Posts Tagged ‘Radweg R9’

Stramme Tempotour im Lorscher Wald: Lorsch – Einhausen – Riedrode (14,6 km)

15. Juli 2010

Wisst ihr, was ich schon lange nicht mehr gemacht habe?

Spontan mal irgendwohin fahren, wo´s nix Besonderes gibt und wo man generell schon mal war, und dort einfach nur ein paar neue Wege ablaufen, ohne Erwartungen oder den Druck, was Besonderes erleben zu müssen.

Heute hatte ich genau darauf mal wieder Lust, also hab´ ich mich abends spontan mal ins Auto gesetzt und bin runter nach Lorsch gefahren, für eine kleine bis mittlere Runde im Lorscher Wald.
Und weil ich mich heute ganz fit fühle, die geplante Strecke flach und unkompliziert ist und es außerdem deutlich kühler ist als in den letzten Tagen, hab´ ich mir gleich noch eine zweite Sache vorgenommen, die ich lange nicht mehr probiert habe:
Tempo.
Konkret: Einfach mal schauen, wie langsam ich in den letzten Monaten ohne jeden Geschwindigkeitsehrgeiz geworden bin, und ob das noch mit den Kilometerzeiten unter sechs Minuten klappt…

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90 Minuten Südwärts (16,7 km)

10. Juni 2008

Heute wollte ich mal ein kleines Experiment machen, das ich so noch nicht versucht hatte (wenn einem die unbekannten Strecken ausgehen, muss man sich eben hin und wieder mal was Neues ausdenken):

Was passiert eigentlich, wenn ich genau Eineinhalb Stunden in eine bestimmte Richtung laufe, ohne vorher eine Route festzulegen? Wie weit, wohin komme ich da, wie fühlt sich das an?

Die Grundidee dazu hatte mir schon seit dem Cooper-Test neulich im Kopf herumgeschwebt, praktisch als Gegenstück zu meinen üblichen Läufen. Normalerweise plane ich eine Strecke, und sehe dann beim Laufen, wie lange ich dafür brauche. Heute wollte ich eine Zeit festlegen, und einfach mal sehen, wie weit ich in dieser Zeit käme, ohne vorher was geplant zu haben (wobei es mir nicht um die Kilometerleistung ging [die war klar, das würden etwas über 15 werden], sondern vor allem um den geografisch-entdeckerischen Aspekt).
Einfach mal drauflos laufen, und sehen, wohin ich komme, das klang spannend.

Natürlich braucht es für sowas erstmal eine Richtung, aber die war schnell klar: Südwärts, an Bundesstrasse 3 entlang, durch die Dörfer und Städte am Fuß der Bergstrasse soweit mich die Füße in 90 Minuten tragen würden.
Die B3 nach Bensheim kenne ich natürlich sehr gut, aber eigentlich nur als „Autofahrerstrecke“. Gelaufen war ich hier zwar auch schon, aber immer nur Teilbereiche (und die meisten davon nicht von zuhause aus) – am Stück hatte ich sie bisher wirklich nur im PKW befahren, und da erlebt man sowas ganz anders als zu Fuß: Man ist viel schneller, strengt sich kaum an, ist mit einer anderen Motivation unterwegs (Laufen ist Selbstzweck, Fahren ein Mittel zum Zweck, zumindest für mich), achtet nicht sosehr auf die Umgebung.
Entsprechend war mir die Strecke einerseits bekannt (für den Autofahrer Matthias), gleichzeitig jedoch unbekannt (für den Läufer Matthias), das fand ich total faszinierend.
Richtig einschätzen konnte ich sie im Vorfeld auch nicht, keine Ahnung wie weit es von zuhause bis Zwingenberg/Auerbach/Bensheim ist – das war mit dem Auto nie relevant gewesen, also hatte ich noch nie vorher darauf geachtet. Wie weit ich in den 90 Minuten kommen würde?
Keine Ahnung!
Und das war auch gut so! 😀
(und natürlich verkniff ich mir jede Messung im Vorfeld, um mir die Überraschung nicht zu verderben…)

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Schöne Gegend, schlechte Wege: Zell, Gronau, Ober-Hambach (12,8 km)

24. November 2007

Nach der miesen Witterung der letzten Tage heute morgen eine angenehme Überraschung: Strahlender Sonnenschein, blauer Himmel, manierliche Temperaturen oberhalb von 5 Grad (nicht viel oberhalb, aber immerhin…).

Laufwetter!
Da musste natürlich auch eine möglichst reizvolle Strecke her, um das Meiste draus zu machen. Nachdem mir das Bensheimer Hinterland bereits Anfang der Woche so gut gefallen hatte, war schnell klar, dass ich heute da weitermachen wollte, wo ich am Dienstag aufgehört hatte – das obere Ende des Meerbachtals (mit Zell und Gronau) stand auf dem Programm, erweitert durch einen Abstecher ins Bergdorf Ober-Hambach.

Start am oberen Ende von Zell, auf dem Parkplatz Bordmühle am Ortsausgang (gegenüber dem Friedhof). Von hier aus wollte ich auf den Knodener Höhenweg, auf dem Bergrücken nördlich des Tals – also gleich zur Einstimmung eine Kletterpartie über 80 oder 100 Höhenmeter, ideal zum warm Werden – so mag ich das!
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Am Fuß der Bergstrasse: Bensheim – Heppenheim und zurück (12,6 km)

7. November 2007

Ach ja. Es gibt Tage, die sind wie gemacht zum Laufen: Wunderbares Wetter, angenehme Temperatur, frische Luft, das macht so richtig Laune…

Tja.

So ein Tag war heute nicht.
Stattdessen der Herbst von seiner traurigsten Seite: Kalt. Düster. Trübsinnig. Gräulich (in diesem Fall sowohl von „Grauen“ als auch von „grau“ ableitbar, trifft beides zu). Ekelhaft kalter Nordwind. Nieselregen.

Lust auf Laufen?
Wenig.

Andererseits: Schon wieder zwei Tage Pause. Und die nächsten Tage soll es nicht besser werden. Deshalb: Raus und laufen, auch wenn´s Überwindung kostet!

Eigentlich hatte ich mir gestern schon eine besonders interessante Strecke ausgesucht, durch die Weinberge und Täler hinter Bensheim. Aber an so einen Tag wollte ich sie nicht verschwenden, die heb´ ich mir auf bis es schön ist (vorausgesetzt, das ist irgendwann mal wieder der Fall…).
Blieb dann trotzdem bei Bensheim als Ausgangsort und entschied mich für eine kürzere Strecke im Flachland, entlang der B3 nach Heppenheim, dann durch den östlichsten Riedrand wieder zurück (bisher hatte ich die Strecke Bensheim-Heppenheim ja nur über die Höhenrücken zurückgelegt, heute also im Prinzip dasselbe in flach).

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