Posts Tagged ‘Lampertheim’

Im Abendlicht durchs Ried: Hüttenfeld – Neuschloß und zurück (14,2 km)

19. August 2009

Schon komisch:
Inzwischen hab´ ich hab´ ich – rein mental betrachtet – überhaupt kein Problem mehr damit, auf einen 20er oder meinetwegen sogar einen 25er in die Berge zu starten.
So what? Das geht schon…

Aber wenn ich mir vorstelle, eine vergleichbare Distanz im Flachland zu laufen, sträubt sich irgendwas in mir.
Nicht wirklich stark, aber merklich:
Da ist man ja ewig unterwegs.
Und wo soll man da überhaupt hin?
Und Aussicht gibt´s da auch keine.
Und außerdem ist Flachlandlaufen ja auch irgendwie auch immer etwas unbequem…

Ist natürlich reine Kopfsache.
In letzter Zeit bin ich nun mal vor allem Berge gelaufen, und das hat Riesenspass gemacht.
Die Touren ins Flachland hingegen waren meist eher kurz und – viel wichtiger – sie waren im Gegensatz zu den Bergläufen viel mehr Pflicht als Kür. Keine Premiumläufe ins Unbekannte, mit Herausforderung, Entdeckerstolz und Abenteuer, sondern Füllselrunden auf ausgetretenen Pfaden in der nähere Umgebung, die halt mal eingeschoben wurden weil keine Zeit/keine Lust für was „Anständiges“ war.
Kein Wunder, dass da der Funke nicht so sehr überspringt wie wenn man nach Herzenslust in den Pfälzerwald/den Taunus/den Odenwald hineinentdeckt.

Aaaaber, da kann man ja dran arbeiten.
Zum Beispiel, indem man sich mal wieder ein Stück interessantes, unbekanntes Flachland gönnt. Vielleicht nicht gleich 25 km, aber zumindest mal eine Distanz deutlich jenseits der zehn, um vielleicht wieder ein bisschen reinzukommen und zu sehen, ob und wie das noch so geht…

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Schnell und Flach durchs Ried: Rosengarten – Hofheim und zurück (10,6 km)

31. Januar 2009

Samstag, treffen mit Freunden drüben in Rheinland-Pfalz, somit gleich noch eine gute Gelegenheit, um unterwegs ein Läufchen in der Semifremde einzulegen.

Kurzer Blick ins Archiv uuund… ja! Da war noch eine schließenswerte Lücke, mitten im flachsten Flachland neben der B47 kurz vor der Wormser Rheinbrücke, die beschloss ich mir vorzunehmen.

Start in Lampertheim-Rosengarten, auf dem Parkplatz des Kaufland-Supermarktes, der sowohl von der Atmosphäre als auch der parkenden/einkaufenden Klientel ein wahrlich beeindruckendes Bild provinzieller Prolligkeit abgab.
Brrrr…

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Lampertheims Ehrenrettung (11 km)

8. November 2008

Wir erinnern uns: Anfang Oktober hatte ich eine Tour im südlichsten Zipfel des hessischen Rieds gemacht, von Bürstadt nach Lampertheim und zurück. Keine besonders spektakuläre Strecke, das Wetter war mies, und meine Laune auch.
Entsprechend unenthusiastisch war dann auch mein Urteil über Lampertheim (das ich vorher noch nie besucht hatte): „…alles so ein bisschen charmelos-miefig-piefig„, wenn ich mich recht entsinne.
Nicht wirklich nett, und wahrscheinlich ungerecht, deswegen hatte ich mir vorgenommen, irgendwann noch mal herzukommen und Lampertheim eine zweite Chance zu geben.

Heute war´s soweit.
Wollte mal wieder über den Rhein nach Rheinhessen rüber, und nutzte die Hinfahrt für einen kleinen Abstecher nach/kurzen Lauf durch Lampertheim.

Und und der liess sich rein äußerlich schon deutlich besser an als beim letzten Mal:
Blauer Himmel mit ein paar versprengten Schleierwolken, wunderbar milde Herbstsonne, beinahe schon tropisch anmutende 13°, frischer, angenehm duftender Südwestwind.
Ein richtig schöner Tag, das stimmte mich milde, und liess Lampertheim gleich viel freundlicher aussehen.

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Die Definition von „flach“: Bürstadt – Lampertheim und zurück (11 km)

4. Oktober 2008

Heute Nachmittag Treffen mit Freunden auf der anderen Seite des Rheins in RLP – wenn man da eh schon rüberfährt, kann man unterwegs auch gleich noch irgendwo Laufen gehen, also hatte ich mir vor dem Losfahren noch schnell eine Tour im südlichsten Zipfel des hessischen Rieds rausgesucht, die direkt an meiner Anfahrtsstrecke lag: Bürstadt – Lampertheim – Bürstadt.
Sah ehrlich gesagt schon auf dem Plänchen nicht besonders toll aus (lange Gerade an der Bundesstrasse hin, lange Gerade an der Bahnstrecke zurück, und alles in den Rübenäckern. Meh!), aber war neu, und auf die Schnelle hatte ich einfach nix Besseres gefunden.

Gerade bei solchen wenig spektakulären Strecken ist es relativ wichtig, was man mitbringt – wenn man die an einem schönen Tag entspannt und gut gelaunt läuft, können die durchaus sehr nett sein.
Wenn man hingegen einen nicht so schönen Tag erwischt und/oder genervt ist… na ja, dann wird das auch nicht besonders nett.

Und ich war heute etwas genervt. Zu spät losgekommen (grmll…), dann auf der B47 kilometerlang hinter einem verschnarchten Rentner im Uraltaudi hergezuckelt, der grundsätzlich 25 km/h unter der Geschwindigkeitsbegrenzung blieb (wie immer in solchen Situationen natürlich zu viel Gegenverkehr zum Überholen. Sowas NERVT!), schließlich bei der Abfahrt von der B47 nach Bürstadt rein mitten in einen Pulk HochzeitsgesellschaftsPKWs geraten, deren beschissenes unablässigess Gehupe mich fast in den Wahnsinn trieb (weil…
a) …Hochzeitsgehupe grundsätzlich total retardiert ist
b) …ich es nicht leiden kann, wenn dumme Menschen um mich herum unmotiviert Lärm machen
c) …ich in meinem angenervten Zustand keinerlei Verständnis dafür hatte, dass ich mich von irgendwelchen mir unbekannten Bauerntrotteln und ihrem blödsinnig hupenden Freundeskreis belästigen lassen musste, nur weil die ein Zweckbündnis zum Steuersparen und Mehr-Bauerntrottel-in-die-Welt-setzen eingegangen waren.
GRRRRR!)

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Flach, flacher, Ried: Bürstadt – Bobstadt – Hofheim (12,4 km)

14. Juni 2008

Im Moment hab ich´s so ein bisschen in den Beinen – die vielen Tempoläufe der letzten Zeit, die meisten davon auf ungewohnt hartem Asphalt, sind mir doch ganz schön in die Knochen und Gelenke gefahren (bin nun mal keine elegant dahingleitende Laufgazelle, sondern ein schwerfälliger Stampfer). Besonders mein linkes Knie hat´s etwas erwischt, das protestiert inzwischen auch bei normalen Alltagsbelastungen leise aber konstant vor sich hin – nicht untertäglich oder auch nur besonders unangenehm, aber eben doch mit jedem Schritt eine leise Warnung, dass da nicht alles im Lot ist.

Entsprechend wäre heute eigentlich ein langsame, bergige Runde auf weichem Untergrund ideal gewesen. Ging aber nicht – ich hatte mich kurzfristig mittags mit Freunden in Rheinhessen verabredet, und beschloss deshalb, auf dem Hinweg einfach noch einen kürzeren Lauf einzuschieben. Also per Definition eine Strecke irgendwo im Ried oder in Rheinhessen.
Ok, schaun mer mal…
Rheinhessen fiel relativ schnell flach (da wäre ich wenn irgendeine Nebenroute von der Strecke von Projekt Westwärts abgelaufen, konnte aber auf die Schnelle nichts Überzeugendes finden – das Wegennetz da drüben ist einfach deutlich dünner als in Odenwald und Bergstrasse, ohne Wanderkarte ist es da schwer, mal schnell eine gute Tour aus dem Hut zu zaubern).
Also Ried, irgendwo zwischen A67 und Worms.
Kurzer Blick auf das bisherige Laufnetz: Ja, da war eine passende Lücke, nördlich der B47, zwischen Biblis und Bürstadt, in plottete ich also schnell ´ne kurze Runde rein: Bürstadt, Bobstadt, Hofheim.
Nicht perfekt (fast alles Asphalt, da würde ich langsam machen müssen), aber mit der Gelegenheit, mal das geheimnisvolle, bisher nur aus der Ferne erspähte Bobstadt zu erforschen, und endlich die Frage zu lösen, die mir schon seit Monaten schlaflose Nächte bereitet:
„Spricht man das mit langem oder mit kurzem ‚O'“ (–> „Bobbstadt“ oder „Boobstadt“)??????

Zeit, das ein für allemal zu klären! 😉

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Riedrode – Lorscher Wald – Bürstadt (15,9 km)

19. Januar 2008

Wochenende – Laufen mit Jost.

Leider nicht wie ursprünglich vorgesehen im Odenwald, dazu war mir das Wetter einfach zu mies – die geplante Traumstrecke von Reichenbach auf die Neunkircher Höhe und zurück muss man bei Sonnenschein und blauem Himmel laufen, und davon gab´s heute herzlich wenig. Stattdessen das üblich-trübliche Einheitsgrau mit Wind, Wolken und hoher Regenwahrscheinlichkeit, dazu feuchtwarme 12 Grad – des woar nix!

Deswegen eine Ausweichstrecke im mittleren Ried. Geplante Route: Von Riedrode südwärts durch den Lorscher Wald bis Neuschloß, dann am Waldrand entlang zurück nach Norden, kurz nach Bürstadt rein, schließlich über die Felder nördlich der B47 wieder zurück nach Riedrode. 16-17 km, flach, schnell, unkompliziert, und eher unspektakulär, da war das Wetter weitgehend egal…

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Frierend im Ried: Biblis – Wattenheim – Hofheim (13,3 km)

23. Oktober 2007

So: Die letzte Woche vor dem großen Tag hat endgültig begonnen! Konkret bedeutet das: Entspannen, regenerieren, nur noch kurze Läufe um den Körper im Training zu halten – was jetzt nicht fit ist, das wird auch nicht mehr rechtzeitig fit…

Heute also der längste dieser letzten drei Läufe, sollte etwas über eine Stunde dauern und folgerichtig so um die 10 km lang sein. Als Strecke hatte ich mir das Ried bei Biblis ausgesucht -bisher war ich hier ja lediglich am Rheinufer gelaufen, nun wollte ich auch noch mal das zugehörige Hinterland erforschen.

Start in Biblis, genauer gesagt auf dem Parkplatz am Gemeindesee am südwestlichen Ende des Ortes. Wetter: Schön aber kühl – Sonnenschein, aber höchstens 10 Grad.
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Über den Rhein: Worms und die Maulbeeraue (20,8 km)

20. Oktober 2007

Heute war´s soweit: Rheinüberquerung! Ich wollte endgültig die noch bestehende Lücke zwischen meinen bisherigen Läufen am Rheinufer und dem Nibelungenlauf in Worms schliessen. Konkret bedeutete das: Vom Wormser Festplatz aus über die Nibelungenbrücke, über die Deiche am rechten Rheinufer nordwärts bis Rheinkilometer 450 bei Nordheim (bis wohin ich ja bei meinem letzten Lauf am Rhein von Norden kommend vorgedrungen war), dort direkt ans Flußufer und über die Maulbeeraue, einer langgezogenen Insel zwischen Alt- und Neurrhein, wieder zurück nach Worms.
Etwas über 16 km, eine angenehme Mittelstrecke, genau richtig für so einen herrlichen Herbsttag wie heute (Azurblauer Himmel, strahlende Sonne, allerdings unter 10 Grad und dazu ein schneidend kalter Nordwind – warm Anziehen war da Pflicht).
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