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Oktober und November im Schnelldurchlauf

30. November 2011

Okay, zweieinhalb Monate Blogrückstand, das müssen wir jetzt mal im Schnelldurchlauf aufholen. Was gehen sollte, so Platanenallee in Lokstedt, ruhige und relativ grüne Ecke an der Grenze zu Eppendorf, von der´s nicht mehr soweit bis furchtbar viel ist da läuferisch eh nicht passiert.

Also los!

8.10.: Hamburger Norden: Lokstedt – Niendorfer Gehege (10,4 km)
Anfang Oktober: Wieder mal Hamburg, zwei Wochen. Untergekommen bin ich diesesmal nördlich der Innenstadt. zum Stadtrand ist. Sicher nicht das schlechteste Laufterrain in Hamburg – an der Alster Laufen ist von hier aus zwar nicht, dafür ist es gar nicht so weit zum Niendorfer Gehege, einem relativ großen Waldstück im Norden der Stadt.
Das würd´ ich mir ganz gerne erlaufen, wenn ich schon mal hier bin. Dauert allerdings bis zum ersten Wochenende, unter der Woche krieg´ ich´s dank langer Arbeitszeiten und früh hereinbrechender Dunkelheit nicht hin.
Aber dann, am Samstagnachmittag, mach ich mich auf den Weg.
Kühles Wetter, aber eine (etwas fahle) Herbstsonne am Himmel, kann man mit arbeiten.

Raus aus der Wohnung (ist übrigens die von Kollege Simon, der gerade im Urlaub ist und sie mir netterweise für die paar Tage in HH überlassen hat) und erstmal rechts in den Grandweg, eine ruhige, etwas staubige Nebenstraße durchs Wohngebiet. Etwas ausgetretener Bürgersteig, Bäume am Straßenrand, Mietshäuser und Einfamilienhäuser halb und halb, wenig Verkehr, bis auf ein Kriegerdenkmal auf kreisrunder Rasenfläche nix Spektakuläres zu sehen.
Läuft sich gut, so für den Start.

Das erste Mal anhalten muss ich nach 900 m.
Große Kreuzung mit der vierspurigen Julius-Vosseler-Straße, das erfordert ´ne kurze Fußgängerampelpause, danach geht´s weiter nach Norden, erst auf der freundlich-friedlichen Grelckstr., dann rechts in den genauso friedlich-freundlichen Rütersbarg (laut Plattdeutsch-Wikipedia ist ein „Barg“ übrigens „en groter Hümpel“. Wieder was gelernt… :D).
Der Rütersbarg ist knapp einen halben Kilometer lang, führt am Von-Eicken-Park und eine paar hübschen Villen vorbei, und geht schließlich in die Niendorfer Straße über. Klingt schon mal nach der richtigen Richtung fürs Niendorfer Gehege…

Auch der Niendorfer Weg ist nochmal einen guten halben Kilometer lang. Führt unter ´ner Bahnbrücke durch, dann durch eine Siedlung, die schon gar nicht mehr nach Millionenmetropole aussieht, mit vielen Bäumen und ruhigen Einfamilienhäusern, die ein bisschen von der Straße weg stehen. Fühlt sich ein bisschen so an, als ob die Großstadt so langsam ein bisschen zu ihrem Rand hin ausfranst.
Naja, zumindest bis ich die Kollaustraße/B447 erreiche, die ist dann wieder sechsspurig und hat ein doch wieder ganz urbanen Gewerbegebietscharme.
An der geht´s nach links. Schon wieder ein halber Kilometer (heute lässt sich die Strecke offenbar prima in Halbkilometerhäppchen aufteilen), unter der Einflugschneise vom Flughafen Fuhlsbüttel durch und ein Stückchen am Waldrand entlang.
Am Alten Niendorfer Friedhof führt dann ein betonierte Pfad links von der Straße ab in den Wald – ins Niendorfer Gehege. Den nehm´ ich.
Wald. Natur. Draußen. Fühlt sich gut an.
Wobei, so ein richtig großartiger, schön einsamer, uralter Laufluxuswald ist das nicht, dazu sind die Bäume dann dpch ein bisschen zu jung, die Wege etwas zu hart (wie gesagt, erstmal Asphalt) und die Wochenendspaziergänger ein bisschen zu zahlreich.
Aber trotzdem sehr nett, läuft sich gleich viel angenehmer als auf irgendwelchen Bürgersteigen am Straßenrand.

Ich eiere so´n bisschen unterm Blätterdach grob westwärts, vorbei an einem großen Hundefreilaufgelände (mit großen freilaufenden Hunden, die alle entweder desinteressiert oder freundlich sind), über einen asphaltierten Fahrweg mitten im Wald (der „Bondenwald“) und zum Damwildgatter im Herzen des Niendorfer Geheges.
Das ist richtig hübsch, eine große Wiese mit äsendem Damwild, leicht dunstig in der schon etwas schräg stehenden Nachmittagsherbstsonne, gefällt mir. Deshalb umrunde ich das Gatter auch halb, die Hirsche immer links, erst noch Norden, dann weiter westwärts, möglichst aufmerksam, um nicht mit dem unkoordiniert herumwankenden Nachwuchs der unzähligen jungen Familien zu kollidieren, die hier auf Samstagsmittagsspaziergang unterwegs sind.

Sobald ich das Wildgatter hinter mir gelassen habe, wird´s auch schon wieder ruhiger. Ein paar hundert Meter bequemer Waldweg (der asphalt ist schon länger vorbei, stattdessen angenehm weicher Waldwegsboden, das tut gut, nach den vielen Stadtläufen der letzten Zeit) bis zum westlichen Rand des Waldstücks.
Über eine kleine, ruhige Querstraße („Niendorfer Gehege“) und weiter geradeaus.
Wiesenlandschaft. Schmaler Weg, Bäume und Hecken, weidende Pferde, Sonne schräg von vorne.
Immer noch Hamburger Stadtgebiet, sieht aber aus wie aufm platten Land. Ich bin hin und weg.
Keine Autos, keine Häuserschluchten, keine Ampeln, kein Asphalt.
So mag ich meine Laufgründe! 😀
Kurz darauf erreiche ich die Kollau, ein freundliches kleines Flüsschen, das durch den Hamburger Norden fliesst.
Kurzer Schlenker nach Norden bis zur nächsten Brücke und ans andere Ufer, auf den Kollauwanderweg.
Der – wer hätte es gedacht – deshalb so heißt, weil er an der Kollau entlangläuft. So wie jetzt übrigens auch.
Auf dem Kollauwanderweg. Zurück nach Süden. Links der Fluss, rechts offene Wiesen, auf denen Kühe weiden.
KÜHE!!
Mitten in der Stadt!!!! (oder naja, also zumindest mitten im stadträndige Gebiet…).
Jetzt bin ich erst recht hin und weg, fehlen nur noch ein paar ordentliche Mittelgebirgsberge, dann könnte man sich hier fast heimisch fühlen. Da stört selbst das Rauschen der Nahen A7 (hinter den weidenden Kühen, vor dem Hamburger Stadtteil Eidelstedt) nicht mehr.
Nett!

Mit der Kollau laufe ich ein ganzes Stück nach Süden, in einem großen, bauchigen Bogen, rechts die Wiesen, links das Flüsschen und ein wucheriger Buschwaldstreifen. Insgesamt fast anderthalb Kilometer, dann endet der Kollau-Wanderweg an der quer verlaufenden Vogt-Kölln-Straße (eigentlich sollte er noch geradeaus am Ufer weitergehen, aber da ist alles überwuchert, und ein Schild behauptet, der Weg wäre gesperrt. Na gut…).
Der folge ich nach Süden, 300 m. am Strassenrand durch eine hübsche, bescheidene Wohnsiedlung mit freundlichen Backsteinhäuschen hinter gepflegten Vorgärten, dann unter einer Bahnbrücke durch und links in die Oldenburger Straße, westwärts in eine kleine Parkanlage und weiter durch eine Kleingartenkolonie bis auf den Deelwisch (wer denkt sich nur diese Straßennamen aus??).

Der führt rechts runter nach Süden, zurück in Richtung Lokstedt und temporärer Bleibe. Also genau das, was ich brauche. Rechts: Deelwisch.
Immer schön geradeaus. Erst ruhiges, grünes Wohngebiet samt dem Amsinck-Park, dann hinter dem Gazellenkamp die Lokstedter Grenzstraße. Links grüßt das charakteristisch häßliche Hochhaus vom Lokstedter Betriebsgelände meines Arbeitgebers rüber, rechts liegt Hagenbecks Tierpark, von dem man durch den Zaun allerdings nicht so viel erkennen kann: Erst einen Teil der Tigeranlage (keine Tiger in Sicht, aber ich hatte ja auch gerade erst welche), dann die Dinosaurierskulptur am Burma-Teich, und schließlich die durchsichtige Kuppel des Orang-Utan-Hauses, in deren Spitze aber leider gerade kein Orang-Utan auf dem Kletterbaum sitzt. Schade, so´n Treffen mit ´nem richtigen Menschenaffen (außer einem Homo Sapiens, von denen seh´ ich in der Regel durchaus genug unterwegs) hätt´ ich schon gerne mal gebloggt.

Dann noch die Grünfläche vor Hagenbecks Haupteingang, und schon stehe ich an der breiten Koppelstraße, die ich an der erstbesten Fußgängerampel überquere, um dann ostwärts zu laufen. Erst noch ein paar Meter neben der Koppelstraße, dann durch eine Grünanlage nach Lokstedt rein, zwischen eher unansehnlichen Neubautenvia Max-Tau-Straße, Lohkoppelweg und Stresemannstraße zurück in den Grandweg zur temporären Bleibe, wo ich durchaus entspannt und angemessen erholt ankomme.
Fazit: Hamburger Norden – laufbar, vor allem dank Niendorfer Gehege und dem Kollau-Wanderweg…

Strecke: 10,4 km
Zeit: Auf jeden Fall mehr als ´ne Stunde
Anteil der noch nie gelaufenen/gebloggten Passagen an der Gesamtstrecke: 100% (10,4 km von 10,4 km)
Karte:


Und ab da ist dann auch erstmal Schluss mit neuer Strecke.
In Hamburg komm´ ich nur noch einmal zum Laufen, an meinem letzten Tag bevor´s zurück nach Hannover geht, bei schöner Sonne und knapp zweistelligen Temperaturen, da nehm´ ich der Einfachheit halber nochmal genau dieselbe Route, von der Platanenallee zum Niendorfer Gehege, an der Kollau entlang und an Hagenbeck vorbei zurück (auch dieses Mal keine Tiger oder Orang-Utans):

16.10.: Nochmal Niendorfer Gehege (10,4 km)
Strecke: 10,4 km
Zeit: ??
Neue Strecke: Nein
Karte: Siehe oben


Und danach: Hannover im Herbst.
Fühlt sich fast so ein bisschen an, wie vor einem Dreivierteljahr als ich hier im Norden angefangen habe.
Will heißen: Minirunden um den Maschsee, meistens Abends im Dunkeln und bei ziemlich frischen Temperaturen, manchmal mit den Kollegen, oft aber auch alleine.
Wobei „oft“ jetzt so ein bisschen relativ ist, denn so regelmäßig wie ich sollte/müsste, schnüre ich die Schuhe nicht. Dazu motiviert sich´s nach den langen Arbeitstagen bei oftmals miesem Herbstwetter und den kurzen, nur leicht variierten Standardardstrecken einfach zu schwer. Traurig aber wahr…
Immerhin wohne ich dieses Mal nicht in der Wiesenstraße, sondern ein paar hundert Meter weiter nördlich in der Langensalzastraße, direkt hinter dem Landesmuseum und der Staatskanzlei, da ist zumindest der Weg bis ans Maschseeufer ein etwas anderer als bisher.
Und wenn ich mich dann dochmal aufmache, ist es dann doch meistens sehr nett, entweder dank netter Gesellschaft wie der Kollegen Simon und Aline (die darauf besteht, morgens VOR dem Tagwerk zu laufen. Brrrr…), oder weil der Maschsee im Dunkeln durchaus hübsch ist, wenn die Wege einsamer werden und die Lichter der Innenstadt im dunklen Wasser schimmern, oder ein fast tagheller Vollmond aus dem sternenklaren Himmel scheint, oder man Füchse, Kaninchen oder Igel am Wegesrand trifft.
Joa, doch, Maschseerunden sind okay… 🙂

Kleine Maschseerunde (7 km), gelaufen am 18.10./2.11./11.11./15.11./16.11.
Der Klassiker: Einmal am Ufer um den Maschsee, normalerweise gegen den Uhrzeigersinn, aber wenn man abenteuerlich drauf ist, kann man´s natürlich auch andersrum machen: Von der Langensalzastraße aus zwischen Staatskanzlei und Landesmuseum durch, am Sprengelmuseum vorbei zur Nordostkante des Sees, und dann einfach immer das Wasser rechts (bei Lauf in Gegenrichtung respektive natürlich links) halten, vorbei an Geibel- und Löwenbastian, dem Strandbad, dann die Gegenseite wieder hoch bis auf die Promenade am Nordufer und am Rand des Maschparks und der Vorderseits des Landesmuseums zurück zum Ausgangspunkt.
Die letzten beiden Runden Mitte November sind mit der Kollegin Aline, im Morgengrauen vor der Arbeit. Fühlt sich unnatürlich an und ist mit einem Abstecher in die Wiesenstraße verbunden, um Aline abzuholen (was bei der Streckenlänge kaum einen nennenswerten Unterschied macht)

Strecke: 7 km
Zeit: Unter einer Stunde. So unfit bin ich dann doch noch nicht.
Neue Strecke: Beim allerersten mal dank dem etwas anderen Weg zum Ufer 6,57% (0,46 km von 7 km), danach 0%
Karte:

Kleine Maschseerunde mit Schlenker und ein paar Umwegen (8,4 km), gelaufen am 24.10.
Im Prinzip dasselbe in Grün, nur dass man im letzten Viertel links abbiegt, vom Seeufer weg, und noch einen Bogen um den Hannoveraner Sportpark und das Fußballstadion (also die AWD-Arena) einfügt. Die bevorrzugte Strecke, wenn man mit dem Kollegen Simon unterwegs ist, der´s gerne noch ein klein bisschen weiter hat (was ja im Prinzip auch richtig ist).
Das hier ist unser erster Versuch, der noch so ein bisschen eierig und mit kleineren Navigationsfehlern meinerseits behaftet ist (nix Ernstes, nur ein, zwei kleine Umwege, die´s uns ein paar hundert Meter extra einbringen)

Strecke: 8,4 km
Zeit: Definitiv deutlich unter einer Stunde (weil der Kollege Simon acht Jahre jünger ist als ich, halb so viel wiegt, und im Prinzip nur aus Beinen besteht. Da ist das immer ein kleiner Kompromiß zwischen seinem „Langsam“ und meinem „Langsam“… :D)
Anteil der noch nie gelaufenen/gebloggten Passagen an der Gesamtstrecke: 3,57% (0,3 km von 8,4 km)
Karte:

Kleine Maschseerunde mit Schlenker, teilweise via Wiesenstraße dafür aber ohne Umwege (8,2 km), gelaufen am 25.10./31.10./24.11./25.11.
Und nochmal dieselbe Route, dieses Mal ohne die Umwege vom ersten Versuch, deshalb etwas kürzer. Manchmal mit einem Abstecher in die Wiesenstraße, um den Kollegen Simon aufzusammeln, manchmal nicht. Macht von der Distanz her praktisch keinen Unterschied.

Strecke: 8,2 km
Zeit: Meistens zügig
Neue Strecke: Keine
Karte:

Maschseerunde samt Abstecher in die Ricklinger Teiche (9,1 km), gelaufen am 12.11.
Und noch ´ne etwas längere Variante, bei der man aufs Süd- und Westufer des Maschsees verzichtet und stattdessen ein klein wenig weiter läuft, etwas weiter südwärts bis hinter den Südschnellweg, dann rechts auf einem Fußweg namens Gänseanger über die Leine und in Kleingartenkolonien und Auwiesen zwischen den südlichen Hannoveraner Stadtteilen, vorbei an den großen, friedlichen Ricklinger Teichen und auf dem alten Lorenbahnweg rüber nach Ricklingen, dort ein paar Meter durchs Gewerbegebiet an der Stammestraße (weil der Fußweg am Stadtteilrand wegen Bauarbeiten gesperrt ist, sonst müsste man garnicht nach Ricklingen rein) und schließlich rechts, auf der geschwungenen Lodemannbrücke über die Ihme und am Stadion vorbei zurück. Auch nicht neu, aber durchaus nett…

Strecke: 9,1 km
Zeit: So Stunde?
Neue Strecke: Nö
Karte:

– – –

Südliche Eilenriede (10,6 km), gelaufen am 30.10./27.11
Die einzige größere Abweichung vom Maschsee, auf halber Strecke am Ostufer links und rüber in den großen, grünen Hannoveraner Stadtwald, die Eilenriede. Ausführlicher hier beschrieben, dank dem Domizil in der Langensalzastraße aber mit einer kleinen Abweichung auf den letzten Metern, nämlich geradewegs über den Aegidientorprlatz in die Maschstraße und hinter dem Glaspalast der Nord LB ins Ziel

Strecke: 10,6 km
Zeit: Soviel wie nötig
Anteil der noch nie gelaufenen/gebloggten Passagen an der Gesamtstrecke: Beim ersten Mal 3,4% (0,36 km von 10,6 km), beim zweiten Mal 0%
Karte:

– – –

Und dann sind da noch die Wochenenden auf Heimurlaub an der Bergstraße, insgesamt drei Stück im Oktober und November (von Hannover aus ist das ja nicht so weit). Jeweils mit wunderschönem Herbstwetter und – wie immer – der Erkenntnis, wie verdammt hübsch die Bergstraße doch ist, auch da schnür´ ich noch ein paarmal die Schuhe.
Alles nur die guten, ollen Standardstrecken, die nach Monaten der Nord-Diaspora gar nicht mehr so oll und standartig daherkommen… 😉

Einmal Riedrand und Zurück – 10er durch Jugenheim und Bickenbach ins Flachland (10,3 km), gelaufen am 22.10.
Schön sanft bergab, weg von der Bergstrae und durchs Feld nach Bickenbach, immer geradeaus bis zum gegenüberliegenen Ortsrand, über die Autobahn in die Äcker und schilfigen Naturschutzgebiete im platten Rheinebenenvorland, ein kleiner Schlenker mit dem Saar-Rhein-Main-Weg (gelbes Plus) nach Norden, dann am Bickenbacher Bahnhof vorbei durch die Bahnhofstraße, die Bachgasse und die Jugenheimer Straße zurück nach Jugenheim (auch bekannt als die Strecke meines legendären und nur gaaaanz knapp verlorenen [und natürlich eminent lesenswerten] Laufs gegen die Nacht vor langer Zeit). Und alles bei warmer, schräger Oktoberabendsonne von schräg vorne, mit ´nem ordentlichen Tempo, das auf die letzten paar Meter ein bisschen weh getan hat. Gut.

Strecke: 10,3 km
Zeit: ca. 1 h
Neue Strecke: Nope
Karte:

– – –

Um die Melibokuskuppe (11,1 km), gelaufen am 6.11.
Hmm. Hausberg. Rein in den Wald hinterm Haus und dann immer nur Bergauf. Burgenweg, Alemannenweg, Pürschweg, bis zur Melibokusstraße. Geht immer noch, gottseidank, und die einzige Pause, die ich ich mache, ist wegen der Aussicht und nicht wegen der Kondition.
An der Melibokusstraße dann nicht aufwärts sondern ein paar Meter runter und dann einmal im Uhrzeigersinn um die Bergkuppe rum, vorbei an der Lichtung im Steilhang, von wo aus man den atemberaubend schönen Blick in den Odenwald rein und die Bergstraße runter hat (hier bleib ich so lange glücklich grinsend stehen und gucke, bis die Auskühlung zu fies wird – das sind schon ein paar Minuten [also eigentlich viel zu kurz]), nochmal kurz ein paar Meter Lucibergweg/Nibelungensteig, dann auf der Melibokusvorderseite zurück auf den Pürschweg und die letzten dreieinhalb Kilometer schön bergab nach Hause.
Wenn ich die Strecke überallhin mitnehmen könnte, wäre die Welt ein gerechterer Ort… 😉

Strecke: 11,1 km
Zeit: Gemütlich genug, um die tolle Umgebung mit jedem Schritt zu genießen
Neue Strecke: Nope
Karte:

– – –

Über den Darsberg ins Balkhäuser Tal (9 km), gelaufen am 20.11.
Und noch´n Klassiker, auf dem Pürschweg den Darsberg hoch, über den Bergrücken und auf Schleichwegen ins idyllische Balkhäuser Tal, dem ich dann einfach nur noch runter bis zurück nach Jugenheim folgen muss, etwas zügiger, weil ich natürlich mal wieder zu spät gestartet bin, und es im schmalen Tal hinter dem ersten Bergstraßenkamm im November überraschend früh dunkel wird. Aber das geht prima, sind ja neun Kilometer, und nach dem ersten strammen Aufstieg geht´s eigentlich nur noch bergab.

Strecke: 9 km
Zeit: Wasweisich??
Neue Strecke: Nein
Karte:
winterrunde-nach-balkhausen

Et voilà: Oktober und November. Insgesamt knapp 158 Kilometer auf hauptsächlich längst bekannten Strecken.
Kein Ruhmesblatt, aber besser als nix…

M.

Die Laufwoche KW 43 (10,1 km/11,1 km/10,1 km/11,1 km – und ein paar Fotos)

31. Oktober 2010

Tjoa, die nächste Laufwoche: Durchwachsen.

Pro: Schönes Wetter mit viel Sonne und milden Temperaturen, prächtiges Herbstlaub, vier Touren und immerhin sind´s am Ende über 40 km geworden.
Contra: Nur mehr oder weniger uninspirierte Standardstrecken. Nix Neues, Besonderes, Spannendes, und das, obwohl die Bedingungen richtig gut gewesen wären. Aber leider hab´ ich´s nicht geschafft, das gute Wetter und die tolle Herbststimmung in die nötige Abenteuerlust umzusetzen – war irgendwie zu unfit, zu uninspiriert, zu sehr im Klein-Klein drin. Jammerschade. Besonders, weil´s die letzte Woche mit Sommerzeit war. Seufz… 😦

Donnerstag 28.10.: Mal wieder die Mir-fällt-nix-Besseres-ein“-Flachlandrunde (10,1 km)
Der Flachlandzehner über die Sandwiese, Bickenbach das Schuldorf und Seeheim – ist inzwischen ausgelatscht wie ein alter, bequemer Schuh, nicht spannend oder besonders interessant, aber irgendwie so bequem und unkompliziert, dass man dabei auch nicht nachdenken muss. Hat irgendwie auch was, besonders wenn man in den Feldern bei Bickenbach einen netten bunten Sonnenuntergang mitnehmen kann. Schwergefallen isses aber trotzdem, dank mangelnder Fitness, Motivation und einer weiterhin knackenden und verspannten linken Schulter.
Naja, Business as usual halt…

Strecke: 10,1 km
Zeit: ???
Neue Strecke: Äh-äh
Karte:

Freitag 29.10.: Melibokusumrundung (11,1 km)
Wunderschöner Herbstnachmitttag, mit milchig-warmer Sonne auf den Indian-Summer-artigen Waldhängen der Bergstrasse. Richtig hübsch, deswegen mach ich mich in Richtung Melibokus auf, mit der Kamera in der Hand, in der Hoffnung, ein paar Bilder von meiner Lieblingsaussicht an der Südostseite des Gipfelkegels mitzunehmen (schließlich werd´ ich diese Aussicht ja nicht mehr lange in täglicher Laufweite haben…).

Auch heute läuft´s nicht so richtig gut, bin kurzatmig und fußlahm, die vier bis fünf Kilometer, die´s am Anfang der Runde bergauf geht, fallen schwer. Immerhin: Der bunte Wald und die schräge, warme Sonne, die von Westen über der nebligen Rheinebene hereinscheint, entschädigen für die Anstrengung. Richtig schön.
Nicht ganz so schön ist allerdings die Tatsache, dass ich den Akku der Kamera vor dem Loslaufen nicht gecheckt habe.
Das rächt sich, als ich schließlich mein Fotomotiv erreiche, die Lichtung im steilen Hang südwestlich der Melibokuskuppe ankomme, durch die man den grandiosen Ausblick in den Odenwald und die Bergstrasse hinunter hat – Batterie fast leer, entsprechend reicht´s nur noch für ein paar Bilder, bevor der Foto den Geist aufgibt.
Aber die sind hübsch, auch wenn das Licht schon etwas schwach und diffus ist:


Bild #1: Blick von der Melibokusrückseite nach Osten, übers Balkhäuser Tal (links unten: Balkhausen) auf den Felsberg

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Mal wieder ums Melibokusmassiv (16,3 km)

4. September 2010

Samstagnachmittag, und es herrscht perfektes Laufwetter: Frühherbststimmung, kühl aber sonnig, mit frischem Wind und einem schon ein ganz klein wenig diffuseren Licht als noch vor ein paar Wochen im Hochsommer – offenbar bricht gerade die beste Jahreszeit zum Laufen an, nämlich die milden, abgeklärten Tage zwischen brütender Sommerhitze (die dieses Jahr ja nicht soo prächtig ausgefallen ist) und den grauen Spätherbstnerbstnebeln (die zweifellos noch ordentlich auf uns zukommen, wenn das bisherige Jahr ein Indikator ist).
Mich treibt´s da ja immer raus, das ist heute auch nicht anders.

Zwar fehlt mir für was richtig Großes wieder mal so ein bisschen die Muße, aber eine etwas längere Tour darf´s unter solchen Bedingungen schon sein, deshalb entschließe ich mich am Ende, wieder mal das Melibokusmassiv zu umrunden.
Das ist immer nett, und so anderthalb bis zwei Stündchen kann man dabei locker runterlaufen – genau das Richtige, um den fließenden Übergang von Spätsommer zu Frühherbst gebührend zu würdigen.

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Sehr mäßige Laufwoche KW33 (11 km/8,3 km/11,7 km/9,1 km)

29. August 2010

Okay, so langsam muss ich´s mir wohl eingestehen, obwohl ich es eigentlich nicht möchte:

Ich bin im Winterlaufmodus.

Bedeutet: Ich drücke mich üblicherweise so lange vor dem Loslaufen bis es nicht mehr geht (sowohl bei der Tageszeit als auch dem Wochenpensum), wenn ich starte reicht´s nur für dröge, vollkommen uninspirierte Standardtouren, die wenig bis gar keinen Spaß machen, und am Ende komm´ ich dann mit Ach und Krach auf das absolute Minimalziel von 40 popligen Wochenkilometern.
Und das Blödeste dabei: Es ist alles Kopfsache.

Rein körperlich fällt mir das Laufen extrem leicht, ich bin fit und hab´ neue Schuhe, da bereitet es wirklich überhaupt keine Probleme, die Lullerründchen, die momentan mein täglich Brot sind, auf einer Backe abzureißen und sich hinterher nicht mal angestrengt zu fühlen.
Aber was den Spaß und das Lauferleben angeht, da geht grad wenig.
Die großen Pläne scheinen irgendwie unerreichbar weit weg („Pfft, die Pfalz, das krieg ich dieses Jahr ja eh nicht mehr hin“, „Ach ich weiß nicht, bis Frankreich durchlaufen, das ist doch soooviel Aufwand“, „Was soll ich den im Taunus, das ist doch viel zu weit“ usw usw usw), das Wetter ist novembrig mies, die Motivation grenzwertig gering.

Kurzum: Ich brauch mal wieder eine echte Premiumtour, irgendwas was richtig Großes, Schönes, Neues, weit weg, mit freiem Kopf, tollem Wetter und Laufgenuß pur, um mich endlich wieder mal freizuschwimmen.
Bisher ist die allerdings noch nicht in Sicht…

So, aber genug gequengelt, zur mäßig dollen Laufwoche:

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Laufwoche KW28 mit kürzeren Läufen am Odenwaldrand, im Kreis Offenbach und an der Bergstrasse (11,2 km / 13,4 km / 11,1 km / 5,5 km)

25. Juli 2010

Montag 19.07.: Kollegenlauf/-spaziergang vom Frankenstein ins Mühltal (11,2 km)
Unglaublich aber wahr: Für den inzwischen semiobligatorischen After-Work-Lauf am Montagabend hat sich diese Woche doch tatsächlich noch die Kollegin Carina gemeldet, so dass wir heute nach der Arbeit zum ersten Mal zu dritt zum Laufen aufbrechen (Nämlich: Juniorbelegschaftsseniorkollegin Julia, Juniorbelegschaftsjuniorkollegin Carina und ich).
Na also. Geht doch! 🙂

Zur Feier des Tages hab´ ich uns gleich mal eine ganz besonders schöne Strecke rausgesucht am darmstadtnahen Odenwald rausgesucht: Von der Burg Frankenstein durch Nieder-Beerbach auf die Augustenhöhe, dann ein langes Stück auf dem Höhenzug über Frankenhausen und Waschenbach nach Norden, und schließlich beim Weiler In der Mordach noch mal durchs Tal und auf der anderen Seite auf dem Herrenweg zurück zum Frankenstein hoch.
Wie gesagt: Sehr hübsch.

Aber auch hübsch anspruchsvoll.
Zwar hat Carina vorher nochmal gemeint, dass sie nach längerer Sport- und Verletzungspause nicht so richtig fit wäre, aber andererseits hat sich neulich auch erzählt, dass sie mal badische Jugendmeisterin im Siebenkampf gewesen ist, und da das offensichtlich noch nicht sooo lange her ist (zumindest von der Warte meines langen, langen Ü-30-Lebens aus gesehen), sollte da ja eigentlich irgendwie klappen, denk´ ich mir (zumal ich in den letzten Wochen ja gleich zweimal die Erfahrung gemacht habe, dass Leute, die gar nicht so viel Lauferfahrung mitbringen, durchaus in der Lage sein können, 20 oder 25 Kilometer runterzulaufen).

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Laufwoche KW 26 (15,6 km/11,4 km/11,3 km/11,1 km/1 km)

11. Juli 2010

Trotz extremer Hitze vier Läufe diese Woche, plus ein Extrakilometer am Sonntagabend um das sommerliche Minimalpensum zu erreichen:

Montag 5.7.: Wo Darmstadt am schönsten ist: Martinsviertel – Mathildenhöhe – Rosenhöhe- Steinbrücker Teich – Lichtwiese – Woogsviertel (15,6 km)
Eigentlich sollte das heute ja ein weiterer Versuch werden, mal mit den Kolleginnen aus dem Büro Darmstadt zu erlaufen, damit sie auch mal was von der Stadt zu sehen kriegen, in der sie arbeiten. Entsprechend hatte ich im Vorfeld schon mal eine grobe Premiumroute zmit einigen der schönsten und interessantesten Darmstädter Orte zusammengesucht: Mathildenhöhe, Rosenhöhe, Oberfeld, Steinbrücker Teich, Paulusviertel, Orangerie. Richtig schöne Tour.

Uneigentlich ist es dann aber wieder nix mit „Kolleginnen“ geworden, nachdem sich das ganze genauso entwickelt wie beim letzten Versuch (ich zitiere):

Ein Fünftel Juniorbelegschaft hat´s verpeilt und seine Laufsachen vergessen, ein zweites ist heute abend mit irgendeinem Termin gebunden und kann deshalb nicht mit.
Bleiben noch die Fünftel drei und vier, Respektive die Kollegin Julia und ich.

Auch okay, Julia hat ja vorletzte Woche schon bewiesen, dass sie richtig fit ist, da kann man schön draufloslaufen, ohne sich Gedanken darüber machen zu müssen, ob es irgendwer nicht schaffen könnte.

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Erweiterte Wochenübersicht: 2010 KW 17 (03.04 – 09.05.)

9. Mai 2010

Oh je, dieses mal bin ich echt spät dran mit der Wochenübersicht.
Da machen wir´s lieber kurz, schnell und schmerzlos, bevor ich noch mehr als eine ganze Woche in Verzug gerate:

Vier kleine Läufchen, aus Zeit-, Lust- und Wettergründen allesamt eher kurz und am Melibokusmassiv, meistens mit einem dankbaren Nemo im Schlepptau (denn bei 8 Grad und Nieselregen läuft der wie der sprichwörtliche VW Käfer).
Sollte eigentlich Anlass zu ein bisschem gepflegt-selbstmitleidigem Gemosere bieten, tatsächlich hat der Satz unambitionierter und unkomplizierter Runden richtig gut getan, sowohl körperlich (zwickende Waden werden besser) als auch mental (Kopf frei in stressiger Woche).
Da ist es dann auch gar nicht schlimm, wenn die Wochenkilometer nicht mit einer 5 oder 6 beginnnen… 😉

Mittwoch 05.05.: Rund um die Melibokuskuppe (11,1 km)
Einmal die Standardstrecke zum Melibokus hoch, aber nicht bis zum wolkenverhangenen Gipfel sondern einmal drumherum, auf Fahrweg, dem Weg über der großen Schneise am Südosthang (die Aussicht von hier haut mich jedesmal von den Socken – das ist glaube ich der einzige Ort, den ich kenne, von wo aus man prakrtisch alle großen Berge des vorderen Odenwalds sehen kann: Felsberg, Neunkircher Höhe, Krehberg, Tromm, sogar den Ölberg bei Schriesheim. Irgendwann muss ich hier noch mal mit der Kamera hin und das größte Laufblog-Pano aller Zeiten machen), Nibelungensteig und schließlich wieder am Westhang auf den Pürschweg und nach Hause.
Entspannt und angenehm, trotz feuchtkaltem Wetter.
Strecke: 11,1 km
Zeit: Egal
Neue Strecke: Nope
Karte:

Donnerstag 06.05.: Nee!
Ach du je! Fünf Grad und bindfadiger Dauerregen den ganzen Tag.
Nee, nee, nee, liebe Natur, da musst du ohne mich auskommen, ich bleib´ heute drin im Warmen!

Freitag 07.05.: Darsberg und Alsbacher Schloss (10,7 km)
Etwas freundlicheres Wetter, sogar die Sonne schaut dann und wann mal kurz zwischen den Wolken hervor. Nett.
Nemo und ich haben keinen Plan, wo´s hingehen soll, oben im Wald driften wir dann erst auf dem Bauernhöhen-Weg an die Nordostflanke des Melibokusmassivs, überqueren den Darsberggipfel, versuchen uns dann noch mal kurz am einsamen Hangwald über dem Balkhäuser Tal, und steigen schließlich via Pürschweg, Hobokenhütte, Eselsgrundweg, Alsbacher Schloss und den schönen, weitsichtigen Panoramaweg über den Alsbacher Weinbergen ab.
Strecke: 10,7 km
Zeit: Wer weiß…
Neue Strecke: Nein
Karte:

Samstag 08.05.: Herrenweg und Comoder Weg zwischen Alsbacher und Auerbacher Schloss (11,4 km)
Heute mal keine Start von daheim sondern vom nahen Alsbacher Schloss. Schließlich muss man dem Hund auch mal was Neues bieten, der verkümmert sonst intellektuell… 😀
Ganz klassische Joggerstrecke: Vom Alsbacher Schloss den Hoboken-Weg hoch, dann auf dem hochgelegenen Herrenweg um den Melibokus herum, noch ein Schlenker über die Lichtung auf dem Bergsattel südlich des Gipfels, dann über den Not-Gottes-Parkplatz auf den Burgenweg bis zum Parkplatz am Anfang des Auerbergs, auf Fahrweg und Schlossweg um die kleine Bergkuppe mit dem Auerbacher Schloss herum, auf der Strasse zurück zur Not Gottes und schließlich auf dem langen, bequemen Comoder-Weg in den mittleren Höhenlagen der Wälder am Melibokus zurück zum Alsbacher Schloss.
Der Hund zeigt übrigens auch am zweiten Tag laufen in Folge keine Ermüdungserscheinungen. Beeindruckend für jemand mit so einem gerinden Trainingspensum…

Strecke: 11,4 km
Zeit: Keine Ahnung
Neue Strecke: Naaah.
Karte:

Sonntag 09.05.: Kreuz und quer durch die Wälder über Alsbach (8,6 km)
Hm. Irgendwie hat´s ja schon was Befreiendes, wenn man sich nicht um 50+ Wochenkilometer sorgen muss.
Entsprechen starten Nemo und ich bei weiterhin durchwachsen-kühlem Wetter ein drittes Mal in Folge ohne festen Plan, einfach hoch in den Wald. Heute verschlägt´s uns erstmal auf den unmarkierten Pfad am Nordhang des Darsbergtals, dann nehmen wir den Jossaweg and der Ruine Jossa vorbei, umrunden die obersten Ausläufer des Hasselbachtals unterhalb der Darsberghütte, biegen spontan auf ein paar namenlose und unmarkierte Hangpassagen unterhalb vom Hohe-Stich-Weg ab, und laufen dann schließlich via Hoboken-Hütte, Geisbergkopf-Weg, Sperbergrund und den Alsbacher Brückenweg zurück nach Hause.
Nicht wirklich weit, aber dank viel Zickzack weiter als gedacht, das reicht.

Strecke: 8,6 km
Zeit: Jaja, die Zeit…
Neue Strecke: I wo.
Karte:

Insgesamt: Keine große Laufwoche, aber auch keine schlechte.
Hin und wieder tut das auch mal gut, bloß zum Dauerzustand sollte es natürlich nicht werden…

Tag Strecke Zeit Entfernung
Mo.
Di.
Mi. Rund um die Melibokuskuppe ??? 11,1 km
Do.
Fr. Darsberg und Alsbacher Schloss ??? 10,7 km
Sa. Herrenweg und Comoder Weg zwischen Alsbacher und Auerbacher Schloss ??? 11,4 km
So. Kreuz und quer durch die Wälder über Alsbach ??? 8,6 km
Wochenlaufleistung 41,8 km

M.

Ein gräulich graues Wochenende (11,3 km und 10,3 km)

14. März 2010

Nee nee nee nee!
So hab´ ich mir das nicht vorgestellt:
Eigentlich war ich mit dem Kopf schon mitten im Frühling, mit Sonne und zweistelligen Plusgraden und singenden Vögeln und sprießenden Bäumen, dem ganzen Gelump eben.

Aber nix davon kommt!
Draußen herrscht immer noch Winter, oder zumindest seine kleine Cousine, die Unansehnliche Übergangszeit.
Grau und trüb und kalt und öde hockt sie vor den Fenstern, auf den grauen Äckern, im kahlen Wald, ein aufgedunsenes Ungetüm aus Tristesse und Trübsal, das mit seinen klammen, stumpfen Fingern jedwede Lauflust im Keim erstickt.
Widerlich.
Und da soll man Spaß am Sport haben?

Nee nee nee nee!
So hab´ ich mir das nicht vorgestellt…

13.03.: Irrig-wirrige Bergtour mit Nemo von Jugenheim nach Nieder-Beerbach (11,3 km)
Samstag. Eigentlich ein guter Lauftag.
Heute nicht.
Farbloser Tag, vollkommen windstill und leblos, dämmert unter einem tristen grauen Himmel vor sich hin, wartet darauf, endlich von der noch Stunden entfernten Dunkelheit erlöst zu werden.
Diese Tage hasse ich fast am meisten – es gibt keinen Grund, rauszugehen, aber es gibt – leider – eben auch keinen, nicht rauszugehen.
Also kannmuss man auch laufen.
Ob man will oder nicht.

Ich will heute nicht.
Wirklich gar nicht.

Mehrmals im Verlauf des späten Vor- und frühen Nachmittags setze ich mich hin und versuche mir eine schöne Strecke, ein reizvolles Laufziel, ein interessantes Laufexperiment auszudenken, irgendwas, was mich zumindest ein bisschen reizt.
Aber ein Blick aus dem Fenster, raus in das kalte, feuchte, dröge elend, und alle Versuche, sich was auszudenken ersaufen in manifester Unlust.

Am Ende bleibt mir nichts Anderes übrig, als es genauso zu machen, wie die letzten beiden Male: Kein Plan, keine Erwartungen, einfach den Kopf ausmachen und loslaufen, unwirsch und unwillig in den grauen Nachmittag.
Irgendwo werden wir (Nemo ist auch mit dabei) schon hinkommen…

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3 Tage Wiedereinstieg (4,7 km / 10,4 km /9,7 km)

13. Februar 2010

Hm.
Nach so ein paar Tagen Pause verlernt man zwar nicht das Laufen, aber offensichtlich das Bloggen – zumindest mir scheint´s so zu gehen, denn inzwischen bin ich schon wieder seit drei Tagen unterwegs, ohne was dazu geschrieben zu haben.

Aaber etzad:

Donnerstag, 11.2.: Testballon – Unter der Jossa zum Sperbergrund (4,7 km)
So! 10 Tage Pause (auch wenn die ersten drei davon sowieso regulär ohne Lauf gewesen wären, also eigentlich nur ´ne Woche), die Erkältung ist bis auf ein bisschen Rotz und Husten quasi weg, da wird´s Zeit, mal wieder die Schuhe zu schnüren und loszulaufen.
Natürlich gaanz unambitioniert, um überhaupt erst mal zu schauen, ob da was wie geht.
Deshalb starten Nemo und ich am späten Nachmittag zu einer Minirunde – weniger als 5 Kilometer durch den Wald hinterm Haus (auf so ein bisschen Berg und Tal will ich dann bei aller Unambiotioniertheit dann doch nicht verzichten).
Ist übrigens mit -5° ziemlich kalt, und ordentlich Neuschnee aus der letzten Nacht liegt auch rum, deshalb hab´ ich mich ein bisschen wärmer eingepackt, von wegen better safe than sorry und so.

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Noch ein eher bescheidenes Laufwochenende, dieses Mal nicht ganz vor der Haustür (11,4 km und 8,2 km)

24. Januar 2010

Samstag, 23.1.: Alsbacher Schloss – Herrenweg – Schlossweg – Comoder Weg (11,4 km)
Wer donnerstags und freitags das Laufen wegen drögster Außenbedingungen schwänzt, der muss Samstags ran, zumindest wenn er noch seine Minimalwochenkilometer zusammenkriegen will.
Selbst wenn dieser Samstag noch viel dröger sein sollte…

Das ist er übrigens.
Gah! Was für ein schrecklicher Tag – bleierner, schwerer Dunst liegt wie eine Zwangsjacke über dem Land, funzliges graues Halblicht erzeugt düsterste Winterdepri-Atmosphäre, kein Windhauch mischt durch die frostig-dumpfe Luft.
Ein toter Tag, oder zumindest ein komatöser, an dem die Natur vollkommen leb- und lustlos vor sich hindämmert, und an dem Laufen gehen vollkommen sinnlos erscheint.

Aber es muss, also brechen Nemo und ich irgendwann am Nachmittag auf. Nicht direkt von zuhause, das wäre heute irgendwie noch unerträglicher gewesen, sondern vom fünf Autominuten entfernten Alsbacher Schloss.

Geplante Route: Einmal die mittleren Westhanglagen des Melibokusmassivs, auf dem Herrenweg zur Not Gottes, von da aus einmal ums Auerbacher Schloss, dann auf dem Comoder Weg zurück.
Eigentlich eine schöne, entspannte Strecke durch den Wald, irgendwas um die 11 km mit ein paar gemächlichen Höhenmetern, ordentlichen Wegen und schöner Landschaft. Zumindest wenn man keinen ganz miesen Tag erwischt, so wie heute…

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