Posts Tagged ‘Lautertal’

Laufwoche KW22 mit vier Touren in Ried, Kreis Offenbach, Rheinhessen und dem Odenwald (10,1 km/ 15,4 km / 11,4 km / 13,8 km)

13. Juni 2010

Die Laufwoche am Stück mit vier schön verteilten Läufen…
…ins Unwetter (Hessisches Ried vor der Haustür)
…in die unbekannten Waldgebiete jenseits von Darmstadt (südwestlicher Landkreis Offenbach)
…auf der Grenze zwischen Rheinhessen und der Pfalz (im Rahmen der Durchquerung von Rheinhessen)
…über die ersten paar Höhenrücken in den Odenwald (von daheim nach Beedenkirchen zum Sonntagsessen)

Na denn:
Mittwoch 09.06.: Schnelle gewittrige Standardrunde durch die Felder (10,1 km)
Der erste Lauf der Woche – nix Besonderes.
Nach der Arbeit zuhause angekommen, Wetter sieht ordentlich aus, Lauflaune ist vorhanden, also starte ich nochmal schnell in den drückend schwülwarmen Sommerabend. Standardstrecke, der klassische Flachlandrundkurs von Jugenheim über Seeheim, Schuldorf und Bickenbach, fast auf den Punkt genau 10 km.
Tut gut, sich nach dem langen Tag nochmal die Beine zu vertreten, die vertraute Streckenführung stört da nicht weiter.
Im Gegenteil, eigentlich sogar ganz angenehm, im Herzen des Heimreviers muss man beim Laufen nicht wach im Kopf sein, kann sich einfach treiben lassen, die Füße finden den Weg auch von alleine.

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Kleine, ruhige Felsbergrunde am Samstagabend (11,6 km)

29. Mai 2010

Ein feuchter, kühler Samstagabend, mehr trüb als sonnig.
Ich bin ein bisschen müde, und außerdem fahre ich morgen für ein paar Tage nach Berlin und müsste dafür noch Einiges vorbereiten – eigentlich keine guten Voraussetzungen fürs Laufen.
Aber gegen abend packt´s mich dann doch und ich mache mich auf den Weg in den Odenwald, um zumindest mal noch eine kleine Runde zu drehen.
Mal wieder um den Felsberg, denk´ ich mir, auf einer Strecke, die ich zum letzten Mal vor fast zwei Jahren und beinahe 4000 Kilometern gelaufen bin. Das ist vielleicht nicht wirklich neu, aber doch relativ nah dran…

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Laufwoche mit zwei Touren an der Bergstraße und im vorderen Odenwald (9,2 km und 13,6 km)

29. April 2010

Okay, im moment kriege ich beim Laufen und Bloggen mal wieder zwei Probleme zu spüren, die mich traditionell immer um dieses Jahreszeit plagen:

1) Meine Waden tun weh und fühlen sich etwas überlastet an.
Passiert regelmäßig, wenn ich zu Beginn einer neuen Laufsaison mein Laufpensum vom niedrigen Winterstand auf die etwas höheren Umfänge der warmen Jahreszeit steigere, und läuft sich irgendwann von alleine wieder raus (zumindest war das bisher so). Ist aber trotzdem ziemlich unangenehm, solange es anhält.

2) Mit dem Frühling erwachen auch wieder meine Lauf- und Lebensgeister, ich fühle mich frisch, tatendurstig, hab´ ganz viel Spaß am Laufen, erlebe wieder viel bewusst und intensiver und hab´ total viel Lust, ständig und überall durchzustarten und am liebsten möglichst viele besonders spannende Entdecker- und „Premium“-Touren zu laufen, am liebsten immer mit der Kamera in der Hand (was ich dann natürlich auch viel öfter mache als während des Winters).
An sich ist das gar nicht schlimm, im Gegenteil, eigentlich ist das sogar total prima.
Das Problem: Intensiveres Erleben und schönere Touren führen dazu, dass ich zuviel und zu ausführlich blogge.
Alles ist so super, so interessant, so angenehm, dass ich dazu neige, bei jedem Laufbericht haarklein ins Detail zu gehen, alles ganz genau zu beschreiben und meine wiedergewonnenen Spaß an der Sache mit dem Rest der Welt zu teilen.
Und das braucht dummerweise deutlich mehr Zeit, besonders natürlich wenn die Kamera dabei ist (die die Blogzeit eines Laufs erfahrungsgemäß verdoppelt), und wird irgendwann so viel, so dass es auf einmal lästig ist und sich teils fast schon wie eine unangenehme Pflicht anfühlt.
Und das ist nicht so gut.

Deshalb hab´ ich beschlossen, diese Woche mal bewusst ruhiger zu machen und insgesamt etwas weniger zu laufen und etwas kürzer zu bloggen.
Sowohl meinen Waden zuliebe, als auch, um den Kopf wieder etwas freizukriegen und die Bloggerei nicht überhand nehmen zu lassen.

Konkret sieht das dann so aus:
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Mit Hund und Foto durchs Schneetreiben: Fürstenlager – Elmshausen und zurück (10,4 km)

3. Januar 2010

Eigentlich wollt´ ich die Woche ja mit einem ungebloggten und vollkommen unspektakulären Minigassiründchen mit dem Hund ausklingen lassen, irgendwo im Wald hinterm Haus.

Aber dann ist der Schnee zurückgekommen.
Sonntagmorgen war alles wieder weiss, und den Rest des Tages hat´s munter weitergeschneit.
Das wollte ich mir dann doch nicht entgehen lassen – wer weiss schon, wie lange der Winter noch anhält (bzw. wie lange er noch Spaß macht, bevor er wieder ernsthaft zu nerven anfängt… 😉 ).

Also schnell umdisponiert: Kein Wald hinterm Haus, stattdessen eine Runde im wunderbaren Staatspark Fürstenlager bei Auerbach, samt kleinem Abstecher in den vorderen Odenwald via Ludwigs- und Amalienhöhe und ins Lautertal.
Eine der schönsten Ecken der gesamten Bergstrasse, sicher auch mit Schnee reizvoll, außerdem war´s inzwischen schon wieder über ein Jahr her, dass ich zum letzten Mal durchs Fürstenlager gekommen bin.
Da war´s eh mal wieder Zeit.

Foto eingepackt (Schnee und Fürstenlager, ist beides Fotogen, und wenn die Bilder scheisse werden kann ich´s immer noch auf das Wetter schieben. Eine Win-Win-Situation, perfekt 😀 ), den Hund auch (den wollte ich schließlich nicht um´s versprochene Gassilaufen bringen nur weil der Wald hinterm Haus ausfiel) und los, am mittleren Sonntagnachmittag durchs träge Schneetreiben die Bergstrasse runter nach Auerbach.

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…und von der angenehmen Freiheit, es trotzdem zu tun: Mit der Lauter von Neunkirchen nach Bensheim (14 km)

30. Dezember 2009

Irgendwie ist es hin und wieder mal ganz befreiend, sich klarzumachen, dass dieses ganze Laufgedöns vollkommen freiwillig ist und man´s nicht machen muss, wenn man keinen Bock dazu hat.
Zumindest geht´s mir so.
Nachdem ich gestern wegen schlichter Unlust mal ganz bewusst nicht gestartet bin, und mir damit selbst bewiesen habe, dass ich nicht muss wenn ich nicht will, will ich heute schon wieder. Und zwar weil ich nicht muss.
Because I´m complicated… 😉

Dabei ist das Wetter immer noch absolut beschissen, denn auch heute regnet´s noch draußen und ist grau, kalt und ungemütlich.
Aber hey, ich muss ja nicht, also brauch´ ich mich nicht zwingen sondern kann ganz einfach so total freiwillig und ohne Druck los.

Muss ja nichts Großes sein, irgendwas in der Nähe reicht auch.
Und am besten unkompliziert, so willig, dass ich mich bei Mistwetter unbedingt anstrengen muss (sei´s mental oder physisch) bin ich dann doch nicht.
Oh, und Lust auf neue Strecke hab´ ich auch, sollte also schon irgendwie was bisher unerlaufenes sein.

Hmm…
Was Nahes.
Was Unkompliziertes.
Und neue Strecke.
Das sind ja gleich drei Dinge auf einmal! Das geht nun wirklich ni…

Oh, halt, mein Fehler, doch, das geht, gar kein Problem: Und zwar im Lautertal.
Das wollte ich schon lange mal von ganz oben bis ganz unten laufen, dem Flüsschen Lauter folgend von der Neunkircher Höhe bis runter nach Bensheim am Rand des Flachlands.

Hab´ ich bisher aber noch nie gemacht, weil man da viele Kilometer immer an der B47 entlangläuft und das nicht so hübsch ist wie die vielen, vielen, vielen tollen Wege an den Talhängen.
Aber es ist nah.
Und unkompliziert – weil´s nur bergab geht und man einfach immer nur der Strasse folgen muss, die auf ihrer ganzen Länge einen Bürgersteig hat.
Und neue Strecke isses zu großen Teilen auch, eben weil ich´s noch nie gemacht hab´.

Prima, das wird gelaufen, trotz Ekelwetter und Jahresendträgheit!

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Mit Schnee und Hund und Foto um den Steigerts (7,7 km)

13. Dezember 2009

Sonntagmorgen.
Schööön lange ausschlafen.
Gegen halb Elf aufstehen.
Schlaftrunken aus dem Nachtgemach wanken.
Blick aus dem Fenster.
Uuuund…

SCHNEE!!!!!!

Der war gestern Nacht nacht aber noch nicht da, als ich um kurz vor Drei ins Bett gegangen bin…

Aber jetzt isser´s!
Draußen ist alles frisch und pudrig, wattigweiss eingepackt unter einer 5 bis 10 cm. dicken Schicht aus jungfräulich leuchtendem Neuschnee.
Der Winter ist da! Ist ja auch höchste Zeit, den dumpfbräsiggrauen Spätherbst kann schließlich keine mehr ausstehen.

Juppiduh!!! 😀

Natürlich gehört der erste Schnee des Winters gebührend gewürdigt.
Und zwar mit dem ersten Schneelauf des Winters.
Ihr wisst, wovon ich rede – die wunderbare, erfrischende Tour, bei der man zum ersten Mal nach Monaten durch knirschenden Schnee, verwandelte Landschaft und diese frostige Luft, die total klar und scharf ist und nach Winter riecht, läuft, während hinter eurer Stirn ein imaginärer Bing Crosby (alternativ: Ein anderer Musiker eurer Wahl) unablässig „Winter Wonderland“ kräht.

Ja, genau, dieser erster Schneelauf des Winters.
Falls ich´s noch nicht erwähnt haben sollte: Juppiduh!!!! 😀

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Im Sturmschritt über die Knodener Höhe: Seidenbuch – Gadernheim (9 km)

6. Dezember 2009

Hach, es ist aber auch eine Crux mit diesem miesen, grauen Spätherbstwetter.

Nehmen wir mal diese Woche – nach dem relativ schönen Mittwoch gab´s nur noch Tage wie Schiefer – grau, dunkel, spröde, stumpf.
Da macht das Laufen einfach keinen Spaß.
Schlimmer noch: Mieses Wetter treibt mir auch jede Lust aus, Neuland oder zumindest weniger bekannte Gefilde zu erlaufen.
Warum soll ich mir auch die Mühe machen, irgendwohin zu fahren, wenn´s ohnehin mies wird…?

Entsprechend erzeugt dröges Wetter bei mir gleich doppelten Nachsaisons-Laufblues – einerseits weil´s mir an sich schon nicht gefällt, und andererseits, weil es dazu führt, dass ich lustlos irgendwelche ausgetretenen 08/15-Strecken laufe, die bei Sonnenschein noch ganz nett wären, aber bei Grau in Grau richtig furchtbar sind (zwar nicht von Natur aus, da sind meine Heimgründe eigentlich sogar sehr hübsch, sondern weil „Dröge“ und „Bekannt“ mich doppelt anöden und sich das dann potenziert).

Um so wertvoller sind da Anlässe, bei denen ich sowieso unterwegs bin und dabei dann eine Tour irgendwo anders einbauen kann.
Da mag das Wetter noch so mies sein, zumindest die Umgebung reisst es dann wieder raus.

Zum Beispiel heute.
Meine Mutter hat übers Wochende zusammen mit einer Freundin an einem Meditiationsseminar in Seidenbuch im Odenwald teilgenommen. Eigentlich wollte mein Vater sie von da abholen, aber da ich die Chance gesehen habe, bei der Gelegenheit noch ein bisschen durch den Odenwald zu rennen, hab´ ich das nur allzugerne übernommen.

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Bei Kaiserwetter über die Knodener Höhe: Reichenbach – Meerbachtal – Schannenbacher Eck – Eulsbach – Schlierbach (14 km)

19. November 2009

Doppel-Yaaayyy!!!
Der zweite Sonnentag in Folge, und dann auch gleich nochmal eine Ecke hübscher, klarer und wärmer als der gestrige!!!
Wahrscheinlich der schönste Tag, den dieser November aufbieten wird, da muss gelaufen werden!!!

Und zwar nicht wie gestern mitten in der Nacht.
Ohooo nein, heute geht´s über Mittag raus, wenn die Sonne am höchsten steht und alles hell und bunt und freundlich ist, jawollja!!
Und zwar in den Odenwald, der ist an solchen Tagen nämlich wun-der-schön!!!

Eine passende Strecke hab´ ich schon lange parat, ein wunderbar anstrengender kleiner Berglauf vom Meerbachtal aus über die Knodener Höhe ins Schlierbachtal. Wollte ich schon vor Wochen in Angriff nehmen, hab´s aber wegen dem drögen, trüben Trauerwetter immer wieder aufgeschoben (so eine Strecke verschwendet man nicht an hässlichen Herbsttag!).
Und weil ich so richtig Lust hab´, verlängere ich die Route spontan sogar noch ein bisschen und lege den Aufbruchspunkt rüber nach Reichenbach im benachbarten Lautertal – das sind nochmal ein paar Kilometer und ein paar hundert Höhenmeter extra, heute nehm´ ich die liebend gerne mit. 🙂

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Zick und zack und mittenrüber: Irgendwie um Beedenkirchen (12 km)

12. November 2009

Über den ersten Lauf der Woche am Dienstag gibt´s nicht viel zu schreiben: Einer von diesen Mini-Füllsel-Läufen, die sich ab der Übergangszeit regelmäßig ergeben: Fünf Kilometer (Fünf!! Für so´ne Lullerdistanz wär´ ich vor ein paar Wochen überhaupt nicht erst gestartet!) mit Nemo durch den dämmrig-grauen Wald hinterm Haus, eigentlich mehr Gassi-Gehen im Jogging-Tempo als eine richtige Tour.
Aber der Hund ist bewegt, ein paar Kilometer kommen dann doch zusammen, und es geht schnell vorbei. Ho hum.
mittelweg-katharinenberg

Aber wenigstens war dann heute (= Donnerstag) ein bisschen mehr drin.

So langsam gewöhne ich mich wohl an den Gedanken, dass die Saison und die richtig schönen, langen, entspannten Touren weit weg von zuhause, erstmal vorbei sind. Nicht, dass mir das mistige Herbstwetter und die frühe Dunkelheit wirklich schmecken würden, aber ich ärgere mich nicht mehr ganz so sehr drüber (zumindest nicht die ganze Zeit… 😉 ), fange an, mich irgendwie zu arrangieren – Erwartungen reduzieren, Laufgewohnheiten ändern, die Definition davon, was eine „gute Tour“ ausmacht anpassen, sowas in der Art.
Kein Allheilmittel gegen den Übergangszeitlaufblues, aber es hilft zumindest…

Glücklicherweise gibt´s ein paar Tricks, mit denen man einen unambitionierten grauen Herbstlauf im eigenen Hinterhof ein bisschen interessanter und stimulierender gestalten kann:
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Hinnerum wie die Fraa vun Bensem: Bensheimer Hinterland mit Hund (10,7 km)

10. Oktober 2009

Ha!
Den Spruch „Hinnerum wie die Fraa vun Bensem“ wollte ich schon immer mal benutzen.
Ist eigentlich eine obskure lokale Redensart, die sowas wie „Nicht schnell bzw. auf dem direkten Weg ins Ziel kommen“ bedeutet, und geht auf eine Legende aus dem Dreissigjährigen Krieg zurück, derzufolge eine alte Bensheimerin bayrische Truppen durch eine geheime Pforte in die Stadt gelassen und so ihre Befreiung von den Schweden und Franzosen ermöglicht haben soll.

Was das mit der heutigen Tour zu tun hat?
Pff, naja, also so richtig jetzt nix, außer dass ich mal wieder durch die Hügel hinter Bensheim gelaufen bin, wodurch zumindest mal die Elemente „Hinnerum“ und „Bensem“ abgedeckt wären.
Und wie gesagt – ich wollt´ den Spruch halt einfach mal benutzen… 😉

So.
Aber zum Laufbericht.

Heute wollte ich gar nicht laufen.
Schon wieder trüb und kalt und Dauerregen seit dem Morgengrauen, das war alles einfach nur pfui bäh da draußen.
Wie-der-lich!
„Nä!“, hab´ ich mir da gesagt, „das musste dir jetzt wirklich nicht antun, schließlich ist ja immer noch Erkältungsausklangswoche, da darfste noch´n bissken kürzer treten und daheim bleiben. Anderes Zeugs erledigen, mit ´ner Decke über den Beinen und ´nem schönen Tässchen warmen Tee“.
Das klang total vernünftig.

Bis dann am Nachmittag der Regen aufgehört hat und die Wolken aufgerissen sind.
Auf einmal war die Herbstsonne da, warm und strahlend, mit einem wunderbar intensiven Licht, dass sich im Dunst fing und eine tolle Stimmung zauberte.
„Ja“, hab´ ich mir da gesagt, „das sieht doch total super aus, da musste jetzt natürlich laufen gehen, so hübsch wie das ist, und außerdem ist die Erkältung ja quasi vorbei und der Tee schmeckt sowieso irgendwie zu süß (zuviel Zucker drin)…“.

Also hab´ ich mich mal schnell ans Laufen gemacht… 🙂

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