Posts Tagged ‘Luci-Berg-Weg’

Auf der Suche nach dem Schnee: Logbuch einer metereologischen Expedition mit Hund um den Melibokus (10,9 km)

23. Dezember 2009

Hrm. Das war´s dann wohl erstmal mit Schnee.
So wie er gekommen ist, ist er auch wieder verschwunden – nämlich über Nacht: Eben noch ist die Landschaft noch unter einer dichten Schneedecke begraben, am nächsten morgen ist dann schon wieder alles weg und der trübschlammiggraubraune Alltag kehrt ein.

Zumindest bei uns unten an der Nahtstelle zwischen Flachland und Bergen.
Ganz anders sieht´s dagegen an den Hängen der Bergstrasse aus – je weiter man dort hinauf schaut, desto winterlicher wird´s, bis hoch zum Gipfel des Melibokus, der sich tief verschneit über der 400 m. tiefer liegenden schneelosen Rheinebene erhebt.

Schon spannend, was so ein paar hundert Höhenmeter manchmal ausmachen können.
So spannend, dass wir (= Nemo und ich) heute mal ein bisschen genauer anschauen.
Berglauf am Melibokusmassiv, aufwärts, auf der Suche nach dem letzten Schnee.

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Zwischen Alsbacher und Auerbacher Schloss: Herrenweg und Comoder Weg (9,8 km)

7. November 2008

Heute war´s wieder mal relativ freundlich draussen (unglaublich, wie rapide das Wetter im Moment zwischen „furchtbar schön“ und „furchtbar furchtbar“ oszilliert). Zwar recht kühl und windig, aber auch nur leicht bewölkt, mit einer regelmässig durchschauenden milden Herbstsonne.
Gutes Laufwetter, machte richtig Lust auf ein bisschen Wald und Berge.
Also schlüpfte ich ich am Nachmittag kurzentschlossen in den Sportklamotten, packte den Nemo ins Auto, und fuhr hoch ans Alsbacher Schloss, um mich mal wieder etwas in den mittleren Höhenlagen des Melibokusmassivs umzutun.
Der Plan: Herrenweg bis vors Auerbacher Schloss, dann auf dem Comoder Weg zurück, zwischendurch ein paar bisher ungebloggte Pfade mit reinnehmen – Irgendwas zwischen 8 und 10 km, schöne Strecke, keine ganz harten Auf- oder Abstiege (das war mir heute ganz recht, denn so richtig fit fühlte ich mich irgendwie nicht).

Start also auf dem Parkplatz am Alsbacher Schloss. Von hier aus südwärts, am offenen Freizeitgelände hinter dem Schloss entlang, dann an der Wegscheide am Ende des Freizeitgeländes halblinks den Hoboken-Weg (gelbe 4) hoch.
Ab hier bergauf durch den schönen, freundlichen Wald, der inzwischen schon so laubfrei ist, dass die schräg stehende Sonne weitgehenden ungehindert den Hang ausleuchten konnte. Angenehm.
Tempo gemässigt, zum Einen war mir heute einfach nicht nach zu viel Anstrengung, zum anderen musste ich auf Nemo Rücksicht nehmen, der – wie meistens am Anfang unserer gemeinsamen Touren – mit Schnüffeln/Beinheben/Wald Düngen beschäftigt war, und deswegen ein bisschen hinterherdackelte (oder besser: Hinterherterrierte).

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Luciberg-Weg/Nibelungensteig auf den Melibokus (9,5 km)

2. November 2008

Neulich hat der Gerd gemeint, dass wir doch eigentlich mal zusammen den neuen Nibelungensteig in den Odenwald rein laufen könnten.
An sich eine Superidee, denn die Strecke ist wirklich ganz großartig, hat aber einen kleinen Haken:
Der Nibelungensteig verläuft über einige der härtesten Anstiege im vorderen und mittleren Odenwald: Von der Bergstrasse auf den Melibokus, vom Schollrain auf den Felsberg, aus dem Lautertal auf die Knodener Höhe, oder Schlierbachtal nach Lindenfels hoch, das sind allesamt sehr anstrengende Stücke – nicht unmöglich die zu Joggen, aber sie es braucht halt einen immensen Kraftaufwand.
Glaubt mir, ich weiss es, ich bin die allen nämlich schon gelaufen.
Oder zumindest fast alle.
Einen dieser Aufstiege habe ich zugegeben noch nie gemacht – gleich den ersten nämlich, von Zwingenberg aus über den Luciberg-Weg bis hoch auf den Melibokusgipfel.
Oh, runtergelaufen bin ich den schon öfter, und einzelne Teilstücke davon hab ich auch schon bergauf zurückgelegt, aber am Stück von unten nach oben hab´ ich ihn noch nie gemacht.
Warum?
Ganz einfach: Der Luciberg-Weg ist sacksteil! Mehrere Kilometer an der Westflanke des Bergmassivs, teils geradewegs den Hang hoch, ein paar Steigungen von über 20%, praktisch keine Gelegenheit zum Verschnaufen – auch wenn der Melibokus mein Hausberg ist und ich jeden anderen erdenklichen Aufstieg zum Gipfel gemacht habe – das musste/wollte/konnte ich mir nicht unbedingt antun.

Zumindest bis zu Gerds Vorschlag.
Wenn wir da irgendwann demnächst zusammen hochwollen, muss ich schließlich erstmal sehen, ob das überhaupt joggbar ist (sicher war ich mir nicht) – wäre ja irgendwie peinlich, wenn wir uns an den Nibelungensteig machen, und gleich beim ersten Anstieg aufgeben müssen, oder?
Eben!
Folgerichtig hatte ich mir vorgenommen, das am nächsten halbwegs schönen Tag mal auszuprobieren, und den Luciberg-Weg/Nibelungensteig (die sind auf diesem Stück übrigens identisch, nur dass da keine Verwirrung aufkommt) von Zwingenberg aus auf den Melibokus zu laufen.

Und der nächste schöne Tag war heute. Unten am Fuß der Berge war´s zwar etwas neblig, aber die Sonne schien durch, und laut der praktischen Melibokus-Webcam (= ideal, um sich zeitnah über das Wetter in den oberen Höhenlagen zu informieren), war´s oben am Gipfel relativ klar.
Na denn: Mörderaufstieg ho! 🙂

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Abendlauf durch Wald und Weinberge (12,7 km)

15. Juli 2008

Tag 5 der Laufblog-Bonanza-Woche mit dem Lauf vom 15.7. Und wieder ohne großkotzigen Einführungstext – Nemo ist krank, da hab´ ich andere Sorgen…

Kinder, ich sach´ euch: Das Melibokusmassiv ist schon ein Phänomen. Von Norden nach Süden gerade mal 5 km, an seiner dicksten Stelle vielleicht 2,5 km breit – das ist eigentlich nicht besonders viel Gelände. Und doch hat´s hier ein Wegennetz, das Dutzende von Kilometern lang ist, und das mich selbst nach Jahren des intensiven Laufens hier oben immer wieder mal mit einem unbekannten Pfad überrascht.
So zum Beispiel heute.

Warmer Sommertag, pralle Sonne, Temperaturen zwischen 25 und 30 Grad – da musste Nemo zuhause bleiben, und ich verlegte den Lauf in die Abendstunden. Zielsetzung: Einfach mal den Melibokus hoch, dann über einen der vielen noch nicht gebloggten Abstiege durch die Weinberge nach Zwingenberg oder Auerbach und schließlich an der Bergstrasse zurück.

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Dämmerlauf mit Hund: Auf den Melibokus (10,5 km)

27. Juni 2008

Heute war einer von diesen (zumindest an der Bergstrasse) ganz seltenen Tagen mit glasklarer Fernsicht – der gesamte West- und Nordrand der Rheinebene war gestochen scharf zu erkennen, nicht nur die Silhouetten der Höhenzüge, sondern sogar einzelne Details auf ihren Flanken.

Das will natürlich ausgenutzt sein, deswegen heute auf dem Programm: Zum Fernsichtgeniessen auf den Melibokus. Und zwar nicht irgendwann – um noch Eins draufzusetzen, wollte ich versuchen, pünktlich zum Sonnenuntergang am Gipfel zu sein. Der Himmel hing wieder voll mit diesen hohen, imposanten, dunklen Wolken, mit etwas Glück würde die Sonne noch mal kurz vor dem Untergehen unter denen hervorlugen und alles in spektakuläres Abendlicht tauchen.
Hoffte ich zumindest.
Um das erhoffte grandiose Schauspiel Festzuhalten packte ich sogar ausnahmsweise den ausgeliehenen Digitalfoto meiner Eltern mit ein – gerade vor kurzem hat mir jemand geschrieben, man müsse „seinen Bloglesern ja auch was bieten“, na also bitte… 🙂

Also: Route geplant (über Schleichwege auf halber Höhe um den Gipfel und dann von Süden rauf, ca. 7 bis 8 km) und getimed (7 bis 8 km am Berg, das sind ca. 50 Minuten bei normalem Tempo, noch fünf Minuten zur Sicherheit drauf, Sonnenuntergang ist um 21:38, Startzeit also gegen 20:40), sollte machbar sein.

Als ich gerade loslaufen wollte, gab´s allerdings noch eine kleine Komplikation.
Die saß direkt vor dem Hoftor, war schwarz, struppig, roch etwas schal, und glotzte mich grinsend mit einem erwartungsvollen „Hey, wo gehen wir denn jetzt hin“-Blick an.
Nemo wollte mit.
So dringend, dass er mich gar nicht aus dem Tor lassen wollte.
Hum.
Normalerweise darf er das ja nicht im Sommer, weil´s zu heiss für kleine Hunde ist, die nicht richtig schwitzen können und deren dichtes, dickes, dunkles Fell vor allem dazu konzipiert ist, die Wärme drinzuhalten.
Aber heute war´s trüb, und kühl (etwas unter 20 Grad) und windig, und Nemo platzte fast vor Enthusiasmus.
Also gut, von mir aus.
Nemo durfte mitkommen.

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Jugenheim – Alsbacher Schloss – Comoder Weg – Luci-Berg-Weg – Alsbach (11,5 km)

20. Juni 2008

Nachdem das vorgestern mit den Steigungen am Donnersberg gar nicht gut geklappt hat, stellte sich heute die Frage, wo ich laufen soll:
Runter in die Ebene, wo mein leicht lädiertes Knie auf dem harten Asphalt wieder was zu maulen kriegt?
Oder lieber hoch in die Berge und meinen anscheinend gerade etwas unsicheren Kreislauf mit ein paar knackigen Anstiegen strapazieren?

Knie oder Kreislauf?

Am Ende entschied ich mich für einen Kompromiss: Südwärts durch die unteren Höhenlagen an der Bergstrasse (Steigungen), dann auf dem Rückweg noch eine Stück durchs Flachland (Asphalt) – so konnte ich mir Beides auf einmal ruinieren, das würde Zeit sparen… 😀
Also schnell eine Strecke mit ein paar bisher ungebloggten Pfaden um Alsbach und Zwingenberg rausgesucht (unglaublich aber wahr: Davon gibt´s immer noch ein paar, ich bin selbst immer wieder erstaunt, wie dicht das Wegennetz unterhalb des Melibokus ist), und los ging´s.

Relativ kühler aber drückender Abend, etwas seltsame Stimmung: Eher trüb, der Himmel von bedrohlich grauen, dichten Turmwolken bedeckt, die nach viel Regen aussahen, aber seit dem Nachmittag kein Tröpfchen verloren hatten. Na gut, vielleicht würde es noch ein bisschen halten.

Erstmal südwärts, auf dem Blütenweg (gelbes B) von Jugenheim nach Alsbach durch die Felder. Ganz bewusst mit moderatem Tempo, heute würde ich auf jeden Fall mal langsam machen.
Ging auch ganz gut, größtes Problem war der Riesenbecher Kaffee, den ich (dem Kreislauf zuliebe) ein paar Minuten vor dem Start runtergekippt hatte, und der nun eine muntere Sodbrenn-Party in meinem oberen Verdauungstrakt feierte. Burps.

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Einmal um den Melibokus (10,6 km)

21. Juli 2007

Heute wieder einmal die schöne Bergstrecke über die Darsberghütte zum Melibokus. Die Strecke macht besonders viel Spaß, weil sie sehr lange moderat, aber stetig ansteigt.

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Jugenheim – Melibokus – Zwingenberg – Jugenheim (13,7 km)

13. Juli 2007

Heute mal wieder auf den Melibokus – 5 km den Pürschweg, nur bergauf, und das mit einem recht strammen Tempo. Angenehmes Wetter, weil´s schon etwas später war dazu ein sehr schönes Licht.

Oben kurz die (leider etwas diesige) Aussicht genossen, dann relativ schneller Abstieg über die Serpentinen des Luci-Berg-Weges an der Südflanke (klingt irgendwie nach Himalaya-Expedition, oder?) – zumindest bis zum Herrenweg, dann haben wir mal wieder eine falsche Abzweigung erwischt, und sind irgendwie nach links anstatt nach rechts abgebogen. Ergebnis: Wir landen in irgendeinem Tal am Arsch des Melibokus, das so tief ist, dass die Sonne nicht mehr reinscheint.

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