Posts Tagged ‘Beedenkirchen’

Die Laufwoche KW 43 (10,1 km/11,1 km/10,1 km/11,1 km – und ein paar Fotos)

31. Oktober 2010

Tjoa, die nächste Laufwoche: Durchwachsen.

Pro: Schönes Wetter mit viel Sonne und milden Temperaturen, prächtiges Herbstlaub, vier Touren und immerhin sind´s am Ende über 40 km geworden.
Contra: Nur mehr oder weniger uninspirierte Standardstrecken. Nix Neues, Besonderes, Spannendes, und das, obwohl die Bedingungen richtig gut gewesen wären. Aber leider hab´ ich´s nicht geschafft, das gute Wetter und die tolle Herbststimmung in die nötige Abenteuerlust umzusetzen – war irgendwie zu unfit, zu uninspiriert, zu sehr im Klein-Klein drin. Jammerschade. Besonders, weil´s die letzte Woche mit Sommerzeit war. Seufz… 😦

Donnerstag 28.10.: Mal wieder die Mir-fällt-nix-Besseres-ein“-Flachlandrunde (10,1 km)
Der Flachlandzehner über die Sandwiese, Bickenbach das Schuldorf und Seeheim – ist inzwischen ausgelatscht wie ein alter, bequemer Schuh, nicht spannend oder besonders interessant, aber irgendwie so bequem und unkompliziert, dass man dabei auch nicht nachdenken muss. Hat irgendwie auch was, besonders wenn man in den Feldern bei Bickenbach einen netten bunten Sonnenuntergang mitnehmen kann. Schwergefallen isses aber trotzdem, dank mangelnder Fitness, Motivation und einer weiterhin knackenden und verspannten linken Schulter.
Naja, Business as usual halt…

Strecke: 10,1 km
Zeit: ???
Neue Strecke: Äh-äh
Karte:

Freitag 29.10.: Melibokusumrundung (11,1 km)
Wunderschöner Herbstnachmitttag, mit milchig-warmer Sonne auf den Indian-Summer-artigen Waldhängen der Bergstrasse. Richtig hübsch, deswegen mach ich mich in Richtung Melibokus auf, mit der Kamera in der Hand, in der Hoffnung, ein paar Bilder von meiner Lieblingsaussicht an der Südostseite des Gipfelkegels mitzunehmen (schließlich werd´ ich diese Aussicht ja nicht mehr lange in täglicher Laufweite haben…).

Auch heute läuft´s nicht so richtig gut, bin kurzatmig und fußlahm, die vier bis fünf Kilometer, die´s am Anfang der Runde bergauf geht, fallen schwer. Immerhin: Der bunte Wald und die schräge, warme Sonne, die von Westen über der nebligen Rheinebene hereinscheint, entschädigen für die Anstrengung. Richtig schön.
Nicht ganz so schön ist allerdings die Tatsache, dass ich den Akku der Kamera vor dem Loslaufen nicht gecheckt habe.
Das rächt sich, als ich schließlich mein Fotomotiv erreiche, die Lichtung im steilen Hang südwestlich der Melibokuskuppe ankomme, durch die man den grandiosen Ausblick in den Odenwald und die Bergstrasse hinunter hat – Batterie fast leer, entsprechend reicht´s nur noch für ein paar Bilder, bevor der Foto den Geist aufgibt.
Aber die sind hübsch, auch wenn das Licht schon etwas schwach und diffus ist:


Bild #1: Blick von der Melibokusrückseite nach Osten, übers Balkhäuser Tal (links unten: Balkhausen) auf den Felsberg

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Laufwoche KW22 mit vier Touren in Ried, Kreis Offenbach, Rheinhessen und dem Odenwald (10,1 km/ 15,4 km / 11,4 km / 13,8 km)

13. Juni 2010

Die Laufwoche am Stück mit vier schön verteilten Läufen…
…ins Unwetter (Hessisches Ried vor der Haustür)
…in die unbekannten Waldgebiete jenseits von Darmstadt (südwestlicher Landkreis Offenbach)
…auf der Grenze zwischen Rheinhessen und der Pfalz (im Rahmen der Durchquerung von Rheinhessen)
…über die ersten paar Höhenrücken in den Odenwald (von daheim nach Beedenkirchen zum Sonntagsessen)

Na denn:
Mittwoch 09.06.: Schnelle gewittrige Standardrunde durch die Felder (10,1 km)
Der erste Lauf der Woche – nix Besonderes.
Nach der Arbeit zuhause angekommen, Wetter sieht ordentlich aus, Lauflaune ist vorhanden, also starte ich nochmal schnell in den drückend schwülwarmen Sommerabend. Standardstrecke, der klassische Flachlandrundkurs von Jugenheim über Seeheim, Schuldorf und Bickenbach, fast auf den Punkt genau 10 km.
Tut gut, sich nach dem langen Tag nochmal die Beine zu vertreten, die vertraute Streckenführung stört da nicht weiter.
Im Gegenteil, eigentlich sogar ganz angenehm, im Herzen des Heimreviers muss man beim Laufen nicht wach im Kopf sein, kann sich einfach treiben lassen, die Füße finden den Weg auch von alleine.

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Kleine, ruhige Felsbergrunde am Samstagabend (11,6 km)

29. Mai 2010

Ein feuchter, kühler Samstagabend, mehr trüb als sonnig.
Ich bin ein bisschen müde, und außerdem fahre ich morgen für ein paar Tage nach Berlin und müsste dafür noch Einiges vorbereiten – eigentlich keine guten Voraussetzungen fürs Laufen.
Aber gegen abend packt´s mich dann doch und ich mache mich auf den Weg in den Odenwald, um zumindest mal noch eine kleine Runde zu drehen.
Mal wieder um den Felsberg, denk´ ich mir, auf einer Strecke, die ich zum letzten Mal vor fast zwei Jahren und beinahe 4000 Kilometern gelaufen bin. Das ist vielleicht nicht wirklich neu, aber doch relativ nah dran…

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Laufwoche mit zwei Touren an der Bergstraße und im vorderen Odenwald (9,2 km und 13,6 km)

29. April 2010

Okay, im moment kriege ich beim Laufen und Bloggen mal wieder zwei Probleme zu spüren, die mich traditionell immer um dieses Jahreszeit plagen:

1) Meine Waden tun weh und fühlen sich etwas überlastet an.
Passiert regelmäßig, wenn ich zu Beginn einer neuen Laufsaison mein Laufpensum vom niedrigen Winterstand auf die etwas höheren Umfänge der warmen Jahreszeit steigere, und läuft sich irgendwann von alleine wieder raus (zumindest war das bisher so). Ist aber trotzdem ziemlich unangenehm, solange es anhält.

2) Mit dem Frühling erwachen auch wieder meine Lauf- und Lebensgeister, ich fühle mich frisch, tatendurstig, hab´ ganz viel Spaß am Laufen, erlebe wieder viel bewusst und intensiver und hab´ total viel Lust, ständig und überall durchzustarten und am liebsten möglichst viele besonders spannende Entdecker- und „Premium“-Touren zu laufen, am liebsten immer mit der Kamera in der Hand (was ich dann natürlich auch viel öfter mache als während des Winters).
An sich ist das gar nicht schlimm, im Gegenteil, eigentlich ist das sogar total prima.
Das Problem: Intensiveres Erleben und schönere Touren führen dazu, dass ich zuviel und zu ausführlich blogge.
Alles ist so super, so interessant, so angenehm, dass ich dazu neige, bei jedem Laufbericht haarklein ins Detail zu gehen, alles ganz genau zu beschreiben und meine wiedergewonnenen Spaß an der Sache mit dem Rest der Welt zu teilen.
Und das braucht dummerweise deutlich mehr Zeit, besonders natürlich wenn die Kamera dabei ist (die die Blogzeit eines Laufs erfahrungsgemäß verdoppelt), und wird irgendwann so viel, so dass es auf einmal lästig ist und sich teils fast schon wie eine unangenehme Pflicht anfühlt.
Und das ist nicht so gut.

Deshalb hab´ ich beschlossen, diese Woche mal bewusst ruhiger zu machen und insgesamt etwas weniger zu laufen und etwas kürzer zu bloggen.
Sowohl meinen Waden zuliebe, als auch, um den Kopf wieder etwas freizukriegen und die Bloggerei nicht überhand nehmen zu lassen.

Konkret sieht das dann so aus:
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Zick und zack und mittenrüber: Irgendwie um Beedenkirchen (12 km)

12. November 2009

Über den ersten Lauf der Woche am Dienstag gibt´s nicht viel zu schreiben: Einer von diesen Mini-Füllsel-Läufen, die sich ab der Übergangszeit regelmäßig ergeben: Fünf Kilometer (Fünf!! Für so´ne Lullerdistanz wär´ ich vor ein paar Wochen überhaupt nicht erst gestartet!) mit Nemo durch den dämmrig-grauen Wald hinterm Haus, eigentlich mehr Gassi-Gehen im Jogging-Tempo als eine richtige Tour.
Aber der Hund ist bewegt, ein paar Kilometer kommen dann doch zusammen, und es geht schnell vorbei. Ho hum.
mittelweg-katharinenberg

Aber wenigstens war dann heute (= Donnerstag) ein bisschen mehr drin.

So langsam gewöhne ich mich wohl an den Gedanken, dass die Saison und die richtig schönen, langen, entspannten Touren weit weg von zuhause, erstmal vorbei sind. Nicht, dass mir das mistige Herbstwetter und die frühe Dunkelheit wirklich schmecken würden, aber ich ärgere mich nicht mehr ganz so sehr drüber (zumindest nicht die ganze Zeit… 😉 ), fange an, mich irgendwie zu arrangieren – Erwartungen reduzieren, Laufgewohnheiten ändern, die Definition davon, was eine „gute Tour“ ausmacht anpassen, sowas in der Art.
Kein Allheilmittel gegen den Übergangszeitlaufblues, aber es hilft zumindest…

Glücklicherweise gibt´s ein paar Tricks, mit denen man einen unambitionierten grauen Herbstlauf im eigenen Hinterhof ein bisschen interessanter und stimulierender gestalten kann:
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Halbverirrt im ersten Schnee: Beedenkirchen – Brandau – Lautern (12 km)

23. November 2008

Schon komisch: Normalerweise (und ein kurzer Blick in die Laufblog-Archive wird das bestätigen) mag ich trübe, graue, tief hängende Wolken ja nicht besonders.
Aber sobald Schneeflocken aus ihnen rausfallen bin ich hin und weg.
Ich liebe die Atmosphäre von Schneefall, den Geruch von Neuschnee, und die stille, gedämpfte Stimmung, die entsteht, wenn die Flocken erdwärts tanzen und dort bereits auf eine Schicht jungfräulich frischen Schnee treffen.
Mag ich.

Heute war´s so weit: Der erste Schnee des Winters.
Nur ganz wenig, ein paar einsame, winzige Flöckchen, die im lebhaften Wind aus den grauen Wolken schneiten – nicht wirklich ein Wintereinbruch (der sollte erst heute Abend kommen und mehrere Zentimeter Neuschnee mitbringen, die immerhin ein paar Stunden halten würden – aber das wusste ich zu diesem Zeitpunkt ja noch nicht), aber genug, um meine Lust auf den Winter zu entfachen: Heute wollte ich im Schnee laufen.
Dumm nur, dass der nicht liegen bleiben wollte.
War einfach noch ein bisschen zu warm hier unten am Fuß der Bergstrasse, entsprechend schmolzen die Flöckchen schneller weg, als sie nachschneien konnten.
Also entschied ich mich, es einfach im Odenwald zu probieren – oben in den Bergen ist es meistens ein paar Grad kälter, entsprechend kann da ´ne ganze Menge Schnee liegenbleiben, selbst wenn´s unten in der Ebene schneefrei ist.

Schnell eine nette Route mit viel neuer Strecke im Modautal rausgesucht (das erwies sich als verflixt schwierig, weil ich da inzwischen die allermeisten größeren Wege schon abgelaufen bin, aber schließlich kriegte ich doch noch eine passable Tour über die hinterletzten Wald- und Wiesenpfädchen zwischen Beedenkirchen und Brandau hin – mir fehlten ja nur noch 6 km bis zum Wochenziel, entsprechend musste es nicht lang sein), dick angezogen (1,5° Celsius in Jugenheim, das bedeutet i.d.R., dass es im Odenwald unter Null ist), und am frühen Nachmittag in die Berge hochgefahren.

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Kalamitäten zwischen Lauter- und Modautal (13,4 km, mit Fotos)

30. August 2008

So langsam fängt die schönste Laufzeit des Jahres an: Der Sommer fliesst ganz langsam in den Herbst, es ist noch warm aber nicht mehr stickig, das Licht ist klar und eindringlich, die Luft irgendwie frisch, angenehm – muss man in vollen Zügen geniessen, bevor´s anfängt, novemberig zu werden.

Zum Beispiel heute: Wunderbarer, wolkenlos sonniger Spätsommertag, machte so richtig Lust auf eine etwas längere Tour im Odenwald. Also mal kurz im Archiv der geplanten Strecken gewühlt und das hier gefunden: Ca 15 km durch Lauter- und Modautal – tolle Landschaft, ein paar richtig knackige Anstiege, und dazu auch noch fast vollständig unerlaufene Strecke.
Genau das Richtige, perfekt!

Strecke feingeplottet, mal wieder den Getränkegürtel umgeschnallt, spontan noch schnell den Foto mit eingepackt, und los ging´s am frühen Abend hoch in den Odenwald.
Schon die Fahrt zum Ausgangspunkt war herrlich, und bot die grünen Hänge, Wiesen und Wälder des vorderen Odenwaldes in voller Pracht.
War mir sicher: Das würde heute ein Superlauf werden.

Start mal wieder am Parkplatz Römersteine am hinteren Ende des Felsbergs, direkt hinter Beedenkirchen auf der Passhöhe oberhalb von und Reichenbach. Schön kühl (22 Grad statt der 26 unten an der Bergstrasse), dank der schon tiefstehenden Sonne herrschte ein wunderbarer Kontrast zwischen tiefen Schatten und strahlendem Abendlicht:

Bild #1: Blick vom Parkplatz Römersteine nach Norden auf Beedenkirchen


Bild #2: Blick vom Parkplatz Römersteine nach Süden zum Lautertal

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Um den Felsberg – ein Laufbericht mit Bildern (14,5 km)

25. Juli 2008

Heute musste ich einfach mal wieder ein bisschen raus – eine Tour wenigstens ein klein wenig weiter Weg, irgendwo wo die Gegend richtig schön aber etwas weniger abgelaufen ist. Allzuweit aber auch nicht (Zeit und so), deshalb entschied ich mich spontan für eine Tour um den Felsberg (da oben würde es auch nicht so warm sein wie bei uns unten im Tal, wo´s heute bei praller Sonner wieder um die 30 Grad gewesen waren).

Als ich das beschlossen hatte war´s schon relativ spät, da blieb wenig Zeit zur Vorbereitung, also begnügte ich mich mit einem kurzen Blick auf die Karte, und den Plan, einfach mal frei Schnauze ungefähr dieselbe Tour zu laufen, die ich mit Ingo und David vor fast einem Jahr gemacht hatte, eventuell erweitert um einen Abstecher über Wurzelbach/Schmal-Beerbach und die Hutzelstrasse.

…und weil ich ja gerade erst neulich um den Felsberg gelaufen war, noch ein Twist, um das Ganze etwas interessanter zu machen:
Noch mal ein Versuch, ob das mit dem Laufen und Fotografieren nicht doch klappt. Bisher hat´s ja nie so hingehauen, es stört meinen Rhythmus, die Digitalkamera und ich sind weitgehend inkompatibel, und für meinen letzten Anlauf hat mir irgendjemand mit total wenig Sachverstand sogar den Titel „Schlechtester Fotograf den ich kenne“ verliehen 😉 .

Also heute noch mal mit Foto.
Um´s gleich vorwegzunehmen: Durchwachsenes Ergebnis.
Die vielen Fotopausen haben total gestört und Kraft gekostet.
Und die Kamera hat gezickt, wo sie nur konnte – aus irgendeinem Grund knipst die nicht sofort, wenn man den Auslöser drückt, sondern erst eine Sekundee später, damit komme ich einfach nicht klar – gerade wenn man zittrig und ausser Atem ist und/oder den Zoom zugeschaltet hat, verwackelt das ständig. Bin einfach nicht geschaffen für dieses High-Tech-Gedöns, mit meiner alten Analog-Kamera hatte ich solche Probleme nie…
Noch schlimmer: Schon zuhause beim Aufbrechen ist mir die mistige Kamera aus dem Gürtel gefallen (wo sie vorher scheinbar bombenfest gesessen hatte), dabei ist irgendwas an der Klappe für den Speicherchip kaputt gegangen und ich musste sie noch schnell mit Klebeband fixieren – und das ist ja nicht mein Foto, der ist nur ausgeliehen.
Sch…

Na ja, am Ende sind dann auf jeden Fall einige durchaus gute Fotos rausgekommen, aber eben auch einige, die nicht so gut sind. Da es ja ein Versuch war, hab´ ich mich bewusst entschieden, einen Querschnitt zu nehmen, also auch einige der nicht so guten Bilder zu verwenden (bloss die ganz grottigen sind raus) – schließlich will ich mich nicht als bester Bildermacher aller Zeiten profilieren, sondern einfach mal zeigen, was bei rauskommt, wenn ich mit der Kamera losziehe, sei das gut oder schlecht.

So, Einleitung vorbei, without further ado:

Um den Felsberg – ein Laufbericht mit vielen Bildern:

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Verirrt, verwirrt und eingesulcht: Schöne/Nasse Runde den Felsberg (17,4 km)

26. Juni 2008

Normalerweise wäre ich ja gestern schon losgezogen.
Aber ich war heute mit Jost zum Laufen verabredet, deswegen hab´ ich verzichtet.
Jost hat dann natürlich mal wieder auf den letzten Drücker abgesagt. Eigentlich ganz normal, macht er eigentlich immer wenn mal unter der Woche laufen wollen – Mal ist er nicht ganz so fit, mal muss er kurzfristig beruflich weg, mal hat seine Ex angerufen und er muss ganz unbedingt sofort einen Kaffee mit ihr trinken gehen… na ja, Sport (außer Fußball in der Glotze 😉 ) hat bei ihm im Moment offensichtlich keine besonders hohe Priorität (was irgendwie ein bisschen lustig ist, weil er andererseits ständig rumjammert, dass er so dick und unfit geworden wäre)…

Also musste ich am Dienstagabend noch schnell umdisponieren: Die Strecke, die ich mit Jost gelaufen wäre (Alsbacher Schloss, Comoder Weg, Herrenweg), war mir eigentlich zu kurz und außerdem wollte ich sie nicht ohne Jost „verbrauchen“, da musste was Anderes her. Nach kurzem Stöbern in meinem Archiv geplanter Läufe entschied ich mich für eine spannende mittellange Tour auf obskuren Nebenpfaden am Felsberg, auf die ich schon ziemlich gespannt war, und nahm mir vor, sie gleich heute morgen abzulaufen.

Heute morgen war´s dann aber furchtbar schwül und drückend.
Nein, halt, das stimmt so nicht, eigentlich war´s FURCHTBAR SCHWÜL UND DRÜCKEND !!!
Allein schon der Schritt vor die Haustür fühlte sich an, als würde man eins mit einem Brett übergezogen kriegen (und das in einer Sauna).
Da ging gar nix, ich verschob ich die Tour auf nach dem Gewitter, das angesichts solch einer Wetterlage unweigerlich komme musste.

Fast forward bis zum Abend: Semiapokalyptisches Unwetter vorbei, Himmel bedeckt mit turmhohen grummelnden Wolken, immer noch unheimliche Luftfeuchtigkeit, aber immerhin etwas kühler.
Besser würde es heute nicht mehr werden. Also los, ab auf die Kuralpe zum Start.

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Mein erster Lauf als alter Sack: Oberes Lautertal (19 km)

25. Dezember 2007

Tja, Kinder, so geht´s: Da lebste so mehr oder weniger glücklich vor Dich hin, denkst an nix Böses, bist´n knackiger, straffer Twen, und dann, eines Tages, da wachste auf und bist 30.
Alt.
Schlaff.
Mit Tränensäcken.
Haare grau, schütter und auf dem Weg nach Norden. Bauchansatz dafür ausladend und auf stetigem Expansionskurs.
Das Leben ist quasi vorbei…

Übertrieben?

Ja, und zwar maßlos 😀 .

Aber ich darf das, mir ist das mit dem Dreissig-Werden nämlich gerade gestern passiert, da ist es mein gutes Recht ein bisschen medodramatisch drauf rumzureiten…. 😉

Was das Ganze jetzt genau mit dem Laufen zu tun hat?
Na ja, wie das nun mal so ist mit uns dicken, alten Männern zu Beginn des vierten Lebensjahrzehnts: Wir haben das verzweifelte Bedürfnis, uns selbst und dem Rest der Welt zu beweisen, dass wir noch nicht zum alten Eisen gehören.
Entsprechend sollte mein erster Ü-dreissig-Lauf natürlich was Forderndes sein, man will ja nicht gleich luschig anfangen. Nix da mit 10 Kilometern Flachland und gut is´ – heute musste ich mir demonstrieren, dass ich immer noch genauso tough und fit bin wie vorgestern, als ich noch 29 gewesen war (ach ja, süße Jugend…).

Ok, ok, vielleicht ist es ja auch gar nicht schlimm, 30 zu werden, und hatte ich auch einfach nur Lust auf einen langen, einsamen Lauf durch die Natur, bei dem ich nach dem Heiligabendstress samt Völlerei abschalten und mit mir selbst ins Reine kommen konnte.
Wie auch immer, auf jeden Fall wollte ich mal wieder etwas länger durch den Odenwald.

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