Posts Tagged ‘Radweg 19’

Laufblues-Haikus aus dem grauen Ödland zwischen den Autobahnen (11,5 km)

3. November 2010

Draußen öder Herbst
Kaum Licht und Sonne. Natur:
Dämmrig und leblos

Mag nicht laufen gehn
Lust gering, Energie auch
Aber es muss ja…

Die Standardstrecke:
Ried zwischen Autobahnen
Passt zum dunklen Tag

Start in Bickenbach
Durch das Gewerbegebiet
In flachleere Felder

Die große Runde
Erlensee und Hähnlein
Dann wieder zurück

Grauer Himmel über mir
Autobahnrauschen im Ohr
Äcker braun und trist

Stimmung passt dazu
In der Landschaft und im Kopf
herrscht Melancholie

Ein kleiner Lichtblick:
Rücken und Beine okay –
wenigstens etwas

Nach knapper Stunde
Erstirbt das Tageslicht sanft
Hellgrau wird dunkel

Am Ziel ist schon Nacht
Ein Fluch auf die Winterzeit
Und hoffen auf Licht

Strecke: 11,5 km
Zeit: ?
Neue Strecke: Nein
Karte:
11,5er Feldrunde zw. Autobahnen

M.

Die Laufwoche KW 38 – erst gut, dann eher nicht so (16,9 km/7,9 km/9 km/9km)

26. September 2010

Mittwoch 22.9.: Spontane Wohlführunde im Ried (16,9 km)
Die Laufwoche fängt prima an.

Mittwoch Vorabend schnüre ich zum ersten Mal in dieser Woche und mach´ mich auf den Weg.
Kein fester Plan, nur einfach mal grob nordwärts, vielleicht ein netter Zwölfer um Seeheim rum oder sowas, denk ich mir…

Schon auf den ersten paar hundert Metern ist klar, dass das heute richtig gut werden wird – ich fühle mich frisch, spritzig ausgeruht, die Bewegung tut gut und macht einfach nur Spaß, alles fliesst.
Kein Wunder, denn es herrscht ja (immer noch, yaaay!) perfektes Laufwetter: Sonne (schon leicht schräg und herbstlich mild), blauer Himmel (etwas milchig vom Dunst, aber wolkenlos), Wärme (21° im freundlichen Abendlicht, herrlich).
Das wirkt, wie üblich:
Mir geht´s gut, es läuft sich großartig!! 😀

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Immer der Nase nach durchs Ried: Jugenheim – Bensheim (12,1 km)

4. März 2010

Heute mittag war ich noch mal bei meiner Hausärztin, weil das Ziehendrückenwasauchimmer an meinem Brustkorb immer noch da ist.
Eine Ewigkeit im Wartezimmer, dann ein ultrakurzes Arztgespräch, das nach zwei Minuten mit „na gut, dann machen wir nächste Woche noch mal ein Belastungs-EKG um ganz sicher zu sein“ endet.
Bis dahin soll ich aber ganz normal weitermachen, „nicht in Watte packen“ ist vage die Formulierung.
Hrm.
Anscheinenend ist es wirklich nicht schlimm, oder zumindest ist meine Hausärztin dieser Meinung.
So ganz glücklich bin ich damit ja nicht, eine klarere Ansage und vielleicht noch mal ein paar mehr Minuten mit Nachfragen und Diagnose wären mir lieber gewesen – aber okay, wenn nicht, dann halt nicht…

Immerhin legt sich meine Verstimmung schnell wieder, während ich von der Arztpraxis im Nachbardorf nach Hause spaziere.
Wieder ein wunderschöner Tag, kalt aber sonnig, mit Frühlingsnote in der Luft und schönem blauen Himmel.

Macht Lust aufs Laufen.

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Weihnachtsfressorgienausgleichsrunde durch Mörfelden-Walldorf (13,5 km)

25. Dezember 2009

Am ersten Weihnachtsfeiertag steht traditionell das große
Weihnachtsessengehen bei irgendeinem tendenziell gehobenen gastronomischen Betrieb in der mittelbaren Umgebung an.
Das ist traditionell reichlich, lecker, langwierig und am Ende kann man kaum noch gehen vor lauter befriedigter Sattheit.

Schauplatz des diesjährigen Ersterweihnachtsfeiertagsessengehens ist übrigens das Restaurant „La Fattoria“ in Walldorf, das sich wohl ganz gut als „Edel-Italiener“ definieren lässt – keine Pizza Mix oder Spaghetti mit Tomatensoße auf der Karte, und ins Haus liefern die hier auch nicht. Dafür gibt´s Wolfsbarsch und Wachtelbrüstchen und Jakobsmuscheln und was die gehobenere mediterrane Küche sonst noch so alles zu bieten hat.
Das sieht im Vorfeld alles schon mal furchtbar appetitlich und nett aus…

Ebenfalls nett:
In Walldorf war ich noch nie laufen.
Und das, obwohl´s direkt am Rand meines Streckennetzes liegt.
Hmm…
Da könnte man doch eigentlich gleich noch ein kleines Ründchen drehen, um Walldorf zu erkunden und zumindest einen Teil der zu erwartenden reichhaltigen Kalorienaufnahme auszugleichen.

Prima Idee, wird gemacht.
Natürlich vor dem Essen, denn hinterher werd´ ich (das haben frühere Weihnachtsessen dieser Art gezeigt) wahrscheinlich nur noch watscheln können und damit beschäftigt sein, mir zu schwören dass ich nienieniemalsnicht jemals wieder einen Bisse Nahrung zu mir nehme… 😀

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Flachland zwischen den Autobahnen: Erst trüb, dann schön, dann dämmrig (11,9 km)

5. November 2009

Ach du je!
Schon Donnerstag, und ich war seit letztem Samstag nicht mehr laufen.
Und das auch noch ohne echten Grund!!
Entweder war nicht so richtig Zeit, oder das Wetter war so häßlich, dass Laufen irgendwo total sinnlos erschienen ist.

Heute ist es eigentlich auch nicht besser, ganz grau und trüb und traurig, zumindest bei uns (einer der Nachteile [zumindest an einem Tag wie heute], wenn man gaanz leicht erhöht am Rand der Rheinebene wohnt: Man kann weit schauen.
In die Pfalz, nach Rheinhessen und hoch zum Rheingau und dem Taunus.
Und da scheint heute überall strahlende Sonne. Ich seh´s ganz genau!
Dabei wissen diese verflixten Auswärtigen das doch gar nicht zu schätzen. Pöööh!).

Außerdem fühl ich mich schlaff und tranig und Kopfweh hab´ ich auch.
Aber es ist halt schon Donnerstag…
Ngnääääää-ä!
Ach, na gut, geh´ ich eben…

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Au Au Au! Monumental miese Flachlandrunde zwischen Bickenbach und Hähnlein (11,5 km)

3. September 2009

„Ok“, hab´ ich mir gedacht, „mit dem Berglaufen hab´ ich´s in letzter Zeit vielleicht ein bisschen übertrieben, das nehmen mir die Beine jetzt so ein bisschen übel.
Na gut, geh ich halt im Flachland laufen!“

So richtig viel Lust hatte ich ehrlich gesagt nicht.
Das Wetter war eher unschön, und außerdem steckte mir die Frankensteintour von gestern noch merklich in den Knochen, ich fühlte mich ein bisschen schlapp und fußlahm.
Keine guten Voraussetzungen für was Nettes, also hab´ ich nicht lang rumgemacht und einen Klassiker rausgepackt, nämlich das Niemandsland westlich von Bickenbach.
Äcker und ein bisschen Wald und Schilf, eingeklemmt zwischen zwei Autobahnen, reizarm, platt wie´n Bügelbrett.
Immer gut, um ein paar uninspirierte Kilometer abzureißen, wenn sich grad mal nix besseres anbietet.
Dachte ich mir…

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Der 4000ste Kilometer: Von Zuhause an den Rhein (13,6 km)

16. Juni 2009

Eigentlich wollte ich´s ja erstmal nicht an die große Glocke hängen und erst zum großen Laufblog-Jubiläums-Post am 1.7. verwursten, aber nachdem es heute zufällig und ungeplant auf den Punkt genau hingekommen ist, erwähn´ ich es doch schon mal: Heute abend hab´ ich den viertausendsten Laufblog-Kilometer erlaufen.
Hat zwar deutlich länger gedauert, als ich mir das seinerzeit vorgestellt hatte (das schreib´ ich seit 3000 km jedesmal wenn ich ´ne Tausendermake erreiche… 😉 ), aber so ein ganz bissken stolz bin ich natürlich trotzdem… 🙂

So. Aber von vorne.
Heute ist mir was aufgefallen: Ich bin noch nie von Zuhause an den Rhein gelaufen.
Vor knapp zwei Jahren hab´ ich die Tour mal BEINAHE von Zuhause aus gemacht, aber ganz am Stück, Haustür bis Rheinufer – noch nie!
Keine Ahnung warum, aber da musste natürlich endlich mal Abhilfe geschaffen werden.
Deswegen heute auf dem Programm:
Westwärts, geradewegs durchs Ried hindurch, bis nach Gernsheim ans Rheinufer.

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Spargelland: Weiterstadt – Gräfenhausen – Schneppenhausen – Braunshardt (11,6 km)

6. Mai 2009

Hui, schon wieder zwei volle Tage Laufpause.
Tempus fugit, wie ich immer zu sagen pflege*
(* = Lüge. In Wirklichkeit pflege ich das gar nicht zu sagen 😀 ).

War aber ehrlich gesagt gar nicht so schlecht. Nach so großartigen Läufen wie die Tour nach Oppenheim letzten Sonntag ist es auch vom Kopf her ganz gut, ein bisschen Pause zu machen um das richtig wirken zu lassen, und auch mein Körper hat sich ein bisschen darüber beschwert, dass ich ihn letzte Woche einfach so mir nichts dir nichts 45 Kilometer durch die Pampa gejagt hab (nix Schlimmes, nur ein bisschen schwere, leicht steife Beine, das ist ganz normal wenn man wieder richtig einsteigt).
Außerdem war gestern und vorgestern mieses Wetter, da hatte ich eh keinen Bock… 😉

Aber heute musste ich eh los. Termin in Mainz und danach noch nach Weiterstadt zum größten Möbelhaus der Umgebung um ein Regal zu kaufen.
Und weil ich bei Weiterstadt bisher kaum gelaufen bin, hab´ ich mir da dann gleich mal ´ne kleine Tour rausgesucht, durch flache Spargelefelder und unbekannte Weiterstädter Ortsteile.
Nichts besonders Spektakuläres, und damit genau das Richtige für heute, denn man kann ja nicht immer nur die absoluten Superduperlandschaftspremiumstrecken laufen, das gibt sonst früher oder später Abnutzungserscheinungen und Schöne-Strecken-Burnout und das geht nun mal gar nicht.

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Sturm über den Rübenäckern (10,5 km)

10. Februar 2009

Da denkste es wird endlich Frühling, und dann das:
Fallende Temperaturen! Regen! Sturm!

Kein schönes Laufwetter heute. Besonders der Wind war extrem stark, erreichte teils orkanartige Böen.
Laufen wollte ich aber trotzdem, nachdem ich mir letzten Samstag schon mal eine ungeplantes Päuschen gegönnt hatte.
Bloss wo?
Der Wald stand außer Frage. Zu gefährlich bei dem Sturm, ein ordentlicher Ast auf den Hirnkasten und es ist Ende mit Matthias.
Blieb also nur das offene Gelände in der Ebene, am besten mit möglichst wenig Bäumen, die hirnkastenzertrümmernde Äste abzuwerfen hatten.

Also entschied ich mich für eine Runde im Niemandsland zwischen den Autobahnen, nördlich von Hähnlein. Da würde es zwar naß und schlammig sein, aber so viele Bäume wie im Wald gibt´s nicht.
Nur Rübenäcker, und sind selbst bei Orkan relativ sicher (außer der Orkan ist so stark, dass man weggeweht wird – aber danach sah´s dann doch nicht aus).
Nemo durfte übrigens auch wieder mit. Der hat von Natur aus eine gute Bodenhaftung und ist damit relativ windresistent…

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Erweiterte Wochenübersicht 2008 KW 48 (01.12.-07.12)

7. Dezember 2008

Aus Zeitgründen gibt´s vorerst leider nur Laufblog Light™, also die Laufberichte nur in Form eines erweiterten Wochenrückblicks.
Siehe unten.

Humpf. Bescheidene Woche. Das Wochensoll hab´ ich zwar erreicht, aber dieses Mal ist es mir echt nicht leicht gefallen.
Schuld daran war vor allem das Wetter: Als bekennender Schönwetterläufer schlägt mir so eine Witterung wie in dieser Woche einfach furchtbar aufs Gemüt. Da muss ich mich jedesmal überwinden, um bei Sturm und Dauerregen loszulaufen, und die Touren unter solchen Bedingungen kotzen mich eigentlich ausnahmslos an, machen überhaupt keinen Spass, und kosten total viel Kraft. Ein, zweimal in der Woche ist das erträglich, aber wenn es von Montag bis Sonntag durchgängig feuchtkaltrüb ist und Bindfäden regnet… Bäh!!!

Tag Strecke Zeit Entfernung
Mo.

 

Di.  

Mi.

4-Orte-Sprint bei Dauerregen

0:40 h

7,9 km

Do.

An der Autobahn durchs Ried: Raststätte Büttelborn – Griesheim – Weiterstadt

1:06 h

11,3 km

Fr.

Sa.

Wieder mal um den Melibokus

1:06 h

10 km-

So.

Halbwegs versöhnlicher Wochenabschluss im Jägersburger Wald  

 1:04 h

11,2 km

Wochenlaufleistung 40,4 km

Und hier noch die Berichte zu den einzelnen Läufen:

Lauf #1, Mittwoch 3.12.08: 4-Orte-Sprint bei Dauerregen (7,9 km)
Ein grässlicher Tag: 3° Celsius, böiger und ziemlich starker Wind, und dazu auch noch ekelhafter Dauerregen – widerlich, da hätte ich am allerliebsten aufs Laufen verzichtet.
Ging aber leider nicht, denn ich hatte gestern schon ausgesetzt, weil da so ein grässlicher Tag gewesen war, deshalb musste es heute halt wohl oder übel sein, wegen dem Wochenziel und so.

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