Posts Tagged ‘Hähnlein’

Laufblues-Haikus aus dem grauen Ödland zwischen den Autobahnen (11,5 km)

3. November 2010

Draußen öder Herbst
Kaum Licht und Sonne. Natur:
Dämmrig und leblos

Mag nicht laufen gehn
Lust gering, Energie auch
Aber es muss ja…

Die Standardstrecke:
Ried zwischen Autobahnen
Passt zum dunklen Tag

Start in Bickenbach
Durch das Gewerbegebiet
In flachleere Felder

Die große Runde
Erlensee und Hähnlein
Dann wieder zurück

Grauer Himmel über mir
Autobahnrauschen im Ohr
Äcker braun und trist

Stimmung passt dazu
In der Landschaft und im Kopf
herrscht Melancholie

Ein kleiner Lichtblick:
Rücken und Beine okay –
wenigstens etwas

Nach knapper Stunde
Erstirbt das Tageslicht sanft
Hellgrau wird dunkel

Am Ziel ist schon Nacht
Ein Fluch auf die Winterzeit
Und hoffen auf Licht

Strecke: 11,5 km
Zeit: ?
Neue Strecke: Nein
Karte:
11,5er Feldrunde zw. Autobahnen

M.

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Die weitere Laufwoche bis einschließlich Samstag (10,6 km und 6,8 km)

30. Januar 2010

Donnerstag, 28.01.: Flachland zwischen den Autobahnen
Nach der schönen Tour auf die Tromm vom Vortag war mir am Donnerstag nicht nach irgendwas Größerem (auch weil der Tromm-Bericht noch nicht gebloggt war).
Deshalb hab´ ich mir irgendwann am Nachmittag einfach kurzentschlossen den Nemo geschnappt und bin mit ihm runter an den Bickenbacher Bahnhof gefahren, um von da aus den Standartflachlandzehner durchs Riede zwischen Erlensee, Hähnlein, A67 und A5 zu laufen.

Viel zu berichten gibt´s nicht – am Anfang war´s sogar noch ein bisschen sonnig, wurde aber bald trüber, die Asphaltfeldwege zwischen den weißen Äckern waren dank einsetzendem Tauwetter ein bisschen matschig, und Nemo hat bestens mitgehalten.
Ich selbst hatte nach zwei Dritteln zwar in Hähnlein nicht mehr so richtig Lust, aber das ist normal, diese Strecke läuft nie perfekt (nicht weil sie inhärent schlecht wäre, sondern weil ich sie meistens dann Laufe, wenn ich keine Lust habe und mir nichts Besseres einfällt).

Besondere Vorkommnisse:
Öh, also einmal hat uns eine Nordic Walkerin gesagt, dass Nemo total gut hören würde (eminent falsch aber trotzdem nett) und hinterm Prüf- und Vermehrungshof haben wir Rehe gesehen.
Das war´s.

Erträgliche Routinetour, ganz ok.

Strecke. 10,6 km
Zeit: Egal
Neue Strecke: Nope
Karte:

Samstag, 30.01.: Versackt im Tiefschnee am Darsberg

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Au Au Au! Monumental miese Flachlandrunde zwischen Bickenbach und Hähnlein (11,5 km)

3. September 2009

„Ok“, hab´ ich mir gedacht, „mit dem Berglaufen hab´ ich´s in letzter Zeit vielleicht ein bisschen übertrieben, das nehmen mir die Beine jetzt so ein bisschen übel.
Na gut, geh ich halt im Flachland laufen!“

So richtig viel Lust hatte ich ehrlich gesagt nicht.
Das Wetter war eher unschön, und außerdem steckte mir die Frankensteintour von gestern noch merklich in den Knochen, ich fühlte mich ein bisschen schlapp und fußlahm.
Keine guten Voraussetzungen für was Nettes, also hab´ ich nicht lang rumgemacht und einen Klassiker rausgepackt, nämlich das Niemandsland westlich von Bickenbach.
Äcker und ein bisschen Wald und Schilf, eingeklemmt zwischen zwei Autobahnen, reizarm, platt wie´n Bügelbrett.
Immer gut, um ein paar uninspirierte Kilometer abzureißen, wenn sich grad mal nix besseres anbietet.
Dachte ich mir…

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Europawählenlaufen (7 km)

7. Juni 2009

Eigentlich wollte ich nach dem Berglauf-28er ja mal zwei Tage pausieren.
Aber nachdem Beine und Muskulatur schon wieder nach einem Tag relativ frisch und gut in Schuss waren, und dann auch noch nachmittags eine Wolkenlücke mit ein bisschen Sonnenlicht den drögen, trüben dauerrerverregneten Sonntagnachmittag auflockerte, überlegte ich´s mir anders (wobei zugebenermaßen auch die Vorstellung, zum ersten mal seit Ewigkeiten über 60 Wochenkilometer zu laufen, eine gewisse Rolle spielte… 😉 ).

Außerdem war ja Europawahl, da musste ich ja sowieso nochmal raus und mein Kreuzchen machen. Ehrensache.
(Wie man bei sowas Wichtigem und Positiven wie einer Europawahl nicht wählen gehen kann, ist mir ehrlich gesagt ein Rätsel, das kommt mir immer irgendwie arg dumm und kurzsichtig vor. Andererseits – wie man wählen gehen und dabei irgendwelche rechtsnationalen Steinzeitpopulisten mit dummdreisten Anti-Europa-Idiotenparolen seine Stimme geben kann , wie es viele unserer Nachbarn getan habe, ist mir zugegebenermaßen noch mehr ein Rätsel – da zweifelt man manchmal echt an der Mündigkeit von signifikanten Teilen der kontinentalen Bürgerschaft…).

Also doch noch mal raus, gegen 17 Uhr die Wahlkarte in die Laufweste gepackt, die Schuhe geschnürt, und los.

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Sturm über den Rübenäckern (10,5 km)

10. Februar 2009

Da denkste es wird endlich Frühling, und dann das:
Fallende Temperaturen! Regen! Sturm!

Kein schönes Laufwetter heute. Besonders der Wind war extrem stark, erreichte teils orkanartige Böen.
Laufen wollte ich aber trotzdem, nachdem ich mir letzten Samstag schon mal eine ungeplantes Päuschen gegönnt hatte.
Bloss wo?
Der Wald stand außer Frage. Zu gefährlich bei dem Sturm, ein ordentlicher Ast auf den Hirnkasten und es ist Ende mit Matthias.
Blieb also nur das offene Gelände in der Ebene, am besten mit möglichst wenig Bäumen, die hirnkastenzertrümmernde Äste abzuwerfen hatten.

Also entschied ich mich für eine Runde im Niemandsland zwischen den Autobahnen, nördlich von Hähnlein. Da würde es zwar naß und schlammig sein, aber so viele Bäume wie im Wald gibt´s nicht.
Nur Rübenäcker, und sind selbst bei Orkan relativ sicher (außer der Orkan ist so stark, dass man weggeweht wird – aber danach sah´s dann doch nicht aus).
Nemo durfte übrigens auch wieder mit. Der hat von Natur aus eine gute Bodenhaftung und ist damit relativ windresistent…

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Schnell und flach und irgendwie geschmacksneutral zwischen Bickenbach und Hähnlein (10,6 km)

22. Oktober 2008

Weil der letzte Eintrag wieder mal ellenlang geworden ist, machen wir´s heute mal kürzer:

Wetter: Grau, kalt, feucht
Lust auf Streckenplanung: Wenig
Lust aufs Laufen: Auch nicht so viel

Musste heute aber mal wieder sein, also kramte ich der Einfachheit halber mal wieder ´ne alte Route vor, nämlich den Zehner durchs Flachland zwischen Bickenbach und Hähnlein. Nicht doll, aber unkompliziert, weil in erster Linie aus ewig langen und äußerst reizarmen Geraden bestehend – die lässt sich bestens mit abgeschaltetem Hirn absolvieren – einfach los, per Autopilot die wenigen einfachen Kurven bewältigen und irgendwann ist man wieder da.

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Entspannte Riedtour mit Jost: Hähnlein – Rodau – Fehlheim – Langwaden (11,9 km)

15. Juni 2008

Sonntagslauf, mit Jost, der noch nicht wieder in topform ist, und Matthias, dem die Knochen und das linke Knie ein bisschen weh tun.
Ergo: Kurz, langsam, entspannt.
Und flach, auf Josts Wunsch hin, der in dieser Beziehung seit seinem Muskelfaserriss am Hang etwas vorsichtig geworden zu sein scheint.

Entsprechend hatte ich nach diesen Vorgaben eine kurze Tour im Ried geplottet, von Hähnlein aus nach Süden durch Felder, Wald und Dörfer. Mal wieder eine von diesen „Zwischen den Linien“-Strecken: Kein wirklich neues Gebiet, aber immerhin zu einem beträchtlichen Teil neue Wege, die sich zwischen den bisherigen Routen durchschlängelten.
Besser als nichts…

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Wieder mal Rübenäcker zwischen Hähnlein und Bickenbach (13,3 km)

26. April 2008

Heute hatte Jost mal die Streckenplanung übernommen, und sich eine Flachlandroute durchs Ried westlich der A5 ausgesucht. Nicht unbedingt kreativ, aber er lernt ja noch… 😉

Brühwärm, ein bisschen schwül, windstill, diesig – nicht ganz perfekt, aber immerhin konnte man in kurzen Sachen laufen, das ist viel wert. Um kurz nach halb fünf liess ich mich also auf dem Aldi-Parkplatz in der Sandwiese absetzen, joggte rüber zu Jost um ihn aufzusammeln, und los ging´s.
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Dauerregen zwischen Bickenbach und Hähnlein (10,6 km)

19. April 2008

Regen, Regen, Regen, Regen, den ganzen Tag nichts als Regen.
Äußerst bescheidenes Laufwetter, aber der Samstagslauf musste natürlich trotzdem absolviert werden.
Um keine gute neue Strecke an so einen schlechten ollen Tag zu verschwenden sollte heute wieder eine „alte“ Strecke aufgewärmt werden, nämlich die kurze Runde von Bickenbach durch die Felder westlich der A5 bis nach Hähnlein und wieder zurück, die ich schon mal im Oktober gelaufen war.

Gut angezogen, Mütze auf (um die Brille wenigstens ein bisschen vor dem Regen zu schützen), das Auto mit Handtüchern ausgelegt (bei so einem Wetter mit dem Hund ins Feld, das gibt auf jeden Sauerei), den etwas unwilligen Nemo geschnappt (der hat´s auch gerne trocken), und runter zum Bickenbacher Bahnof gefahren, wo wir uns mit Jost trafen. Den Rest des Beitrags lesen »

Um Hähnlein (10,8 km)

12. April 2008

Ein Trick, den man anwenden kann wenn einem in der näheren Umgebung die unbekannten Landstriche zum Erkunden ausgehen, besteht darin, in bekannten Landstrichen aber auf neuen Wegen zu laufen.
„Entdecken Light“, sozusagen.
Und genau das ist es eigentlich, was ich seit dem Ende meiner Zwangspause mache: In der Nähe bleiben und Routen und Wege wählen, die zumindest teilweise zwischen den bisher gelaufenen Strecken liegen – das macht nicht so richtig doll viel Spaß, ist aber immer noch besser als tagein tagaus dieselbe 08/15-Tour runterzureissen.

In der Praxis ist es allerdings gar nicht so leicht, solche Strecken aufzutun. Zum einen, weil das Wegenetz gerade unten im Ried gar nicht so furchtbar dicht ist, wie es auf den ersten Blick den Anschein hat. Meist gibt´s zwischen den Orten eine Fahrstrasse – oft mit Fahrradweg, manchmal aber auch nicht – und wenn man Glück hat noch einen oder zwei gut markierte Wander/Radwege abseits der Strassen. Wenn man die erstmal abgelaufen hat, bleiben nur noch die kleinen Feld- und Wirtschaftswege übrig, die oft genug in einem ziemlich schlechten Zustand sind, keinerlei Markierungen aufweisen, und sich gerne mal in der Weite des Flachlandes im Nichts verlieren.
Nicht gerade Ideal.
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