Archive for August, 2011

Bäderbahnroute: Bad Doberan – Heiligendamm – Kühlungsborn mit Fotos (17,8 km)

21. August 2011

Wenn ich in diesem arg durchwachsenen Sommer in Norddeutschland Eins gelernt hab´, dann das:
Schönes Wetter muss man nutzen, weil es morgen wahrscheinlich schon wieder vorbei ist.
Und heute ist schönes Wetter, mit strahlendem Sonnenschein und Temperaturen deutlich oberhalb der 20 Grad.
Vielleicht der letzte Sommertag in diesem Jahr, und dann auch noch ein freier Sonntag – da ist Laufen quasi Pflicht, auch wenn mir die gestrige Tour an der Steilküste so ein klein bisschen in (und – dank der unzähligen Mückenstiche – vor allem auch AN) den Beinen steckt.

Also fahr´ ich laufen.
Über Mittag, nach einem faulen Vormittag mit Ausschlafen und einem ordentlichen Frühstück.
Man gönnt sich ja sonst nix… 😉

Auch heute möchte ich natürlich ein bisschen was von Mecklenburg-Vorpommern sehen, deshalb hab´ ich mir eine mutmaßlich besonders reizvolle Strecke westlich von Rostock rausgesucht: Von Bad Doberan im Binnenland ins Seebad Heiligendamm, dann an der Ostseeküste weiter bis ins Seebad Kühlungsborn. Geht zwar nur als Einwegstrecke (hin und zurück wäre mir angesichts meiner beklagensert unfitten Jahresform schlichtweg zu weit), aber das ist überhaupt kein Problem, denn: Parallel zu meiner geplanten Route fährt der Molli, Mecklenburgs berühmte Bäderbahn, und mit dem plane ich dann ganz einfach zurück zum Ausgangspunkt zu dampfen, wenn ich erst mal am Ziel bin.
Guter Plan, finde ich, fehlt nur noch die Umsetzung!

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An der Ostsee in die Nacht: Stoltera von Wilhelmshöhe via Nienhagen zum Gespensterwald, mit Fotos (14 km)

20. August 2011

Samstagnachmittag (oder auch „Sonnabendmittag“, wenn man´s lieber auf Norddeutsch ausdrücken möchte), und der Sommer ist (endlich!) wieder mal so richtig zur Stelle: Temperaturen über 20 Grad, Sonne, blauer Himmel.
So wie sich das eigentlich sowieso gehört, Mitte August.
Sowas gehört genutzt, zumal das schöne Wetter nicht lange anhalten soll.
Deshalb beschließe ich: Heute wird gelaufen.
Und zwar nicht in Rostock selbst.
Das ist zwar nachweislich auch nett, aber eben doch mitten in der Stadt.
Nää, heute wird das nahe Meer genutzt, zu einer schönen, entspannten Tour direkt an der Ostseeküste.
Jawollja!

Der Plan: Hoch an die Steilküste westlich von Warnemünde (die hab´ ich vorletzte Woche schonmal auf ihre mögliche Lauftauglichkeit ausgekundschaftet [Ergebnis: Wald, Steilküste, Meer, und das alles mit bequemen Wegen. Eminent laufbar!]), dort einmal ein paar Kilometer im Wald westwärts bis genug ist, dann einfach runter an den Strand und direkt am Wasser zurück. Heißt übrigens „Stoltera“, dieser Küstenstreifen, das klingt irgendwie schon ein bisschen interessant und abenteuerlich, find ich…
Und weil sich´s abends ja eh besser läuft und ich vielleicht auch so´n bissken auf einen kitschig-schönen Postkartensonnenuntergang über der Ostsee hoffe, starte ich erst schön spät, irgendwann so zwischen sieben und halb acht abends.

Auf ans Meer!

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Rostock die Zweite: Verirrt in der Südstadt (7,7 km)

17. August 2011

Die nächste Tour in Rostock. Der erste Lauf hier ist schon wieder viel zu langer her (hab´ ich´s früher wirklich geschafft, vier- oder fünfmal die Woche zu laufen? Gerade ist das irgendwie schwer zu glauben.), deshalb mach´ ich mich heute nach Feierabend auf die Socken. Bzw. die Schuhe. Ihr wisst schon, was ich meine… 😀

Nachdem ich beim letzten Mal Nord- und Ostwärts gestartet bin, will ich´s heute mal mit der anderen Richtung versuchen, also von meinem Appartement in der Kröpeliner-Tor-Vorstadt (oder, wie man hier sagt, KTV) eher nach Süden und Westen. Irgendwo da unten liegt der Barnstorfer Wald samt Zoo, der hat bei meinem Zoobesuch vorletztes WE einen hübschen Eindruck gemacht.

Auch heute starte ich erstmal mit der Fritz Reuter-Str. und der Ulmenstr., auf der ich bis zur Parkstr. beim Lindenpark laufe.
Lässt sich prima an, Beine sind gut (natürlich sind sie das, nach soviel Pause könnense ja gar nicht anders), das Wetter auch (ungewohnt, diesen Sommer), auch wenn die schräge Sonne schon nicht mehr über die mehrstöckigen Hochhäuser bis auf den Bürgersteig runter reicht. Abendstimmung eben, schön ruhig und entspannt, ideal zum Laufen.

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Rostock: Um die Unterwarnow (9,9 km)

13. August 2011

So. Gerade an Hannover gewöhnt, schon geht´s weiter.
Nächste Station in meinem (inzwischen ja nicht mehr ganz so) neuen Leben als moderner Mediennomade.
Dieses Mal ganz weit im Nordosten – ein Monat Leben und Arbeiten in Rostock, und damit zugleich auch mein erster Monat überhaupt in Mecklenburg-Vorpommern (vorher hab ich mal einen Nachmittag Schwerin verbracht, abgesehen davon bin ich hier noch nie gewesen).

Zuerst mal das Positive: Rostock ist eine richtig angenehme Stadt. Eine gute Größe, viele hübsche Ecken, Wassernähe und maritimes Flair (wenn bei Sonnenschein die Möwen über den Dächern kreischen, das hat schon was), und sogar ein bisschen Topografie mit ein paar kleinen Hügelchen. Quasi als Bonus gibt´s dann auch noch das Umland obendrein, das einfach nur großartig ist – vor allem natürlich die nahe Ostseeküste, mit ihren langen weißen Stränden, bewaldeten Steilküsten und alten Seebädern, das macht alles richtig viel her. Und auch das Binnenland hat seine Reize, sanftes Hügelland, das auf den ersten Blick beinahe unnatürlich leer wirkt – MV ist das am dünnsten besiedelte Bundesland der Republik (gerade mal 71 Einwohner pro Quadratkilometer, und das auch noch bei schrumpfender Bevölkerungszahl), und das merkt man auch, wenn man über Land fährt. Alles in allem also ein richtig reizvolles Laufgebiet.

Was uns zum weniger Positiven bringt: Ich bin inzwischen schon zwei Wochen hier, und bis heute war ich nicht einmal laufen. Einerseits wegen der üblichen Eingewöhnungsphase (erstmal ankommen, sich orientieren, ans neue Arbeitsumfeld gewöhnen, neue Eindrücke verarbeiten), andererseits weil das Wetter in den letzten zwei Wochen größtenteils ziemlich beschisseneiden war, mit herbstlichen Temperaturen, ekligem Wind und so unglaublich viel Regen, dass rund um Rostock ständig irgendwelche Wohnsiedlungen absaufen und das Wasser kniehoch auf den Feldern steht, weil der Boden gesättigt ist. Ganz ehrlich: Da hat´s mich dann nicht so wirklich rausgetrieben.

Aber heute dann. Endlich mal wieder Sonnenschein und blauer Himmel über Rostock, dazu Temperaturen knapp über 20 Grad und relative Windstille – jetzt oder nie!
Also schnell nach Feierabend eine Strecke ausgeguckt, rein in die Laufsachen, und los.
Bevor das Wetter es sich wieder anders überlegt…

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