Maschseerunden in Hannover (6,5 km – 12,9 km)

25. Juli 2011

Pssst, hey, ich verrat euch jetzt mal was: Ich war in den letzten Monaten gar nicht ganz so selten laufen, wie das hier auf dem Blog den Anschein gehabt hat. Tatsächlich hab´ ich schon noch ein paar Ründchen mehr gedreht (nicht annähernd genug, aber wenigstens ein bisschen was), aber nicht drüber geschrieben.
Warum das so ist – hmm, wahrscheinlich eine Mischung aus Zeitmangel, den unendlich vielen neuen Eindrücken dank neuem Job und neuer Umgebung, und womöglich auch ein bisschen Unlust (wenn man schon seinen Lebensunterhalt in irgendeiner Form mit Texten verdient, dann mag man´s in der Freizeit manchmal nicht auch noch machen ;)).
Oh, und außerdem vielleicht auch das Gefühl, dass das alles nicht so ganz meinen selbstgestellten Ansprüchen ans Laufbloggen genügen würde, weil´s nur ein paar wenige Standardrunden waren, die ich dementsprechend öfter wiederholt habe (und jedesmal einen eigenen Eintrag für den schon fünfmal gelaufenen 6,5er, das muss ja nicht sein…).

Deshalb hab´ ich mir gedacht, ich handele das ganze mal en Bloc ab, indem ich einfach mal die Strecken beschreibe, ohne auf jeden einzelnen Lauf einzugehen. Bietet sich an, weil sie alle in Hannover sind und alle irgendwie am Maschsee entlanggehen.
Also dann:


So. Okay. Reden wir erstmal über Hannover. Da hab´ ich nämlich viel Zeit verbracht, seit´s mich vor einem halben Jahr (Wow! Schon ein halbes Jahr? Fühlt sich kürzer an! Oder auch alternativ: Wow! Erst ein halbes Jahr? Fühlt sich länger an. Klingt komisch, stimmt aber irgendwie beides gleichzeitig…) beruflich in den Norden gezogen hat:
Ein Monat im Februar, fünf Wochen im April und Mai, sechs Wochen im Juni und August, das läppert sich.
Hat aber gut gepasst, denn wie ich in diesen dreieinhalb Monaten rausgefunden hab´, mag ich Hannover ziemlich gerne.
Ist einfach eine nette Stadt – vielleicht keine ganz große Schönheit, aber ein Ort mit sehr vielen richtig hübschen Ecken, viel Natur drumrum (die man schnell erreicht), interessante Bausubstanz, ein bisschen Kunstsinn – ansehnlich. Aber was mir vielleicht am allerbeste an Hannover gefällt: Es fühlt sich gar nicht an, wie eine Metropole mit mehr als einer halben Million Einwohner. Das Zentrum ist gut zu Fuß erlaufbar, alles wirkt ein bisschen ruhiger und entspannter als zum Beispiel im teils arg hektischen (und zuweilen vielleicht auch etwas überkandidelten) Hamburg, und die Hannoveraner (Hannoverer?) sind überhaupt nicht so reserviert und zurückhaltend, wie man ihnen manchmal nachsagt.
Das passt schon ziemlich gut mit Hannover… 🙂

Untergebracht war ich in diesen dreieinhalb Monaten in einer Dienstwohnung in der Südstadt. In sehr angenehmer Laufweite zum Arbeitgeber, aber auch in angenehmer Laufweite zum Maschsee. 200 Meter bis ans Ostufer, viel näher kann man gar nicht dranwohnen, ideal für die eine oder andere Runde nach Feierabend.

Okay, der Maschsee: Ganz zweifellos eines der nettesten Features von Hannover. Zweieinhalb Kilometer lang, ein paar hundert Meter breit, umgeben von Grün. Im Norden eine große Promenade, dahinter wunderschöne Maschpark und die Innenstadt, im Osten der baumbestandene Weg am Bennigsen-Ufer und die etwas verschlafene Südstadt, im Süden der Stadtrand und die Ricklinger Teiche, und im Westen die Leineauen und der Sportpark. Auf dem Wasser selbst tummeln sich Ruderer, Segler, Tretbootfahrer und Wassergeflügel, auf den Wegen rundrum Spaziergänger, Jogger und Inline-Skater, allerdings in geringerer Dichte als an der Alster in Hamburg, so dass es sich eigentlich nie zu voll anfühlt.

Wie gesagt, da lässt sich´s prima laufen, und das hab´ ich im letzten halben Jahr dann auch ordentlich gemacht: Im Februar nach Feierabend noch im Dunkeln und bei Eiseskälte, dick eingepackt und bibbernd, später dann auch im hellen und in Richtung Sommer dann immer leichter bekleidet. Am Anfang oft mit wechselnden Kollegen (meistens kurz und zu schnell, aber so sindse halt, die jungen Leute… ;-)) in den letzten Monaten dann auch öfter mal alleine.
Ein richtig großes Streckennetz ist es zwar nicht geworden, da ich mich aus Zeit- und Organisationsgründen an ein paar mehr oder weniger feste Standardstrecken gehalten habe, aber ein bisschen was ist dann trotzdem zusammengekommen:

Jeden einzelnen Lauf kann ich allerdings nicht mehr bloggen, dafür reicht mein löchriges Gedächtnis dann doch nicht – aber zumindest die Strecken will ich nochmal kurz vorstellen.

Los geht´s:

Die Standardkurzstrecke: Einmal rundrum (6,5 km, gelaufen am 1.2./2.2./8.2./10.2./17.2./23.5./10.7./12.7./19.7.2011)
Die Route für den Freizeitjogger, der nicht soviel Zeit hat – einmal um den Maschsee, sechseinhalb bequeme und unkomplizierte Kilometer ohne dass man sich groß einen Kopf über die Strecke machen müsste. Starten kann man prinzipiell überall (das haben Rundkurse so an sich :D), in unserem Fall fangen wir einfach mal an meiner Dienstwohnung in der Südstadt an. Wiesenstraße, links und rechts mehrstöckige Wohnhäuser, alles grün und friedlich (die Südstadt gilt bei den Hannoveranern nicht unbedingt als das… belebteste Stadtviertel… ;)).

Ein paar Meter nach Süden, dann rechts durch den Moocksang, einen Fußweg unter dichten grünen Baumwipfeln (zumindest im Sommer, im Februar waren es eher kahle graue Wipfel), der am Gelände des NDR-Landesfunkhauses Niedersachsen bis zum Rudolf-von-Bennigsen-Ufer führt, einer breiten Durchgangsstraße, hinter der man bereits das Wasser glitzern sehen kann.
Kurz an der Fußgängerampel warten (ganz Verwegene und Anarchisten können natürlich auch bei Rot rüber, wenn kein Verkehr ist…), dann an den parkartigen Uferstreifen, auf dem ein asphaltierter Rad- und ein nicht asphaltierter Fußweg, getrennt durch einen breiten satten Rasenstreifen, unter herrlichen Alleebäumen am Ufer entlängführen.
Wir nehmen mal den Fußweg links runter, da müssen wir nicht ständig zwischen Bikern und Inliner-Fahrern rumlavieren und sind außerdem näher am Wasser.

Südwärts, immer schön am Ufer entlang. Je nachdem, ob und mit welchen Kollegen man unterwegs ist, entweder in schmerzhaft halsbrecherischem Tempo (diese jungen Leute, wollen immer nur kurz und schnell, aber sobald du ihnen einen 15er vorschlägst, kneifen die meisten… ;-)) oder auch schön entspannt und zurückgenommen.
Ich mag ja eher Letzteres, das hat man auch mehr Zeit, die Umgebung und die Stimmung zu genießen.
Lohnt sich!
Vor allem der See rechts ist toll, eine große, helle Wasserfläche, furchtbar lang aber gar nicht so breit, quasi rundrum Baumbestanden, auf dem Wasser tummeln sich selbst Wochentags Segler, Ruderer, Treetbootfahrer und Wasservögel, wer Glück hat kann direkt unter dem Mäuerchen, das hier oben Land und Wasser trennt, einen der riesigen Maschseekarpfen entdecken, die träge unter der Wasseroberfläche vor sich hindümpeln.
Das Stück selbst ist total unkompliziert, es geht einfach nur schnurgerade am Wasser entlang – das gesamte Ostufer ist eine mehr oder weniger gerade Linie, die daran erinnert, dass das Gewässer
a) nicht besonders alt
und
b) künstlichen Ursprungs
ist.
Tatsächlich ist der Maschsee nämlich gerade mal 75 Jahre alt, vorher gab´s hier nur die Leinemasch, eine große Feuchtwiese (unbestätigten Gerüchten zufolge gilt der Maschsee bei den Behörden auch heute noch als Wiese, weswegen z.B. der Kapitän, der das Ausflugsboot des Nahverkehrsbetriebes Üstra, fährt, kein besondere Lizenz oder sowas braucht. Wohlgemerkt: Alles Hörensagen, keine Ahnung, ob´s stimmt). Dann kamen die Nazis, beschlossen dass Hannover einen See braucht, und stampften das Gewässer mit Arbeitsdienstlern von 1934 bis 1936 aus bzw. in den Boden. Und da isser dann noch bis heute, der Maschsee.

Nach 300 m. passieren wir zwei gemauerte Ausbuchtungen, die formschön in den See reinragen und mit der Plastik zweier Nudisten verziert sind, kurz darauf eine Anlegestelle für Seegelboote mit angschlossener Kneipe und Biergarten direkt am Wasser. Sieht eigentlich total reizvoll aus – ob´s gut ist, kann ich allerdings nicht sagen, denn reingeschafft hab´ ich es nicht.

Danach ist Schluss mit Mäuerchen, stattdessen geht rechts nun ein schmaler Grasstreifen bis ans Wasser runter, gerne genutzt als Liege- und Picknickwiese, oder auch zum Entenfüttern (bester Platz dafür ist ein kleiner Holzsteg ungefähr 100 m. nach dem kleinen Bootshafen).

Inzwischen sind wir schon mehr als eineinhalb Kilometer unterwegs. Schräg vorne über dem Wasser ist bereits das Südufer des Sees erkennbar und der Uferweg macht den ersten – und einzigen – richtigen Knick an der Ostseite des Sees: Ein kleiner Schlenker nach links, vorbei an der Löwenbastian einer weiteren größeren Terrasse, die in den See ragt und mit zwei mächtigen, imposanten Löwenstatuen aus dunklem Metall geschmückt ist, die mit aufgerissenen Mäulern in Richtung Stadt zu brüllen scheinen. Stammen übrigens auch aus dem dritten Reich, wie so vieles hier am Ufer…

Kurz danach erreichen wir auch schon das Ende des Ostufers: Es geht über einen Parkplatz vorbei am Strandbad, das heute mit einem etwas versnobbt wirkenden Wellness-Center verquickt ist, dann rechts, zwischen Bahndamm und der Rückseite des Strandbades/Wellness-Centers gut 400 m. westwärts, bevor wir auf einem schmalen Kiesweg zurück rechts ans Südufer kommen. Von hier aus gibt´s erstmal einen schönen Blick nach Norden, über die ganze Länge des Sees hinweg auf die hannoversche Skyline. Die ist zwar nicht so furchtbar dicht, aber durchaus ansehnlich: Links die fast 100 m. hohe Kuppel des neuen Rathauses, etwas weiter rechts der schlanke weiße Turm des NDR und die sehr charakteristische Spitze der Nord LB, die ein bisschen so aussieht, als hätte ein riesenhaftes Kind seine Bauklötze etwas schief aufeinandergeschichtet.

Von hier aus dann: Weg am Westufer. Der ist insgesamt nochmal etwas ruhiger und idyllischer, als die Bennigsen-Ufer-Seite – die Uferlinie selbst ist hier geschwungen und urwüchsiger, linkerhand gibt es ein paar kleinere Parkanlagen, hinter denen die Leine parallel zum See gen Norden fliesst, dahinter gibt´s erstmal nur noch Wiesen, Auwald und Kleingärten, entsprechend fühlt sich das hier überhaupt nicht mehr nach Großstadt an.

Nach ein paar hundert Meter geht´s an der Maschseequelle (eigentlich ein Pumpwerk, das Wasser aus der Leine in den See bewegt) über eine kleine Brücke, dann weiter nordwärts, auf einem geschlängelten grünen Landstreifen zwischen See und Leine. Hin und wieder geht links mal eine Brücke über den Fluss ab, oder rechts stehen ein paar Bootshäuser und Anlegestellen, ansonsten ein angenehm reizarmes Stück, auf dem sich´s prima dahingleiten lässt, bis man schließlich nach über zweieinhalb Kilometern das schmale Nordufer erreicht.
Hier kriegt der Maschsee auf einmal ein bisschen was Mediterranes: Eine breite Promenade (zugegeben, auch hier erkennt man wieder die Nazi-Monumentalarchitektur, vor allem an der Siegessäule mit Statue an der Nordwestkante des Sees), an der Palmen stehen, bei schönem Wetter und viel Sonne hat die Szenerie fast einen Hauch von Cote d’azur.

Das Nordufer ist nur gute 250 m. breit, dann erreicht man schon wieder die Durchgangsstraße am Bennigsen-Ufer, gegenüber vom Sprengel-Museum, Hannovers erster Adresse für Moderne Kunst (das auch ein bisschen so aussieht, mit einer ungewöhnlichen Architektur und einer Niki de St.-Phalle-Nana-Statue davor). Hier geht´s dann wieder rechts, noch ein paar Meter den Fußweg runter, bis zur Einmündung der Str. „Auf dem Emmerberge“ auf der gegenüberliegenen Straßenseite. Noch einmal über das mehrspurige Bennigsen-Ufer und den Emmerberg hoch (geht gar nicht hoch, heißt nur so, in Wirklichkeit ist alles flach), vorbei an der Einfahrt zum Landesfunkhaus, dann vor der ard.zdf.Medienakademie rechts durch einen schmalen Fußweg, der zurück zur Wiesenstr. führt, auf der es dann noch 200 m. rechts runter bis zur Dienstwohnung sind.
Et voilá: Eine Maschseeumrundung. So einfach ist das… 😉

Strecke: 6,5 km
Zeit: Variiert.
Anteil der noch nie gelaufenen/gebloggten Passagen an der Gesamtstrecke: Beim ersten Mal 100% (6,5 km von 6,5 km), danach 0%
Karte:

Standardkurzstrecke x1,7 (11 km gelaufen am 22.2.2011)
Eigentlich genau dieselbe Strecke wie oben, bloss dass Kollege Simon nach 5 Kilometern doch nicht zweimal um den Maschsee laufen wollte und wir als Kompromiss deshalb an der Nordwestecke des Sees umgekehrt und zurückgelaufen sind (also quasi 4/5 der Strecke normal, dann dieselben 4/5 wieder zurück).
Macht dann:
Strecke: 11 km
Zeit: Mit Simon? Eher zügig…
Neue Strecke: Nope
Karte: Wie oben, bloß halt ohne den letzten Streckenabschnitt am Nordufer

Ein bissl was Extra: Maschseeumrundung + Sportpark und AWD-Arena (7,7 km, gelaufen am 28.4./30.4./17.5./24.5./8.7.2011)
Okay, mal ehrlich, so richtig doll viel sind die sechseinhalb Kilometer um den Maschsee jetzt wirklich nicht.
Da isses ja ganz logisch, dass man sich irgendwann nach Varianten umguckt, wie man die Strecke ein bisschen verlängern kann. Das hier ist die einfachste – eigentlich genau wie die normale Maschseestrecke, nur dass man am Westufer, nach ungefähr zwei Dritteln, links abbiegt.
Da geht nämlich eine Brücke über die Leine, dahinter geht´s dann geradeaus weiter, auf dem Ferdinand-Wilhelm-Fricke-Weg, einer ruhigen, wenig befahrenen Straße zwischen dem Schnellen Graben (einem breiten Kanal, der die Leine mit der etws weiter westlich vorbeifließende Ihme verbindet) und dem Areal des Sportparks, einer großen Gelände mit diversen Sportanlagen und-Hallen. Ein paar hundert Meter, dann rechts hoch, weiter am Sportpark entlang, nun aber nach Norden (und das Gewässer links der Straße ist nun die Ihme) bis kurz vor den Schützenplatz (nach meiner Erfahrung ist hier eigentlich fast immer irgendein Volksfest aufgebaut – feierfreudig, diese Hannoveraner), dann wieder rechts, auf der Robert-Enke Str. am leicht UFO-artig wirkenden Fussballstadion vorbei, nochmal über die Leine, dann schließich wie gehabt am Nordufer des Maschsees weiter.
Bonus-Strecke: 1,2 km. Immerhin…

Strecke: 7,7, km
Zeit: Unterschiedlich
Anteil der noch nie gelaufenen/gebloggten Passagen an der Gesamtstrecke: Beim ersten Mal 26,62% (2,05 km von 7,7, km), danach 0%
Karte:

Maschsee, Leineauen, Ricklinger Teiche (8,6 km, gelaufen am 2.5./3.5./21.6./9.7.)
Uuund noch ein Stückchen weiter.
Geht so: Beim Strandbad nicht rechts abbiegen und dem Südufer des Maschsees folgen, sondern geradeaus weiterlaufen.
Das ist erstmal nicht ganz so hübsch, weil man neben der Straße (Bennigsen-Ufer/Schützenallee) unter der Bahn und dem Südschnellweg durchmuss. Ist allerdings nicht lang, nach so ungefähr 400 m. kann man rechts auf den Gänseanger einbiegen, einen hübschen Fußweg, der geradewegs in die Leinauen führt.
´Ne richtig schöne Ecke, Wiesen, Bäume, Marschgebiete und Kleingärten.
Fühlt sich verflixt ländlich an, dafür dass es noch mitten im Stadtgebiet liegt…
Auch hier geht´s mal wieder auf einer Brücke über die Leine, danach rechts die Döhrener Masch hoch, einen asphaltierten Fahrweg durch die Schrebergartenkolonien. Nach ein paar hundert Metern nochmal unter dem Südschnellweg durch, dann immer schön nordwärts. Linkerhand gibt´s viel Wasser in Form der Ricklinger Teiche, die früher wohl mal Kiesgruben waren und heute Naherholungsgebiet sind, rechts ein bisschen Wald und viele Wiesen, auf denen Graugänse weiden und Menschen picknicken. Schön.

Jenseits der Teiche kommt die nächste kleine Brücke, dieses Mal über einen Bach namens Ricklinger Gauetwater (wie gesagt: Hier hat´s richtig viel Wasser), dann halblinks auf den alten Lorenbahnweg. Ebenfalls asphaltiert, nordwestwärts durch satte Weiden in Richtung Ricklingen, dessen Dächer man jenseits der Felder und Bäume schon erkennen kann. Schließlich unter einer schönen, alten Eisenbahnbrücke durch und eine Böschung am Ricklinger Ortsrand hoch, dann auf der imposanten Lodemannbrücke über die Ihme an den Rand des Sportparks und da wie oben beschrieben an der AWD-Arena vorbei zurück zum Maschsee.

Strecke: 8,6 km
Zeit: Jojo…
Anteil der noch nie gelaufenen/gebloggten Passagen an der Gesamtstrecke: 47,56% (4,09 km von 8,6 km) beim ersten Mal, dannach 0%
Karte:

– – –

Maschsee, Ricklinger Teiche und Maschpark (11,5 km, gelaufen am 11.5.2011)
Hm, die Runde haben wir nur einmal geschafft. Schade eigentlich, denn an sich ist die ziemlich nett.
Anfang wie bei der letzten Runde, aber dann auf der Schützenallee noch weiter nach Süden, bis an die Brückstr., die aus Hannover raus nach Hemmingen führt. Am Rand der schmalen Landstraße gibt´s einen rissigen Radweg, auf dem sich´s prima laufen lässt. Umgebung: Mischung aus Gras- und Buschland, dazu ein paar Kuhweiden.
Etwas über ein Kilometer geht rechts ein Asphaltweg rein, der zwischen den Ricklinger Teichen durchführt und sich nach gut 2 Kilometern mit der eins weiter obenen beschriebenen Strecke (Lohrenbahnweg, Lodemannbrücke, Sportpark) vereinigt.

Als Bonus gibt´s dann gegen Ende noch einen neuen Extraschlenker: Nicht am Nordufer des Maschsees zurück, sondern kurz vor der Leinebrücke links den Schützenhausweg hoch, der Parallel zur Leine nach Norden führt und an der Culemannstr. endet. Jenseits davon beginnt der Maschpark, Hannovers „Gute Stube“ – eine tolle, idyllische Parkanlage mit großem Teich, hinter dem sich das neue Rathaus erhebt, ein schlossartiger Prachtbau mit runder Kuppel und Türmen vom Anfang des 20. Jahrhunderts. Da laufen wir dann nochmal vorbei, quasi einmal rund um den See bis zum Sprengel-Museum, dann über die Gneiststr. und „Auf dem Emmerberge“ zurück in die Wiesenstraße.

Strecke: 11,5 km
Zeit: Schon gut über ´ne Stunde
Anteil der noch nie gelaufenen/gebloggten Passagen an der Gesamtstrecke: 47,48% (5,46 km von 11,5 km)
Karte:

– – –

Maschsee, Leineauen und Hemmingen (12,9 km, gelaufen am 26.6.)
Einer der Nachteile, wenn man sich immer nur an den Maschsee hält, ist, dass es ziemlich schwierig ist, sich zu verirren. Dabei ist so ein bisschen in die Irre laufen ja oft ganz spannend und heilsam.
Aber zum Glück hab´ ich ja ein Händchen für sowas – Der Clou ist einfach, unterwegs spontan irgendwo abzubiegen, ohne sich Gedanken zu machen, wo´s jetzt hingeht… 😀

Zum Beispiel am 26. Juni, einem warmen, sonnigen Sonntagnachmittag. Eigentlich wollte ich da ja die direkt obendrüber beschriebene 11,5er Strecke laufen. Aber an der Brückstraße ist mir dann so ein verlockender Weg links runter aufgefallen, grob an der Leine entlang in den unbekannten Süden. Schönes Wetter, gute Beine, also hab´ ich´s einfach mal probiert.

Ein langes Stück durch Auwiesen und Felder, erst als Weißdornweg, dann nach einm Knick als Schwarzer Weg, dann schließlich Ende an einer Landstraße mitten in der Pampa. Wo genau? Keine Ahnung, ohne Plänchen und Ortskenntnis ist sowas immer ein bisschen schwer zu bestimmen. Mein Bauchgefühl meinte aber, dass es sicher nicht verkehrt wäre, dem Radweg neben der Fahrbahn nach rechts zu folgen. Naaa gut.
Ein bisschen irritiert hat mich der Grenzstein, der verkündete, dass hier das Stadtgebiet von Hannover endet.
Dass ich kurz danach an einer Y-Kreuzung rechts gelaufen und dann in einen Ort namens Hemmingen gekommen bin, dessen Name ich vielleicht schon mal gehört hatte (vielleicht aber auch nicht…), aber ohne den blassesten Schimmer zu haben, wo genau er liegt, machte die Sache dann richtig spannend. Hmmm…

Weiter weg von Hannover war mir dann doch etwas zu riskant (wer weiß, wo man da rauskommt…), also hab´ ich´s lieber mit der entgegengesetzten Richtung versucht, der Beschilderung eines Radweges „Nach Hannover“ hinterher.
Die lotste mich erstmal durch ein paar enge aber sehr hübsche Hemminger Nebengassen, mit alten Hofreiten, ein bisschen Fachwerk und Kopfsteinpflaster. Apart.
Danach ein paar hundert Meter an einer Pferdeweide entlang, dann wieder zurück in den nördlichen Zipfel von Hemmingen, wo ich einer Landstraße aus dem Dorf raus und in Richtung Hannover folgte.
Gefühlt immer noch unorientierter Blindflug, was irgendwie schon ein bissl peinlich ist, angesichts der Tatsache, dass das ebendie Brückstr. war, die ich (wie eins weiter oben beschrieben) schon mal gelaufen war. Bloß eben in der entgegengesetzten Richtung, da sieht ja alles sowieso gaaaaanz anders aus…

Umso überraschter war ich dann, als ich auf einmal wieder an der Schützenallee in Hannover-Döhren rauskam, genau da, wo ich ein paar Kilometer früher schon einmal vorbeigekommen und spontan abgebogen war. Quasi einmal im Kreis gelaufen ohne es bewusst zu merken, das war schon recht ordentlich verirrt. Für den Rückweg hab´ ich mich dann ans Leineufer gehalten (auch das neue Strecke), bis zurück zum Maschsee, und dort dann die Standardstrecke am West- und Nordufer zurück…

Strecke: 12,9 km
Zeit: Ganz ordentlich
Anteil der noch nie gelaufenen/gebloggten Passagen an der Gesamtstrecke: 35,12% (4,53 km von 12,9 km)
Karte:

– – –

Maschsee und Eilenriede (10,7 km, gelaufen am 25.5./30.6./6.7./23.7.2011)

So, eine Strecke hab´ ich noch, und die ist zur Abwechslung sogar mal weniger Maschseelastig. Hannover hat nämlich noch ein paar andere richtig gute Laufgebiete in Petto. Zum Beispiel die Eilenriede. Das ist der Stadtwald von Hannover, gelegen im Osten und Südosten des Zentrums, und damit ebenfalls gut von der Wiesenstraße aus erlaufbar.

Start am besten wie gehabt: Erstmal an den Maschsee und dann das Ostufer runter, ist ja nie verkehrt. Zumindest bis hinter die Löwenbastion bzw. kurz vor das Strandbad – da gibt´s dann eine Fußgängerampel über die Fahrban des Bennigsenufers, auf der anderen Seite läuft ein schmaler Grünstreifen südlich des Stadtfriedhofs Engesohne ostwärts.
Dem folgen wir, auf einem netten Fußweg, der laut Stadtplan „Vierthalerweg“ heißt. Hübsche Ecke, ein bisschen Parkartig, mit einem kleinen Teich in der Mitte, ein bisschen Kunst und einem Springbrunnen unter hohen alten Bäumen, und schon viel ruhiger als das gut bevölkerte Maschseeufer.
Sind nur ein paar Meter, dann erreicht man die Hildesheimer Straße, direkt am Döhrener Turm, einer ehemaligen Wartturm, der im Spätmittelalter und der frühen Neuzeit ein Teil der Stadtbefestigung war.
Über die Straßenbahnschienen und die Hildesheimer rüber und schon sind wir mitten drin, im südwestlichsten Zipfel der Eilenriede. Schattiger Laubwald, weiche, bequeme Fußwege, das Hintergrundrauschen der Stadt ist ein klein wenig leiser – fühlt sich gut an.
Immer schön weiter ostwärts, an einem kleinen Graben entlang, hinter dem die ersten Häuser des Stadtteils Waldheim sichtbar sind, nach 800 m. dann noch mal kurz aus dem Schatten der Bäume raus und an der Wolfstraße under der Bahntrasse durch. Dann wieder halblinks, zurück in denn Wald. „Radweg“ nennt der Stadtplan das asphaltierte Stück, ob´s auch einen richtigen Namen hat kann ich leider gerade nicht rausfinden (weil: Wanderkarten für Hannover liegen zuhause, ein paar hunder Kilometer entfernt…). Ist aber auch egal, asphaltiert wollen wir ja eh nicht, deshalb nehmen wir lieber den angenehm erdigen Fußweg, der ein paar Meter weiter links parallel verläuft.

Rad- und Fußweg enden einen guten Kilometer später in einer Unterführung unter dem Messeschnellweg, einer von Hannovers vielbefahrenen Stadtautobahnen. Direkt dahinter: Ein nett aussehender Biergarten am Waldrand, meistens gut besucht. Hier geht´s links, kurz ein Stück neben dem Messeschnellweg unter einer Brücke durch, dann wieder schön unters Blätterdach der Eilenriede. Wie sich das für einen Stadtwald gehört hat´s hier viele Wege, die außerdem bestens ausgeschildert sind, wir nehmen einfach mal die „Alternativroute zum Pferdeturm“, die uns etwas über einen Kilometer nordwärts durch den Wald führt und schließlich kurz vor dem Pferdeturm wieder das bebaute Gebiet erreicht.

Ab hier ist dann leider Schluss mit Wald, Zeit für den Rückweg, und der geht durch die Stadt. Links, an einem Satz kompliziert (und irgendwie sinnfrei) geschalteter Fußgängerampeln auf einer Brücke über den Messeschnellweg, dann auf der Hans-Böckler-Allee stadteinwärts. Eigentlich auch ein sehr angenehmes Stück – breite, ruhige Straße samt Straßenbahngleisen, gesäumt von hohen Alleebäumen, links und rechts ein paar Gewerbeflächen, gefolgt von einer großen Kaserne oder sowas, an deren Eingängen freundlich aber bestimmt vor schusswaffengebrauchenden Wachsoldaten gewarnt wird. Na dann…

Einen Kilometer weiter verschwindet die Straßenbahn im Untergrund (und wird damit zur U-Bahn…), die Straße bleibt die gleiche, heißt nun aber Marienstr. Ab hier ist es dann auch dichter bebaut, mehrstöckige Stadthäuser, Kneipen und Geschäfte lösen die stadträndigere Szenerie der Böckler-Allee ab. Ist natürlich etwas wuseliger, deswegen muss man hier ein wenig mehr aufpassen, klappt aber auch noch ziemlich gut. Nach einem halben Kilometer über die breitere Sallstr., dann nochmal ein halber Kilometer und wir kommen am Aegidientorplatz (oder einfach nur „Aegi“, wie man hier sagt) raus, einem der zentralen Punkte am Rand von Hannovers Südstadt: Mehr Geschäfte, ein Theater, der glasig-imposante Klotz der Nord-LB und ein Satz breiter Straßen, die in alle Richtungen abgehen. Wir nehmen die linke, das ist die Hildesheimer, sozusagen die Lebens- und Geschäftsader der Südstadt.
Einfach runter nach Süden. An der Einmündung der Schlägerstr. bietet sich noch ein kurzer Zwischenstopp im lokalen Supermarkt an, bei dem man schnell noch die Zutaten fürs Abendessen in der Dienstwohnung mitnehmen kann, ansonsten noch ein kleines Stück weiter und dann rechts in die Sextrostr., die einen direktemang zurück zur Wiesenstraße und damit ans Ziel bringt.

Strecke: 10,7 km
Zeit: Wie gehabt – unterschiedlich
Anteil der noch nie gelaufenen/gebloggten Passagen an der Gesamtstrecke: 78,13% (8,36 km von 10,7 km) beim ersten Mal, danach 0%
Karte:

Joa. Und das warn´se, meine Hannoveraner Touren im letzten halben Jahr.
Und weil das alles jetzt natürlich schon so ein bisschen bleiwüstig und öde daherkommt, hab´ ich zumindest noch ein kleines Schmankerl in Vorbereitung: Eine Fototour um den Maschsee bei herrlichstem Wetter.
Aber die kriegt in Kürze einen Extrapost, hier drin würde das nur untergehen…

M.

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4 Antworten to “Maschseerunden in Hannover (6,5 km – 12,9 km)”


  1. Dafür, dass du nicht immer Lust zum schreiben hast, ist diese Blogbeitrag doch ziemlich lang, ausführlich und gut. Ich kann das schon verstehen, wenn man beruflich viel schreiben muss, dann man dann in der Freizeit keine Lust mehr dazu hat.

    • matbs Says:

      Hey Michael,

      ja, eigentlich wieder viel zu lang – ich versuche ja, diese Textwüsten immer ein bisschen zu vermeiden (meistens ohne Erfolg :D), aber das waren halt mal fast alle Läufe in Hannover auf einen Schlag, nach monatelangem Vormirherschieben und Deshalbeinschlechtesgewissenhaben auf einmal abgearbeitet. Da wird´s halt etwas länger…

      Jetzt fehlt nur noch die Fototour in Hannover, und dann ist der Backlog endlich durch und ich kann mich voll auf Laufberichte aus der neuen Stadt im Nordosten der Republik konzentrieren, in die´s mich für die nächsten paar Wochen verschlagen hat. Dann hoffentlich auch ohne Verzögerungen…

      Gruß aus Rostock

      Matthias

  2. XYZ Says:

    Da du ja nach wie vor läufst, scheinbar aber keine Zeit u. Lust fürs Texten hast, wie wäre es denn mal so mit vielen Bildern und wenig Text? Die Gegend um Rostock und die Ostsee müßte doch einiges an schönen Motiven hergeben.

  3. Tobi Says:

    Herzlichen Dank für die gute Beschreibung und die vielen Streckenvarianten!


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