Posts Tagged ‘Haardt’

Der Weg nach Frankreich, Teil 6: Grandioser Vierburgenlauf mit dem Foto von Albersweiler über den Trifels zur Burg Landeck (20,9 km)

23. Juni 2010

Ach du je!

Inzwischen ist es doch tatsächlich schon acht Monate her, dass ich mich das letzte Mal auf den Weg nach Frankreich gemacht habe, dank Winter, Zeitmangel und Nebensaisonform.
Ganz schön lange Zeit, vor allem wenn man bedenkt, dass ich unrsprünglich mal vorgehabt hatte, spätestens letzten Oktober die Grenze zu passieren und in Wissembourg einzlaufen.
Aber irgendwie hat das ja wohl nicht so ganz geklappt… 😀

Um so erfreulicher, dass sich heute spontan endlich mal wieder eine passende Gelegenheit ergeben hat, da weiterzumachen, wo ich letzten Oktober aufgehört habe: Mittags hab´ ich nämlich einen Termin in Speyer, und von da aus ist es ja gar nicht mehr so weit bis zur Deutschen Weinstrasse am Ostrand des Pfälzerwalds, wo meine Route nach Frankreich auf ihre Komplettierung wartet.

Noch besser: 23.6., da hat meine Mutter Geburtstag und meine Eltern machen traditionell ja sowieso einen Tagesausflug irgendwohin (vgl. letzes Jahr) und entscheiden sich auf Nachfrage netterweise für die Pfalz, wo wir uns dann abends am Ziel meines Laufs treffen und noch was Essen gehen wollen.
Passt also alles perfekt!

Schnell noch die Route geplant, von Albersweiler über die Reichsburg Trifels und das Dörfchen Waldhambach bis nach Klingenmünster, Klamotten und Kamera eingepackt, und los geht´s!

Der Mittwoch erweist sich als warmer, schöner Sommertag, etwas diesig vielleicht, aber mit trockenwarmen 26 bis 27 Grad und ganz viel Sonne, da macht bereits der erste Blick aus dem Fenster Lust zu laufen.

Am späten Vormittag mache ich mich auf den Weg, erledige meinen Termin in Speyer (das so hübsch ist, dass ich mich spontan frage, warum ich hier noch nie zuvor hergekommen bin), schäle mich danach aus Hemd, Anzug und den guten Lederschuhen (so ein Termin war das nämlich), und mache mich bestgelaunt auf den Weg tiefer in die Felder und Weinberge Pfalz hinein, zum Startpunkt der heutigen Tour im friedlichen Weinort Albersweiler, das am Ausgang des Queichtals zwischen den grünen, steilen Bergen der Haardt liegt.


Bild #1: Der erste Blick auf den Pfälzerwald bei der Anfahrt

Wie sich das gehört starte ich genau da, wo ich bei meiner letzten Tour hier unten aufgehört habe: Auf dem kleinen Platz mitten im Ort zwischen der Hauptstr. und dem Ufer der Queich.
Fast könnte man meinen, mein letzter Besuch wäre keine acht Monate sondern nur ein paar Stunden her – sieht alles noch so aus wie letzten Oktober, sogar der gelbe Hänchenbraterwagen vom „Hühner-Fred“ steht wieder da, an genau der selben Stelle wie ich es in Erinnerung habe:

Bild #2: Am Start: Dorfplatz in Albersweiler

Mütze auf.
Trinkgürtel um.
Kurz Lockern.

Und Start.
Weg nach Frankreich.
Endlich wieder!

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Der Weg nach Frankreich, Teil 5: Edenkoben – Albersweiler mit Fotos (26 km)

21. Oktober 2009

Inzwischen ist es zwei Monate her, dass ich die letzte Etappe meines Weges nach Frankreich gelaufen bin.
Eigentlich wollte ich schon längst mal wieder runter in die Pfalz fahren und weitermachen, aber irgendwie ist immer was dazwischen gekommen. Keine Zeit, kein passendes Wetter, keine Lust, Erkältung, Wasauchimmer.
„Nur Geduld“, hab´ ich mir gesagt, „du wartest einfach, bis der perfekte Tag dafür ist, und dann machst du spontan weiter“.

Heute ist dieser perfekte Tag: Draußen scheint eine wunderbare Herbstsonne aus dem milchigblauen Himmel herunter, die Luft ist mild und leicht dunstig, das Laub an den Bäumen erstrahlt ein letztes Mal in warmen, hellen Farben.
Kurzum: Ein wunderschöner Oktobertag, ideal um endlich mein großes Projekt voranzutreiben und weiter nach Süden zu laufen.

Aber soll ich wirklich?

Irgendwie haben zwei Monate ohne Lauf in Richtung Frankreich eine gewisse… Unwilligkeit und eine ganze Menge Abers erzeugt:
Aber das ist doch sooo weit weg.
Aber das ist doch sooo kompliziert.
Aber die Saison ist doch im Prinzip vorbei, eigentlich bin ich ja gar nicht mehr so fit.
Aber wer weiss, wie das Wetter da unten ist, bloß weil´s in Hessen schön ist, muss es in der Pfalz ja noch lange nicht schön sein.
Aberaberaber…

Vor dem Fenster scheint die Vormittagsonne durch den schwachen Dunst, alles strahlt, ist hell, frisch, wunderschön.
Draußen ist goldener Oktober…
…und drinnen macht´s Klick in meinem Kopf:
Scheiss auf die Abers, scheiss auf kompliziert, scheiss auf unfit!
Heute hab´ ich die Zeit, heute ist vielleicht der letzte schöne Herbsttag in diesem Jahr.
Sowas schenkt man nicht her, bloß weil´s ein bisschen umständlich ist.

Eine Stunde später sitze ich im Auto.
Ich fahre nach Süden, in die Pfalz.
Heute lauf´ ich weiter in Richtung Frankreich!
Ohne Wenn und Aber!! 🙂

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Der Weg nach Frankreich Teil 4: Neustadt – Edenkoben mit Fotos (25,7 km)

22. August 2009

Laut Wetterbericht sollte es heute freundlich werden, mit einem Mix aus Wolken und Sonne und vor allem: Nicht zu heiß!
Gutes Laufwetter.

Genau richtig um in die Pfalz zu fahren und die inoffizielle Königsetappe vom Weg nach Frankreich zu absolvieren: Von Neustadt a.d.Weinstr. bis runter nach Edenkoben.
Sieht auf der Karte erstmal gar nicht so richtig inofiziell königsetappig aus – zwischen Neustadt und Edenkoben liegen gerade mal sieben Kilometerchen mit bequem hügeligen Weinbergen und ein paar Pfalzdörfchen.
Zumindest wenn man den direkten Weg nimmt.

Aber an direkte Wege glauben wir hier beim Laufblog nicht…

Stattdessen war – wie bei den letzten Malen auch – ein Bogen durch die hohe, steile Mittelgebirgslandschaft der Haardt geplant, die über das Hambacher Schloss (ja genau, DAS Hambacher Schloss aus dem Geschichtsunterricht) bis hinauf zur auf die Kalmit führen sollte, und von dort aus dann via Felsenmeer, Altbachtal und die Ostflanke des Hochbergs runter nach Edenkoben.

Warum inoffizielle Königsetappe?
Na ja, vor allem wegen der Kalmit.
Die ist nämlich…
– Der höchste Berg des gesamten Pfälzerwaldes (673 m.ü.NN)
– Der zweithöchste Punkt, zu dem ich jemals gelaufen bin (nur die Donnersbergtour vorletzten Juni ging noch etwas höher, aber damals bin ich auf 400 m.ü.NN gestartet – heute hingegen ging´s auf gerade mal 140 m.ü.NN los)
– Ein richtig harter Brocken, bei dem man kalmiterfahrenen Freunden und Verwandten zufolge selbst beim Hochwandern bös ins Schwitzen kommen kann

Das würde also so richtig schön schlimm anstrengend werden… 😀

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Der Weg nach Frankreich, Teil 3: Bad Dürkheim – Neustadt mit Fotos (21,4 km)

8. August 2009

Das Wochende machste mal ruhig„, hab´ ich mir gedacht, „nix Großes, nur so´n bissken was zum Ausklingen lassen„.

Aber dann war Samstag morgen und irgendwie war mir danach, vielleicht doch noch den Weg nach Frankreich voranzutreiben.

Dagegen sprach:
– Schon ein längerer Berglauf am Mittwoch. Zwei in einer Woche? Hmm…
– Schon ein Lauf mit Foto, auch der am Mittwoch. Und mehr als einmal die Woche will ich das eigentlich nicht machen, weil der Aufwand von Fototouren so groß ist. Aber da unten in der szenisch-spannenden Fremde ohne Foto zu laufen geht auch nicht. Hmmm…
– Und dann war da noch eine unangenehme Blessur: Vor ein paar Tagen hab ich mit total ungeschickt ein vorstehendes Geländerende in den Rettungsring gerammt. Dachte erst, es wäre nicht weiter schlimm, aber inzwischen hatte sich an der Aufprallstelle an meiner linken Hüfte ein riesiger, fieser, purpurschwarzroter Blutergruß gebildet, und der mag es überhaupt nicht, wenn er zuviel bewegt wird (dann grummelt er vernehmlich in meiner linken Körperhälfte rum)

Dafür sprach:
– Ich hatte Lust
– Ich wollte mich abends sowieso mit Freunden in Rheinland-Pfalz treffen, und wenn man schon mal in der Gegend ist…
– Das Wetter war interessant. Nach Tagen brütender Backofenhitze und gnadenlos sengender Wüstensonne war´s heute dunstig-trüb, und deutlich kühler, mit viel Feuchtigkeit in der Luft. Eigentlich ja gar nicht mein Lieblingsfotolaufwetter, aber zur Abwechslung fand ich´s dann irgendwie doch ziemlich interessant und laufenswert.

Drei Argumente dafür, drei dagegen, da gilt dann letztendlich “ In dubio pro curso“ (oder so ähnlich… 😉 ), folgerichtig machte ich gegen die Mittagszeit zur zweiten Etappe des Weges nach Frankreich auf, trotz Bluterguß und trübem Wetter.

Heute auf dem Programm: Von Bad Dürkheim (wo ich ja letztes Mal geendet hatte) durch die Berge bis runter nach Neustadt an der Weinstrasse.

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Der Weg nach Frankreich, Teil 2: Grünstadt – Bad Dürkheim mit Fotos (22,8 km)

27. Juli 2009

Eigentlich wollte ich ja schon am Samstag.
Aber da war das Wetter nicht gut und meine Laune auch nicht.
Also hab´ ich es lieber verschoben.

Dann wollte ich am Sonntag.
Da war das Wetter gut, aber ich war zu matschig.
Also hab´ ich es wieder verschoben.

Aber heute, am Montag war dann Schluss mit der Aufschieberei: Wunderbarer Sommertag, Matthias fit und tatendurstig.

ZEIT UM NACH FRANKREICH ZU LAUFEN!!!

Yep, ganz Recht: Ich hab´ mir einen Ruck gegeben und entschieden, den lange gehegten Plan vom Lauf ins Ausland in die Tat umzusetzen.

In den nächsten Wochen (oder auch Monaten?) werde ich in mehreren Etappen der wunderschönen Weinstrasse und dem wildromantischen Pfälzerwald nach Süden durch die Pfalz folgen und – sofern alles klappt und ich durchhalte – schließlich irgendwo bei Wissembourg die Grenze zum Elsass und damit nach Frankreich überlaufen.
Das größte und spannendste Laufprojekt, das ich jemals angegangen habe – freu´ mich schon riesig… 🙂

Und weil jede große Reise mit einem kleinen Schritt beginnt (oder so was in der Art) stand heute die erste Etappe vom „Weg nach Frankreich“ (dafür hab´ ich gleich mal einen eigenen Tag eingerichtet) auf dem Plan.

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