Posts Tagged ‘Lindenfels’

Wadenquäler im Odenwald: Lindenfels, das Buch, Winterkasten und das Gersprenztal (Mit Fotos – 12,9 km)

14. Mai 2011

Das nächste Wochenende im Süden: Samstags Mittagessen mit der Verwandschaft in Lindenfels.
Bei schönem, warmen Wetter eine gute Gelegenheit, um gleich mal wieder ein bisschen Mittelgebirgslaufen auszuprobieren und die neue Kamera einer Bewährungsprobe zu unterziehen.
Ideal wäre natürlich vor dem Essen, aber das klappt irgendwie nicht – nach langer Arbeitswoche und langer Autofahrt nach Hause trödelt sich´s einfach zu schön an so einem ruhigen, gemütlichen Samstagmorgen, so dass es dann irgendwann zu spät ist.
Aber auf ´ne kleine Odenwaldtour will ich trotzdem nicht verzichten, so oft hab ich die Chance ja nicht mehr.
Also dann eben nach dem Essen, dat jeht schon…

Extraleichte Mahlzeit im Restaurant Waldschlösschen (Kartoffelsuppe und leckere Vorspeisenplatte mit Odenwälder Spezialitäten), dann sag´ ich der Verwandschaft erstmal Goodbye und mach mich auf die Laufschuhe.
Die Gegend um Lindenfels hab ich mir in den letzten Jahren ja schon ziemlich gut erlaufen, aber so ein paar unentdeckte Eckchen gibt´s dann doch noch, allen voran der Berg mit dem seltsamen Namen „Das Buch“, der sich direkt hinter Lindenfels erhebt.
Entsprechend ist der heute mein Hauptziel. Und dazu dann noch so ein paar andere neue Wege, vor allem in Richtung Gersprenztal runter.
Das sind ordentlich viele, viele Höhenmeter, besonders unfit und mit vollem Magen.
Aber bei schönem Wetter läuft sich sowas bekanntlich wie von selbst… 😉

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Schlierbachtal und Schenkenberg: Eulsbach – Ellenbach – Lindenfels- Schlierbach mit Fotos (10,6 km)

18. April 2010

Heute ist alles ganz einfach:

Freundlicher Frühling
+
Superb schöner Sonntag
+
Wunderbar warmes Wetter
+
Weitaus weniger wehe Waden.
______________________
= Löblich leidenschaftliche Lauflaune.

Eine große, ambitionierte Tour in vollkommen unbekannter Umgebung brauch´ ich heute allerdings nicht, stattdessen steht mir der Sinn eher nach paar entspannten Kilometerchen in angenehmem Sonnenschein, auflebender Natur und toller Landschaft – einfach noch mal so eine richtig schöne, unkomplizierte Genussrunde zum Wochenabschluss.

Das klappt.

Und wie! 😀

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Im Sturmschritt über die Knodener Höhe: Seidenbuch – Gadernheim (9 km)

6. Dezember 2009

Hach, es ist aber auch eine Crux mit diesem miesen, grauen Spätherbstwetter.

Nehmen wir mal diese Woche – nach dem relativ schönen Mittwoch gab´s nur noch Tage wie Schiefer – grau, dunkel, spröde, stumpf.
Da macht das Laufen einfach keinen Spaß.
Schlimmer noch: Mieses Wetter treibt mir auch jede Lust aus, Neuland oder zumindest weniger bekannte Gefilde zu erlaufen.
Warum soll ich mir auch die Mühe machen, irgendwohin zu fahren, wenn´s ohnehin mies wird…?

Entsprechend erzeugt dröges Wetter bei mir gleich doppelten Nachsaisons-Laufblues – einerseits weil´s mir an sich schon nicht gefällt, und andererseits, weil es dazu führt, dass ich lustlos irgendwelche ausgetretenen 08/15-Strecken laufe, die bei Sonnenschein noch ganz nett wären, aber bei Grau in Grau richtig furchtbar sind (zwar nicht von Natur aus, da sind meine Heimgründe eigentlich sogar sehr hübsch, sondern weil „Dröge“ und „Bekannt“ mich doppelt anöden und sich das dann potenziert).

Um so wertvoller sind da Anlässe, bei denen ich sowieso unterwegs bin und dabei dann eine Tour irgendwo anders einbauen kann.
Da mag das Wetter noch so mies sein, zumindest die Umgebung reisst es dann wieder raus.

Zum Beispiel heute.
Meine Mutter hat übers Wochende zusammen mit einer Freundin an einem Meditiationsseminar in Seidenbuch im Odenwald teilgenommen. Eigentlich wollte mein Vater sie von da abholen, aber da ich die Chance gesehen habe, bei der Gelegenheit noch ein bisschen durch den Odenwald zu rennen, hab´ ich das nur allzugerne übernommen.

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Rgh! Mein Muskelkater und ich laufen von Fürth nach Lindenfels (9,2 km)

22. Oktober 2009

Ach du je, schon wieder Sonntagabend und ich bin zwei Laufberichte im Rückstand, dank einer vollen Woche und dem aufwändigen Fotolaufbericht aus der Pfalz.
Da halten wir uns lieber mal ran:

Am Donnerstag, einen Tag nach dem herrlichen Berglauf im Pfälzerwald, hatte ich wie bereits befürchtet tierischen Muskelkater in den Oberschenkeln, der so schlimm war, dass ich fast nicht mehr die Treppen zu meiner Wohnung hoch- bzw. runtergekommen bin.
Sowas kann schon mal passieren, wenn man ein oder zwei Monate etwas weniger ambitioniert unterwegs ist, und dann wieder unvermittelt einen 26er mit vielen hundert Höhenmetern abreisst.

Normalerweise rennt man mit sowas in den Beinen nicht gleich schon wieder los sondern gönnt sich zumindest mal ein oder zwei Tage Regenerationspause.

Aber dann war´s so schön sonnig, und außerdem hat´s mich sowieso über Mittag nach Lindenfels verschlagen, da konnte ich dann doch nicht widerstehen.
„Zumindest ´ne ganz kleine Tour, so sieben oder acht Kilometerchen, das sollte doch eigentlich drin sein“, hab´ ich mir gedacht, und mich dann nicht mal 20 Stunden nach dem langen Berglauf auf die steifen Beine gemacht…

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Vom hohen Berg ins tiefe Tal: Neunkircher Höhe – Ellenbach mit Fotos (15,1 km)

11. Oktober 2009

Zum Wochenabschluss hab´ ich mir noch mal was – vermeintlich – Bequemes rausgesucht, nämlich eine Einwegtour im Odenwald, von der Neunkircher Höhe abwärts und der Länge nach durchs Schlierbachtal, bis runter nach Ellenbach bei Fürth, wo´s dann ein leckeres sonntägliches Mittagessen im Restaurant Eselmühle geben sollte.
Wenn der Startpunkt mehr als 350 Höhenmeter über dem Ziel liegt, sollte das eigentlich sehr angenehm zu laufen sein… 😉

Das Wetter ist auch heute wieder arg launisch und unberechenbar. Als ich um kurz vor 11:00 zuhause aufbreche, scheint die Sonne durch eine Wolkenlücke und taucht die Umgebung in strahlendschönes Herbstlicht.
Hält leider nicht, denn je weiter ich in den Odenwald reinfahre, umso trüber und dunstiger wird´s – aber immerhin auf stimmungsvolle Art und Weise, mit driftenden Nebelfetzen an den Berfhöngen und finsteren, hochgetürmten Wolken, die vom pfeifenden Südwestwind über den grauen Himmel getrieben werden.
Allemal besser, als ein grauer, toter Dämmertag, an dem sich gar nichts regt.

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Durchs abendliche Weschnitztal: Lindenfels – Fürth – Altlechtern (11,7 km)

23. August 2009

Der Sonntag nach dem Lauf auf die Kalmit.
Sollte ursprünglich ein Regenerationstag werden – meine Beine fühlten sich nach den vielen, steilen Höhenmetern immer noch ein bisschen schwer an, und der Laufbericht von der großen Tour war auch noch nicht geschrieben, da schnürt man eigentlich nicht unbedingt die Laufschuhe.

Aber dann fragten meine Eltern an, ob ich nicht Lust hätte, abens mit ihnen im Odenwald was Essen zu gehen.
Zum Beispiel in Altlechtern, einer Ausflugskneipe auf einem einsamen Bauernhof im Wald hinter Fürth, die hatten sie schon lange mal ausprobieren wollen.

Klar hatte ich Lust.
Aber natürlich nur mit Laufen – wenn man eh schonmal dahinten ist, dann wäre es ja sträflich, wenn man die Gelegenheit nicht nutzt und sich ein bisschen mehr im immer noch sträflich unerlaufenen Weschnitztal umsieht…

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Blogger Team-up. Nibelungensteig Teil 2: Wilsmhausen – Gumpener Kreuz mit Gerd und Foto (24,4 km)

15. August 2009

So!
Samstag der 15. August, auf dem Plan steht das zweite Drittel vom Nibelungensteig mit Gerd.

Höchste Zeit, schließlich ist es inzwischen fast ein Vierteljahr her, dass wir das erste Drittel von Zwingenberg bis zum Hofgut Hohenstein gelaufen sind.
Aber wie das so ist – ich hatte zwischenzeitlich anderen Kram im Kopf, und der Gerd hat sich den Ellbogen mit dem Fahrrad zu Brei geschlagen (da sieht man mal wieder wie gefährlich diese Dinger sind [Fahrräder, nicht Ellbogen…] 😉 ) und musste rekonvaleszieren, entsprechend hat´s vorher irgendwie nie geklappt.

Machte aber nix, denn heute war ein beinahe perfekter Tag für so eine Unternehmung: Himmel blau (wenn auch ein bisschen diesig), Sonne strahlend (wenn auch ein bisschen heiß), Stimmung gut (kein „wenn auch“).

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Blogger Team-Up 2: Lindenfels und Gersprenztal mit Gerd und Fotos (16,1 km)

20. September 2008

Gestern: Herrlicher Spätsommertag mit strahlender Herbstsonne, wolkenlosem Himmel, frischem Wind und milden 15°. Machte so richtig Lust, auf einen von den „guten“ Läufen (= Neue Strecke, etwas länger, schöne Umgebung), also beschloss ich spontan, sowas für heute in Angriff zu nehmen (in der Hoffnung, dass das Kaiserwetter noch einen Tag länger anhalten würde).

Ein kurzer Blick ins Archiv geplanter Strecken förderte genau das Richtige zutage: 15 km Odenwald, von Winterkasten nach Lindenfels, von dort aus runter zum Gumpener Kreuz, dann durchs Gersprenztal und über Laudenau zurück nach Winterkasten.
Perfekt.
Dann schickte ich noch schnell eine Mail an Gerd und fragte, ob er mitlaufen wollte, weil wir ja eh schon lange mal wieder eine gemeinsame Tour geplant hatten.
Gerd wollte, hatte Zeit, also verabredeten wir uns für heute morgen um 10:00 in Winterkasten.
Auch perfekt (naja, zumindest fast – war natürlich arg früh, aber der Gerd ist ja praktisch nachtaktiv, da muss man auch mal Kompromisse eingehen… 😀 ).

Wir spulen vor auf den heutigen Morgen, der mit zwei etwas weniger perfekten Entdeckungen begann:

1) Ich hatte gestern abend noch meine Laufklamotten gewaschen und über dann in den Trockner gesteckt, damit sie bis heute morgen schön trocken werden würden. An sich ein guter Plan, nur dass ich es irgendwie verpeilt hatte, den Trockner dann auch ANZUSCHALTEN.
Das sind so kleine Details, aber die können ganz schön wichtig sein… 😀
Entsprechend war mein Sportzeug heute morgen noch genauso nass wie gestern, und ich musste hastig mit Föhn und ´nem Notfallkurztrockengang nachbessern, so dass ich Shirt und Hose bis zum Aufbruch wenigstens von „klatschnass“ auf „leicht klamm“ runterstufen konnte. Yaay!

2) Das Wetter war leider nicht mehr ganz so gut wie gestern. Zwar war´s immer noch freundlich, aber kühler, und der Himmel hing voller dünner Schleierwolken, die die Sonne wegblockten und ein etwas diffueses Licht erzeugten. Na ja, man kann nicht alles haben, den Foto packte ich trotzdem mal ein, schließlich hatte ich es bei meinem letzten Lauf nach Lindenfels ziemlich bedauert, keine Bilder machen zu können, das wollte ich heute nachholen.

Kurz nach Halb Zehn ins Auto, und gemütlich durch den Odenwald zum zum Parkplatz am Gashof Raupenstein in Winterkasten getuckert, wo ich mich mit Gerd traf:

Bild #1: Treffen am Gasthof Raupenstein in Winterkasten.

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Durchs Schlierbachtal nach Lindenfels (15,7 km)

29. Juni 2008

Einer der unendlich vielen Gründe, warum ich so gerne im Odenwald laufe, liegt darin, dass er zu Fuß eine völlig andere Geographie zu haben scheint als mit dem Auto.
Das ist wie mit einem Puzzle, das man auf zweierlei Arten zusammensetzen kann (oder vielleicht eins von diese Optische-Täuschungs-Bildern: Zwei Gesichter oder eine Vase?):

Zuerst mal gibt´s da die Kraftfahrerart, bei der man den langen, gewunden Landstrassen durch die Täler folgt (oftmals mit ordentlichen Umwegen), und nur selten mal über einen Pass von einem ins andere wechselt. Dadurch erlebt man die Gegend oft als eine Serie von schlauchartigen Tälern, die man untereinander kaum in Verbindung bringt. Was „Weit weg“ und was „Nah“ ist, hängt weniger von der objektiven Entfernung zwischen den Orten ab, sondern vielmehr davon, wie weit/nah/verschlungen/direkt der Fahrweg zwischen ihnen ist. Nehmen wir als Beispiel mal Gronau im Meerbachtal und Ober-Hambach hinter Heppenheim. Die sind gerade mal 2 km Luftlinie voneinander entfernt. Wenn man als Autofahrer allerdings von einem zum anderen möchte, muss man 13 km fahren, und dabei 4 andere Orte durchqueren – dass es eigentlich Nachbardörfer sind, würde einem dabei kaum in den Sinn kommen.
Entsprechend hat man als Autofahrer ein ganz eigenes Bild vom Odenwald, das zwar nicht falsch ist, aber eben irgendwie leicht verzerrt, weil es nicht so sehr von der objektiven Geographie geprägt ist, als vielmehr davon, wie die befahrbaren Strassen verlaufen.

Ganz anders als Läufer: Da muss man sich nicht um Täler und Strassen scheren, kann stattdessen frei und ungehindert geradewegs über Anhöhen und durch die Wälder laufen – und plötzlich sieht das scheinbar vom Autofahren bekannte Puzzle ganz anders aus, die seltsamen Verwerfungen der Landstrassenführung glätten sich auf einmal, man wird vom Odenwald regelrecht überrascht: Da läufst du von einem bekannten Ort aus über einen Berg und aus dem Wald raus, und findest dich auf einmal staunend über einem anderen bekannten Ort, den du irgendwie ganz woanders vermutest hättest, und auf einmal macht´s „klick“ im Kopf, und dein Bild von der Umgebung hat sich mit einem mal völlig verschoben.
Unheimlich spannend und faszinierend, und es passiert zumindest mir immer noch, obwohl ich mich inzwischen eingentlich recht gut auskenne und meine Strecken auf der Karte vorausplane (Im Kopf zu wissen, dass hinter dem Höhenzug dahinten Dorf XY liegt, und es vom Bauchgefühl her zu realisieren, sind nämlich gottseidank zwei ganz verschiedene Paar Schuhe… 🙂 ).

So.
Aber was soll das ganze Gelaber denn jetzt eigentlich (mag sich der ungeduldige Leser nun zurecht fragen)?
Ganz einfach (,lieber ungeduldiger Leser), heute hatte ich eine Tour geplant, auf die das oben beschriebene Phänomen haargenau zutrifft:
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Bergwertung: Oberes Lautertal – Knodener Höhe – Neunkircher Höhe (19,8 km)

7. Juni 2008

Morgen Vormittag bin ich mit Jost zum Laufen im Jägersburger Wald verabredet – sein Comeback nach dem Muskelfaserriss. Da ich (noch?) nicht über die Gabe der Bilokation verfüge, bedeutet das, dass ich dieses Jahr nicht am gleichzeizig stattfindenden Melibokuslauf teilnehmen werde. Eigentlich nicht so schlimm, war ja letztes Jahr dabei und kenne die Strecke. Aber tief drin hat´s mich doch ein bisschen gewurmt: Berglauf an meinem Hausberg, da will man sich ja auch nicht drücken…

Die Lösung lag natürlich auf der Hand: Um mein Gewissen zu beruhigen, würde ich einfach heute einen längeren Berglauf machen, quasi als Ersatz. Allerdings nicht am Melibokus, den kenn´ ich schließlich in- und auswendig, stattdessen entschied ich mich für eine Entdeckungstour im vorderen Odenwald: Von Reichenbach auf die Knodener Höhe, runter nach Kolmbach, hoch auf die Neunkircher Höhe, über Gadernheim zurück – Etwas kürzer als der Melibokuslauf (geschatzt 16 bis 17 km), aber dafür mit deutlich mehr Höhenmetern – und vor allem: Eine Strecke, die ich wirklich schon seit Ewigkeiten laufen will. Bisher hatte es irgendwie nie geklappt (wohl auch ein bisschen aus Respekt, denn sie enthält zwei richtig krasse Mörderanstiege), Zeit das zu ändern!
Odenwald Ho!

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