Posts Tagged ‘Nibelungenweg’

Die Laufwoche KW 43 (10,1 km/11,1 km/10,1 km/11,1 km – und ein paar Fotos)

31. Oktober 2010

Tjoa, die nächste Laufwoche: Durchwachsen.

Pro: Schönes Wetter mit viel Sonne und milden Temperaturen, prächtiges Herbstlaub, vier Touren und immerhin sind´s am Ende über 40 km geworden.
Contra: Nur mehr oder weniger uninspirierte Standardstrecken. Nix Neues, Besonderes, Spannendes, und das, obwohl die Bedingungen richtig gut gewesen wären. Aber leider hab´ ich´s nicht geschafft, das gute Wetter und die tolle Herbststimmung in die nötige Abenteuerlust umzusetzen – war irgendwie zu unfit, zu uninspiriert, zu sehr im Klein-Klein drin. Jammerschade. Besonders, weil´s die letzte Woche mit Sommerzeit war. Seufz… 😦

Donnerstag 28.10.: Mal wieder die Mir-fällt-nix-Besseres-ein“-Flachlandrunde (10,1 km)
Der Flachlandzehner über die Sandwiese, Bickenbach das Schuldorf und Seeheim – ist inzwischen ausgelatscht wie ein alter, bequemer Schuh, nicht spannend oder besonders interessant, aber irgendwie so bequem und unkompliziert, dass man dabei auch nicht nachdenken muss. Hat irgendwie auch was, besonders wenn man in den Feldern bei Bickenbach einen netten bunten Sonnenuntergang mitnehmen kann. Schwergefallen isses aber trotzdem, dank mangelnder Fitness, Motivation und einer weiterhin knackenden und verspannten linken Schulter.
Naja, Business as usual halt…

Strecke: 10,1 km
Zeit: ???
Neue Strecke: Äh-äh
Karte:

Freitag 29.10.: Melibokusumrundung (11,1 km)
Wunderschöner Herbstnachmitttag, mit milchig-warmer Sonne auf den Indian-Summer-artigen Waldhängen der Bergstrasse. Richtig hübsch, deswegen mach ich mich in Richtung Melibokus auf, mit der Kamera in der Hand, in der Hoffnung, ein paar Bilder von meiner Lieblingsaussicht an der Südostseite des Gipfelkegels mitzunehmen (schließlich werd´ ich diese Aussicht ja nicht mehr lange in täglicher Laufweite haben…).

Auch heute läuft´s nicht so richtig gut, bin kurzatmig und fußlahm, die vier bis fünf Kilometer, die´s am Anfang der Runde bergauf geht, fallen schwer. Immerhin: Der bunte Wald und die schräge, warme Sonne, die von Westen über der nebligen Rheinebene hereinscheint, entschädigen für die Anstrengung. Richtig schön.
Nicht ganz so schön ist allerdings die Tatsache, dass ich den Akku der Kamera vor dem Loslaufen nicht gecheckt habe.
Das rächt sich, als ich schließlich mein Fotomotiv erreiche, die Lichtung im steilen Hang südwestlich der Melibokuskuppe ankomme, durch die man den grandiosen Ausblick in den Odenwald und die Bergstrasse hinunter hat – Batterie fast leer, entsprechend reicht´s nur noch für ein paar Bilder, bevor der Foto den Geist aufgibt.
Aber die sind hübsch, auch wenn das Licht schon etwas schwach und diffus ist:


Bild #1: Blick von der Melibokusrückseite nach Osten, übers Balkhäuser Tal (links unten: Balkhausen) auf den Felsberg

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Samstag im Zellertal: Harxheim – Bubenheim – Ottersheim – Immesheim – Albisheim – Einselthum (12,8 km)

23. Oktober 2010

Ach du je!
War mein letzter Samstagsmittagslauf in Rheinland-Pfalz wirklich im Juni?
Da wird´s aber mal wieder höchste Zeit, dass ich in die Hügel jenseits des Rheins komme!

Passenderweise bin ich heute mittag mal wieder drüben in Rheinhessen verabredet und nutze die Gelegenheit, um gleich mal ein paar nette Laufkilometerchen zwischen Weinbergen und Winzerdörfchen mitzunehmen.
Mal wieder im Zellertal, da wo Rheinhessen fast unmerklich in die Pfalz übergeht – wunderschöne Ecke, schon ein bisschen erlaufen aber mit noch ganz viel unbekanntem Terrain drumrum, genau das Richtige für heute!

Entsprechend finde ich mich am späten Nachmittag in Harxheim ein, einem kleinen alten Weinort am Ufer der Pfrimm im Grund des breiten, flachen Zellertals.
Hier geht´s dann los.
Und zwar auf dem Parkplatz der Zellertal-Schule, die eingerahmt von sanft aufsteigenden Weinhängen am Nordrand des Ortes liegt.
Von hier aus geht´s nach Süden, auf einer etwas überdimensioniert wirkenden Fußgängerbrücke über die B47, dann auf der Hauptstr. (die mit dem gelben Quadrat des Nibelungenwegs markiert ist) nach Harxheim rein.

Startet sich etwas zäh, so richtig fit fühl ich mich heute nicht, vor allem meine weiterhin verspannte linke Schulter murrt und mäkelt etwas zu viel, aber da muss ich jetzt durch. Aber wenigstens ist das Wetter nicht unfreundlich, mit ein bisschen fahler Herbstsonne, die zwischen den grauen Wolkenbanken am Himmel hervorlugt.

Harxheim kenne ich schon, von meinem Donnersberg-Projekt vor zweieinhalb Jahren. Ist hübsch, mit vielen schönen alten weinberankten Natursteinhäusern und Weinguthöfen, die sich dicht an die schmalen Pflastergassen drängen.

Ich folge der Hauptstr. vielleicht 250 m. leicht bergauf, mitten durchs Dorf, bevor ich rechts in die Zehntscheuergasse einbiege und langsam in die etwas neubaugebieterigen Randlagen von Harxheim komme, bevor es schließlich links unter den Bahnschienen durch und aus dem Dorf hinausgeht.

Asphaltweg, langsam aber stetig bergauf, am Rand der Talkerbe, in der der Ammelbach in Richtung Pfrimm fließt (das Violental, offensichtlich) – hinter mir bleibt Harxheim langsam zurück, rechts die kahle Hügelflanke, links ein Baumstreifen am Talufer, dahinter die Landstrasse und der nächste Hügel, über dem sich ein paar Windräder drehen.

Fällt gar nicht so leicht, hier bergaufzulaufen, auch wenn die Steigung eigentlich minimal ist. Aber irgendwie bin ich wirklich nicht ganz taufrisch heute, vielleicht auch etwas zu schnell (wenn ja, dann vermutlich WEIL die Steigung eigentlich minimal ist), entsprechend werde ich so ein bisschen kurzatmig. Außerdem wird´s frisch, unten im Zellertal war Windstille, da bin ich ein bisschen geschwitzt, hier hinten weht der Herbstwind allerdings auf einmal wieder kräftig und eist mich so ein bisschen durch. Und die Sonne ist auch weg, verschwunden hinter einer schweren Front aus bleigrauen Wolken, die fast den gesamten riesigen Rheinhessisch/Pfälzischen Himmel bedeckt.
Aber auch wenn´s nicht gerade perfekt läuft: Spaß hab´ ich immer noch, ist einfach schön, endlich mal wieder weit weg von zuhause durch die Fremde zu laufen. 🙂

Knapp 1,5 km nach dem Ende von Harxheim knickt der Asphaltweg rechts runter ab, zu den nahen ersten Häusern des Dörfchens Bubenheim, das friedlich unter den grauen Wolken in die Talrinne zwischen den grünbraunen Hügelflanken drapiert liegt.

Am Ortseingang empfängt mich die für die Gegend fast schon obligatorische Jakobsweg-Infotafel mit ein paar Infos zur Dorfgeschichte – besonders wird auf die frühromanische Dorfkirche (angebliche die älteste in der Pfalz) aus dem 11. Jahrhundert hingewiesen, sogar von UNESCO steht da was (aber das erscheint mir ein bisschen geflunkert), also beschließe ich spontan, einfach mal zu schauen, ob ich die entdecken kann.
Schließlich kommt man (vermutlich) nur einmal im Leben nach Bubenheim in der Pfalz… 😉

Zuerst kurz den Sonnenhang runter, dann auf der Hauptstr. erst in die Talmulde rein, dann wieder aufwärts und bergauf, bis ich die Kirchgasse erreiche.
Das klingt nach Dorfkirche und wird folgerichtig mal ausprobiert.
Das Türmchen, das rechterhand zwischen den alten Steinhäusern steht, sieht allerdings nicht wirklich frühromanisch aus, und direkt dahinter ist Bubenheim auch schon wieder zu Ende.
Also dreh ich wieder rum (nicht wissend, dass die Dorfkirche ein paar Meter weiter zwischen den Bäumen auf mich gewartet hätte) und mache mich wieder an die ursprüngliche Route, die noch ein Stückchen weiter das Tal entlang nach Süden führt: Erst ein bisschen auf der Hintergasse, dann auf dem Gartenweg wieder runter zum Ammelbach am Talgrund, an dessen Ufer mich ein bequemer, grasiger Weg am Rand einer gepflegten Freizeitanlage in das gerade mal 300 m. entfernten Nachbardorf Ottersheim bringt.

Ottersheim ist noch kleiner, und scheint vor allem aus einer langen Hauptstr. zu bestehen, die sich vom Talgrund aus den Hügel hinaufzieht.
Auf der geht´s aufwärts, vorbei an hübscher Dorfkirche und Rathaus (Rheinland-Pfalz und seine Gemeindeordnung, bei der selbst 400-Seelen-Dörfer einen Bürgermeister und ein Rathaus haben – immer wieder interessant), bis ich eine kleine Fußgängertreppe erreiche, auf der es aus dem Oberdorf hinaus bis an die höher gelegene Landstrasse nach Immesheim weitergeht.

Der folge ich.
Typische Rheinland-Pfälzische Landstrasse, mit den üblichen Pros (Kaum Verkehr) und Contras (schmal, weder Seitenstreifen noch Fußweg), weiterhin aufwärts (irgendwie hab´ ich heute das Gefühl, nur bergauf zu laufen), über den breiten, flachen, offenen Hügelrücken voller brauner Stoppelfelder, bis ich nach einem knappen Kilometer in Immesheim ankomme.
Dieses Dorf ist noch kleiner als die beiden letzten, ein paar Dutzend Häuser auf der flachen Anhöhe, zwischen den Äckern, über dem Zellertal (auf das man von hier aus einen schönen Blick hat), unter dem weiten, grauen Wolkenhimmel.

Selbst mit kleinem Ehrenschlenker (Friedhofsweg, Harxheimer Str., Hauptstr.) dauert es nicht lange, bis Immesheim zu Ende ist und ich einen ordentlich steilen Feldweg runter ins Zellertal laufe, bis zu den Bahngleisen im Talgrund, denen ich nach links bis zum Anfang von Albisheim folge.

Albisheim ist größer (nicht groß, aber immerhin mit vierstelliger Einwohnerzahl, das ist schon was für hiesige Verhältnisse), entsprechend brauche ich ein klein wenig länger zu seiner Durchquerung: Erstmal die untere Bahnhofstr. runter, vorbei am Neubaugebiet im Süden des Ortes, über die fröhlich dahinplätschernde Pfrimm im Talgrund, dann die merklich ansteigende Ratsgasse hinauf bis zum Rathaus an der Hauptstr., der ich ein paar hundert Meter nach rechts folge, bis ich das Ortsende an der B47 erreiche.

Kurzes Warten an der Bundesstrasse, dann rüber und einen grob gepflasterten Feldweg hoch, der mit erklecklicher Steigung durch die Stoppeläcker an der riesigen offenen Hügelflanke des Osterbergs hinaufführt – der letzte Aufstieg für heute, und einer, der´s (angesichts meiner immer noch nicht besser gewordenen Tagesform) noch mal in sich hat, auch wenn´s eigentlich nur ein paar Dutzend Höhenmeter sind.

Nachdem ich ein paar Minuten japsend bergauf gerannt bin, stellen sich leichte Navigationsprobleme ein. Richtig verirren kann man sich hier zwar nicht (denn dank der offenen Landschaftsform und der eindeutigen Topografie lässt sich jederzeit feststellen, wo man ist), aber irgendwie korrespondieren die dürren Linien auf meinem Streckenplänchen nicht so ganz mit der tatsächlichen Realität der schmalen, schlammigen Feldwege, die leicht beliebig zwischen den schier unendlichen Äckern am Hang verlaufen (oder auch nicht).
Entsprechend muss ich improvisieren und mich grob in die ungefähr richtige Richtung eiern (über die Felder mag ich nicht laufen), auf die Dächer von Einselthum zu, die jenseits der Äcker über die Hügelseite ragen.
Klappt so halbwegs, auch wenn es mir ein bisschen viel unsicheres Auf und Ab in der Pampa einbringt.
Was ja nicht schlimm wäre, wenn´s hier draußen nicht so langsam ungemütlich würde – so langsam dämmert´s schon ein bisschen, aus der inzwischen vollkommen geschlossenen grauen Wolkendecke nieselt leicht ein kalter Novemberregen runter, und der eisige Wind aus Südwest erwischt die ungeschütze Bergflanke über dem Tal mit voller, klammer Wucht.
Außerdem tut meine spannende linke Schulter ein bisschen weh, mein Nacken ist ein Eisklumpen, ich hab´ Durst, und zu spät dran bin ich auch wieder mal.
So langsam könnt ich eigentlich mal ans Ziel kommen…

Erst mal komme ich allerdings nach Einselthum, dem letzten bisher unerlaufenen Dorf auf der heutigen Strecke. Das liegt auf halber Höhe am Hang, zwischen Weinbergen und Feldern über dem Zellertal. Ist natürlich klein und natürlich hübsch (soweit ich das in der graunieseligen Dämmerstimmung sagen kann), wie sich das hier hinten eben gehört.

Ab hier ist dann auch endgültig Schluss mit Bergauflaufen, abwärts ist angesagt. Erstmal die Wellerstr. runter in den Dorfkern, dann Ostwärts die schmale, aparte Hauptstr. entlang, die nach 150 m. einen scharfen Rechtsknick macht, hinter dem es durch ein neueres Wohngebiet an Schulstr. und „Am Vogelsang“ zum unteren Dorfende geht, und dann weiter, auf einem bequemen, asphaltierten Weg zwischen den rostrot verfärbten Weinlagen zurück in Richtung Harxheim und Talgrund.

Da ich inzwischen wirklich so ein bisschen genug habe, erlaube ich mir kurz vor dem Ziel noch eine kleine Abkürzung, die mich (auf etwas, was möglicherweise ein Pfad ist, möglicherweise aber auch nicht) zwischen den Rebenreihen hindurch geradewegs den Hang runterührt, bis zum Sportplatz an der Zellertalschule, von dem aus es dann nur noch ein paar Meter bis zum Schulparkplatz, dem wartenden Auto und dem Ziel sind.

Ordentliche Tour. Hübsche Gegend, neue Orte, abwechslungsreiche Topografie – nicht übel, auch wenn eine etwas bessere Physis und stabileres Wetter sicher nicht geschadet hätten.
Aber so ist das eben, in der Nachsaison: Nix perfekt, da muss man nehmen, was man kriegt…

Strecke: 12,8 km
Zeit: ???
Anteil der noch nie gelaufenen/gebloggten Passagen an der Gesamtstrecke: 93,05% (11,91 km von 12,8 km)
Karte:

M.

Bensheimer Hinterland mit Fürstenlager, Schönberg und Knodener Höhenweg (13,2 km)

29. September 2010

Ui!
Ui!
Ui!!!!
Es ist Mittwoch Mittag, und draußen scheint die Sonne und macht die Welt hübsch und das Laufen attraktiv – und obwohl der Wetterbericht behauptet hat, dass es sowas bis frühestens zum Wochenende eigentlich gar nicht geben dürfte.

Egal, em geschenkte Gaul guckt mer net ins Maul, wie es so schön heißt, also stehe ich eine halbe Stunde, nachdem die Wolken aufgerissen sind in den Startlöchern, unsaisonal leicht bekleidet mit kurzer Hose, Kurzarmshirt und einem prallvollen Sack mit Lauflaune (Letzterer sollte eigentlich schwer wiegen, denn eigentlich bin ich ihn ja gar nicht mehr gewöhnt. Tut er aber nicht, im Gegenteil, er macht alles Federleicht! ;)).

Und zwar nicht schon wieder für so´ne lahme Standardrunde hinterm Haus, oooh nein, heute nicht, da hab´ ich Lust auf zumindest ein klein wenig Luftveränderung, deshalb fahr ich mal wieder runter in Richtung Bensheim.
Der Plan: Eine Runde durch die Berge und Täler hinter der Stadt drehen.
Zwar auch nicht unbedingt das fremdartigste Laufgebiet, das ich mir vorstellen könnte, aber landschaftlich total reizvoll, außerdem geht´s da schön auf und ab, und im Gegensatz zum Rest der Bergstrasse gibt´s da nicht nur Wald sondern ganz viele offene Wiesen und Weinberge auf den Höhenzügen, in denen man wunderbar die prallmilde Herbstsonne tanken kann.
Feste Strecke brauch´ ich übrigens nicht, schließlich kenn´ ich mich da unten ganz gut aus: Irgendwie durchs Fürstenlager und das Lautertal, dann auf dem Knodeneher Höhenweg und durch Bensheim zurück, das geht auch ohne Karte…

Das wird ein Guter, heute… 🙂

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Schöne Odenwaldtour ins Unwetter: Reichelsheim – Beerfurth – Vierstöck – Ostertal (15,8 km)

6. Juni 2010

Sonntagmittag mit ganz viel angenehmer Sonne, die perfekte Zeit für einen schönen Wochenabschlusslauf im Odenwald.
Zumindest die 30 Wochenkilometer will ich noch voll machen, also braucht´s nach dem Zwölfeinhalber von Gestern mindestens 17,5 km.

Kein Problem, denke ich mir, und plotte am frühen Nachmittag eine schöne Route weit hinten in den Bergen, da wo das Streckennetz langsam aber sicher ins Unbekannte abdriftet: Von Reichelsheim im Gersprenztal über Beerfurth und die Vierstöck zum Morsberg hoch, ein Stück auf dem breiten Bergkamm in Richtung Lärmfeuer, dann durchs Ostertal zurück – das sind Pi Mal Daumen 18 Kilometer, sollte passen.
Und weil´s so hübsch ist, verabdrede ich mich hinterher auch gleich noch zum Abendessen in Reichelsheim.
Wochenabschlusslauf mit Wochenabschlussessen im Odenwald, das ist nämlich ganz was Feines…

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Kleine, ruhige Felsbergrunde am Samstagabend (11,6 km)

29. Mai 2010

Ein feuchter, kühler Samstagabend, mehr trüb als sonnig.
Ich bin ein bisschen müde, und außerdem fahre ich morgen für ein paar Tage nach Berlin und müsste dafür noch Einiges vorbereiten – eigentlich keine guten Voraussetzungen fürs Laufen.
Aber gegen abend packt´s mich dann doch und ich mache mich auf den Weg in den Odenwald, um zumindest mal noch eine kleine Runde zu drehen.
Mal wieder um den Felsberg, denk´ ich mir, auf einer Strecke, die ich zum letzten Mal vor fast zwei Jahren und beinahe 4000 Kilometern gelaufen bin. Das ist vielleicht nicht wirklich neu, aber doch relativ nah dran…

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Bensheim mit Barolo (und ein paar Bildern) (10,2 km)

17. April 2010

Die fabelhaften Laufblog-Schaufenster in der Bensheimer Innenstadt ziehen ihre Kreise.

Zum Beispiel den, dass der Harry vom schaufensterausstellenden Kaufhaus Ganz den Dirk (seines Zeichens Laufblogschaufensterdesigner extraordinaire) und mich (meines Zeichens ich) eingeladen hat, doch einfach mal eine kleine Tour mit ihm und seinem Laufclub, dem SC Barolo Bensheim, zu drehen.
Schön entspannt frühlingssamstagmorgens in netter Gesellschaft durchs herrliche Bensheimer Hinterland, danach dann vielleicht noch einen Kaffee – da sagt man natürlich nicht nein.

Heute ist es dann so weit.
Die Vorbedingungen sind ehrlich gesagt nicht so ganz perfekt:
Zum einen tun meine flachlandlaufgeschädigten Waden immer noch ziemlich weh und fühlen sich ein bisschen steif und holzig an.
Zum anderen läuft der SC Barolo so früh morgens, dass es quasi noch mitten in der Nacht, besonders natürlich am Wochenende:
Start ist nämlich so gegen 7:30 Uhr, also zu einer Zeit, die Menschen mit normalem Wach-Schlaf-Rhythmus (= ich) normalerweise nur vom Hörensagen oder in anderem Zusammenhang kennen („Halb Acht? Ja, das kenn´ ich. Das ist ´ne halbe Stunde vor der Tagesschau.“ :D).
Heute ist das übrigens besonders pikant, denn es bedeutet, dass meine gestrige Melibokusumrundung – die gegen Ende doch schon so ein bisschen Anstrengend war, wegen den Beinen und so – zum Startzeitpunkt nicht mal zwölf Stunden her sein wird. Nicht unbedingt die perfekte Zeitspanne für ein bisschen gepflegte Regeneration…

Aber: Eingeladen und verabredet ist eingeladen und verabredet, da hilft alles nix.

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Zweimal um den Melibokus (15,4 km und 14,3 km)

16. April 2010

Zwei Läufe unter der Woche, beide um den Melibokus:

Mittwoch, 14.04: Untenrum. Aua! (15,4 km)
Eigentlich ein ganz netter Tag und eigentlich fühl´ ich mich ganz fit.
Deswegen beschließe ich, mal wieder um den Melibokus zu laufen.
Und zwar nicht irgendwo oben im Wald, sondern wirklich um das ganze Bergmassiv rum:
Durchs Flachland am Fuß der Berge südwärts bis Auerbach, dann links durchs Mühltal nach Hochstädten, über den Höhensattel am Schollrain nach Balkhausen, und von dort aus durchs Balkhäuser Tal wieder nach Hause.

Hübsche Strecke mit viel Abwechslung und ein bisschen Anspruch, normalerweise läuft sich das sehr schön.
Heute allerdings nicht.
Das Problem: Meine Waden.

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Mit Hund und Foto durchs Schneetreiben: Fürstenlager – Elmshausen und zurück (10,4 km)

3. Januar 2010

Eigentlich wollt´ ich die Woche ja mit einem ungebloggten und vollkommen unspektakulären Minigassiründchen mit dem Hund ausklingen lassen, irgendwo im Wald hinterm Haus.

Aber dann ist der Schnee zurückgekommen.
Sonntagmorgen war alles wieder weiss, und den Rest des Tages hat´s munter weitergeschneit.
Das wollte ich mir dann doch nicht entgehen lassen – wer weiss schon, wie lange der Winter noch anhält (bzw. wie lange er noch Spaß macht, bevor er wieder ernsthaft zu nerven anfängt… 😉 ).

Also schnell umdisponiert: Kein Wald hinterm Haus, stattdessen eine Runde im wunderbaren Staatspark Fürstenlager bei Auerbach, samt kleinem Abstecher in den vorderen Odenwald via Ludwigs- und Amalienhöhe und ins Lautertal.
Eine der schönsten Ecken der gesamten Bergstrasse, sicher auch mit Schnee reizvoll, außerdem war´s inzwischen schon wieder über ein Jahr her, dass ich zum letzten Mal durchs Fürstenlager gekommen bin.
Da war´s eh mal wieder Zeit.

Foto eingepackt (Schnee und Fürstenlager, ist beides Fotogen, und wenn die Bilder scheisse werden kann ich´s immer noch auf das Wetter schieben. Eine Win-Win-Situation, perfekt 😀 ), den Hund auch (den wollte ich schließlich nicht um´s versprochene Gassilaufen bringen nur weil der Wald hinterm Haus ausfiel) und los, am mittleren Sonntagnachmittag durchs träge Schneetreiben die Bergstrasse runter nach Auerbach.

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…und von der angenehmen Freiheit, es trotzdem zu tun: Mit der Lauter von Neunkirchen nach Bensheim (14 km)

30. Dezember 2009

Irgendwie ist es hin und wieder mal ganz befreiend, sich klarzumachen, dass dieses ganze Laufgedöns vollkommen freiwillig ist und man´s nicht machen muss, wenn man keinen Bock dazu hat.
Zumindest geht´s mir so.
Nachdem ich gestern wegen schlichter Unlust mal ganz bewusst nicht gestartet bin, und mir damit selbst bewiesen habe, dass ich nicht muss wenn ich nicht will, will ich heute schon wieder. Und zwar weil ich nicht muss.
Because I´m complicated… 😉

Dabei ist das Wetter immer noch absolut beschissen, denn auch heute regnet´s noch draußen und ist grau, kalt und ungemütlich.
Aber hey, ich muss ja nicht, also brauch´ ich mich nicht zwingen sondern kann ganz einfach so total freiwillig und ohne Druck los.

Muss ja nichts Großes sein, irgendwas in der Nähe reicht auch.
Und am besten unkompliziert, so willig, dass ich mich bei Mistwetter unbedingt anstrengen muss (sei´s mental oder physisch) bin ich dann doch nicht.
Oh, und Lust auf neue Strecke hab´ ich auch, sollte also schon irgendwie was bisher unerlaufenes sein.

Hmm…
Was Nahes.
Was Unkompliziertes.
Und neue Strecke.
Das sind ja gleich drei Dinge auf einmal! Das geht nun wirklich ni…

Oh, halt, mein Fehler, doch, das geht, gar kein Problem: Und zwar im Lautertal.
Das wollte ich schon lange mal von ganz oben bis ganz unten laufen, dem Flüsschen Lauter folgend von der Neunkircher Höhe bis runter nach Bensheim am Rand des Flachlands.

Hab´ ich bisher aber noch nie gemacht, weil man da viele Kilometer immer an der B47 entlangläuft und das nicht so hübsch ist wie die vielen, vielen, vielen tollen Wege an den Talhängen.
Aber es ist nah.
Und unkompliziert – weil´s nur bergab geht und man einfach immer nur der Strasse folgen muss, die auf ihrer ganzen Länge einen Bürgersteig hat.
Und neue Strecke isses zu großen Teilen auch, eben weil ich´s noch nie gemacht hab´.

Prima, das wird gelaufen, trotz Ekelwetter und Jahresendträgheit!

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Im Sturmschritt über die Knodener Höhe: Seidenbuch – Gadernheim (9 km)

6. Dezember 2009

Hach, es ist aber auch eine Crux mit diesem miesen, grauen Spätherbstwetter.

Nehmen wir mal diese Woche – nach dem relativ schönen Mittwoch gab´s nur noch Tage wie Schiefer – grau, dunkel, spröde, stumpf.
Da macht das Laufen einfach keinen Spaß.
Schlimmer noch: Mieses Wetter treibt mir auch jede Lust aus, Neuland oder zumindest weniger bekannte Gefilde zu erlaufen.
Warum soll ich mir auch die Mühe machen, irgendwohin zu fahren, wenn´s ohnehin mies wird…?

Entsprechend erzeugt dröges Wetter bei mir gleich doppelten Nachsaisons-Laufblues – einerseits weil´s mir an sich schon nicht gefällt, und andererseits, weil es dazu führt, dass ich lustlos irgendwelche ausgetretenen 08/15-Strecken laufe, die bei Sonnenschein noch ganz nett wären, aber bei Grau in Grau richtig furchtbar sind (zwar nicht von Natur aus, da sind meine Heimgründe eigentlich sogar sehr hübsch, sondern weil „Dröge“ und „Bekannt“ mich doppelt anöden und sich das dann potenziert).

Um so wertvoller sind da Anlässe, bei denen ich sowieso unterwegs bin und dabei dann eine Tour irgendwo anders einbauen kann.
Da mag das Wetter noch so mies sein, zumindest die Umgebung reisst es dann wieder raus.

Zum Beispiel heute.
Meine Mutter hat übers Wochende zusammen mit einer Freundin an einem Meditiationsseminar in Seidenbuch im Odenwald teilgenommen. Eigentlich wollte mein Vater sie von da abholen, aber da ich die Chance gesehen habe, bei der Gelegenheit noch ein bisschen durch den Odenwald zu rennen, hab´ ich das nur allzugerne übernommen.

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