Posts Tagged ‘Hugenotten- und Waldenserpfad’

Jubiläumslauf an der Weser: Ums Dreiländereck bei Bad Karlshafen (mit Fotos, 18,9 km)

1. Juli 2012

Heidenei.
1. Juli = Fünfjähriges!
Laufblog seit dem 1.7. 2007, das ist schon ´ne Hausnummer, oder? (Selbst wenn ich´s immer noch nicht wieder geschafft habe, fleißiger zu laufen und bloggen…)

Da muss natürlich auch wieder ein Jubiläumslauf her. Inzwischen ja schon Tradition, das gehört sich so!
Und zwar was Schönes, irgendwo wo ich noch nie gewesen bin, mit Sightseeing und Fotos undsoweiter.

Und tatsächlich schwebt mir da auch schon was vor:
Seit fast eineinhalb Jahren pendele ich jetzt zwischen Hessen und dem Norden der Republik, und jedesmal wenn ich auf der A5 bzw. der A7 nordwärts durch das Berg- und Hügelland in Mittelhessen, Nordhessen und Südniedersachsen fahre, vorbei an den vielen braunen Autobahnschildern mit lokalen Sehenswürdigkeiten* („Fachwerkstadt Grünberg“, „Schloss Romrod“, „Waldhessen“, „Schloss Berlepsch – Tor zum Mittelalter“, „Roswithastadt Bad Gandersheim“), denk´ ich mir sowas wie „Hey, das sieht total hübsch aus hier, das würd´ ich unheimlich gerne mal erlaufen“.

Wär ja eigentlich auch gar nicht so kompliziert – vorher ´ne passende Wanderkarte besorgen und während der Fahrt einfach mal runter von der Autobahn, Laufschuhe an, und ein bisschen Drauflosjoggen bevor´s weitergeht. Hat aber bisher nie hingehauen. Schade eigentlich…
Aber heute ändert sich das.
Weil: Der 1.7. ist nicht nur Laufblogjubiläum sondern auch Reisetag.
Nach einem Monat Heimurlaub an der Bergstraße geht´s wieder nordwärts nach Hannover zur Arbeit.
Und unterwegs – so der Plan – mach´ ich heute meinen Jubiläumsläuf.

Das grobe Laufgebiet hab´ ich schnell ausgemacht:
Ich will über die Landesgrenze zwischen Hessen und Niedersachsen.
Die hab´ ich nämlich noch nie zu Fuß überquert, und außerdem ist es so schön symbolisch für mein Leben in den letzten 17 Monaten, als Grenzgänger zwischen dem Norden und der Mitte Deutschlands.

Schwieriger ist allerdings das „Wo Genau“…
Meine erste Idee ist die Sababurg bei Hofgeismar: Dornröschenschloss, Wildpark, ein Urwald – Sieht gut aus. Einziges Problem: Von hier aus kommt man zwar gut an die Grenze zu Niedersachsen (ca. 6 km Luftlinie) – aber nicht drüber (zumindest wenn man keinen Dreißiger laufen mag – und das kann ich zur Zeit einfach nicht). Die Trennlinie zwischen den Ländern verläuft hier nämlich mitten in der Weser, Brücken und Fähren über den Fluss sind allerdings dünn gesät.
Also gut, keine Sababurg, sondern Plan B.
Der ist auch gar nicht übel: Von Bad Karlshafen über die Weser und Nordwärts in den Solling bis zum Hutewald am Reiherbach, vielleicht ergänzt mit einem Schlenker nach Nordrhein-Westfalen auf dem Rückweg. Sieht reizvoll aus.
Blöd nur, dass es auch viel zu weit ist, wie eine grobe Messung zeigt (ich hab´ offensichtlich kein gutes Auge mehr für Distanzen. Wohl aus der Übung…). Wäre nämlich auch was zwischen 25 und 30 km. Geht grad nicht…

Also muss am Ende Plan C herhalten. Bad Karlshafen, seines Zeichens die nördlichste Stadt Hessens, aber anstatt von dortaus weit nach Niedersachsen vorzudringen, werd´ ich einfach an der Weser bleiben und eine Runde im Dreiländereck zwischen Hessen, Niedersachsen und NRW drehen. Sieht auch reizvoll aus, mit Burgen, Klippen, Aussicht, anständigen Steigungen, odentlich Natur und mutmaßlich hübschen kleinen Orten. Und die Distanz müsste über 15 aber unter 20 km sein – gute Länge für dicke, unfitte Laufblogjubiliare… 😉

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Vorbereitungsrunde ums Jagdschloss Kranichstein – mit Fotos (11,6 km)

9. November 2010

So.
Nach Wochen trübselig-lustloser Motivationslosigkeit gibt´s endlich mal wieder einen guten, triftigen Grund laufen zu gehen:
Nächsten Samstag gebe ich mein Debut als joggender Fremdenführer in und ums Jagdschloss Kranichstein in Darmstadt.
Das will natürlich gut vorbereitet sein, nicht nur was die Inhalte so einer Jogginführung angeht (Geschichte des Jagdschlosses und der Umgebung, besondere Punkte, jagdliche Themen), sondern auch von der Strecke her – Verirren ist ja ganz nett, aber wenn man mit zahlender Kundschaft unterwegs ist, sollte es vielleicht eher nicht sein, denke ich…;)

Deshalb steht vorher auch noch ein Vorbereitungslauf an:
Vor Samstag möchte ich die geplante Strecke noch einmal ganz ablaufen und dabei schauen, ob sie so, wie ich sie im Vorfeld ausgearbetet habe, nicht vielleicht doch zu lang sein könnte (man weiß ja nicht, wie fit die Führungsteilnehmer sind, deshalb sollen´s eigentlich unter 10 km bleiben).
Und heute ist es so weit – das Wetter ist weniger beschissen als die ganzen letzten Tage: Nicht wirklich kalt, zuweilen schaut sogar eine milchige Sonne aus dem grauwolkigen Novemberhimmel, die letzten bunten Laubreste hängen noch in den Baumkronen, es riecht nach Herbst. „Nicht un-nett, da kann was draus werden“, denke ich mir, als ich mich um die Mittagszeit in die Laufklamotten werfe, die Kamera einpacke (eigentlich um die Lehrpfadtafeln meiner Führungsstrecke noch mal zu fotografieren, aber wenn ein paar Bilder vom Herbstwald oder dem Jagdschloss bei rauskommen werd´ ich auch nicht böse sein… 😉 ) und um die Mittagszeit nordwärts fahre, durch Darmstadt durch bis nach Kranichstein hoch.

Start ist heute mal am Zeughaus, einem riesigen alten Natursteinbau, am Waldrand ein paar hundert Meter vom Jagdschloss entfernt, der den Landgrafen und Großherzogen von Hessen Darmstadt einst als Lager für ihre Jagdutensilien und Wohnort für Gesinde und Hundemeuten gedient hat und heute das Ökologie-Museum Bioversum beherbergt:

Bild #1: Start am Kranichsteiner Zeughaus

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