Posts Tagged ‘Radweg 28’

Laufblues-Haikus aus dem grauen Ödland zwischen den Autobahnen (11,5 km)

3. November 2010

Draußen öder Herbst
Kaum Licht und Sonne. Natur:
Dämmrig und leblos

Mag nicht laufen gehn
Lust gering, Energie auch
Aber es muss ja…

Die Standardstrecke:
Ried zwischen Autobahnen
Passt zum dunklen Tag

Start in Bickenbach
Durch das Gewerbegebiet
In flachleere Felder

Die große Runde
Erlensee und Hähnlein
Dann wieder zurück

Grauer Himmel über mir
Autobahnrauschen im Ohr
Äcker braun und trist

Stimmung passt dazu
In der Landschaft und im Kopf
herrscht Melancholie

Ein kleiner Lichtblick:
Rücken und Beine okay –
wenigstens etwas

Nach knapper Stunde
Erstirbt das Tageslicht sanft
Hellgrau wird dunkel

Am Ziel ist schon Nacht
Ein Fluch auf die Winterzeit
Und hoffen auf Licht

Strecke: 11,5 km
Zeit: ?
Neue Strecke: Nein
Karte:
11,5er Feldrunde zw. Autobahnen

M.

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Die Laufwoche KW 38 – erst gut, dann eher nicht so (16,9 km/7,9 km/9 km/9km)

26. September 2010

Mittwoch 22.9.: Spontane Wohlführunde im Ried (16,9 km)
Die Laufwoche fängt prima an.

Mittwoch Vorabend schnüre ich zum ersten Mal in dieser Woche und mach´ mich auf den Weg.
Kein fester Plan, nur einfach mal grob nordwärts, vielleicht ein netter Zwölfer um Seeheim rum oder sowas, denk ich mir…

Schon auf den ersten paar hundert Metern ist klar, dass das heute richtig gut werden wird – ich fühle mich frisch, spritzig ausgeruht, die Bewegung tut gut und macht einfach nur Spaß, alles fliesst.
Kein Wunder, denn es herrscht ja (immer noch, yaaay!) perfektes Laufwetter: Sonne (schon leicht schräg und herbstlich mild), blauer Himmel (etwas milchig vom Dunst, aber wolkenlos), Wärme (21° im freundlichen Abendlicht, herrlich).
Das wirkt, wie üblich:
Mir geht´s gut, es läuft sich großartig!! 😀

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Flachland zwischen den Autobahnen: Erst trüb, dann schön, dann dämmrig (11,9 km)

5. November 2009

Ach du je!
Schon Donnerstag, und ich war seit letztem Samstag nicht mehr laufen.
Und das auch noch ohne echten Grund!!
Entweder war nicht so richtig Zeit, oder das Wetter war so häßlich, dass Laufen irgendwo total sinnlos erschienen ist.

Heute ist es eigentlich auch nicht besser, ganz grau und trüb und traurig, zumindest bei uns (einer der Nachteile [zumindest an einem Tag wie heute], wenn man gaanz leicht erhöht am Rand der Rheinebene wohnt: Man kann weit schauen.
In die Pfalz, nach Rheinhessen und hoch zum Rheingau und dem Taunus.
Und da scheint heute überall strahlende Sonne. Ich seh´s ganz genau!
Dabei wissen diese verflixten Auswärtigen das doch gar nicht zu schätzen. Pöööh!).

Außerdem fühl ich mich schlaff und tranig und Kopfweh hab´ ich auch.
Aber es ist halt schon Donnerstag…
Ngnääääää-ä!
Ach, na gut, geh´ ich eben…

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Au Au Au! Monumental miese Flachlandrunde zwischen Bickenbach und Hähnlein (11,5 km)

3. September 2009

„Ok“, hab´ ich mir gedacht, „mit dem Berglaufen hab´ ich´s in letzter Zeit vielleicht ein bisschen übertrieben, das nehmen mir die Beine jetzt so ein bisschen übel.
Na gut, geh ich halt im Flachland laufen!“

So richtig viel Lust hatte ich ehrlich gesagt nicht.
Das Wetter war eher unschön, und außerdem steckte mir die Frankensteintour von gestern noch merklich in den Knochen, ich fühlte mich ein bisschen schlapp und fußlahm.
Keine guten Voraussetzungen für was Nettes, also hab´ ich nicht lang rumgemacht und einen Klassiker rausgepackt, nämlich das Niemandsland westlich von Bickenbach.
Äcker und ein bisschen Wald und Schilf, eingeklemmt zwischen zwei Autobahnen, reizarm, platt wie´n Bügelbrett.
Immer gut, um ein paar uninspirierte Kilometer abzureißen, wenn sich grad mal nix besseres anbietet.
Dachte ich mir…

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Der 4000ste Kilometer: Von Zuhause an den Rhein (13,6 km)

16. Juni 2009

Eigentlich wollte ich´s ja erstmal nicht an die große Glocke hängen und erst zum großen Laufblog-Jubiläums-Post am 1.7. verwursten, aber nachdem es heute zufällig und ungeplant auf den Punkt genau hingekommen ist, erwähn´ ich es doch schon mal: Heute abend hab´ ich den viertausendsten Laufblog-Kilometer erlaufen.
Hat zwar deutlich länger gedauert, als ich mir das seinerzeit vorgestellt hatte (das schreib´ ich seit 3000 km jedesmal wenn ich ´ne Tausendermake erreiche… 😉 ), aber so ein ganz bissken stolz bin ich natürlich trotzdem… 🙂

So. Aber von vorne.
Heute ist mir was aufgefallen: Ich bin noch nie von Zuhause an den Rhein gelaufen.
Vor knapp zwei Jahren hab´ ich die Tour mal BEINAHE von Zuhause aus gemacht, aber ganz am Stück, Haustür bis Rheinufer – noch nie!
Keine Ahnung warum, aber da musste natürlich endlich mal Abhilfe geschaffen werden.
Deswegen heute auf dem Programm:
Westwärts, geradewegs durchs Ried hindurch, bis nach Gernsheim ans Rheinufer.

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Harte Tour mit harten Waden: Holpernd um den Erlensee (11,6 km)

3. Juni 2009

Oh mann, manchmal hab´ ich echt das Gefühl, mein Körper will mich verarschen.
Da bin ich Ende letzter/Anfang dieser Woche drei Tage in Folge gelaufen, anspruchsvolle Touren mit ordentlich Höhenmetern und/oder (für meine momentanen Verhältnisse) gar nicht mal sowenig Strecke.
Und das hat prima geklappt, tatsächlich ist es sogar von Tag zu Tag besser gelaufen.
Sogar obwohl ich ein bisschen dehnfaul war…

Dann einen Tag Pause, und heute dann ein eigentlich vollkommen laues, leichtes, entspanntes Flachlandründchen – und auf einmal wird´s aus heiterem Himmel furchtbar zäh und krampfig und total anstrengend.

Aber von vorne:

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Schneller Lauf ins Graue: Jugenheim – Seeheim – Bickenbach (11,6 km)

18. November 2008

Jedes Jahr dieselbe Leier: Wenn´s draussen immer grauer und dunkler und ekliger wird, erwische ich mich irgendwann im November dabei, wie ich mir ernsthaft überlege, ob ich nicht eine Winterpause einlegen soll.

Heute war´s wieder mal soweit: Farbloser, trostloser, lebloser, freudloser Herbsttag, dessen blosser Anblick durchs Fenster ausreichte, um einem jegliche Lust aufs Laufen zu verleiden.
Ganz ehrlich: Was soll ich an so einem deprimierend drögen Tag raus?
Ich laufe nun mal nicht primär, weil ich Freude an der Bewegung habe (ist ganz nett, wenn´s läuft, aber als reiner Selbstzweck ist es einfach viel zu dünn – da könnte ich mir auch ein Laufband besorgen, das hätte denselben Effekt) oder weil ich fit sein will (das ist wichtiger Bonus, aber als alleinige Motivation reicht es nie und nimmer aus), sondern vor allem deshalb, weil es mir gut tut und Kraft bringt, regelmässig rauszukommen, ein bisschen Natur zu erleben, was zu Entdecken, und die schöne Umgebung zu geniessen.

Aber heute gab´s nix Schönes da draussen, da war alles einfach nur mies und grau und hässlich.
Blarg!
Durch dieses Elend zu laufen bringt erzeugt keine Kraft, sondern es kostet welche…

Seufz.

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Um den Felsberg – ein Laufbericht mit Bildern (14,5 km)

25. Juli 2008

Heute musste ich einfach mal wieder ein bisschen raus – eine Tour wenigstens ein klein wenig weiter Weg, irgendwo wo die Gegend richtig schön aber etwas weniger abgelaufen ist. Allzuweit aber auch nicht (Zeit und so), deshalb entschied ich mich spontan für eine Tour um den Felsberg (da oben würde es auch nicht so warm sein wie bei uns unten im Tal, wo´s heute bei praller Sonner wieder um die 30 Grad gewesen waren).

Als ich das beschlossen hatte war´s schon relativ spät, da blieb wenig Zeit zur Vorbereitung, also begnügte ich mich mit einem kurzen Blick auf die Karte, und den Plan, einfach mal frei Schnauze ungefähr dieselbe Tour zu laufen, die ich mit Ingo und David vor fast einem Jahr gemacht hatte, eventuell erweitert um einen Abstecher über Wurzelbach/Schmal-Beerbach und die Hutzelstrasse.

…und weil ich ja gerade erst neulich um den Felsberg gelaufen war, noch ein Twist, um das Ganze etwas interessanter zu machen:
Noch mal ein Versuch, ob das mit dem Laufen und Fotografieren nicht doch klappt. Bisher hat´s ja nie so hingehauen, es stört meinen Rhythmus, die Digitalkamera und ich sind weitgehend inkompatibel, und für meinen letzten Anlauf hat mir irgendjemand mit total wenig Sachverstand sogar den Titel „Schlechtester Fotograf den ich kenne“ verliehen 😉 .

Also heute noch mal mit Foto.
Um´s gleich vorwegzunehmen: Durchwachsenes Ergebnis.
Die vielen Fotopausen haben total gestört und Kraft gekostet.
Und die Kamera hat gezickt, wo sie nur konnte – aus irgendeinem Grund knipst die nicht sofort, wenn man den Auslöser drückt, sondern erst eine Sekundee später, damit komme ich einfach nicht klar – gerade wenn man zittrig und ausser Atem ist und/oder den Zoom zugeschaltet hat, verwackelt das ständig. Bin einfach nicht geschaffen für dieses High-Tech-Gedöns, mit meiner alten Analog-Kamera hatte ich solche Probleme nie…
Noch schlimmer: Schon zuhause beim Aufbrechen ist mir die mistige Kamera aus dem Gürtel gefallen (wo sie vorher scheinbar bombenfest gesessen hatte), dabei ist irgendwas an der Klappe für den Speicherchip kaputt gegangen und ich musste sie noch schnell mit Klebeband fixieren – und das ist ja nicht mein Foto, der ist nur ausgeliehen.
Sch…

Na ja, am Ende sind dann auf jeden Fall einige durchaus gute Fotos rausgekommen, aber eben auch einige, die nicht so gut sind. Da es ja ein Versuch war, hab´ ich mich bewusst entschieden, einen Querschnitt zu nehmen, also auch einige der nicht so guten Bilder zu verwenden (bloss die ganz grottigen sind raus) – schließlich will ich mich nicht als bester Bildermacher aller Zeiten profilieren, sondern einfach mal zeigen, was bei rauskommt, wenn ich mit der Kamera losziehe, sei das gut oder schlecht.

So, Einleitung vorbei, without further ado:

Um den Felsberg – ein Laufbericht mit vielen Bildern:

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Verirrt, verwirrt und eingesulcht: Schöne/Nasse Runde den Felsberg (17,4 km)

26. Juni 2008

Normalerweise wäre ich ja gestern schon losgezogen.
Aber ich war heute mit Jost zum Laufen verabredet, deswegen hab´ ich verzichtet.
Jost hat dann natürlich mal wieder auf den letzten Drücker abgesagt. Eigentlich ganz normal, macht er eigentlich immer wenn mal unter der Woche laufen wollen – Mal ist er nicht ganz so fit, mal muss er kurzfristig beruflich weg, mal hat seine Ex angerufen und er muss ganz unbedingt sofort einen Kaffee mit ihr trinken gehen… na ja, Sport (außer Fußball in der Glotze 😉 ) hat bei ihm im Moment offensichtlich keine besonders hohe Priorität (was irgendwie ein bisschen lustig ist, weil er andererseits ständig rumjammert, dass er so dick und unfit geworden wäre)…

Also musste ich am Dienstagabend noch schnell umdisponieren: Die Strecke, die ich mit Jost gelaufen wäre (Alsbacher Schloss, Comoder Weg, Herrenweg), war mir eigentlich zu kurz und außerdem wollte ich sie nicht ohne Jost „verbrauchen“, da musste was Anderes her. Nach kurzem Stöbern in meinem Archiv geplanter Läufe entschied ich mich für eine spannende mittellange Tour auf obskuren Nebenpfaden am Felsberg, auf die ich schon ziemlich gespannt war, und nahm mir vor, sie gleich heute morgen abzulaufen.

Heute morgen war´s dann aber furchtbar schwül und drückend.
Nein, halt, das stimmt so nicht, eigentlich war´s FURCHTBAR SCHWÜL UND DRÜCKEND !!!
Allein schon der Schritt vor die Haustür fühlte sich an, als würde man eins mit einem Brett übergezogen kriegen (und das in einer Sauna).
Da ging gar nix, ich verschob ich die Tour auf nach dem Gewitter, das angesichts solch einer Wetterlage unweigerlich komme musste.

Fast forward bis zum Abend: Semiapokalyptisches Unwetter vorbei, Himmel bedeckt mit turmhohen grummelnden Wolken, immer noch unheimliche Luftfeuchtigkeit, aber immerhin etwas kühler.
Besser würde es heute nicht mehr werden. Also los, ab auf die Kuralpe zum Start.

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Durch Wald und Moor und Felder: Jugenheim – Pfungstadt – Erlensee – Bickenbach (15,8 km)

5. Juni 2008

Heute morgen beim Aufstehen hab´ ich beschlossen, mal wieder an den Erlensee zu laufen.
War schon länger nicht mehr da, hab´ ihn seit blogstart letztem Jahr immer noch nicht ganz umrundet (Nord- und Ostufer fehlten noch), und ausserdem war mir nach Flachland.
Entsprechend heute keine langwierige „Wo soll ich nur laufen“-Grübelei, auch mal ganz angenehm. Im Lauf des Tages schnell grob eine leicht konvolute Strecke geplottet, und fertig.

Start am Abend, bestes Laufwetter: Nicht zu warm (Knapp unter 20 Grad), nicht zu feucht, bewölkt aber freundlich, etwas Wind.

Zuerst mal durch Jugenheim: Die gesamt Alsbacher Str. runter, weiter durch die Sandmühlstr., vorbei am an der katholischen Kirche und dem Friedensbrunnen, dann links durch die untere Ludwigsstr. bis zur großen Kreuzung an der Strassenbahn. Relativ zügig, denn ich hatte mir vorgenommen, die ca. 15 km in unter eineinhalb Stunden zu laufen. Kurze Zwangspause an der Ampel (aber die rechne ich dank Stoppuhr ja immer genau aus der reinen Laufzeit raus, also nicht schlimm…), dann weiter geradeaus neben der L3103 in Richtung Schuldorf und kurz vor der Brücke auf den Radweg direkt an der Landstrasse, dem ich dann am Schuldorf vorbei knapp 1,2 km bis zur Kreuzung an der B3 folgte. Kein wirklich reizvolles Stück: Der Radweg an sich ist zwar gut in Schuss, verläuft aber gerade mal einen Meter neben der vielbefahrenen Strasse, links und rechts davon jeweils unspektakulär-wucheriges Strassenranddickicht. Immerhin: Weil ich´s nicht besonders mag, hab´ ich das Stück seit über einem Jahr vermieden, deshalb war´s noch ungeblogt…

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