ENDLICH!!! Das Ende der Durchquerung von Rheinhessen: Jugenheim – Engelstadt – Waldeck – Ingelheim am Rhein (mit Fotos, 17,6 km)

1. Oktober 2011

Oje…
Wie konnte das denn jetzt passieren.

Da wollte ich diesen richtig, richtig großartigen Lauf mit den vielen schönen Fotos möglichst zeitnah bloggen, um die Eindrücke auch ja möglichst frisch und präsent zu haben und nicht schon wieder so einen eeewig langen Blog-Backlog zu haben, den ich dann abarbeiten muss –

– aber auf einmal, irgendwie, vor lauter Arbeiten und ständig irgendwoanders sein und anderen Kram im Kopf haben isses dann plötzlich mehr als zwei Monate später und das Ding ist immer noch nicht gebloggt.
Heidenei, ich werd wohl wirklich nachlässig auf meine alten Tage, furchtbar.

Aber hilft ja nix, jetzt muss ich das Ding – gelaufen Anfang Oktober – halt mit über zwei Monaten Verspätung bloggen (vorausgesetzt ich schaff´s jetzt mal, mir die Zeit zu nehmen).
Hrm.
Immerhin: Besser spät im Ziel als nie. Ist ja auch ein schönes Laufmotto… 😉

– – –

Aaalso, nochmal von vorne:
Ende September/Anfang Oktober: Ein Woche Heimurlaub, im Süden, in Hessen, an der Bergstraße (die mir immer hübscher vorkommt, je länger ich nicht dagewesen bin), und das bei bestem Goldeneroktoberwetter.
Deshalb: Jeden Tag laufen gehen. Endlich mal wieder. Tut soo gut.
Natürlich vor allem die guten, alten Standardstrecken, die ehrlich gesagt schon lange kein Standard mehr sind.
Passiert, wenn man sich erst mal ein gutes Halbes Jahr in der Fremde rumgetrieben hat und sie nur noch ganz sporadisch läuft…

Aber nach so ein paar Tagen am Odenwaldrand und dem Melibokus hat´s mich dann doch in den Füßen gejuckt: Mal wieder ´ne richtig neue Strecke, am Rand meines alten Laufnetzes, das wär ja auch mal wieder was.
Zum Beispiel in Rheinhessen. War ich jetzt schon ewig nicht mehr. Außerdem vermisse ich ja eh regelmäßig die Weinberge oben im Norden, und von denen gibt´s nirgendwo in Deutschland so viele wie da drüben.
Und: Ich hab´ da ja immer noch ein fast fertiges Laufprojekt ausstehen – Die Durchquerung von Rheinhessen. Da fehlen mir nur noch ein paar Kilometerchen aus nördlichen Hügelland hinter Mainz bis ans Rheinufer, und fertig is´ dat Dingen.

Klingt prima, also plotte ich mir schnell die Route (über die Tafelberge zwischen Selz- und Rheintal nach Norden, durch Engelstadt und an der Waldeck vorbei, dann runter bis an den großen Fluss), kläre die Abholung am Rheinufer (wird ´ne Einwegstrecke), pack den Foto ein und mach´ mich auf den Weg. Autobahn, erst nord- dann westwärts, übern Rhein, an Mainz vorbei und ins Hinterland, bis nach Jugenheim.
Nein, nicht das Jugenheim zuhause, das andere. Jugenheim in Rheinhessen eben.
Hier war ich schon einmal laufen, vor fast zwei Jahren, im Dezember, bei Schweinekälte und ein bisschen Schnee. Das bleibt mir heute zum Glück erspart. Fast 20 Grad und strahlende Herbstsonne – so schön kann Oktober sein.

Rein nach Jugenheim, Parken an der Hauptstraße, uuuuuuund

Bild #1: Los geht´s! 🙂


Zuerst ein paar Meter die wunderbar enge Hauptstraße runter. Kleine, alte Häuser, dicht an dicht gedrängt, mit viel Patina und einem leichten Aroma von altem Wein, das aus den Winzerhöfen wabert.
Rheinhessen. Wunderbar!

Bild #2: Jugenheimer Hauptstraße

Vorbei am obligatorischen Kriegsdenkmal…

Bild #3: Noch eine Rheinhessische Eigenart. Kriegsdenkmale erinnern hier oft nicht an die Weltkriege, sondern an den Deutsch-Französischen Krieg von 1870/71.

…und dann links, die noch schmalere Kirchgasse hoch…

Bild #4: Kirchgasse

…die direkt an der großartigen, hellen Barockkirche vorbeiführt,…

Bild #5: Pfuhh, für den ersten Anstieg ist das gar nicht mal so unsteil (vor allem, weil´s – natürlich – steiler ist, als es auf dem Bild aussieht). Da machen sich gleich mal die Monate in flachen Norden mit unregelmäßigem Training bemerkbar…

…die mit ihrem wuchtigen Querschiff und dem hohen Turm…

Bild #6: Das ist übrigens dieser hier

…auf den ersten Blick zwar ein bisschen überdimensioniert für das kleine, enge Jugenheim wirkt, aber dann irgendwie trotzdem perfekt ins Ortsbild passt:

Bild #7: Schattiger Kirchhof, sicher schön Kühl im Sommer (jetzt im Oktober isses nicht ganz so wichtig, aber man kann sich´s ja mal merken, falls man irgendwann mal im Juli hier vorbeijogged…)

Direkt danach ist Jugenheim auch schon zu Ende:

Bild #8: So schnell geht das, bei den kleinen rheinhessischen Dörfern

Raus aus dem Ort, rein in den Wein!

Bild #9: Ha! Auf dem Türmchen da oben hab´ ich vorletzten Dezember gestanden und mir beinahe den Ar… abgefroren. Heute besteht da eher kein Risiko.

Wun-der-schön!!!

Bild #10: Haachja. Sowat jibbet nüscht, im Norden

Der Goldberg, ein breiter, langezogener Höhenrücken mit rebenbedeckten Flanken…

Bild #11


Bild #12: Naja, vielleicht nicht überall rebenbedeckt, aber offensichtlich arbeitet man da dran… 😉

,der sich in Ost-West-Richtung hinter Jugenheim erhebt.
Da muss/darf/will ich jetzt erstmal rüber, auf einem bequemen, gepflasterten Winzerweg, der halblinks am Hang hochführt:

Bild #13: Auch hier wieder: Sieht nicht steil aus, sind aber trotzdem ein paar Dutzend Höhenmeter

Immer schön Bergauf, westwärts am Goldberg. Angenehme Steigung – genau richtig, um sich reinzulehnen, ein bisschen schweisstreibend, aber nicht zu sehr, und jeder Schritt eröffnet ein bisschen mehr Aussicht über das Tal und die Hügel:

Bild #14: Kurz über Jugenheim


Bild #15


Bild #16: Etwas weiter oben – Prima Ausblick auf Jugenheim und sein Zwillingsdorf Partenheim (das zwar direkt nebendran liegt, aber trotzdem schon im nächsen Landkreis), dahinter das Hügelland in Richtung Rhein

Nach einem knappen Kilometer bin ich oben, auf dem Goldberg und biege rechts ab, nordwärts über die offene Anhöhe:

Bild #17: Laut Wanderkarte ist das hier ein offizieller Radweg, eine Markierung kann ich allerdings nicht entdecken…

Wie sich das für die Hügel hier gehört, gibt´s keinen Gipfel, sondern ein großes, offenes Plateau mit Stoppelfeldern (für Wein sind die Hügelkuppen normalerweise zu trocken), über das man in alle Richtungen gucken kann, über die Täler zu den nächsten Hügeln und bis zu den Mittelgebirgszügen dahinter:

Bild #18: Zum Beispiel nordwärts, zum Rheingau und dem Taunus, jenseits des Rheins, in 20 oder mehr Kilometern Entfernung

Das Plateau auf dem Goldberg ist übrigens ziemlich schmal. Nicht mal ein halber Kilometer, dann öffnet sich auch schon das nächste kleine, grüne Tal zwischen den Hügeln, in das sich das nächste Dörfchen schmiegt:

Bild #19: Engelstadt (hübscher Name, finde ich…)

Da geht´s jetzt durch. Abwärts auf der Jugenheimer Str., ins Tal und ins Dorf, vorbei an den grünen Gärten der ersten Häuser…

Bild #20: Teils mit ohne Hühner, teils mit mit

…in den engen alten Ortskern:

Bild #21: Hauptstr. in Engelstadt – wenn noch ein bisschen Wäsche zwischen den Häusern hängen würde, dann hätte die fast schon ein bisschen Mediterranes…

Mein ausgedrucktes Streckenplänchen ist leider ein bissl zu grob, um sich hier im Ort genau zu orientieren (1:40 000, das merkt man), also navigier ich´ Engelstadt frei Schnauze. Ist ehrlich gesagt auch nicht ganz so schwer, bei ´nem 740-Einwohner-Örtchen im Tal zwischen zwei Hügeln… 🙂

Ein paar Meter die Hauptstraße runter, dann probier´ ich´s mal links, wo eine steile Treppe…

Bild #22: Treppe neben der Kirchgasse

…auf ein Buckelchen zwischen den Häusern führt, auf dem die Engelstädter Kirche steht:

Bild #23: Klar, dass es hier sowas gibt, bei dem Ortsnamen…

An der lauf´ ich vorbei, wieder leicht abwärts, ins Gewirr der alten, engen Gässchen:

Bild #24: Gartenstraße


Bild #25: Hab´ ich schon mal erwähnt, wie großartig ich diese uralten, rissigen, pockennarbigen Natursteinmauern finde? Nein? Na gut, dann sei das hiermit nachgeholt!


Bild #26: Bismarckstraße

Am Ende der Bismarkcstraße fängt schon wieder der Hang an der anderen Seite des kleinen Engelstädter Tals an. Ich laufe eine kleine Treppe hoch, folge dann noch 200 m. der Straße „Am Pfortenacker“ nach rechts, bis ich den Ortsausgang erreiche:

Bild #27: Oder den Ortseingang. Je nachdem, wie man´s betrachtet.

Ab hier wieder aufwärts. Kurzer, angenehmer Aufstieg, auf einem asphaltierten leicht geschwungenen Wirtschaftsweg zwischen den Weinlagen am „Engelstadter Römerberg“ auf den nächsten der angeblich 1000 rheinhessischen Hügel, den Westerberg:

Bild #28 Laut Wanderkarte ist das hier auch der Gau-Algesheimer Rundweg Nr. 8 bzw. Nr. 11. Entsprechende Markierungen sind zwar keine da, aber ich glaub´s einfach mal.

Wobei, Hügel trifft´s eigentlich nicht. Tatsächlich ist der Westerberg eher ein Tafelberg (Tafelhügel?), eine richtige Mesa, deren Gipfelebene sich von hier aus kilometerweit nach Norden erstreckt, bis zum Rheintal. Also genau meine Richtung, von jetzt an muss ich nur noch der Hochebene folgen (die ja, weil´s Rheinhessen ist, gar nicht so besonders hoch ist. Aber trotzdem)!

Das mach´ ich dann mal.
Wie üblich ist das hier oben offenes Gelände, mit trockenen, braunen Stoppelfeldern, über die hinweg sich ein grandioser Blick in alle Richtungen eröffnet, über die welligen Kuppen zur Rheinebene und bis zu den entfernten Mittelgebirgszügen, die sie begrenzen, darüber der blaue Himmel, der hier im Hügelland irgendwie immer ein bisschen größer wirkt als anderswo.
Jch hab´s ja schon öfter geschrieben, aber es stimmt halt einfach: Rheinhessen, das ist ein Gefühl von Weite, wie ich´s selbst in den letzten Neun Monaten in Norddeutschland noch nirgendwo anders gefunden habe.

Bild #29: Plateau hinter Engelstadt

Außerdem: Ruhe.
Hier oben ist niemand außer mir, bis auf den Wind, meine Schritte und meinen Atem ist es ganz friedlich und still.
Das ist so herrlich.

Bild #30: Ahh.

Die Wege hier oben sind schmal und staubig, keine Fahr- oder Wanderstrecken, sondern einfach nur kleine Feldpfade zwischen den Äckern. Reicht ja auch:

Bild #31: Immer nordwärts, auf den Rheingau zu

Nach vielleicht 800 m. gibt´s dann nicht mal mehr einen Feldpfad. Das Streckenplänchen behauptet zwar, da wäre einer, die Realität hält mit einem riesigen, durchgängigen und vor allem weglosen Stoppelacker dagegen.
Macht aber auch nix, ich bin heute im Querfeldeinmodus, außerdem ist es ja trocken und der Acker hat bis auf ein alte Stengel keinen beschädigbaren Bewuchs…

Bild #32: …und die sind ja sowieso schon kaputt… 😉

…also lauf´ ich trotzdem geradeus weiter, cross country sozusagen, ein paar hundert Meter übers nackte, weiche Erdreich…

Bild #33: Etwas holprig, deswegen ist das auch mehr Gehen als Joggen

…bis ich auf der anderen Ackerseite wieder auf den geplanten Weg stoße.
Auf dem geht´s weiter in Richtung Rhein, nun wieder am Rand des Westerbergplateaus entlang, wo wieder die Rebenreihen anfangen und sich bis runter ins flache Tal ziehen:

Bild #34: Lage: Nieder-Hilbersheimer Steinacker

Nordwärts…

Bild #35: Links Wein und flacher Abhang, rechts die Felder auf dem Tafelhhügel

…nun übrigens auch mal wieder mit offizieller Markierung. Die gelbe Muschel auf blauem Grund – Jakobsweg:

Bild #36: Ich frag´ mich ja immer, ob irgendjemand die Jakobswege auch wirklich als Pilger benutzt. Begegnet ist mir jedenfalls noch keiner…

Tolle Ausblicke nach Nordwesten, über das Tal zum Rhein und den Bergen dahinter:

Bild #37: Der Ort da links am Fuß des Abhangs müsste Appenheim sein, dahinter kommen erst Gau-Algesheim und dann der Rhein, und ganz hinten, das ist schon der Rheingau, mit Geisenheim und Mariental

Ich halte mich an der westlichen Kante des Plateaus, über dem flachen Abhang…

Bild #38: Da wo´s abwärts geht ist der Nieder-Hilbersheimer Honigberg, darunter die Ebene des Rheinvorlandes

…weiter nordwärts, auf den Rhein und die Taunshöhenzüge zu:

Bild #39: Mal an kahlen Reben vorbei…


Bild #40: …mal an welchen voller frühherbstlichem Laub

Inzwischen ist aus de kiesig-staubigen Weg ein bequemes Stück Asphaltstraße geworden, dankenswerterweise vollkommen ohne Verkehr – läuft sich wunderbar angenehm in der hellen, warmen Nachmittagssonne:

Bild #41: Fahrweg an der Hügelkante, ungefähr Höhe Wolfskehlmühle


Bild #42: Wie gesagt – der Hang ist weder steil noch hoch (vielleicht 50 m. Höhenunterschied), aber da´s hier nichts Anderes gibt, was die Sicht versperren könnte, ist der Blick runter ins Tal des Welzbachs trotzdem richtig nett


Bild #43

Nach etwas über einem Kilometer macht der Asphaltweg – weiterhin der Form des Hügelplateaus folgend – einen kleinen Knick nach Nordwesten, einen weiteren halben Kilometer später biegt er dann links den Hang runter in Richtung Appenheim ab. Aber da will ich ja nicht hin, der Plan ist ja, so lange wie möglich auf dem Plateau weiterzulaufen.
Deshalb verabschiede ich mich hier vom asphaltierten Untergrund und biege stattdessen rechts ab, auf einen staubigen Radweg (zumindest hat er ein „Radweg“-Schild), der geradewegs über die Hochebene rüber führt:

Bild #44: 900 Meter zwischen den leeren Feldern hindurch…


Bild #45…und vorbei am Winternheimer Wäldchen, das absolut gesehen zwar nicht besonders groß ist, fürs waldarme Rheinhessen (bekanntlich der am wenigsten bewaldete Landstrich Deutschlands) aber doch eine ganz respektable Größe hat

…bis rüber an die Nordostkante des Westerbergs:

Bild #46: Nordseite der Hügelplatte, über Groß-Winternheim im Selztal

Hier dann wieder links, zurück auf Nordkurs in Richtung Rhein:
Bild #47: Weg an der Nordkante, dahinter geht´s runter ins Selztal. Am Horizont der Taunus (mittig die Hohe Wurzel bei Wiesbaden).

Westerhausweg…

Bild #48: Hm, Kopfsteinplaster – immer mal was Neues…

…zwischen den Wirtschaftsgebäuden des Hofgutes Westerhaus hindurch…

Bild #49: Ein paar schöne, alte Alleebäume stehen hier

…dann ein kurzes Stück an einer sonnigen Pferdeweide entlang…

Bild #50: Das ist wohl auch ein Gestüt, hier oben

…und an Schloss Westerhaus vorbei, einem schönen großen Herrenhaus direkt am Wegrand:

Bild #51: Schloss Westerhaus

Danach ist dann erstmal wieder Natur. Erst ein bisschen durchs nächste kleine Wäldchen…

Bild #52: Der „Mittelwald“

…dann wie gehabt am Rand des Westerbergplateaus, zwischen Feldern, Wald und Weinbergen nordwärts:

Bild #53: Ist inzwischewn überigens der Westerbergrundweg, markiert mit einem Pferdekopfmarker

Ganz so viel Aussicht hat´s hier nicht mehr, dank dem ganzen rheinhessenuntypischen Wald, aber da wo die Bäume nicht ganz so dicht stehen, gibt´s ´nen schönen Blick über Selztal und runter nach Ingelheim, das so langsam aber sicher näher rückt:

Bild #54: Ingelheim am Rhein, dahinter Rheingau und Taunus


Bild #55: Etwas weiter gibt´s dann auch wieder Weinberge („Ingelheimer Schlossberg“. Eigentlich ganz cool, so´ne Wanderkarte mit den Namen der Weinlagen… ;))

Anderthalb Kilometer nach dem Schloss geht´s auf einem Asphaltweg ein bisschen bergab, links hat´s hier zur Abwechslung mal Obsthaine…

Bild #56: Kirschen, glaub´ ich

…und geradeaus öffnet sich zum ersten Mal so richtig das Rheintal, mit den Ingelheimer Vororten, dem Fluss und gaaanz viel Rheingau-Taunus-Panorama:

Bild #57: Aalso, fangen wir mal ganz rechts an: Da ist rechts im Mittelgrund am Ende des Selztals Ober-Ingelheim zu sehen (also quasi die Ingelheimer Altstadt), dass dann so mittig in die neueren Industrie- und Baugebiete von Ingelheim West übergeht (deutlich erkennbar die Produktionsstätten von Boehringer). Ganz links auf dem Hügel kann man die Kuppel des Bismarckturms auf der Waldeck erkennen, zu dem wir gleich noch kommen.
Und im Hintergrund, jenseits des Rheins, mal wieder der Rheingau samt Taunus mit (v.l.) Geisenheim, Oestrich-Winkel, Hallgarten (höher am Hang, linksig über den Boehringer-Gebäuden), Hattenheim, Schlangenbad (ziemlich weit oben an dem langgezogenen Berg mit dem Fernsehturm drauf [=der Hohen Wurzel], Eltville und – ganz rechts – den ersten Ausläufern von Wiesbaden

Direkt voraus, wie gesagt, die Kuppe der Waldeck mit dem Bismarckturm drauf:

Bild #58: Ist nicht mehr weit…

…aber es geht nochmal ein bisschen bergauf, ein paar hundert Meter mit moderater Steigerung auf der Landstraße, die von Ingelheim zur Waldeck hochführt:

Bild #59: Hier gibt´s jetzt ein bisschen Autoverkehr. Und natürlich keinen Seitenstreifen. Also: Aufpassen

Immerhin: Die zwei oder drei Dutzend Höhenmeter auf den nächsten halben Kilometer fallen immer noch leicht – ein gutes Zeichen, ganz so schlimm ist es um meine Kondition also nicht bestellt (naja, wobei ich mir auf den zehn Kilometern bis hierher zugegenermaßen auch wunderbar viel Zeit gelassen hab´… :)).
Fotos mach´ ich hier allerdings keine mehr, obwohl das schon leicht schräge Licht und die Szenerie durchaus fotogen sind – aber der miese Akku an meiner Kamera behauptet, er wäre quasi leer (dabei war er vor dem Start noch voll, der Sack), also spare ich lieber Energie, zumindest bis zum Bismarckturm.

Also fotolose 500 m., am Fahrbahnrand bis auf die letzte Kuppe am Nordende vom Westerberg, vorbei an der ersten Ausflugskneipe, dann noch ein paar Meter runter, geradeaus schimmert schon das Rheintal durch die Bäume…

Bild #60: Das Ende der Waldeckstraße, bevor´s talwärts geht

…und dann steh´ ich vor dem Bismarckturm, einem beeindruckend riesigen Backsteintrümmer, den die Ingelheimer Anfang des letzten Jahrhunderts zu Ehren von Deutschlands prominentesten Fischgerichtnamensgeber aufgestellt haben:

Bild #61: Bismarckturm auf der Waldeck. 31 m. hoch, Grundsteinlegung 1902, Einweihung 1912. Wurde aus Kostengründen ohne riesige Reichskanzlerstatue gebaut, war trotzdem der teuerste Bismarckturm in Rheinland-Pfalz

Tolle Lage, muss man schon sagen. Direkt hinter dem Turm fällt der Westerberg zum Rheintal ab, mit einem langen, flachen Abhang, über den hinweg man ´nen schönen Blick in die Ebene hat:

Bild #62: Rheintal bei Ingelheim – und das ist die Aussicht vom Fuß des Turms. Wie´s von oben aussieht, das gucken wir uns dann gleich an…

Aber der Bismarckturm ist nicht alles, was es hier oben gibt. Direkt daneben liegen das Bergrestaurant Waldeck (klingt alpiner, als es ist ;)) und der Tiger-Garten Waldeck.

Der übrigens so heißt, weil die hier oben, direkt neben der Restaurantterrasse, Tiger halten.

Echt jetzt:

Bild #63: Und zwar hier


Bild #64: Sauber scharf stellen mag die Kamera inzwischen leider nicht mehr, auch Zoomen ist vorbei, dank der immer dringlicher werdenden Akku-Schwäche


Bild #65: Bengaltiger


Bild #66: Das ist jetzt schon das dritte Mal seit ich den Blog habe, dass mir unterwegs Tiger begegnen (–> 2008, 2009). Und auch wenn ich den Spruch schon beim letzten Mal gebracht habe: Ein Dachs zum Beispiel ist mir seit 2007 nur einmal über den Weg gelaufen, rein statistisch hab´ ich also eine inzwischen dreimal höhere Wahrscheinlichkeit, auf Tiger zu stoßen als auf Dachse. Das ist irgendwie leicht beunruhigend…

5 Minuten Tigerwatching, dann ist der Turm dran:

Bild #67: Treppe nach oben. Wendelt sich an der Wand um den riesigen, offenen Innenraum nach oben, und fühlt sich für einen latenten Höhenängstler wie mich schon ein bisschen mulmig an. Aber was muss, das muss…

Die letzten paar Meter dann über eine kleinere Wendeltreppe auf die Aussichtbalustrade unter der Kuppel.

Grandios!

Bild #68: Großes Rheintal-Panorama vom Bismarckturm: Ingelheim, Rheingau, Taunus. Herrlich!


Bild #69: Blick nach Nordwesten, auf das letzte Stück Oberrhein kurz vor dem Binger Loch


Bild #70: Osten, mit Ober-Ingelheim und dem Ende des Selztals

Dann stirbt der Akku in der Kamera seinen schon länger angekündigten leisen Tod.
Rien ne va plus, keine Bilder mehr.
Mist, denk´ ich mir, dabei sind´s doch noch ein paar Kilometer, und spätestens die Ankunft am Rhein hätt´ ich gerne irgendwie bildlich mitgenommen.
Harumpf.

Naja. Schade, aber was willste mach…hey, Moment mal:
Mein Eltern sind doch auch in der Gegend (die wollen mich ja nachher am Rhein aufsammeln), und meine Mutter hat die gleiche Pocketkamera. Vielleicht hat die ja ´nen Ersatzakku dabei…
Kurzes Handytelefonat und…
Glück gehabt!

Mein Eltern sind tatsächlich schon auf dem Weg nach Ingelheim, und sie haben in der Tat einen Ersatzakku dabei.
Und mit dem Hund wollen sie auch noch ein bisschen spazieren gehen, also lotse ich sie einfach hier hoch, dann passt das alles.

Und bis sie ankommen, mach´ ich halt erstmal ein bisschen Pause, auf der Terrasse vom Bergrestaurant.
Ist proppenvoll (vielleicht das letzte warme Herbstwochenende, da treibt´s die Ingelheimer offensichtlich in Scharen auf ihren Hausberg), aber ich kann trotzdem noch ein Katzentischchen ergattern.
Beine hoch, was Trinken, Tiger-und-Ausflugsgäste-gucken.
Hachja…

25 Minuten später ist die Familie da, mit frischem Akku.
Perfekt!
Schnell noch die Pause dokumentieren…

Bild #71: So´n pott Cola weckt doch immer wieder die Lebensgeister!

…dann geht´s weiter. Sind ja schließlich noch ein paar Kilometer bis runter ans Flussufer.
Bevor ich mich allerdings an den endgültigen Abstieg vom Westerberg mache, steig´ ich nochmal auf den Bismarkturm.
Dank der halben Stunde warten ist die Sonne inzischen nämlich schon ziemlich nahe an den Horizont gerückt´- und wer weiß, wann ich das nächste Mal die Chance für ein bissken herbstliche Vorsonnenuntergangsstimmung überm Rheintal kriege.
Also nochmal die große Treppe im Innenraum hoch (huuhhh…), die kleine Treppe unter der Kuppel…

Bild #72: Die sieht übrigens so aus

…und nochmal raus auf die Aussichtsbalustrade:

Bild #73: Oben!

Das obligatorische frühabendliche Panoramafoto fällt wegen leichter Atemlosigkeit und schwieriger Lichtverhältnisse zwar etwas ungleich belichtet aus…

Bild #74: Hey, ich hab´s versucht…

…aber der Rest vonner Aussicht, mit schrägem, schwerem, sattem, Abendlicht über dem dunstig pastellierten (ist „pastelliert“ ein echtes Wort?) Rheintal – wunderschön!

Bild #75


Bild #76


Bild #77

Ein paar Minuten gönn´ ich mir für die Abendstimmungsaussicht, dann ist aber Zeit fürs Weiterlaufen. Laut Karte sind´s noch rund 4 Kilometer Luftlinie bis runter an den Rhein, und Luftlinie werd´ ich wohl kaum laufen können.
Da halt´ ich mich lieber mal etwas ran, solange noch Tageslicht übrig ist.

Abstieg.
Erst vom Bismarckturm, dann von der Waldeck.
Die Treppe neben dem Turm runter in den langen, flachen Hang, der sich zum Rheintal senkt.

Bild #78: Anmerkung: In Echt ist das hier schärfer als auf dem Foto

Hier geh´ ich dann so ein bisschen verloren. Das schräge Stück zwischen Berg und Ebene ist ziemlich groß, voller Buschland mit gefühlt willkürlich angeordneten Wiesen, Weinbergen, Hecken, Obstbäumen, städtischem Freizeitgelände und Kleingartenkolonien, durch die ein Zickzacknetz aus Wegen und Pfaden führt, die alle irgendwie nicht so richtig klar markiert sind.
Will heißen: Die grobe Richtung, in die ich will ist schon klar (Nach unten. Das ist dankenswerterweise relativ einfach.), der Kurs dahin aber ein wenig verworren und unentschlossen. Mal ein bisschen rechts, dann wieder ein bisschen links, dann ein bisschen geradeaus, immer in der Hoffnung, sich jetzt nicht ernsthaft zu verfransen.
Also eigentlich Laufblog-Standard. 😀

Außerdem: Bergab, das fällt leicht.
Und die Aussicht ist immer noch sehr nett:

Bild #79: Das abendliche Ober-Ingelheim von immer-noch-n-bisschen-oben. Rechts oben am Horizont sieht man den Feldbergturm auf dem 40 km entfernten Großen Feldberg im Hochtaunus in der untergehenden Sonne leuchten.


Bild #80: Boehringer-Werk.


Bild #81: Hm. Hoffentlich ist das jetzt auch der richtige Weg


Bild #82: Ober-Ingelheim mit Burgkirche – inzwischen schon auf gleicher Höhe. Zumindest der „abwärts“-Part scheint zu funktionieren


Bild #83: Blick zurück zum Bismarkturm auf der Waldeck, über dem so langsam schon die blaue Herbstnacht aufzieht

Nach immerhin 1,7 Kilometern mehr oder weniger zielgerichtetem Abstieg bin ich prinzipiell unten, am Fuß der Hügel. Einfacher wird´s dadurch allerdings erstmal nicht. Erst versperrt mir eine Kiesgrube den Weg und zwingt mich zu einem großen Schlenker nach rechts an die Landstraße 428…

Bild #84: Hrm. Die ist auf der Wanderkarte nicht drauf.

…neben der ich weiter nordwärts laufe.
Und dann macht mir auch noch die linksrheinische Bahntrasse Probleme, die mir unverschämterweise ohne leicht zu entdeckende Überquerungsmöglichkeit den Weg zum Rhein versperrt.
Hrmpf, immer diese rücksichtslose Eisenbahn!
Schließlich bleibt mir nichts weiter übrig, als irgendwelchen komplizierten Schleifen unter/über/neben der L428 zu laufen, um den schmalen Fußweg auf der Landstraßenbrücke zu erreichen, mit dem ich dann doch noch über die Bahn ins Industriegebiet von Ingelheim West komme:

Bild #85: Bahnbrücke Binger Straße

So. Von jetzt an isses einfach: Zielgerade.
Meine letzten Kilometer durch Rheinhessen muss ich nur noch geradeaus laufen, immer der schnurgeraden Rheinstraße hinterher, die bis runter an den Fluss führt:

Bild #86: Rheinstraße, Ingelheim West

Das zieht sich jetzt doch ein bisschen. 2,7 Kilometer an der Straße, durchs Industriegebiet, mit 15 Kilometern Hügelland in meinen teigigen, untrainierten Beinchen, während es so langsam empfindlich frisch wird, das fühlt sich schon so ein bisschen an wie die kurze Pflicht nach der langen Kür.
Immerhin: Die Abendstimmung ist richtig schön, genau die richtige Atmosphäre um meine lange, lange Durchquerung von Rheinhessen abzuschließen.


Bild #87


Bild Bild #88: So´n bisschen gepflegtes Abendrot macht selbst den schäbbisten Baumarkt pittouresker, oder?

Nach 1400 Metern unterquere ich mit der Rheinstraße die A60 und laufe in Frei-Weinheim ein, dem nördlichsten Orsteil von Ingelheim, direkt am Rheinufer.
Dichtgedrängte Wohnhäuser am Bürgersteig, kleine Geschäfte, und irritierenderweise ständig irgendwelche schwäbelnden Leute in Dirndl und Lederhose, die mir entgegenkommen (bin ich irgendwo falsch abgebogen??), der letzte Kilometer
läuft sich angenehm und unspektakulär runter.

Dann ist es soweit:
Vor mir kommt der breite, träge, schöne Fluss in Sicht:

Bild #89: Endspurt!

Die letzten Meter. Über einen Damm am Ingelheimer Yachthafen vorbei, der im letzten Widerschein des Tageslicht glimmert…

Bild #90: Yachthafen

…noch ein paar Schritte weiter, zur Fährstelle, die gepflasterte Rampe runter zum Wasser…

Bild #91: Rhenus Fluvius

…uuund Abklatschen:

Bild #92: *plitsch*

GESCHAFFT!!!!!!

Ich bin durch!
Eineinhalb Jahre, nachdem ich beschlossen habe, Rheinhessen der Länge nach zu durchqueren, zweieinhalb Jahre nach der ersten (noch inoffiziellen) Tour, aus der später dieses Projekt werden sollte, hab´ ich´s geschafft.
Bin einmal der Länge nach durch das Land der 1000 Hügel gelaufen, durch zwei komplette Landkreise, von der Grenze zur Pfalz im Süden durchs wellige Hinterland mit den kleinen Dörfern, großen Weinbergen und einsamen Hochplateaus, bis zum Rheinufer im Norden, durch den Wonnegau, vorbei an der Rheinhessischen Schweiz und durchs Selztal, auf schlammigen Feldpfaden, kopfsteingepflasterten Wirtschaftswegen, engen Dorfgassen, schmalen Landstraßen und – ganz selten mal – auch auf markierten Wanderwegen, bin an unzähligen Windrädern, Kirchen, Trullos, Kriegerdenkmälern und Aussichtstürmen vorbeigekommen, über staubige Felder und durch grüne Weinlagen, bei Hitze und Sonnenschein genauso wie bei Sturm, Regen und Arschkälte, und das alles in einem Landstrich, der läuferisch eigentlich kaum erschlossen ist (was es ehrlich gesagt um so spannender gemacht hat) – insgesamt 14 Läufe mit 183 Kilometern Strecke!

Die Durchquerung von Rheinhessen

Projekt: Die Durchquerung von Rheinhessen – abgeschlossen! 🙂
Schönes Gefühl, und es macht Mut, dass ich mein zweites Großprojekt, den Weg nach Frankreich, vielleicht auch irgendwann auch noch mal fertig kriege…

Hachja.
Und zur Belohnung genießen wir jetzt einfach alle nochmal das atemberaubend schöne Abendrot überm Rhein an der Ingelheimer Fähranlegestelle…

Bild #93: Nein, das da am Himmel über dem Horizont ist kein Dreck auf eurem Monitor, das ist ein riesiger Vogelschwarm, der über der Wasseroberfläche in die Nacht tanzt. Schööön!

…und dann ist aber auch gut.
Tschuldigung wenn ich da eben ein bisschen selbstgefällig geworden bin, aber im vergangenen Jahr hatte ich ja nicht so viele läuferische Erfolge – da musste man feiern, was man kriegt… 😀

Danach lass´ ich mich aufsammeln, esse mit meinem Elten in ´nem urigen Landgasthof in Partenheim lecker deftig zu abend (sorry, kein Foto vom Cordon Bleu, hatte´s verdrückt, bevor ich ans Bilder machen denken konnte…), und dann geht´s heim an die Bergstraße, zu den letzten paar Stunden Restwochenende, bevor ich wieder hoch in den flachen, weinberglosen Norden fahre.

Fazit: Rheinhessen. Lohnt sich! 🙂

Strecke: 17,6 km
Zeit: Mit allem drum und dran – ein Nachmittag
Anteil der noch nie gelaufenen/gebloggten Passagen an der Gesamtstrecke: 99,98% (0,27 km von 17,6 km)
Karte:

PS: So, und als nächstes versuch ich dann, den Blogrückstand möglichst zügig zu verkleinern und mal wieder etwas regelmäßiger zu bloggen. Mal sehen, ob´s klappt…

M.

5 Antworten to “ENDLICH!!! Das Ende der Durchquerung von Rheinhessen: Jugenheim – Engelstadt – Waldeck – Ingelheim am Rhein (mit Fotos, 17,6 km)”

  1. XYZ Says:

    Hi Matthias, schöner Laufbericht und dazu noch der Abschluß deiner Rheinhessendurchquerung. Gratulation dazu und zum erfolgreichen Beenden dieses Projektes.

  2. bas Says:

    So etwas darf natürlich nicht lobend unkommentiert bleiben. Also auch von dieser Seite: Gratulation zur erfolgreichen Durchquerung! Tolle Fotos. Und schön zu sehen, dass du trotz deines Umzugs dein Blog hier weiter pflegst. Ich bin zwar nicht oft hier, komme aber in regelmäßigen Abständen immer mal wieder zurück.
    Fühle dich also „gelesen“. Und viel Erfolg bei deinem nächsten Projekt: der Weg nach Frankreich.

    • matbs Says:

      Hey Sebastian!

      Passt ja irgendwie, ich bin ja auch nicht mehr oft hier… 😀
      Aber ich arbeite hoffentlichvielleichtmöglicherweise dran (da hilft Sich Gelesen Fühlen auf jeden Fall), ehrlich, und trotz des „Umzugs“, der ja quasi immer noch in vollem Gange ist, weil ich alle paar Wochen woanders bin.

      Allerbesten Dank, liebe Grüße und guten Rutsch!

      Matthias


  3. […] das wird der Jubiläumslauf. Konkret: Vom Bismarckturm auf der Waldeck über Ingelheim (wo ich vor eindreiviertel Jahren die Durchquerung Rheinhessens perfekt gemacht habe) westwärts durch die offene rheinhessische […]


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