Hamburg ist ganz schön groß, das braucht dann schon mal ein Weilchen Anreise: Innenstadt, Autobahn, Elbtunnel…

Bild #1: Im Elbtunnel

…B73 in Richtung Buxtehude durch die südlichen Hamburger Randgebiete.
Sieht schon deutlich anders aus hier unten, wirkt weniger wie ein Anhängsel der Millionenmetropole, sondern eher wie eine eigenständige Kleinstadt, die Häuser sind niedriger, haben ein bisschen Abstand voneinander, es sind weniger Menschen unterwegs. Und es gibt Wald, sogar Hügelwald, der sich links der Strasse sanft aber merklich über das Elbvorland erhebt.
Nett hier, finde ich.

Schließlich geht´s links ab, im Hamburger Stadtteil Neugraben-Fischbek, erst durch ein ruhiges, grünes Wohngebiet am Hang, dann auf einem ruckeligen Erdweg in den dichten Kieferforst auf dem ersten Hügelrücken, bis ich den Parkplatz am Naturschutz-Informationshaus Schafstall erreiche, einen alten reetgedeckten Hof mitten im Wald, der wirklich schon gar nicht mehr nach Großstadt aussieht:

Bild #2: Schafstall

Raus ausm Auto.
Mütze auf.
Ausgedrucktes Wegeplänchen einstecken.
Loslaufen.
Hab ich echt vermisst. Dabei isses doch so einfach… 😉

Ich halte mich erstmal südwärts, wo der holprige Waldweg („Fischbeker Heideweg“) tiefer in den sonnig-lichten Wald reinführt, vorbei an ein paar langestreckten Gebäuden (ein Schullandheim, glaube ich)…

Bild #3: Am Fischbeker Heideweg

..und einem verwaisten Waldsportplatz.
Direkt hinter dem geht ein Trampelpfädchen rechts ab. Unmarkiert, und auf der Karte isses auch nicht.
Aber es ist die Richtung, in die ich eigentlich will.
Hmm…

Ach, was soll´s, ich versuch´s mal.

Ein paar Meter nur, wunderbar sandig-weicher Waldboden zwischen staksigen Birken und Kiefern, dann geht´s über einen breiteren Waldweg (ist der auf der Karte? Keine Ahnung, ich lauf einfach mal blind drüber) und direkt danach am Rand eines kerbe-artigen Tals (mit ein bisschem guten Willen könnte man´s schon fast als Schlucht bezeichnen) bergab:

Bild #4: Abwärts.
Gibt also doch sowas wie Topografie im Norden… 😀

Unten ist der Wald dann auch schon wieder zu Ende.
Vor mir: Ein großes offenes Tal, offensichtlich mal von einem Gletscher gezogen:

Bild #5: Talrand

Bewachsen mit Heidekraut und Birken, eingerahmt von steilen Hügelkämmen, langgezogen von links nach rechts, gestreichelt von der warmen Mittagssonne.
Und richtig schön einsam ist es auch noch – irgendwo weit weg staksen zwei Nordic Walker durch, ansonsten bin ich allein auf weiter Flur – und das, obwohl das hier ja immer noch das Stadtgebiet von Deutschlands zweitgrößer Metropole ist!
Ich wette, an der Alster oder am Elbufer trampeln sich gerade die Jogger und Spaziergänger tot – aber das Fischbeker Tal (so heißt das Ding nämlich) hab´ ich quasi für mich alleine.
Wunderschöne Landschaft. Und vor allem eine, die ich noch nie beim Laufen hatte.
Das macht instant glücklich! 🙂

Natürlich lauf ich gleich mal mitten rein, auf ´nem sandigen, superbequemen Fußweg zur ersten Kreuzung…

Bild #6: Fischbeker Heide

…dann mal kurz rechts, nordwärts…

Bild #7

…dann wieder links, durchs Tal durch in Richtung des Hügelkamms auf der anderen Seite:

Bild #8: Fischbeker Heide im Panoramaformat – wun.der.schön!

Der hat´s mir ja sowieso angetan – so ein bisschen bergauf und oben gibt´s vielleicht Aussicht, genau darauf hab ich Lust.
Außerdem müsste laut Streckenplänchen der gute, alte europäische Fernwanderweg 1 da oben verlaufen, und der ist sowieso für die nächsten Kilometer eingeplant:

Bild #9: Aufwärts

Sind vielleicht zwei, drei Dutzend Höhenmeter, die Steigung ist ordentlich aber nicht mörderschlimm.
Sollte eigentlich kein Problem sein. Behauptet meine Selbsteinschätzung.
Meine Beine und meine Lunge sind sich da allerdings nicht so sicher – die monatelange Berglaufpause macht sich dann bemerkbar und bringt mich bereits nach den ersten paar Metern ins Schwitzen, Keuchen und Schneckentempoen.
Einen Heidenspaß macht´s trotzdem.
Auch wenn ich schon ganz happy bin, als die letzten Meter Aufstieg laaaaaaaangsam vorbeiziehen:

Bild #10: Huijuijui. Fast oben.

Aaaaber: Die Anstrengung lohnt sich auch.
Oben gibt´s nämlich noch mehr von der tollen Heidelandschaft, nur mit ein bisschen mehr Aussicht und Hügeln.
Großartig.

Tatsächlich stoße ich hier auch gleich auf das weiße Andreaskreuz, das den Verlauf des europäischen Fernwanderwegs 1 markiert (der, ich wiederhol´s immer wieder gerne, mich direkt nach Hause an die Bergstrasse bringen würde, wenn ich ihm nur lang genug folgen könnte). Mit dem geht´s nun weiter, über den heidigen Hügelrücken.
Linkerhand das Fischbeker Heidetal, das ich gerade noch durchquert habe…

Bild #11: Fischbeker Tal

…rechts liegt eine kleine Hochebene nach Norden, auf der sich ein Segelflugplatz erstreckt…

Bild #12: Segelflugplatz

…hinter dem in der Ferne die Erhebung des anderen Elbufers (vermutlich bei Wedel??) sichtbar ist:

Bild #13: Blick über die Startbahn des Segelflugplatzes nach Nordwesten

Südwärts. Geradewegs auf die wunderbar warme Mittagsonne zu.
Sandiger, weicher bequemer Weg, leicht hügelig, durch Heideland und kleine Wäldchen aus Kiefern und Birken.
Herrlich!!!


Bild #14: Europäischer Fernwanderweg 1 über die Hügel der Fischbeker Heide. Mal auf gleichbleibender Höhe,…


Bild #15: …dann wieder ein bisschen bergauf oder – wie hier – bergab,…


Bild #16: …durchs Naturschutzgebiet in dem weiterhin keine Menschenseele außer mir unterwegs ist. Großartig!


Bild #17: Nach ein paar Minuten windet sich der Weg halblinks, ernsthafter bergab…


Bild #18: …zurück runter ins Fischbektal…


Bild #19: …über einen kiefernwaldbestandenen Vorhügel…


Bild #20: …(ist übrigens weiterhin superangenehm hier draußen im hellen Sonnenlicht und der frischen Luft)…


Bild #21: …und schließlich am Rand eines schmalen, langen Seitentälchens hoch, das mich irgendwie an das Tal zwischen Waschenbach und Frankenhausen im fernen Odenwald erinnert…


Bild #22: …auch wenn die Anhöhe auf der gegenüberliegenden Talseite doch schon deutlich flacher ist, und die Birken merklich anders als die normale Odenwaldflora aussehen.

Dann ist auch schon Schluss mit Heidelandschaft.
Stattdessen gibt´s Wald.
Schönen, hellen, lichten, sonnigen Kiefernwald, mit angenehm federnden Boden und sovielen kleinen, nickligen Auf- und Abstiegen, dass ich richtig schön außer Puste komme.
Cool, das… 😀


Bild #23: Mal unter uns: Das mögen zwar nur 20 oder 30 Höhenmeter sein, aber mit zweistelligen Steigungsprozenten, regelmäßigen Wiederholungen und einem zu langer Beinahe-Inaktivitiät geschuldeten generell beklagenswerten Fitnesszustand merkt man das schon. Ich glaube, so ´nen Dreißiger durch ein echtes Mittelgebirge sollte ich in nächster Zeit lieber nicht versuchen… 😉

Wenn´s mal nicht kurz aber steil hoch bzw. runter geht, ist der Weg allerdings schön gerade, wunderbar weich und sackbequem. Könnte man stundenlang traben, so in der wohligen Mittagsonne, mit den knarzenden Kiefern und dem leicht waberigen Heidekraut und dem Geschmack von nordischem Vorfrühling auf dem Gaumen:

Bild #24: Ladies and Gentlemen: The Europäischer Fernwanderweg 1, looking prim and prissy as ever. Handsome bastard, isn´t he?

Nach ´nem knappen Kilometerchen kommt rechts ein breiter, parallel verlaufende Forststrasse in einem Hohlweg in Sicht.
Sieht gar nicht danach aus, aber das ist auch schon die Landesgrenze. An die kommt man natürlich auch ein bisschen schneller, wenn man im kleinen Hamburg unterwegs ist… 😉


Bild #25: Die (im wahrsten Sinne des Wortes) grüne Grenze: Hüben HH. Drüben NI.

Da lauf´ ich jetzt auch drüber: Mal kurz auf dem wurzligen Trampelfpad die Böschung runter, einmal über die Forststrasse, auf der anderen Seite wieder hoch und an ein paar traumhaft gelegenen Waldgrundstücken mit freundlich-einsamen Wohnhäusern vorbei den nächsten Hügel hoch.
Adieu Hamburg, Willkommen in Niedersachsen!

Ein paar laue Meterchen und ich erreiche Tempelberg, seines Zeichens Ortsteil der Gemeinde Neu-Wulmerstorf vor den Toren der Hansestadt:

Bild #26: Anfang von Tempelberg

Meine Fresse ist das hübsch!
Ich hab´ ja in den letzten Wochen wie gesagt ein bisschen mit dem doch sehr dicht-urbanen Hamburger Innenleben gefremdelt, entsprechend springt mein landeieriger Schöner-Wohnen-Sinn hier quasi in einen quiekenden Overdrive.
Eigentlich ist Tempelberg nicht mal ein Dorf, mehr eine Ansammlung schöner, luxuriöser Eigenheime, die lose verteilt an einem rissigen Strässchen mitten im hügeligen Wald liegen. Keine billige Wohnlage, das sieht man, aber eine extrem ruhige und idyllisch.
Hmm… Vielleicht ist hier ja ´n Zimmer frei, wenn ich mich denmächst etwas dauerhafter in/um Hamburg einrichten müssen sollte…?

Na denn: Endgültig raus aus der Fischbeker Heide…

Bild #27: Auch wenn´s nicht danach ausgesehen hat, laut diesem Schild hat die Heide tatsächlich bis hierher gereicht, auch wenn´s für meinen auswärtigen Laienblick gar nicht danach ausgesehen hat
…und rein nach Tempelberg, an lose im Wald liegenden grünenden Gartengrundstücken mit Lattenzäunen und teils verwunschen anmutenden Backsteinhäuschen vorbei…

Bild #28: Auf der „Dorfstrasse“ von Tempelberg. Übrigens ein Blick zurück, denn direkt vorne steht frontal die Mittagsonne, und mit soviel Gegenlicht tut sich meine arme, alte Kamera inzwischen doch mächtig schwer…

…über die einzige Kreuzung der Siedlung…

Bild #29: Hier sieht man auch mal gut, dass es hier tatsächlich schön hügelig ist, mit Häuschen in Hanglage und so. Wie sich sowas eben gehört… 😉

…und kurz danach dann links ab, zwischen zwei Grundstücken hindurch zurück in den lichten, sonnigen Wald (natürlich immer noch brav dem weißen Andreaskreiz vom Fernwanderweg hinterher):

Bild #30: Waldweg, irgendwo südlich von Tempelberg

Auch hier bleibt´s läuferisch äußerst angenehm. Immer schön nach Süden, der Sonne entgegen, gaaaanz langsam durch den (vor?)Frühlingstag, auf weichen Wegen mit Baumnadelpolster, ein bisschen auf, ein bisschen ab, meist auf schmalen Pfädchen, die nur hin und wieder mal einen breiteren Forstweg überqueren, bis auf zwitschernde Vögel und ein paar freundliche Biker (die fast alle grüßen, das sei hiermit positiv vermerkt, selbst wenn das übliche „Moin“ für mich irgendwie nicht so ganz in diese an sich Süd- bis Mitteldeutsch anmutende Hügelwaldlandschaftpassen will…) schön einsam.
Läuft prima! 🙂

Bloß zum Fotografieren, da findet sich hier nicht mehr ganz so viel Gelegenheit. Ist zwar immer noch total hübsch, aber erfahrungsgemäß kommt eine Serie aus 40 Waldfotos mit mehr oder minder ähnlich aussehenden Bäumen nie ganz so gut. Ist ja aber auch nicht weiter tragisch, bleibt die Kamera halt ein bisschen mehr am Handgelenk baumeln und ich kann mich so richtig schön treiben lassen…

Anderthalb Kilometer hinter Tempelberg geht´s kurz am Rand einer großen Lichtung entlang…

Bild #31: Lichtung an/in der „Doppelheide“ im Daerstorfer Forst (sagt zumindest die Wanderkarte).

…ansonsten sind die nächsten paar Kilometer exklusiv wunderbar gehügelte Waldstrecke mit riesen-Erholungsfaktor:

Bild #32: Egal ob im Süden oder Norden – der Fernwanderweg 1 ist offenbar wirklich überall hübsch!

Vielleicht zehn Minuten nach dert Lichtung geht´s über die alte Poststrasse zwischen Elstorf und Leversen, an der nette Menschen einen Wegweiserfindling platziert haben, extra für mich, damit ich sichergehen kann, dass ich auch wirklich noch auf Kurs bin (bin ich. Yaaay!)…

Bild #33: Wegweiserfindling, im Hintergrund erkennt man auch noch die Fernwanderwegsmarker (nur so zur Sicherheit…)

…dann gibt´s – wer hätte es gedacht – noch viel mehr netten Wald:

Bild #34

Schließlich heißt´s aber doch Abschied nehmen: Einen guten Kilometer nach der Poststrasse will der Fernwanderweg geradeaus, weiter südwärts. Ich hingegen muss so langsam mal an den Rückweg denken, schließlich bin ich nun schon über ´ne Stunde konsequent nach Süden gelaufen (wenn auch lahm), die muss ja auch in der entgegengesetzten Richtung wieder investiert werden. Deshalb trennen wir uns hier – der Fernwanderweg setzt seine lange und zweifellos schöne Reise in Richtung Heimat fort, ich hingegen wechsle halblinks auf einen lokalen Wanderweg, der mit einem gelben Pfeil markiert ist (das sind die hier alle, je nachdem, welcher Weg es ist, steht dann jeweils eine andere Buchstabenkombination im Pfeil drin) und gleich mal stramm bergauf führt (puuh! Früher ist mir das echt leichter gefallen. Was so ein paar Monate ohne anständiges Training doch ausmachen), bis hinauf zum Karlstein.

Der sitzt auf einer kleinen, hübschen Kuppe (99 m.ü.NN., fühlt sich nach dem Aufstieg allerdings eher wie 399 m. an…), sieht so aus…

Bild #35: Am Karlstein

…und hat sogar eine nette kleine Sage zu bieten, die vor Ort allerdings nirgendwo zu finden ist (schade, so ein kleines Täfelchen wäre gar nicht verkehrt) – hier soll nämlich während der Sachsenkriege mal Karl der Große vorbeigekommen sein. Weil er so müde war, legte er sich ein wenig am Stein schlafen und verbot seinen Gefolgsleuten, ihn zu wecken, egal unter welchen Umständen – wer den Befehl mißachtete, sollte des Todes sein. Kaum war der Kaiser ein bisschen eingenickt, rückten allerdings die feindlichen Sachsen an, was für sein Gefolge ein echtes Dilemma bedeutete. Schließlich entschied man sich, den schlafenden Karl mit einem seiner Jagdhunde zu bewerfen (!), damit er doch bitteschön erwache.
Genau das passierte auch: Karl wachte auf, erfasste die Lage, schwang sich auf sein Pferd, mit dem er dann über den Stein sprang und ihn dabei gleich auch nochmal mit dem Schwert spaltete (weil halt), um dann die Sachsen so richtig zu vertrimmen. Ob der arme Jagdhund danach hingerichtet wurde, ist allerdings nicht überliefert. Aber zumindest einer seiner Pfotenabdrücke soll noch auf dem Stein zu sehen sein, genauso wie vier Hufabdrücke vom Schlachtross des Kaisers…

Wir sehen: Coole Stories von Karl dem Großen haben sie sogar im Norden… 😉

Hinter dem Karlstein geht´s weiter bergauf, über einen herzallerliebsten waldigen kleinen Hügelkamm dem Weg „Ki“ (glaub ich) hinterher…

Bild #36: Lokalweg Ki (sowie auch N, A und Ka – das ist alles nicht so ganz eindeutig) hinterm Karlstein

…von dem links und rechts immer wieder kleine sonnige Waldtälchen abgehen:

Bild #37: Sowas also

Dazu isses auch gerade so richtig schön warm und freundlich, fühlt sich einfach nur schön an, hier draußen:

Bild #38: Aaah. Tut so richtig gut…

Es folgt: Mehr Wald:

Bild #39: Mehr Wald

Mit Auf. Und Ab. Und Sonne. Und frischer Luft. Und wenig anderen Menschen. Und Erholung.
Wie gehabt. Nett!

Aber so langsam auch nicht mehr ganz so taufrisch wie noch vor ´ner halben Stunde. Die 10-km-Marke ist inzwischen geknackt, und auch wenn ich bisher niemals höher als vielleicht 120 oder 130 m. über dem Meerespiegel war, durch die vielen kleinen, steilen An- und Abstiege sind schon ordentlich Höhenmeter zusammengekommen. Und wie gesagt: So richtig fit bin ich im Moment ja auch nicht unbedingt…
Das macht sich dann schon so langsam bemerkbar. Noch kein „Mann mit dem Hammer“, aber dass ich heute keine 30 Kilometer mehr schaffen werde, ist doch absehbar.

Bis auf Weiteres halte ich mich an den Weg Ki…

Bild #40

…der irgendwie ungefähr in die richtige Richtung führen müsste, auch wenn ich ihn gerade auf der Karte nicht so ganz nachverfolgen kann. Aber solange die Sonne ungefähr auf der richtigen Seite steht (rechts hinten, denn inzwischen geht´s nach Ost-Nordost) und der Wald weiter hübsch ist…

Bild #41: …ja, in der Tat, ist noch hübsch…

…sollte eigentlich alles ok sein.

Nach ein paar Minuten geht der Trampelpfad in einen betonierten Weg über – das erste Asphaltstück der heutigen Strecke. Geradlinig, aber unangnehm hart, gerade für meine armen, unfitten Waden:

Bild #42

Weiter nach Ost/Nordost durch den Wald.

An der nächsten größeren Kreuzung gibt´s zwei freundliche Bänckchen in der Sonne…

Bild #43: Hm. Einladend…

…auf denen ich mir eine kleine Pause gönne.
Beine Hoch…

Bild #44: Aaaaaah….

…Sonne reinlassen…

Bild #45: AAAAAAAH…

…genießen!
Herrlich, am liebsten würde ich die Augen zulassen und ein kleines Nickerchen machen.
Aber das geht natürlich nicht, einerseits wegen der Zeit, andererseits weil´s in den angeschwitzten Klamotten doch sehr schnell sehr frisch wird. Sonne hin oder her, 9 Grad Celsius bieten einfach noch nicht das perfekte Ambiente für sowas.

Also nur zwei, drei Minuten entspannen, dann geht´s weiter, nun schon ein bisschen steifbeinung und auch etwas durstig – denn zu trinken hab ich ja dummerweise nix dabei.


Bild #46: Weiter geht´s!

Wie gesagt: So ganz im Plan bin ich grad nicht mehr, irgendwie scheint der Weg Ki in echt anders zu verlaufen als auf der Karte (oder doch nicht??), ich lauf halt einfach hinterher.

Irgendwann erreiche ich einen Waldparkplatz (möglicherweise den an der Großmoddereiche):

Bild #47: An der Großmoddereiche (?)

Hier will der Weg Ki links ab, also will ich das auch. So einfach ist das.
Übrigens nun wieder als schmales Waldpfädchen, ist wirklich netter als der fiese, harte Forstwegsasphalt:

Bild #48

Weniger nett ist allerdings die Wegtopographie: Hier geht´s nämlich ständig auf und ab, und das wieder mal mit kurzen aber sacksteilen Anstiegen an wurzligen Waldhügelhängen.
Wenn ich fit und/oder frisch wäre, wär das sicher ein Riesenspaß.
Aber dummerweise bin ich das eine ja grad eh nicht, und das andere – nach nunmehr 13 oder 14 Hügelkilometern ohne was zu trinken – nicht mehr.
Da zieht dieses Auf und Ab schon ganz schön rein, die Fotos werden weniger, die einfach-nur-mal-ein-paar-Schrittchen-bergauf-gehen-Passagen mehr. Puuh…

Hübsch bleibt´s natürlich trotzdem, mit schönem, sonnigen Vorfrühlingswald…

Bild #49

…kleinen, beinahe schon schluchtartigen Einschnitten zwischen den Hügelrücken…

Bild #50: Sogar mit Treppen! Aber da muss man dann auch mal durch!

…und sogar der einen oder anderen kleinen lokalen Sehenswürdigkeit, wie z.B. dem Paul-Roth-Stein, der an den Verfasser des ersten Hamburger Wanderführers erinnern soll:

Bild #51: Paul-Roth-Stein.

Wirklich schön, aber ehrlich gesagt bin ich doch ein bisschen erleichtert, als es nach 1,5 bis 2 km etwas länger abwärts geht und so langsam der Waldrand vor dem Dörfchen Alvesen in Sicht kommt – vielleicht gibt´s da ja mal was zu trinken…

Und dann ist erstmal Schluss mit Wald. Die Bäume lichten sich, vor mir öffnet sich eine grüne, sanft geschwungene Hügellandschaft mit Feldern, Pferdeweiden, Hainen und kleinen Häuschen.
Landidylle pur – meine Fresse, ist das hübsch!!!!
Sieht aus wie eine pittoreske Bauerndorflandschaft am Rand irgendeines deutschen Mittelgebirges, liegt aber gerade mal fünf Autominuten vom Stadtrand Hamburgs entfernt. Richtig, richtig schön!


Bild #52: Am Waldrand zwischen Alvesen und Sottorf

Hier halte ich mich nordwärts, folge dem schmalen, rissigen Landsträsschen „Am Rosengarten“ durch die Felder und Weiden…

Bild #53: „Am Rosengarten“ vor Alvesen

…bis ich nach vielleicht 750 m. im auf einer kleinen Kuppe gelegenen Alvesen einlaufe:

Bild #54: Alvesen

Die gute Nachricht: Tatsächlich gibt´s hier eine Dorfkneipe!
Die schlechte Nachricht: Die macht allerdings erst abends auf – und das nützt mir jetzt – am frühen Nachmittag – grad mal goar nix!
Nichts zu trinken für den armen Matthias, stattdessen durchlaufen mit ausgedörrter Kehle. Laut Fahrradwegweiser sind´s nämlich noch drei oder vier Kilometer bis zum Ziel.
Die wollen bewältigt sein, trotz Durst und schweren Beinen…

Alvesen ist klein, entsprechend bin ich schnell durch – hinter der Dorfkneipe links auf/in den Rüderstieg, dann geradeaus an beschaulichen Einfamilienhäusern bis an den Waldrand und wieder zurück in den Schatten der Bäume.
Weiterhin der Weg Ki, mal wieder mit ein bisschen schwerer fallender Steigung:

Bild #55: Ist wirklich schattig zwischen den dicht stehenden Nadelbäumen. Fühlt sich fast schon etwas zu frisch an…

Irgendwann überquere ich eine große Wegkreuzung am Moisburger Stein…

Bild #56: Der Moisburger Stein. Alter Grenzstein aus dem 18. Jahrhundert, markiert aber auch heute noch die Grenze zwischen Hamburg und Niedersachsen – ab hier laufe ich also wieder auf dem Gebiet der Hansestadt

…und mache mich direkt danach an den – hoffentlich letzten – Aufstieg für heute, auf dem Weg „Ka“ zurück in Richtung Fischbeker Heide und Schafstall.
Geht gar nicht mehr steil bergauf, nur noch ein kleines bisschen:

Bild #57: Weg Ka hinterm Moisburger Stein und im Gegenlicht

Anfühlen tut sich´s aber trotzdem wie eine 18%-Steigung. Schlimm, wenn man nix mehr gewöhnt ist…
Zum Glück gibt´s hier und da immer mal ´ne kleine Ausrede für eine Pause, beispielsweise der morastige Streife neben dem Weg, in dem hunderte seltsam strohiger Knubbel wachsen, die natürlich sofort sorgfältig fotografiert gehören:

Bild #58: Seltsame Knubbelansammlumg am Wegesrand.
Hätte ich übrigens auch dann fotografiert, wenn ich nicht außer Puste gewesen wäre… 😉

Und dann hab´ ich´s endlich fast geschafft.
Im lichten Wald vor mir tauchen ein paar vereinzelte Häuschen und Grundstücke auf…

Bild #59

…zwischen denen sich der Weg kurz hindurchschlängelt und mich dann an einer kleinen Kreuzung mit Wegweisern deponiert:

Bild #60: Nämlich hier

Ein letztes Mal verweile ich zum Kartenstudium und sehe dabei offenbar so hilflos aus, dass ein älterer Nordic Walker, der gerade vorbei stakst, sich genötigt sieht, mir hanseatisch-distanziert aber nicht unfreundlich bei der Wegfindung zum Ziel zu helfen. Gute Sache das, denn so erfahre ich, dass der linke Weg zwar markiert ist, aber auch nochmal ordentlich runter führt, bevor er dann wieder zurück zum Schafstall klettert. Mag ich nicht mehr, also nehme ich den rechten, unmarkiert aber benannt ist: Fischbeker Heideweg.
Der hat keine nennenswerten Höhenunterschiede mehr.
Gut so!

Sind auch nur noch ein paar hundert Meter auf weichem, laubigen Untergrund zwischen den Baumstämmen hindurch…

Bild #61: Am Fischbeker Heideweg

…dann kommt tatsächlich der Parkplatz am Schafstall in Sicht:

Bild #62: Kurz vor Ziel

Augenblicke später bin ich wieder beim Auto und kippe mir erstmal den brühwarmen Inhalt der auf dem Beifahrersitz deponierten Mineralwasserflasche in den Hals.
Das tut guuut!!!!

Joa.
Und das war´s dann auch schon wieder.
Tolle Tour bei tollem Wetter in toller Landschaft – so mag ich das!
Dafür nimmt man auch gerne den Durst und den fiesen Muskelkater in Kauf, den so ein langer Ausflug für den dicken, untrainierten Amateur zwangsläufig mit sich bringt… 😉
Hat sich gelohnt, vor allem auch, weil ich gelernt hab´, dass Hamburg manchmal auch ganz schön Hügelig und/oder ländlich sein kann, und läuferisch noch Einiges mehr zu bieten hat als nur die doch etwas überlaufene Alsterrunde.
Bloß ein paar Burgen und Weinberge mehr hätten´s eventuell noch sein dürfen – aber vielleicht find ich die demnächst ja auch noch irgendwo im Umland…:)

Strecke: 18,6 km
Zeit: So lahm, dass ich lieber nicht drüber sprechen mag!
Anteil der noch nie gelaufenen/gebloggten Passagen an der Gesamtstrecke: 100%
Karte:

M.

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17 Antworten to “Wo das Flachland Berge hat: Fischbeker Heide und Schwarze Berge (18,6 km)”

  1. Kümmel Says:

    Jaja, immer diese dicken untrainierten Amateure ^^ *eigenewampetätschel*

    Ich weiß momentan leider auch nicht so recht, welches Gelände ich eigentlich mag.

    Reines Flachland (z.B. Viernheim, Weinheim, Heddesheim, Mannheim, Viernheim oder Bensheim, Lorsch, Einhausen, Bensheim) mit Autobahnbrücken als größte Erhebung liegt mir irgendwie nicht. Ohne ständige Gehpausen funktioniert es nicht (mehr), das ist irgendwie unbefriedigend. Vermutlich bin ich zu undiszipliniert einfach mal etwas langsamer zu machen, als es in dem Moment ginge.

    Gestern habe ich mir dafür mal wieder die volle Bergtour gegeben und das (zwischen Schannenbach und Grasellenbach) verbliebene Stück Nibelungensteig zwischen Weschnitz und Hammelbach auf eine 20km-Tour nach Fürth verbunden. War zwar gefühlsmäßig auch nicht top – und von stetigem bergaufLAUFEN bin ich sowieso noch weit entfernt – aber es war doch ein lohnender Lauf. Da gefällt mir das sonnige Wetter mindestens genau so gut wie dir und die auffällige Leere der Serpentinen unter der Walburgiskapelle (kein einziger Tourist weit und breit) tat ihr übriges um meine Laune zu heben.

    • matbs Says:

      Hmm, Nibelungensteig…
      Das weckt vage Erinnerungen an irgendwas…
      Sowas könnt ich hier oben auch ein bisschen mehr brauchen!

      Disziplin im Flachland ist auf jeden Fall wichtig. Besonders wenn´s nix Anderes gibt als platteste Ebene. 😉

  2. Kümmel Says:

    [Benachrichtigungshaken vergessen]

  3. Heidi Says:

    Ich gönne dir jeden Meter, der dir in den Füssen weh getan hat und jeden Höhenmeter, den du insgeheim verflucht hast, von ganzem Herzen! So als kleine Rache von diversen KM, die du mich schon gescheucht hast.

    Ansonsten ist es dort natürlich lange nicht so hübsch wie hier unten 🙂
    Geh doch mal zum Fährhaus Schulau und laufe dort. Ich glaube, dort ist es sehr hübsch.

    Ich geh jetzt auch laufen. Rate mal, welche Runde 😉

    • matbs Says:

      Pff, wie gemein!
      Dabei wärst du ohne mich niemals nie nicht auf den Melibokus gekommen (selbst gehend klappt das ja
      nicht, wie wir neulich gelernt haben!). 😀
      Aber wart nur, das kriegst du vielleicht ja
      nochmal wieder…

      Was das hübsch angeht, da enthalte ich mich nochmal, ganz Norddeutschland hab ich ja (noch) nicht gesehen.
      Aber ein bisschen vermiss´ ich die Bergstrasse und den odenwald schon!

      Fährhaus Schulau ist allerdings erstmal nicht drin, bin ja frühestens Ende Mai wieder in HH. Bis dahin muss ich mich in Dithmarschen und – nach Ostern – in Hannover umschauen.

      Gute Beine!

  4. DocRunner Says:

    Mein lieber Mann,
    da hast Du mich jetzt überrascht. Ich wusste nicht wieviel Höhenmeter das „flache Land“ zu bieten hat und es scheint so, dass es da noch einiges zu entdecken gibt. Die Bilder machen Lust auf mehr und ich denke Du wirst uns sicher mitnehmen, falls es Deine Zeit zulässt. Mit den Mittelgebirgen und ihren Ausläufern kann das Profil nicht mithalten, aber Dein Bericht vermittelt etwas „heimatähnliches“ für solche Südgeister wie uns, Danke dafür und lass es Dir gut gehen.
    Schön, dass Du mal wieder eine Fototour online gestellt hast

    Salut
    Christian

    • matbs Says:

      Naja, es ist nicht grad der Schwarzwald, aber schonmal deutlich besser als nix, auch weil´s nicht so überlaufen ist, wie die Innenstadtjoggerstrecken. Aber ein paar Weinberge mehr dürften´s ruhig noch sein… 🙂

      Ich schau auf jeden Fall mal, ob und wann ich wieder was mit Fotos reinkriege.

      Gruß ausm Norden

  5. Daniel Kopp Says:

    Ich finde das ist ein klasse Revier. Viele kleine Hügel erreiche eine andere Intensität als ein großer Berg, in den Westlichen wäldern sind die Berge auch nicht höher als 100m.

    Man sollte den Wert eines Laufrevieres ohnehin nicht an seinen Steigungen festmachen. Geologisch sowie von der Flora und Fauna scheint das ein interessanter Flecken Erde zu sein.

    Viele Grüße
    Daniel

    • matbs Says:

      Ja, das ist wirklich ´ne nette Laufecke. Aber für Hamburger Verhältnisse eben auch ziemlich weit ab vom Schuss, da braucht man wirklich schon verflixt lange, bis man aus der Stadt da draußen ist.
      Aber mal sehen, in nem halben Jahr oder so werd ich wahrscheinlich mehr in HH zu tun haben und mir dementsprechend vermutlich auch eine etwas permanentere Unterkunft in der Stadt suchen müssen – da werd´ ich vielleicht wirklich mal andenken, ob es pendeltechnisch noch möglich wäre, sich was da draußen in Richtung Stadtrand zu suchen…

      Und so ein bisschen auf und ab gehört ja doch schon irgendwie zu ner ordentlichen laufgegend, oder? 😉

  6. Laufhannes Says:

    Eine wunderbare Runde, wie es sich für den Norden gehört. Nur doch ein extremer Gegensatz zu dem, was du gewohnt warst. Burgen und Weinberge, ich gespannt, wie viel Jahre du danach suchen musst 😉

    • matbs Says:

      Für die Weinberge wahrscheinlich noch ein paar Jahrzehnte, bis der Klimawandel weiter fortgeschritten ist.
      Und die Burgen? Naja, das wird glaub ich schon recht schwer hier oben… 😀


  7. […] war, das kann man ja glaub´ ich auch ganz gut aus den (zahlenmäßig ja sehr sehr dürftigen) Blogeinträgen aus dieser Zeit rauslesen. Was allerdings (auch das hab ich glaub ich schonmal angedeutet) weniger an Hamburg […]

  8. geknipselt Says:

    Moin moin ! Es hat schon einige mehr überrascht ein solches Gebiet hier zu finden. Danke fürs Zeigen meiner Heimat. Lg aus Neu Wulmstorf
    Tina

  9. matbs Says:

    Hey Tina!

    Aber Hallo!
    Der Hamburger Rand ist wirklich total hübsch und überraschend, das hat mir richtig gut gefallen.
    Bin schon gespannt, was es da noch alles zu entdecken gibt…. 🙂

    Danke für den lieben Kommentar und Gruß zurück aus (momentan gerade) Hannover

    Matthias


  10. […] März 2011, Hobby: Unterwegs auf dem europäischen Fernwanderweg 1 in der Fischbeker Heide […]

  11. Sebastian Says:

    Vielleicht ist dieser Eintrag nicht mehr taufrisch. Aber irgendwie bin ich hängengeblieben.
    In meinen Beinen kribbelts, das kannst du dir nicht vorstellen. So ein ganzkleinwenig beneide ich dich ja schon um die damals gesammelten Eindrücke, Matthias. Was für eine schöne Runde, herrliche Landschaft, toller Beitrag und fantastische Fotos!
    Mich würde ja auch mal interessieren, wie deine Wanderkarte bei solchen Touren aussieht. Also welche Vermerke du im voraus machst, wie du planst, etc.
    Du läufst ja ohne GPS, richtig? Lässt du dich einfach von Glück, guter Absicht und Pi-mal-Daumen Navigation leiten?

    • matbs Says:

      Hey Sebastian!

      Dankeschön, positives Feedback ist auch bei nicht mehr ganz taufrischen Einträgen hochwillkommen!

      Ich war ja gerade vor kurzem noch zweimal dort unterwegs (wenn auch nicht zum Laufen) und muss sagen, das ist wirklich eine verflixt hübsche Ecke. Sehr abwechslungsreich und fast schon ein bisschen einsam. Selbst viele Hamburger kennen die Fischbeker Heide nicht, obwohl sie ja noch in ihrem Stadtgebiet liegt. Wirklich sehr schön, wenn man ein bisschen raus will.

      Bei der Planung von sowas halte ich mich nach Möglichkeit an offiziellen Wanderkarte. Wenn ich irgendwohinkomme, versuche ich, mir gleich schon mal eine ordentliche Karte zu besorgen, am besten in einem Maßstab von 1:50 000 oder noch genauer (was gerade in Norddeutschland nicht immer so einfach ist – für den Oldenburger Raum zum Beispiel hab ich bisher nichts Brauchbares finden können. Falls partout nichts zu finden ist, tut´s manchmal auch ein Stadtplan oder Google Earth – aber das ist eher ne Notlösung). Meine Heimkarten für den Odenwald z.B. sind 1:20 000, das ist perfekt.
      Und auf denen schau ich mich dann erst mal um, wo es interessant aussieht. Wo gibt´s Natur, Sehenswürdigkeiten, schön ausschauende Routen, manchmal ergänzt durch ein bisschen Internetrecherche.
      In Ecken, die ich überhaupt nicht kenne, hilft auch oft ein Blick aufs Satellitenbild von Google Earth.

      Und damit guck´ ich mir dann eine Strecke aus, die reizvoll aussieht. Wo´s welche gibt, sind markierte Wege extrem hilfreich, es geht aber auch ohne. Oh, und es kann ganz hilfreich sein, die Strecke vorher nochmal kurz auszumessen (wieder Google Earth, nur ganz grob), sich über An- und Abreise und Proviant Gedanken zu machen und die Höhenmeter zu überschlagen (zumindest da wo´s bergig ist). Geht aber auch ohne, das ist ggf. abenteuerlicher… 😉

      Und für unterwegs nehm ich mir dann meistens einen Ausdruck mit dem releventen Ausschnitt der Wanderkarte mit und navigiere mit dem (wobei ich mich erinnere, dass ich gerade bei dieser Tour tatsächlich die ganze Karte dabei hatte. War etwas unhandlich und es hat der Karte nicht so richtig gut getan, aber es geht auch). Der Trick ist, immer ganz genau zu wissen, wo man gerade ist (da helfen Wegmarker und markante Punkte), dann lässt es sich auch in unbekanntem Gebiet sehr präzise navigieren.

      Auf gut Glück oder Pi Mal Daumen ist dagegen schon ein bisschen riskant, gerade bei längeren Touren – einmal was falsch gemacht oder verschätzt und schon kann das sehr unbequem werden (z.B. wenn´s langsam dunkel und kalt wird, man fix und fertig ist, und dann auf einmal ins falsche Tal abbiegt und sich dann nicht nur mehrere Kilometer sondern auch ein paar hundert Höhenmeter vom angepeilten Ziel entfernt wiederfindet). Das gilt natürlich besonders in Gebieten, die nicht so dicht besiedelt sind.
      Andererseits kanns aber auch total spannend und abenteuerlich sein, einfach mal ins Blaue zu laufen. Aber grundsätzlich würde ich das eher in Gegenden empfehlen, wo man sich wenigstens ein bisschen auskennt oder sich anhand von Bergketten usw. orientieren kann. Und selbst dann kann´s nicht schaden, das Handy und Notfallgeld für ´ne Einkehr oder schlimmstenfalls ein Taxi dabei zu haben… 😉

      Gruß aus dem Heimurlaub

      Matthias


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