Jubiläumslauf an der Weser: Ums Dreiländereck bei Bad Karlshafen (mit Fotos, 18,9 km)

1. Juli 2012

Heidenei.
1. Juli = Fünfjähriges!
Laufblog seit dem 1.7. 2007, das ist schon ´ne Hausnummer, oder? (Selbst wenn ich´s immer noch nicht wieder geschafft habe, fleißiger zu laufen und bloggen…)

Da muss natürlich auch wieder ein Jubiläumslauf her. Inzwischen ja schon Tradition, das gehört sich so!
Und zwar was Schönes, irgendwo wo ich noch nie gewesen bin, mit Sightseeing und Fotos undsoweiter.

Und tatsächlich schwebt mir da auch schon was vor:
Seit fast eineinhalb Jahren pendele ich jetzt zwischen Hessen und dem Norden der Republik, und jedesmal wenn ich auf der A5 bzw. der A7 nordwärts durch das Berg- und Hügelland in Mittelhessen, Nordhessen und Südniedersachsen fahre, vorbei an den vielen braunen Autobahnschildern mit lokalen Sehenswürdigkeiten* („Fachwerkstadt Grünberg“, „Schloss Romrod“, „Waldhessen“, „Schloss Berlepsch – Tor zum Mittelalter“, „Roswithastadt Bad Gandersheim“), denk´ ich mir sowas wie „Hey, das sieht total hübsch aus hier, das würd´ ich unheimlich gerne mal erlaufen“.

Wär ja eigentlich auch gar nicht so kompliziert – vorher ´ne passende Wanderkarte besorgen und während der Fahrt einfach mal runter von der Autobahn, Laufschuhe an, und ein bisschen Drauflosjoggen bevor´s weitergeht. Hat aber bisher nie hingehauen. Schade eigentlich…
Aber heute ändert sich das.
Weil: Der 1.7. ist nicht nur Laufblogjubiläum sondern auch Reisetag.
Nach einem Monat Heimurlaub an der Bergstraße geht´s wieder nordwärts nach Hannover zur Arbeit.
Und unterwegs – so der Plan – mach´ ich heute meinen Jubiläumsläuf.

Das grobe Laufgebiet hab´ ich schnell ausgemacht:
Ich will über die Landesgrenze zwischen Hessen und Niedersachsen.
Die hab´ ich nämlich noch nie zu Fuß überquert, und außerdem ist es so schön symbolisch für mein Leben in den letzten 17 Monaten, als Grenzgänger zwischen dem Norden und der Mitte Deutschlands.

Schwieriger ist allerdings das „Wo Genau“…
Meine erste Idee ist die Sababurg bei Hofgeismar: Dornröschenschloss, Wildpark, ein Urwald – Sieht gut aus. Einziges Problem: Von hier aus kommt man zwar gut an die Grenze zu Niedersachsen (ca. 6 km Luftlinie) – aber nicht drüber (zumindest wenn man keinen Dreißiger laufen mag – und das kann ich zur Zeit einfach nicht). Die Trennlinie zwischen den Ländern verläuft hier nämlich mitten in der Weser, Brücken und Fähren über den Fluss sind allerdings dünn gesät.
Also gut, keine Sababurg, sondern Plan B.
Der ist auch gar nicht übel: Von Bad Karlshafen über die Weser und Nordwärts in den Solling bis zum Hutewald am Reiherbach, vielleicht ergänzt mit einem Schlenker nach Nordrhein-Westfalen auf dem Rückweg. Sieht reizvoll aus.
Blöd nur, dass es auch viel zu weit ist, wie eine grobe Messung zeigt (ich hab´ offensichtlich kein gutes Auge mehr für Distanzen. Wohl aus der Übung…). Wäre nämlich auch was zwischen 25 und 30 km. Geht grad nicht…

Also muss am Ende Plan C herhalten. Bad Karlshafen, seines Zeichens die nördlichste Stadt Hessens, aber anstatt von dortaus weit nach Niedersachsen vorzudringen, werd´ ich einfach an der Weser bleiben und eine Runde im Dreiländereck zwischen Hessen, Niedersachsen und NRW drehen. Sieht auch reizvoll aus, mit Burgen, Klippen, Aussicht, anständigen Steigungen, odentlich Natur und mutmaßlich hübschen kleinen Orten. Und die Distanz müsste über 15 aber unter 20 km sein – gute Länge für dicke, unfitte Laufblogjubiliare… 😉

Schon während der Fahrt nach Norden mach´ ich mir ein bisschen Sorgen ums Wetter. Ich hätt ja schon gerne ein bisschen Sonne und blauen Himmel. Aber je weiter ich nach Norden komme, desto regnerischer wird´s. Über der Wetterau hängen Wolken, bei Kirchheim ist es schon grau und trüb, und als ich die Autobahn bei Kassel verlasse und auf der B83 weiter in Richting Karlshafen fahre, setzt Platzregen ein.
Und dabei wird´s auch noch immer frischer. Zuhause in Südhessen waren´s noch angenehme 20 Grad, deswegen bin ich auch mit den ganz leichten Laufklamotten ins Auto gestiegen. Aber jetzt, kurz vor dem Ausgangspunkt der geplanten Tour, zeigt das Autothermometer aber nur noch 13,5 Grad.
Und das im Juli!
Uäh!

Als Startpunkt hab´ ich mir das kleine Dorf Helmarshausen ausgesucht, das südlich von Karlshafen im Tal Diemel sitzt. Direkt nach dem Ortseingang geht links ein schmales, extrem steiles Gässchen ab das hoch zur Krukenburg führt, einer alten Burgruine über dem Ort. Unterhalb der Burg gibt´s einen Parkplatz – von dem aus soll´s heute losgehen:

Bild #1: Blick vom Startort runter ins Diemeltal nach Helmarshausen

Erstmal warte ich aber noch 10 Minuten im Auto, bis der Regen nachlässt, und überlege dabei ernsthaft, ob ich´s nicht vielleicht doch lassen soll, angesichts von feuchtem, dampfigkühlem Mistwetter. Macht nicht gerade Lust.
Aber hey, wenn ich schonmal da bin…

Schließlich tröpfelt es nur noch ein bisschen. Na denn…
Schnell noch die Laufjacke aus dem Kofferraum geklaubt und drübergezogen (eigentlich zu warm. Aber ich will ja unterwegs auch mal anhalten und mich umschauen, das kühlt aus – und bei der extremen Luftfeuchtigkeit und den frischen 14 Grad und dem klammen Wind… lieber zuviel als zuwenig), ein Blick in den grauweißschimmernden Wolkenhimmel…


Bild #2: Grnäh! Genau das falsche Wetter zum Fotos machen.
Mit der hellen, geschlossenen Wolkendecke wird die Kamera kaum fertig und neigt deshalb extrem zur Unterbelichtung. Also: Das wird´n Satz mieser Fotos heute. Ihr seid gewarnt…

…dann starte ich in den schwülnasskalten Nachmittag.

Und zwar – wie sich das gehört – mit ´nem Anstieg.
Einen schmalen, steilen Asphaltweg unter alten Bäumen hoch, rauf zur Krukenburg. Die liegt zwar nicht wirklich auf der Route, muss aber trotzdem mit. Weil, wer weiß, wann ich ich die nächste Burg unter die Füße krieg…

Bild #3: „Am Krukenberg“

Ist nicht lang, vielleicht 150 m. Aber ´ne stramme Steigung, da komm´ ich trotzdem schonmal gut ins Schwitzen (ist aber auch kein Wunder, angesichts der gefühlten 140% Luftfeuchtigkeit).
Nix mehr gewöhnt…

Am Kassenhäuschen vor dem Burgtor zahle ich einen Euro Eintritt an einen etwas brummigen älteren Herrn, dann kann ich rein:

Bild #4: Tor zur Krukenburg

Gar keine so kleine Anlage, vielleicht 60 oder 70 m. im Durchmesser, auf einer kleinen Kuppe über dem Steilhang ins Diemeltal. Im Zentrum der Burg die Überreste einer alten Kirche aus dem 12. Jahrhundert, der Johanneskapelle (angeblich der Grabeskirche in Jerusalem nachempfunden), die auch die Keimzelle der Befestigungsanlage war – die Burg ist (so sagt es zumindest die Infotafel neben dem Eingang) erst knapp 100 Jahre später als Schutz um die Kirche herum entstanden.

Durchaus interessant, ich schau´ mich ausgiebig um.


Bild #5: Johanneskapelle vom Eingang aus


Bild #6: Das Paderborner Haus, ein ehemaliges Wohngebäude in der Nordmauer der Burg, im Vordergrund die Grundmauern vom Chor der Johanneskapelle


Bild #7: Eingang zum Bergfried

Am hinteren Ende der Burg steht Bergfried, entweder noch verflixt gut in Schuß oder – wahrscheinlicher- irgendwann in der Neuzeit wiederaufgebaut. Auf jeden Fall: Besteigbar.
Wird selbstverständlich mitgenommen. Durch die kleine Pforte und die vielfach gewundene Wendeltreppe bis ganz nach oben uuuuund…
AUSSICHT!

Ja. So hab´ ich mir das vorgestellt (naja, bis auf das immer noch stark suboptimale Wetter…):

Bild #8: Panoramablick vom Turm der Krukenburg nach Südwesten, auf Helmarshausen im Diemeltal


Bild #9: Johanneskapelle von oben


Bild #10: Windräder auf dem Wortberg bei Haarbrück. Das ist übrigens schon NRW


Bild #11: Blick nach Norden, in Richtung Karlshafen und Wesertal. Sieht irgendwie unverlockend trüb aus. Hmpf.

Insgesamt verbringe ich vielleicht 10 Minuten bis eine Viertelstunde auf der Burg – nicht viel, aber als es wieder zu tröpfeln anfängt, mach ich mich lieber wieder auf den Weg. Wer weiß, wie sich das Wetter noch entwickelt:

Bild #12: So long, Krukenburg!

Der Abstieg ist ordentlich steil. Erst mal zurück zum Parkplatz (hmm, soll ich nicht vielleicht doch die Jacke im Auto lassen? Ist schon ein bisschen warm. Ach nee, jetzt hab´ ich sie schonmal an…), dann scharf links auf einen serpentinigen Fußweg am Hang, der runter ins Diemeltal führt:

Bild #13: Fußweg von der Krukenburg nach Helmarshausen

Nach 150 m. die nächste scharfe Linkskurve, ich biege auf einen Weg am oberen Ortsrand von Helmarshausen ein, der den irgendwie passenden Namen „Zwischen Stadt und Burg“ trägt und nochmal einen schönen Blick runter auf den alten Ortskern bietet

Bild #14: Alter Ortskern mit ehemaligen Rathaus

„Zwischen Stadt und Burg“ führt ein paar hundert Meter sanft hinter den Häusern von Helmarshausen nach abwärts und mündet dann in die Poststraße, die schon mitten im schmalen Talgrund liegt.
Ich bin unten. Das war ja gar nicht so schwer bisher… 😀

Bild #15: Oben und unten – sieht gar nicht so weit auseinander aus

Die nächsten paar hundert Meter sind eben – ich überquere die B83 und direkt danach die Diemel auf einer Straßenbrücke…

Bild #16: Diemel von der Banhofstraßenbrücke. Hübschens Flüsschen, und gar nicht so klein – hier kurz vor ihrer Mündung in die Weser hat sie immerhin schon über 100 km hinter sich

…und laufe südostwärts, auf der Bahnhofstraße in den neueren Teil des Dorfes auf der Ostseite des Flusses.
Nach einer großen Linkskurve biege ich dann links ab, in eine Straße namens Königsberg, die – Nomen est Omen – auch schon wieder ganz langsam ansteigt. Muss sie auch, denn laut Plan führt meine Route über die Sieburg auf dem Berg an der Ostseite des Diemeltals – und das sind nunmal mindenstens 100 Stramme Höhenmeterchen, die bewältigt sein wollen.
Ab hier gibt´s übrigens auch eine Wegmarkierung: Ein geschwungenes S auf Holztäfelchen, das für den „Eco Pfad Archäologie Sieburg“ steht (außerdem gibt´s auch noch einen weißen Punkt, aber was für einen Weg der anzeigt? Keine Ahnung, die Wanderkarte schweigt sich dazu aus):

Bild #17: Der Eco-Pfad ist ein Rundweg, deswegen geht er hier sowohl nach links (untere Höhenlagen, nicht so steil) als auch geradeaus (am Rand des Hochplateaus auf der Bergkuppe. Deutlich höher, merklich steiler).
Ich will natürlich was davon haben, deswegen laufe ich geradeaus…

Das erste Stück ist noch auf Asphalt, vorbei an den letzten Häusern und der örtlichen Jugenherberge, doch schon nach ein paar Metern bin ich im Wald, auf einem schmalen, erdigen und teilweise zugewachsenen Pfad, der mit knapp zweistelligen Steigungsgraden den Hang raufführt:

Bild #18: Eco-Pfad zur Sieburg

Rund ein Kilometer, immer weiter bergauf. Ich würd´ ja gerne behaupten, dass alles super wäre, aber ehrlich gesagt genieß ich das hier grad gar nicht: Bin jetzt schon außer Atem (viel mehr als ich sein sollte, finde ich), es nieselt immer noch so´n bisschen vor sich hin, in der unglaublich dampfigen Waschküchenatmosphäre klebt alles, unter der Laufjacke ist es mir viel zu warm (hab´s doch gewusst, hätt das Mistding nicht anziehn sollen), da wo keine Jacke ist fühlt sich meine Haut dagegen unangenehm kalt und klamm an, so richtig hübsch ist der struppige Hangwald unter dem bleigrauen Himmel nicht, und sowas wie Rhytmus oder Lust auf die Tour hab´ ich auch noch gefunden.
War vielleicht doch ´ne dumme Idee, dieser Lauf.
Aber jetzt wo ich schon mal hier bin, zieh ich´s halt durch.
Schnaubend, schwitzend, dampfend, stampfend, frierend, klebrig und durchnässt, aber ich zieh´s durch…

Irgendwannn, nach gefühlten 80 bis 100 km (es mögen auch 120 gewesen sein. Auf gar keinen Fall 400 m., wie das Google Earth unter nachgerade bösartiger Nichtzurkenntnisnahme jedweder Realität behauptet) mündet der Pfad mit einem breiteren Forstweg, die Steigung lässt merklich nach. Immerhin.
Ich halte mich rechts, nochmal ein paar hundert Meter, bis der Forstweg eine verlassen wirkende Landstraße mitten im Wald erreicht. Der Eco-Pfad will hier allerdings lieber scharf links, auf einem rissigen alten Asphaltweg nordwärts.
Und was der Eco-Pfad will, das will ich auch, zumindest vorerst.
Deshalb:

Bild #19: Nordwärts

Die gute Nachricht: Ab hier ist erstmal Schluss mit steil, die nächsten zwei bis zweieinhalb Kilometer beschränkt sich die Strecke auf relativ kurze und moderate Aufs und Abs, dank der spezifischen Beschaffenheit der Landschaft hier. Die ist nämlich so ein bisschen zweigeteilt: Tief eingeschnittene Flußtälertäler unter steilen, teils klippenhaften Abhängen, darüber weite, sanft gehügelte Hochpleateaus, die sich teils kilometerweit dahinziehen. Und auf einem dieser Plateaus (einem kleineren) bin ich jetzt angekommen.
Wie gesagt, soweit die gute Nachricht.
Weniger gut: Weder der Nieselregen noch die Hitzewallungen unter der Laufjacke noch das eisigklamme Gefühl in meinem freiligenden Nacken noch meine generelle Minusmotivation haben bisher nachgelassen.
Da zieht sich der Weg doch ungemein:

Bild #20: Irgendwo am Wechselberg

Der Grund, warum ich hier oben langlaufe, anstatt bequemm unten im Tal dem Diemelufer nach Karlshafen zu folgen (abgesehen davon, dass es sich nunmal gehört, auf Jubiläumsläufen oben langzulaufen) ist übrigens die Sieburg.
So ganz genau weiß ich gar nicht, was es damit auf sich hat (hab´ die Wanderkarte erst seit vorgestern und nicht weiter nachrecherchiert), aber wenn etwas „-Burg“ heisst und einen eigenen Eco-Pfad Archäologie kriegt, dann kann man da schon mal vorbeischauen. Hab ich mir gedacht.
Wobei, so viel zu schauen gibt´s gar nicht, wie sich jetzt rausstellt.
Auf der Haben-Seite – berichtet eine Infotafel, an der ich gerade vorbeikomme – kann die Sieburg für sich den doppelten Rekord verbuchen, nicht nur die nördlichste Befestigungsanlage in Hessen zu sein, sondern mit 140 Hektar auch die Größte. Schon mal nicht übel.
Allerdings – viel übrig ist nicht mehr von ihr.
Mit bloßem Auge kann man noch den Verlauf des alten Hauptwalls und des Grabens erkennen – eine bewachsene Bodenwelle auf dem Waldboden mit Kuhle davor, die sich zwischen den Bäumen verliert:

Bild #21: Sieburgreste. Viel bekannt ist übrigens auch nicht über die Anlage – es gibt weder Aufzeichnung und noch archäologische Funde, die ausreichend Rückschlüsse über die Befestigung zulassen würden. Wahrscheinlich stammt sie aus dem 8. oder 9. Jahrhundert, möglicherweise war sie ein Heerlager, das Karl der Große auf seinen Sachsenfeldzügen nutze (vermutet zumindest die Infotafel neben den Wallresten)

Kurz nach der Siegburg schlenkert die Eco-Pfad-Markierung vom Forstweg ab, links auf einem kleinen, abenteuerlich anmutenden Waldpfädchen den Hang runter. Laut einem Holzschild an der Abzweigung geht´s hier zur „Hessenkanzel“:

Bild #22

Die ist zwar nicht auf der Wanderkarte eingezeichnet, klingt aber verlockend. Irgendwie nach Aussicht und so.
Und in der Tat: Ein kurzes Stück bergab, über Stock, Stein und Wurzelknorzen, dann erreiche ich eine Öffnung zwischen den Bäumen im Steilhang, hoch über dem Diemeltal:

Bild #23: The Hessenkanzel, I presume?

Schöner Blick:

Bild #24: Ausblick von der Hessenkanzel ins knapp 150 m. tiefer gelegene Diemeltal. In der Bildmitte unten der Fluss, links davon am Hang der Ortsteil Diemelhöhe (ob der noch zu Helmarshausen gehört oder schon zu Karlshafen – keine Ahnung. Ist ja eh eine Gemeinde), dahinter das Bergland im Grenzgebietzwischen Hessen und NRW.
Knapp nicht im Bild: Die Krukenburg (dafür hätte ich einen Tick weiter nach links halten müssen)

Hinter der Hessenkanzel geht´s wieder aufwärts, zurück auf den Forstweg an der Kante des Plateaus.
Weiter nordostwärts durch den Wald, bis zur nächsten größeren Kreuzung, kurz vor einem Sendemanst.
Der Eco-Pfad geht hier geradeaus weiter, aber links den Berg runter gibt´s ´ne Abkürzung nach Karlshafen, sagt die Karte.
Klingt gut, die nehm ich.
Auch nicht unsteil, aber dieses mal runter:

Bild #25: Talwärts

Hier kommt auch zum ersten Mal die Sonne raus.
Na super„, denk ich mir, „als ob ich nicht auch schon so genug geschwitzt hätte, jetzt wird´s auch noch warm und dampfig. Alles Mist!
Dann wird geb´ ich mir kurz einen mentalen Arschtritt.
Weil, mal ehrlich: Erst jammern weil´s trüb ist und dann jammern weil die Sonne rauskommt – nee, also nee, echt nicht! So piensig bin ich echt nicht, und auf Unzufrieden Sein als Selbstzweck hab´ ich gerade hier und heute keine absolut gar Lust.
Stattdessen beschließe ich, mich über die Sonne zu freuen. Das hilft.
Zu warm ist mir zwar immer noch unter der Jacke, aber trotzdem macht mir alles instant mehr Spaß.
Gut. 🙂

Einen knappen halben Kilometer bergab, dann wird der Forstweg zu einer richtigen Straße (dem Triftweg), der Wald wird durch die ersten Grundstücke von Bad Karlshafen ersetzt, auf denen eine seltsame Mischung aus sehr gepflegt wirkenden Villen und offenbar leerstehenden und verfallenden Häusern steht – vielleicht ja schon ein erster bezeichnender Eindruck einer Stadt im strukturschwachen Gebiet, die seit Jahrzehnten Einwohner verliert…

Die Laufrichtung bleibt weiterhin: Abwärts

Bild #26: Triftweg

Am unteren Ende des Triftweges wartet schon das ehemalige Hafenbecken im alten Stadtkern (wobei „Stadt“ hier ein bisschen relativ zu verstehen ist, denn Karlshafen hat zwar das Stadtrecht, aber auch nur 2300 Einwohner… ;-)), sehr apart:

Bild #27: Der Ex-Hafen von Karlshafen und zugleich Zentrum der Altstadt

Bad Karlshafen ist keine alte Stadt – Gründung 1699 als sogenannte „Exultantenstadt“, ein Ort, wo sich in Frankreich verfolgte Hugenotten auf die Einladung des Hessen-Kasselanischen Landgrafen Karl niederlassen konnten.

Bild #28: Deshalb beginnt hier auch der Hugenotten- und Waldenserpfad, ein Weitwanderweg der südwärts bis nach Hause in den Odenwald führt, und weiter durch Baden, die Schweiz und die Alpen bis ins Piemont

Entsprechend wurde der historische Stadtkern auch in einem Rutsch geplant und gebaut, nach den Vorgaben der Stadtplaner des Kasseler Hofs. Und das kann man auch heute noch sehr gut erkennen, an den vielen, schönen, großen hellen Barockgebäuden, die sich in der Altstadt und ums Hafenbecken drängen:

Bild #29: Bad Karlshafen – Stadtzetrum am Hafenbecken

Jetzt sind hübsche, kleine Barockstädte in tief eingeschnittenen Flusstälern schon so ein bisschen mein Ding (unter anderem, es gibt nachweislich noch ´ne ganze Menge anderes Zeugs, dass auch so ein bisschen mein Ding ist), und außerdem will ich ja auch was von meiner Jubiläumsrunde haben. Sprich: Ich nehme nicht den kürzesten Weg an die Weser, sondern zickzacke erstmal ein bisschen durch die Alt- und Innenstadt, etwas ziellos, aber Bad Karlshafen ist ja klein genug, dass man sich hier nicht wirklich verirren kann.
Erstmal links, an einem kleinen Kanal entlang die Conradistr. runter…

Bild #30: Conradistraße

…dann gleich wieder rechts und auf der anderen Kanalsteite zurück zum Hafenbecken:

Bild #31: Haus am Hafenplatz beim alten Hafen von Karlshafen (alles sehr hafenlastig :D)

Vorbei am Rathaus, dann – leicht ziellos – einfach mal links die Weserstraße entlang (Die Logik dahinter: Wenn die schon „Weserstraße“ heißt, wird sie ja wohl auch an die Weser führen. Und da will ich jetzt hin).
Am Ende der Weserstraße: Ein Brücke über einen Fluss. Eigentlich genau das, was ich suche.
Aber irgendwie ist der Fluss doch deutlich kleiner, als ich von der Weser erwartet hätte. Und hinter der Brücke ist auch nicht der Rest von Karlshafen am anderen Weserufer, sondern nur eine Straße mit einer bewaldeten Steilwand dahinter. Das passt nicht so. Hmmmm…
Kurzer Blick auf die Karte.
Ja, das macht Sinn – falscher Fluss, falsche Brücke. Das ist die gute, alte Diemel, die hier kurz vor ihrer Mündung an Karlshafen vorbeifliesst.

Folgerichtig müsste die Weser rechts, Diemelabwärts liegen.
Ja. Tut sie auch.
Ein paar Meter auf der schmalen Gerbergasse, an einer kleinen Freizeitanlage vorbei, dann erreiche ich die Landspitze an der Diemelmündung und damit auch die…

Bild #32: Jaa, so hatte ich mir das vorgestellt.
Sehr verehrte Damen und Herren, ich präsentiere: Die Weser.

Schon ein sehr ordentlicher Fluss von 100 m. Breite, und das, obwohl diese Stelle gerade mal knapp 45 Kilometer von ihrer Ursprungsort entfernt ist (was allerdings daran liegt, dass sie keine Quelle hat, sondern bei Hann. Münden aus dem Zusammenfluss von zwei anderen gestandenen Flüssen – der Fulda und der Werra – entsteht). Macht was her, wie sie sich zwischen den steilen, grünen Hängen von Solling (am Nordufer) und Reinhardswald (Süden) durchs Bergland schlängelt.

Von der Landspitze an der Diemelmündung kann ich auch die richtige Brücke erkennen, die mich gleich ans Nordufer bringen soll:

Bild #33: Karlshafener Weserbrücke

Ist allerdings noch ein gutes Stück flussaufwärts. Aber ein hübsches.
Kurpromenade, nordwärts. Links der Fluss und die Anlegestellen der Weserschiffe, rechts die Karlshafener Flaniermeile, mit Kneipen, Hotels und Biergärten – hier sieht man deutlich, dass Bad Karlshafen ein echter Fremdenverkehrsort ist, mit einem freundlichen, etwas altbackenen Charme, den es mit so vielen anderen Fremdenverkehrsorten in den deutschen Mittelgebirgen teilt (und vermutlich denselben Sorgen: Das Publikum hier ist größtenteils älter, und obwohl es der erste Sonntag im Juli ist – also mutmaßlich Hauptsaison – sind Promenade und Biergärten nicht wirklich voll. Sicher, das könnte auch am Wetter liegen. Aber wahrscheinlicher [und irgendwie ein bisschen trauriger] ist, dass auch hier die goldenen Zeiten des Binnentourismus vorbei sind…).

Ein halber Kilometer am Ufer, dann wechsle ich auf die Brücke und mache mich daran, zum ersten Mal in meinem Leben zu Fuß die Weser zu überqueren. Die Brücke selbst ist sehr utilitaristisch und schmucklos, eben eine ganz normale Straßenbrücke. Aber von oben hat man einen schönen Blick über den Fluss und auf die Hessischen Klippen, also die grünen Steilhänge über der Diemelmündung. Ich schau´ sie mir gleich mal ein bisschen genauer an, denn wenn alles so läuft wie geplant, werde ich dort auf dem Rückweg vorbeikommen:

Bild #34: Hessische Klippen, die Erste. Da oben über den Dächern der örtlichen Rewe-Filiale kann man den Sängertämpel erkennen. Sieht nach Aussicht aus. Ist vorgemerkt.


Bild #35: Hessische Klippen, die Zweite. Direkt über der Diemel-Mündung ragt der Hugenottenturm aus dem Steilhang. Sieht nach mehr Aussicht aus. Ist erst recht vorgemerkt.

Am anderen Ufer erwartet mich… mehr Bad Karlshafen.
Eigentlich könnte man ja annehmen, dass der Fluss auch die Landesgrenze zwischen Hessen und Niedersachsen bildet, würde sich ja irgendwie anbieten. Und tatsächlich tut er das hier oben auch die meiste Zeit.
Bloß hier, bei Bad Karlshafen, gibt es einen schmalen Land zwischen Wasser und Klippen, der noch zu Karlshafen und damit zu Hessen gehört – der allernördlichste Zipfel des Bundeslandes.

Hier drüben ist die Stadt deutlich neuer und weniger Pittoresk. Kein Barock, sondern Campingplätze am Flussufer, ein großer, eher häßliches Einkaufszentrum dahinter und dann mehreren Reihe Wohnhäuser, die sich den Hang bis zum Waldrand (und der Landesgrenze) hochziehen.

Mein nächstes Ziel hier am Nordufer: Die Hannoverschen Klippen im Steilhang über der Weser, von denen seit letztem Jahr die imposant benannte Aussichtsplattform „Weser Skywalk“ über das Wesertal ragt.
Wege dahin gibt´s genug:

Bild #36: Wie gesagt: Ganz so szenisch wie am Südufer ist Karlshafen hier nicht…

Ich entscheide mich für den ausgewiesenen Fußweg, der offensichtlich erstmal dem Wesertal folgt. Passt zwar nicht so ganz zu meiner Vorstellung (weil: Klippen + Skywalk = oben, Weserufer = unten), aber da wird´s sicher irgendwo einen Aufstieg geben.
Erstmal kein ganz so hübsches Stück, auf der Straße „An der Saline“ westwärts, vorbei an Campingplatzeinfahrten, einem etwas derangiert wirkenden Bahnhofsgelände und der örtlichen Kläranlage („und jetzt bitte mal kurz nur gaaanz flach durch den Mund atmen. Puuh!“) bis Karlshafen zu Ende ist und die Wiesen am Weserufer anfangen:

Bild #37: Straße am Weserufer kurz hinter dem Bad Karlshafener Ortsende (ist übrigens auch der Weserradweg

Die Hannoverschen Klippen kommen immer näher…

Bild #38: Hannoversche Klippen

…aber die Straße bleibt flach, und unten im Tal. Das macht mir ein bisschen Sorge, denn eigentlich bin ich ja nicht hierher gekommen, um UNTER der Klippen entlangzulaufen. Ich will da schon hoch, und je länger ich hier unten bleibe, umso steiler wird später der mutmaßlich noch zu erwartende Anstieg (zumindest hoffe ich, dass es da noch einen Anstieg gibt – die Hänge ragen hier so steil auf, dass es nicht so aussieht, als gäbe es hier viele Wege von unten nach oben)…

Kurz danach teilt sich die Strecke, die Asphaltstraße über den Uferwiesen läuft geradeaus weiter, halbrechts führt ein schmalerer Weg über einen Fußgänger-Bahnübergang zum Fuß des steilen Waldhanges.
Ein Wegweiser behauptet, zu Klippen und Skywalk ginge es links, aber das mag ich nicht so recht glauben. Mir erscheint rechts über die Bahn viel plausibler.
Kurz nachgedacht, dann folge ich meinem Bauchgefühl über die Gleise. Auf der anderen Seite ein weiterer Weg, der allerdings zurück nach Karlshafen zu führen schein… oh halt, nein, da gibt´s auch noch einen winzigenPfad, der links in den Hang reinführt!

Bild #39: Hoch = Gut!

Na gut. Klippenwärts!
Und – das ist mir währenddessen gar nicht bewusst – über die Landesgrenze.
Denn direkt hinter dem Asphaltweg, da wo der Wald und die Steigung anfangen, wird der nördlichste Zipfel von Hessen unmerklich zum östlichsten Zipfel von Nordrhein-Westfalen.
Premiere! In NRW bin ich noch nie gelaufen, ist mein zehntes (!) Laufblog-Bundesland.
Und ich muss gestehen, so abenteuerlich wie meine ersten Meter hier hab ich mir das Land an Rhein und Ruhr nie vorgestellt.
Der Pfad ist verwildert…

Bild #40

…schmal, mit extrem steil abfallender Talseite…

Bild #41

…felsig…

Bild #42

…und teilweise so steil und kraxelig, dass Joggen nicht drin ist:

Bild #43

Aber: Er führt genau dorthin, wo ich hinwill: Zum Weser Skywalk!

Bild #44: Weser-Skywalk

Auch wenn der Name schon ein bisschen bombastisch daherkommt, imposant ist das Ding schon: Eine Aussichtsplattform die von den ersten schroffen Klippen aus über die steilen Hänge und das Wesertal ragt und einen großartigen Blick über den Fluss und die nähere Umgebung freigibt (so richtig weit kann man allerdings nicht gucken, wohl auch weil´s heute so extrem dampfig und diesig ist):

Bild #45: Skywalk-Blick Weserabwärts. Hinten auf der rechten Flussseite ist das Dörfchen Würgassen, am linken Ufer liegt Herstelle. Da kommen wir nachher noch hin


Bild #46: Und der Blick Flussaufwärts, zurück nach Karlshafen

Sehr hübsch, hier gönn´ ich mir ein paar Minuten zum Genießen (bösartige Gerüchte, dass ich nach steilen Aufstieg auch wieder zu Atmen kommen muss, sind latürnich vollkommen haltlos und aus der Luft gegriffen… ;)).
Und weil´s ´ne echte Touri-Destination ist, gönn´ ich mir auch noch den „Ich-war-da“-Standard-Touri-Moneyshot, dank der zwei freundliche Herren mit Motorradjacken und sächsischem Akzent, die ebenfalls gerade die Plattform nutzen und gerne bereit sind, ebendiesen Moneyshot anzufertigen:

Bild #47: Ich-war-da 😀

Nachdem ich das Weser-Panorama ausgiebigst aufgesogen habe, geht´s weiter bergauf, den offiziellen Skywalk-Pfad hoch, der ebenfalls recht schmal ist und bis zur Fahrstraße und dem Wanderparklatz führt, direkt an der Kante wo die steilen Talhänge in das relativ flache Plateau des dahinterliegenden Hochlandes übergehen.
Dort wartet auch schon die nächste Landesgrenze (ist ja schließlich ein Dreiländereck, hier) – direkt hinter der Fahrtstraße beginnt nämlich schon Niedersachsen.
Ist zwar nicht die Richtung, in die ich will, aber da meine ursprüngliche Intention für diesen Jubiläumslauf war, zu Fuß die Grenze nach Niedersachsen zu überqueren, nehme schnell ein paar Meter des schmalen Weges mit, der geradeaus nach Norden führt:

Bild #48: Da, genau da, hinter dem Stein, das ist Niedersachsen, Land des Wattenmeeres, der weiten flachen Flächen und der alltagskorrupten Bundespräsidenten

Dann drehe ich um und folge der Fahrstraße nach Westen, am Waldrand parallel zur Plateaukante runter ins Wesertal.
Quasi direkt auf der Landesgrenze, die laut Wanderkarte mitten auf diesem Wegstreifen verläuft:

Bild #49: Links NRW, rechts NDS

Zu meiner leichten Überraschung stelle ich hier übrigens fest, dass meine schlechte Laune und die Unlust vom Anfang des Laufes irgendwo auf der Strecke geblieben sind. Jetzt passt alles, ich hab´ meinen Rhythmus, fühl mich gar nicht mehr jammerig, mit dem Wetter hab´ ich mich auch abgefunden, außerdem seh´ ich inzwischen auch aus, wie es sich für einen anständigen Jubiläumslauf gehört:

Bild #50: Heh! So muss das!!!

Kurzum: Ich hab richtig Spass. Sowasaberauch…

Der nächste gute Kilometer ist wunderbar bequem. Sanft abwärts, in westlicher Richtung zurück ins Wesertal. Nach ein oder zweihundert Metern auf der Landesgrenze wechsle ich links in den Wald, auf den parallel verlaufenden Fußweg zwischen Skywalk und Würgassen. Waldboden läuft sich bekanntlich angenehmer als rissiger Asphalt. Zumindest bis zur nächsten Abzweigung, da halte ich mich dann rechts und finde mich doch wieder auf der kleinen Straße (übrigens der „Alte Postweg“, sagt Google Earth), die hier zwischen Waldrand und einem offenen Steinbruch weiter talwärts läuft…

Bild #51: Steinbruch am Alten Postweg“

…und kurz darauf Würgassen („Das freundliche Dorf an der Weser„) erreicht:

Bild #52: Jepp, das sieht in der Tat freundlich aus. Wobei ja eigentlich nur die drei Häuser im Vordergrund zu Würgassen gehören, das auf der anderen Flussseite ist Herstelle

Kurz hinter dem Ortseingang überquere ich die Bahn und laufe geradeaus weiter, runter ans Weserufer:

Bild #53: Passenderweise heißt die Straße, die hierher führt, auch „Am Weserufer“. Kann man gar nix falsch machen.

Für hier gibt´s eigentlich einen Plan.
Der da lautet: Westlichster Punkt der Tour, mit der Personenfähre (die laut Wanderkarte an dieser Stelle die Weser überquert) rüber auf die andere Weserseite nach Herstelle und dort dann über die Anhöhen südlich des Flusses zurück zum Ausgangspunkt.
Ist an sich gar kein so übler Plan. Ehrlich gesagt, er ist sogar ziemlich gut, finde ich.

Das einzige Problem ist, dass ich nicht mit einberechnet habe, dass ich ziemlich spät gestartet bin, und dass schon eine ganze Weile unterwegs bin und es deshalb schon 7 Uhr abends ist.
Das ist so ein bisschen ein Problem.
Weil:

Bild #54: Die Fähre fährt nur bis 18:00 Uhr.
18:00 war vor einer Stunde.
Ergo fährt die Fähre nicht mehr.
Elementary, my dear Watson!

Sprich: Die nächste Fähre geht hier erst wieder morgen früh. In 19 Stunden.
So lange will ich aber irgendwie nicht warten.
Zurücklaufen (laaaangweilig), durch die Weser schwimmen (nass) oder übers Wasser laufen (als Fähigkeit leider nur ein paar Wanzen, Echsen und direkten Nachkommen monotheistischer höherer Wesenheiten vorbehalten) sind irgendwie auch keine Optionen.

Hmm.
Das verlangt nach einer Neuausrichtung des Plans.
Weserüberquerung: Ja, nach wie vor nötig, aber eben nicht hier.

Muss ich wohl auf die nächste Straßenbrücke ausweichen, die sich ein Stückchen weiter weserabwärts über den Fluss spannt. Insgesamt vielleicht ein Umweg von zwei oder drei Kilometern, das sollte problemlos machbar sein, schließlich geht´s mir gerade prima.
Bloss ein bisschen Durst hab´ ich inzwischen, aber auch dafür gibt´s eine Lösung:

Kleine Pause im Biergarten der Alten Linde, direkt beim Fähranleger:

Bild #55: Aaaah, das tut gut. Geht doch nichts über einen halben Liter Flüssigkeit, Zucker und Koffeein!

Derart gestärkt mache ich mich dann auf den Weg zur Straßenbrücke. Immer dem Weserradweg hinterher, durch die Wiesen am Ufer, rechts die Wohnhäuser von Würgassen, leicht erhöht auf einer Art Deich und mit großen Gärten, links das Wasser und dahinter das Dörfchen Herstelle im flachen Hang über dem Fluss.

Bild #56: Herstelle. Das da oben über dem Dorf sind das Kloster (links, das weiße Gebäude) und die Burg (rechts, das Braune mit dem Burgturm


Bild #57: Burg Herstelle samt Reflexion

Ein Kilometer Weserradweg, westwärts.

Bild #58: Da vorne wartet auch schon die Brücke. Hoffentlich ohne Betriebszeiten…

Richtig idyllisch, mit weidenden Pferden…

Bild #59: Von etwas weiter weg…

Bild #60… und von näher dran

…leicht pikiert glucksenden Hühnern auf den Grundstücken der Würgasser Häuser…

Bild #61: „Brooak“, sagt das Huhn. Ich lasse das im Vorbeilaufen einfach mal unwidersprochen.

…dazu ein paar vereinzelte Spaziergänger, die allesamt freundlich Grüßen (überhaupt grüßt einen hier fast jeder. Richtig schön, nach den vielen stoffeligen Großstadtkilometern, wo dich selbst die anderen Jogger hinter ihren übertreuerten Idiotensonnenbrillchen und den Ohrstöpseln nicht mal mit dem Arsch angucken), und mittendrin ich.

Beine warmgelaufen, Laune bestens, in der Abendsonne, mit beiden Füßen ganz tief im Anderswo-
Jetzt ist alles gut.

Bild #62: Und genau deswegen mach´ ich sowas.

An der Brücke auf einen schmalen Radweg, der die Böschung hoch zur Fahrbahn führt, an der dann links und zurück über den Fluss.

Bild #63: Straßenbrücke, Kreisstraße 61 südwestlich von Würgassen und Herstelle

Auch hier oben gibt´s wieder ein bisschen was zu gucken:

Bild #64: Weserauen östlich der Brücke – da bin ich hergekommen (keine Ahnung, warum der Horizont bei diesem Panoramabild links so wegbricht. Offenbar will das Stitch-Programm das so…


Bild #65: Andere Brückenseite: Das ehemalige AKW Würgassen, seit 15 Jahren stillgelegt.


Bild #66: Blick zurück zum bereits umlaufenen Weserbogen: Herstelle, die Hannoverschen Klippen, ganz hinten noch ein Zipfelchen Karlshafen (sieht irgendwie ein bisschen wie eine Modelleisenbahnlandschaft aus, oder?)

Zurück am Südufer senken sich Fuß-/Radweg und Landstraße wieder bodenwärts und münden dann in die quer verlaufende B83. Hier ist jetzt wirklich Zeit für den Rückweg, folglich biege ich links ab, auf einen Fahrradweg neben der Bundesstraße, der ins nahe Herstelle führt:

Bild #67: Weg neben der B83/Heristalstr. nach Herstelle (übrigens ein lustiger Name, oder? Bei mir im Job ist viel von der „Spreche“ der Rede, also der Fähigkeit, sauber und gut zu sprechen, und irgendwie frage ich mich, ob es analog dazu vielleicht auch das Wort „Herstelle“ gibt [ein Handwerker zum anderen: „Respekt, also diese Schuhe haben echt ´ne gute Herstelle“… ;)]).

Herstelle stellt (ha!) sich auf den ersten als freundliches, etwas verschlafenes Örtchen heraus, das schon so ein bisschen in den fortschreitenden Sommerabend zu dämmern scheint. Kein Verkehr, aus einem Vorgarten summt eine Rasenmäher, außer einm freundlichen alten Herrn (auch der grüßt übrigens, sehr nett!) und mir ist niemand unterwegs. Alles sehr entspannt.

Entspannt ist auch der nächste Aufstieg. Die zweite nach dem Ortseingang rechts („Am Kemperborn“) und mit sehr moderat einstelligen Steigungsprozenten erstmal wieder weg von den der Weser. Will ja über die Hochebene und die Hessischen Klippen zurück, da muss ich ja erstmal hochkommen. Nach 300 m. dann scharf links, an der „Teichlinde“ vorbei,…

Bild #68: Mehr Linde als Teich, würde ich auf den ersten Blick sagen

…und weiter bergauf, nun auf der Carolus-Magnus-Str.:

Bild #69: Carolus-Magnus-Str.

Auch nicht steil, aber ich spüre die letzten Kilometer doch so langsam ein bisschen in den Beinen.
Puh. Bin halt nix mehr gewöhnt…
Aber allzuweit geht´s eh nicht nach aufwärts. 20 bis 30 Höhenmeter auf einen Dreiviertelkilometer Asphaltstraße, dann ist schon wieder ein bisschen flach. Plateaurand auf Hochebene südlich der Weser, ab jetzt wieder flach bis gaaanzleichthügelig.
Und zu sehen gibt´s auch gleich was, nämlich die groß aussehenden Bauwerke über Herstelle, die schon vom anderen Weserufer aus total nett ausgesehen haben (vgl. Bild #57).
Zuerstmal das Kloster, dessen Eingang unübersehbar in der ersten Kurve nach dem Ortsausgang sitzt:

Bild #70: Kloster Herstelle…


Bild #71: …genauer gesagt die „Benediktinerinnenabtei zum Heiligen Kreuz“

Schau ich mir natürlich an. Mütze ab (zur Sicherheit, falls ich Nonnen treffe, ist höflicher) und mal kurz links rausgeschlenkert, vorbei ein paar moderneren Gebäuden (Klosterladen und Gästehaus) bis zum älteren Teil des Klosters über dem Talrand. Dort gibt´s ein ganz klein bisschen Aussicht…

Bild #72: …allerdings nicht zuviel Aussicht, denn hier gibt´s Häuser und Grünzeug und sowas. Trotzdem für einen Blick auf die andere Weserseite zur Würgasser Fähranlegestelle reichts

…und – direkt hinter dem Kloster – Burg Herstelle. Die durchaus imposant aussieht, aber leider…
a) gerade generalüberholt wird
und
b) in Privatbesitz und deshalb nicht zugänglich ist:

Bild #73: Tor zu, keine Burg Herstelle.

Na gut, dann eben ohne Burg, lauf´ ich halt weiter.
Streckenmäßig bleibt´s erst mal ganz einfach, denn ich muss erstmal einfach dem Fulda-Diemel-Weg folgen, der bestens markiert ist:

Bild #74: Fulda-Diemel-Weg = Weißes F

Der führt erstmal grob westwärts, mit diversen Schlenkern und kleinen Aufs (etwas mehr) und Abs (etwas weniger) am Rand der Hochebene entlang. Rechts hügelige Wiesen und Felder bis zum Reinhardswald,…

Bild #75: Hübsch

…links die Hänge runter ins Wesertal, und zwischenduch lässt sich sogar die Abendsonne nochmal blicken.

Bild #75: Genauso hübsch

Guter Kilometer auf festem Asphalt, voraus kommt sogar schon wieder der Sendemast an der Sieburg in Sicht, kann also nicht mehr so weit sein bis zum Ziel (was aber auch gar nicht so schlecht ist, denn inzwischen ist acht Uhr durch, und ich krieg so langsam Hunger):

Bild #76: Sendemast an der Sieburg auf der anderen Seite des Diemeltals, zuletzt gesehen kurz vor Bild #25

Der Fulda-Diemel-Weg verlässt irgendwann den rissigen Asphaltweg auf der Hochebene und schlägt sich links in die Felder, bis zum Waldrand an der Abbruchkante des Plateaus zur Weser hin:

Bild #77: Waldrandweg

Allerdings nur ein kurzes Stück, dann geht´s auf schmalen Pfaden halblings, in den schattigfeuchten Wald rein, und von der bequemen, flachen Hochebene quer in den Steilhang, hoch über dem Flusstal. Der übrigens wirklich steil ist, das geht da teilweise fast senkrecht runter:

Bild #78: Im Steilhang (der in echt natürlich mal wieder viel steiler aussieht, als es das Foto rüberbringt…

Unebener wird´s auch wieder, der schmale Weg klettert und fällt immer mal wieder ein paar Höhenmeter…

Bild #79: Sogar ein paar Stufen hat´s hier.

Das strengt nochmal ein bisschen an, gerade wo die Batterie eh schon nicht mehr ganz so voll ist:

Bild #80: Jetzt ist mir auch wieder ein bisschen warm…

Aber zum Ausgleich gibt´s dafür auch ein Quäntchen Aussicht zwischen den Bäumen hindurch runter/rübers ins Tal. Keine großen Panoramen, dazu ist das Laub zu dicht, aber eben immer mal wieder ein schönes, appetitliches Häppchen Blick:

Bild #81: Zum Beispiel dieses Häppchen: Weser Skywalk der Weser Skywalk auf der anderen Flusseite (mit Digitalzoom, deswegen so grobkörnig)

Irgendwo hier überquere ich dann auch wieder die Landesgrenze. Mach´s gut NRW, Hello again Hessen.
Der Pfad senkt sich derweil immer mehr ab, runter in die Hessischen Klippen über Karlshafen und der Diemelmündung.
Hier gibt´s dann auch mehr Aussicht, zum Beispiel am Sängertempel. Vom Tal aus hab´ ich den ja schon gesehen, von der Weserbrücke aus (Bild #34), jetzt erreiche ich ihn (nach einer kleinen Rutsch/Kletterpartie links vom Hauptpfad ab) von oben:

Bild #82: Sängertempel

Sitzt quasi mitten auf der Klippem, direkt davor geht´s ein paar Dutzend Meter runter nach Karlshafen. Ansehnlich:

Bild #83: Sängertempelpanorama von Bad Karlshafen

Von hier aus zurück auf den Hauptpfad…

Bild #84: Ist übrigens immer noch der Fulda-Diemel-Weg (das weiße F, wir erinnern uns)

…und ein paar Meter weiter zum Hugenottenturm. Auch den hab´ ich mir ja schon von unten vorgemerkt (Bild #35)…

Bild #85: Hugenottenturm: Erbaut 1913, gestiftet von einem Bremer Kaufmann im Andenken an seine hugenottischen Vorfahren, sitzt direkt über der Diemelmündung

…jetzt schau´ ich ihn mir natürlich auch noch mal aus der Nähe an. Drinnen ist es dunkel und feucht und ein bisschen baufällig, und sieht so ein bisschen so aus, als ob´s modrig müffeln würde (tut´s aber nicht), aber die Wendeltreppe nach oben ist gut in Schuss:

Bild #86: Hugenottenturm innen

Die Plattform an der Turmspitze ist über den Bäumen.
Das lohnt sich,m sowohl in Gänze…

Bild #87: Bad Karlshafen Breitwandformat, mit Wesertal, Diemeltal (rechts) und dem Sieburgberg

…als auch en Détail:

Bild #88: Karlshafener Altstadt


Bild #89: Camplingplatz am Nordufer


Bild #90: Weserschiffe

Schön hier!

Bild #91

Fünf Minuten Pause, dann geht´s weiter.
Weit kann´s jetzt nicht mehr weit sein, zumindest wenn ich das (inzwischen arg verwaschene, ausgebleichte und zerknitterte) Streckenplänchen richtig lese.
Noch ein paar Meter weiter auf dem Fulda-Diemel-Weg, bis der mit einer steilen Serpentine runter nach Karlshafen abbiegt. Da will ich aber nicht hin, ich will wieder hoch, zum oberen Ende des Steilhangs. Deshalb halte ich mich rechts, da gibt´s eine neue Markierung – ein weißes H – die aufwärts führt, erst ein Stückchen durch den Wald, dann an einem einsamen, zugewucherten Haus zwischen den Bäumen vorbei (offenbar ein Privatgrundstück mit Wegerecht für das weiße H)…

Bild #92: Möglicherweise ist das die Juliushöhe (lässt der Internetstadtplan von Bad Karlshafen vermuten)

…und schließlich zum Ende des Waldes an der Diemelhöhe (das ist der Bergvorsprung ins Diemeltal, auf dem Helmarshausen und die Krukenburg sitzen – also fast am Ziel). Hier verspricht die Wanderkarte noch eine letzte kleine lokale Sehenswürdigkeit, nämlich den „Besuchersteinbruch am Carlsplatz“.
Der so ziemlich genau das ist, wonach es klingt: Ein kleiner offener Steinbruch aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, mit einer Infotafel und alten Steinbruchgerätschaften:

Bild #93: Die Lore kann ich auch selbst identifizieren, das dahinter ist – so die Infotafel – offenbar ein Steinsägegatter


Bild #94: Das hingegen ist eine Fallhammer-Pflastermaschine. Weil Steinbruchfachausdrücke nicht besonders kryptisch sind, macht sie offensichtlich auch genau das – nämlich mit einem Fallhammer Pflastersteine herstellen

Also Bonus gibt´s gegenüber des Steinbrucheingangs eine überlebensgroße Holzschnitzerei von einem Herrn mit Hütchen und Kutte:

Bild #95: Öh. Martin Luther, vielleicht?

Direkt danach ist der Wald dann endgültig zu Ende, vor mir öffnet sich eine sanft abfallende Hangwiese, hinter der bereits die Krukenburg über ein paar Baumwipfel ragt:

Bild #96: Krukenburg von Norden. Von hier aus sieht der Burgberg überhaupt nicht steil aus.

Der letzte halbe Kilometer auf einem Feldweg über der Wiese, leicht bergab, auf angenehmem Untergrund…

Bild #97: Das letzte Stück Jubiläumslaufpanorama

…vorbei an ein paar weiteren Holzskulpturen am Wegrand gen Norden:

Bild #98: Zum Beispiel ein Auerhahn…


Bild #99: …und ein… äh… Giraffendinosaurierkamel?

An der alten Karlshafener Schäferei mündet der Feldweg in die Asphaltstraße hinter der Krukenburg…

Bild #100: Alte Schäferei

…und kurz danach steh´ ich dann im Ziel, auf dem Parkplatz an der Krukenburg:

Bild #101: Geschafft!

Ein bisschen müde, angenässt, durchgeschwitzt und verdreckt – und seeehr zufrieden!
Irgendwie hat das am Ende nämlich doch noch einen Riesenspaß gemacht. Ganz viel Neues gesehen und erlebt, eine Gegend erkundet, in der ich noch nie zuvor gewesen bin, ein paar ordentliche Höhenmeterchen geschrubbt und alles in allem immerhin knapp 19 Kilometer gelaufen – so gehört ein Jubiläumslauf! 🙂

Allerdings auch eine Erkenntnis: Solche Touren muss man üben.
Und zwar nicht nur die physische Fitness oder die organisatorische Vorbereitung, sondern vor allem auch die Fähigkeit, sich voll und ganz drauf einzulassen – es braucht tatsächlich etwas Mut und Routine, das Laufen auf vollkommen fremden Terrain als spannendes Abenteuer zu begreifen und sich nicht in Unlust, Bequemlichkeiten oder „was-mach-ich-hier-eigentlich“-Fragerei zu ergehen, gerade wenn halt mal nicht die Sonne scheint.
Ich hab´ diese Art zu laufen in den letzten Monaten sehr vernachlässigt, und mir heute – zumindest am Anfang der Tour – entsprechend schwer getan, das Ganze zu genießen. Zum Glück ist der Spaß ja dann doch nach und nach gekommen, aber trotzdem: Da muss ich vielleicht mal wieder dran arbeiten.

Aber heute nicht mehr. Da steht nur noch die hochverdiente Laufblogjubiläumslaufbelohnung in Form eines anständigen Abendessens an, am liebsten was Deftiges, schließlich knurrt mein Magen schon seit Würgassen. Deshalb fahre ich auch nochmal nach Karlshafen runter und mache mich auf die Suche. Gar nicht so einfach, denn immerhin ist es inzwischen schon halb Zehn – und der typische Weserberglandurlauber ist ja ein eher älteres Semester und liegt zu dieser Zeit offenbar schon im Bett.
Will heißen: Es ist gar nicht so einfach, noch eine kneipe zu finden, die um diese Zeit noch was zu Essen anbietet.
Ich irre mindestens eine Viertelstunde durch die Stadt, werde dabei von einem plötzlichen Platzregen nochmal richtig durchnässt (was mir inzwischen Scheißegal ist, meine gute Laune werd´ ich heute Abend nicht mehr los!), und werde schließlich doch noch fündig:
Hessischer Hof, lokale Spezialität: Schmandschnitzel.
Hmmm:

Bild #102: Schnitzel + Zentimeterdicke Schmandschicht drauf + Riesenschale sahniger Kartoffelgratin + Beilagensalat (nicht im Bild) = Sehr lecker, aber auch uuunglaublich üppig.
Aber das ist gut, so krieg ich die gerade abgelaufenen Kalorien gleich wieder rein! 😉

Und das war´se, die Jubiläumstour zum fünften Laufbloggeburtstag.
Irgendwie doch ´ne richtig schöne, hat Lust auf die nächsten fünf gemacht…

Strecke: 18,9 km
Zeit: Haha. Ganz ehrlich – Wenn ich die Strecke stramm gewandert wäre und keine Pausen gemacht hätte, hätt´ ich auch nicht viel länger gebraucht. Und das Beste: Scheißegal! 😀
Anteil der noch nie gelaufenen/gebloggten Passagen an der Gesamstrecke: 100% (18,9 km von 18,9 km)
Karte:

M.

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9 Antworten to “Jubiläumslauf an der Weser: Ums Dreiländereck bei Bad Karlshafen (mit Fotos, 18,9 km)”

  1. XYZ Says:

    Gratuliere zum fünften Laufbloggeburtstag, dem interessanten Jubiläumslauf plus Bericht, sowie den stimmungsvollen Bildern. Ein gelungener u. absolut jubiläumswürdiger Beitrag. Hat Spass gemacht dich zu begleiten u.Appetit auf eine schöne, unbekannte Ecke unseres Landes.

  2. heidi111 Says:

    1. Seit wann kannst du fotografieren??
    2. Ich habe zwar nicht alles gelesen, da mir diese Textlänge für nen Lauf definitiv zu lang ist, aber alles angeguckt, du hast ja
    3. Immer noch die Quelle Kappe oder ist das schon die nächste?
    4. Warum meinen immer so viele Männer, sich einen Bart wachsen lassen zu müssen. Es steht den meisten nicht und dir auch nicht, es macht einfach alt.

    So, nun weisstes 🙂

    • matbs Says:

      1) Äh. Rein physikalisch jetzt? Mit Händen und so?
      Prinzipiell so seit Anfang der Achtziger, schätze ich. Hab aber später angefangen.
      2) Ja
      3) Sowas wird heute ja nicht mehr hergestellt, und einen Vorrat hab´ ich nicht. Ergo: Immer noch dieselbe wie immer.
      4) Warum meinen immer so viele Frauen, das Äußere von Männern kommentieren zu müssen. Es steht den meisten nicht, und dir auch nicht, es macht einfach bossy.
      😀

  3. sigitaria Says:

    Ich bin ja schon vom lesen ganz abgemagert (-;
    so ein Gefühl wie sechs Stunden Autobahnfahrt
    Toller Bericht und Supi-Fotos.
    Herzelich gegrüßt mal wieder*

    • matbs Says:

      Hey Sigi!

      Schön von dir zu hören, und Danke für das positive Feedback, auch wenn´s mir so ein bisschen ein schlechtes Gewissen gemacht hat, weil ich schon wieder/immer noch soooo wenig blogge… 😦
      Aber vielleicht krieg´ ich´s ja doch noch mal hin, ein bisschen was zu schreiben/posten hätte ich inzwischen ja schon wieder (zumal ich seit einem knappen Monat doch tatsächlich Oldenburger bin… 😉 ).

      Gruß zurück aus (noch ganz frisch) Bürgerfelde

      Matthias

      PS: Gegens Abgemagert Sein hilft übrigens Schmand-Schnitzel. Kann ich nur empfehlen.

      • sigitaria Says:

        Wer viel läuft, muss nicht bloggen (-;
        So, so, Bürgerfelde also. Durch den Bürgerbuschpark joggen, am besten viermal hintereinander… und dann das Schmandschnitzel.
        Herzelich zurück gegrüßt*

        • matbs Says:

          Ich würd´ aber schon gerne wieder Beides machen… 😀

          Ich muss gestehen, von meiner neuen Bleibe aus bin ich bisher noch nicht gestartet, dabei ist der Bürgerfelder Teich nur ´nen Steinwurf entfernt. Aber demnächst werd´ ich´s wohl endlich mal angehen, vielleicht erstmal wirklich durch die beiden Bürgerbüsche und dann in Richtung Fliegerhorst oder so…

          Auf das Schmandschnitzel verzichte ich allerdings erstmal, stattdessen bereite ich mich bereits auf Grünkohl mit Pinkel vor. Ist ja bald Saison… 😉


  4. […] Gluthitze und begrenzter Fitness, eigentlich viel zu viel. Aber großartig. Oder vorletztes Jahr. Dreiländerlauf an der Weser, bei regnerischem Wetter zum ersten Mal überhaupt mit ein paar Kilometern in NRW. Oder das Jahr […]


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